Ein erfolgreiches Einzelunternehmen gründen

Mit deiner Expertise und Planung gelingt dir der Start in eine rosige Zukunft

2016 waren circa 2 Mio. Einzelunternehmen in Deutschland gemeldet

„Einzelunternehmen“ war 2014 die zweitbeliebteste Rechtsform in Deutschland mit einem Anteil von 27 Prozent an allen Betriebsgründungen

Unternehmer*innen entscheiden selbst welche Sicherheiten sie mit einbringen, da die Gründung eines Einzelunternehmens kein Startkapital benötigt

Gründe dein eigenes, erfolgreiches Einzelunternehmen

Selbstständiges Arbeiten ist für viele ein großer Traum: Immer mehr Künstler*innen, Dienstleister*innen und Warenhersteller*innen gründen Einzelunternehmen in ihren Fachgebieten und wählen ihre Aufträge, die Kundschaft und Kooperationspartner*innen selbst aus. Junge Menschen, die sich im Einzelunternehmen selbstständig machen, sind keinesfalls immer einsame Cowboys oder -girls. Im Gegenteil, für Startups wird es immer wichtiger, ein solides Netzwerk aufzubauen.

Mit wem du als Gründer*in in Kontakt treten solltest und warum, zeigt unsere Übersicht zum Thema. Hier erfährst du alles Wissenswerte zur Gründung und alle wichtigen Fakten, die Einzelunternehmer jeder Branche kennen sollten.

Was zeichnet das Einzelunternehmen aus?

Gründer*innen von Einzelunternehmen werden als Inhaber*innen bezeichnet. Sie tragen die alleinige Verantwortung für das eingetragene Unternehmen. Als Einzelunternehmer*in darfst du Rechnungen schreiben und Mitarbeiter*innen beschäftigen, bist aber auch zur Buchführung und Steuererklärung verpflichtet. Zur Gründung eines Einzelunternehmens musst du lediglich eine Gewerbeanmeldung beim Bürgeramt deiner Gemeinde einreichen - hier erhältst du eine Steuer-ID für das Unternehmen, mit der du dich beim Finanzamt anmelden kannst. Die Gewerbeanmeldung kostet je nach Bundesland zwischen 20 und 40 EUR. Alle weiteren Kosten hängen von deinem Geschäftsmodell ab: Freelancer*innen, die Dienstleistungen über das Internet anbieten, haben beispielsweise kaum laufende Kosten und können Teile ihrer privaten Miet- und Nebenkosten sowie ihr Arbeitsmaterial von der Steuer absetzen.

Pro und Contra in Kürze

Vorteile

  • Unkomplizierte Rechtsform für innovative Geschäftsideen
  • Freie Auswahl für Projekte und Aufträge
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Steuerfreie Umsätze bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 EUR
  • Zahlreiche staatliche und institutionelle Fördermöglichkeiten
  • Arbeit von zu Hause aus möglich

Nachteile

  • Große Verantwortung für dich selbst und für deine Mitarbeiter*innen
  • Feste Urlaubstage und Weihnachtsgeld fallen ohne konsequente Steuerung weg
  • Regelmäßige Fortbildungen sind notwendig
  • Finanzielles Risiko und Erfolgsdruck

Aufschieben gilt nicht mehr
Es war nie einfacher, mit der eigenen Idee durchzustarten

Tipps für die Anmeldung des Einzelunternehmens

Planst du ein kleines Einzelunternehmen mit geringem Startkapital, solltest du prüfen, ob dein Unternehmen als Kleinunternehmen entsprechend der Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuer-Gesetzbuch in Frage kommt. Bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 EUR musst du als Kleinunternehmer keine Gewerbe- oder Umsatzsteuer abführen, kannst aber auch keine Wareneinkäufe absetzen. Die Gründung deines Unternehmens fällt mit dem Tag der Gewerbeanmeldung zusammen. Wenn du groß einsteigen und die Gründung mit einem Kredit deiner Bank finanzieren möchtest, solltest du noch vor der Gewerbeanmeldung einen ausführlichen Businessplan aufstellen. Er beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens.

Selbstständige sind außerdem selbst für Renten- und Krankenkassenbeiträge verantwortlich, was die laufenden Kosten um mehrere hundert Euro pro Monat erhöhen kann. Freelancer*innen und Künstler*innen in der Kreativbranche können bei einem Jahresumsatz über 3.500 EUR den subventionierten Schutz der Künstlersozialkasse in Anspruch nehmen. 

Wie sieht der Arbeitsalltag im Einzelunternehmen aus?

Bevor du dich zur Gründung eines Einzelunternehmens entschließt, solltest du deine Idee deshalb genau durchdenken und in ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell einbetten.

Als Einzelunternehmer*in bestimmst du selbst über deine Arbeitszeiten und die anstehenden Projekte und Aufträge. Lege deine Arbeitszeiten genau fest und halte dich an deinen persönlichen Wochenplan. Dabei solltest du natürlich nicht zu wenig Leistung und somit auch Umsatz erbringen, jedoch gibt es auch ein klares "zu viel": Viele Selbstständige entwickeln sich gerade am Anfang schnell zu sogenannten Workaholics und gönnen sich kaum noch Auszeiten. Freelancer*innen, die von zu Hause aus arbeiten, neigen dabei ebenso zur Überarbeitung wie Gründer*innen mit eigenen Geschäftsräumen. Als Freelancer*in hast du am meisten Freiheit bei der Strukturierung deines Alltags - trotzdem solltest du zu den üblichen Geschäftszeiten an Wochentagen für die Kundschaft und Kooperationspartner*innen erreichbar sein. Führst du ein Geschäft mit Angestellten, solltest du als Chef*in natürlich regelmäßig Präsenz zeigen und deine Crew mit eigenem Ehrgeiz motivieren.

Einzelunternehmen gründen leicht gemacht

Möchtest du dein Startup von Anfang an erfolgreich am Markt etablieren, folge diesen einfachen Schritten für Gründungen in allen Branchen:

1. Von der Idee zum Geschäftsmodell

Eine Geschäftsidee allein reicht natürlich nicht zur Sicherung deiner Existenz und der deiner Mitarbeiter*innen. Bevor du dich zur Gründung eines Einzelunternehmens entschließt, solltest du deine Idee deshalb genau durchdenken und in ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell einbetten. Welche Produkte und Dienstleistungen möchtest du anbieten? Wie soll dein Grundsortiment aussehen und wie können Kunden*innen dich finden und erreichen? Es gibt eine ganze Liste von Punkten, über die du dir vor der Gründung im Klaren sein solltest:

  • Die voraussichtliche Höhe der Betriebskosten
  • Die Höhe des persönlichen Bedarfs
  • Ein grobes Marketing- und Vertriebskonzept (Arbeit von zu Hause, im Geschäft, als mobiler Service etc.)
  • Aufgabenverteilung unter Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner*innen
Planung eines Einzelunternehmens

2. Richte deinen Arbeitsplatz ein

Egal, ob du von zu Hause aus arbeitest, auf der Straße, im Auto oder in angemieteten Geschäftsräumen: Ein sauberer und einladender Arbeitsplatz ist eine wichtige Grundlage für deinen Erfolg. Verkaufsräume müssen vor der Eröffnung deines Geschäfts natürlich angemessen mit Ware gefüllt werden. Neben einem zuverlässigen Kassensystem brauchst du eine vollständige Einrichtung, Lagerraum für Waren und Steuerunterlagen, Deko-Elemente und Arbeitsgeräte. Je nachdem, in welcher Branche du tätig bist, solltest du einen drei- bis fünfstelligen Betrag für die Einrichtung deines Arbeitsplatzes einberechnen.

3. Kleine Starthilfen für dein Geschäft

Für Gründer*innen bieten Bund und Länder zahlreiche Fördermöglichkeiten an, die dir den Start in die Selbstständigkeit erleichtern. Eine Übersicht über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten findest du hier bei uns auf der Gründerplattform im Bereich Finanzierung & Förderung finden.

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du außerdem eine Existenzgründungshilfe beim Arbeitsamt beantragen. Halte dich in den ersten zwei Jahren nach der Gründung immer über aktuelle Gründer-Fonds, Netzwerkangebote und Wettbewerbe auf dem Laufenden. Willst du ein Einzelunternehmen gründen, tausche dich vor der Anmeldung mit anderen Gründer*innen aus und hole dir nützliche Tipps von Startups, die bereits einen Schritt weiter sind.

4. Man lernt nie aus!

Je mehr administrative und organisatorische Aufgaben du selbst übernehmen kannst, desto höher ist dein Gewinn im Einzelunternehmen. Gerade am Anfang sehen viele Aufgaben komplizierter aus als sie sind und lassen sich überraschend leicht ohne bezahlten Dienstleisterservice bewältigen. Onlinetools mit Freemium-Modell helfen bei vielen Geschäftsprozessen gerade Unternehmen in der Startphase, solange sie noch klein sind.

Informiere dich laufend über gängige Lohntarife in deiner Branche, aktuelle Trends und Entwicklungen. Je genauer du dich über wichtige Themen wie Steuerrecht und Buchhaltung im Einzelunternehmen informierst, desto mehr Kosten sparst du im laufenden Betrieb. Auch mögliche Konkurrenten solltest du nicht außer Acht lassen. Orientiere dich auf dem Markt und finde den Mut, dich von anderen abzusetzen und trotzdem genau das bieten zu können, was bei der Kundschaft gefragt ist.

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bhp