Gründen in der Tourismus­branche

Trends und Förderungen

Für eine Existenzgründung im Tourismus gibt es viele gute Gründe. Deutschland ist als Reiseland überaus beliebt (Platz 2 der Top-Reiseziele der Europa), und die Deutschen gehören weltweit zu den reisefreudigsten Nationen.

Im Tourismus wurden 2019 vier Prozent der gesamten deutschen Bruttowertschöpfung erwirtschaftet – damit liegt die Branche, was ihre volkswirtschaftliche Bedeutung angeht, in etwa gleichauf mit dem Maschinenbau. Dem Tourismus kommt aber auch eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung zu: Er fördert den kulturellen Austausch, stärkt die Regionen, belebt die Städte und schafft lokale Arbeitsplätze.

Der Nachholbedarf in Bezug auf touristische Leistungen nach der Corona-Pandemie ist groß. Die Menschen wollen wieder reisen und ihre Freizeit aktiv gestalten. Umfragen und Untersuchungen zufolge ist in Deutschland und weltweit die Nachfrage nach Reisen langfristig sehr stabil. Das kommt auch Gründer*innen zugute.

Ein weiteres Plus: Gründungen im Tourismus kommen aufgrund der vielfach niedrigen Eintrittsschwellen nicht nur für Berufserfahrene, sondern auch für Berufs- oder Quereinsteiger*innen infrage. 

Die Zahlen sprechen für sich: Allein im Gastgewerbe gab es 2019 fast 28.000 Neugründungen.

Geschäftsideen in der Tourismusbranche: Finde dein Konzept

In diesem Abschnitt geben wir dir einen Überblick über beliebte Geschäftsideen in der Tourismusbranche. Lass dich inspirieren und finde das passende Konzept für deine Selbstständigkeit.

Neben den etablierten Tätigkeitsfeldern im Tourismus – wie Reisebüros, Reiseveranstalter, Gastronomie, Hotels oder Ferienhausvermietungen – sind innovative Geschäftsideen oder eine Kombination aus beidem gefragt.

Nachhaltigkeit ist auch im Tourismus eines der zentralen Themen. Klima- und Umweltschutz sind entscheidende Voraussetzungen, um die Attraktivität der Destinationen und damit die Erfolgsgrundlagen der Tourismuswirtschaft zu erhalten. Energieeffizienz ist wichtiger denn je. Viele Unternehmen haben bereits mit der grünen Transformation begonnen. Beispiele sind die Senkung von Emissionen, Abfallvermeidung, der Einsatz regionaler Lebensmittel oder der Schutz von Naturräumen. Das Bewusstsein der Kund*innen, insbesondere bei den jüngeren Generationen, für soziale und ökologische Aspekte des Tourismus wächst. Der Vorteil für Gründer*innen: Während sich viele bestehende Unternehmen erst umstellen müssen, können sie von Anfang an auf Nachhaltigkeit setzen.

Chancen für Gründende bieten auch die Digitalisierung und neue Technologien, die einerseits ganz neue Berufsbilder hervorbringen und andererseits bei bestehenden Unternehmen den Bedarf an entsprechenden Dienstleistungen zur Anpassung der Geschäftsprozesse wecken. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das Potenzial hier groß. Die Einsatzgebiete digitaler Lösungen im Tourismus sind vielfältig: vom Online-Reisevertrieb oder dem Einsatz von Virtual bzw. Augmented Reality bei Buchungen über die Digitalisierung von Tourismusinformationen, Lenkung von Besucherströmen und vernetzte Mobilität bis zu Kundenbindung durch Social Media, Fachkräftegewinnung oder effiziente Ressourcenbewirtschaftung.

Weitere Trends sind naturnaher Urlaub, Workation (Verbindung von Arbeit und Urlaub) und passgenau auf die einzelnen Reisenden zugeschnittene Angebote.

Im Wettbewerb um Mitarbeitende im Tourismus wird es immer wichtiger, mit attraktiven Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven zu punkten. Dazu zählen insbesondere die Arbeitszeiten und das Gehalt, aber auch ein gutes Betriebsklima und Aufstiegschancen.

Klimaneutralität, Digitalisierung und Fachkräftesicherung sind auch die drei zentralen Themen der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung, um die Branche bestmöglich dabei zu unterstützen, sich zukunftsfähig aufzustellen. Die Bundesregierung hat dabei auch speziell Gründende in der Tourismusbranche im Blick: Sie sollen von unverhältnismäßiger Bürokratie entlastet werden sowie faire, verlässliche Wettbewerbsbedingungen und Freiräume für innovative Aktivitäten vorfinden.

Webinar Empfehlung

Über die aktuellen Trends in der Tourismusbranche spricht auch Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack vom Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes in unserem Webinar. Für ihn gibt es keinen besseren Zeitpunkt für eine Gründung in der Tourismusbranche als jetzt. Warum er das so sieht, das erfährst du im Webinar. Außerdem spricht er darüber, wie Tourismusanbieter mit kreativen Ansätzen durch die Corona-Zeit gekommen sind - und ihre Kundenbindung sogar noch steigern konnten. Reinschauen lohnt sich! 

Förderung finden: Förderwegweiser Tourismus

Wenn du dein touristisches Unternehmen voranbringen willst, kannst du auf eine enorme Vielfalt an Förderangeboten des Bundes, der Bundesländer und der Europäischen Union zurückgreifen. Das Kompetenzzentrum Tourismus hat mehrere tausend aktuelle Fördermaßnahmen ausgewertet und mit branchentypischen Anforderungen von touristischen Unternehmen, Destinationen, Verbänden sowie Startups und Existenzgründungen im Tourismus abgeglichen. Das Resultat ist eine Datenbank mit aktuell weit mehr als 500 Förderoptionen – speziell gemacht für touristische Unternehmen.

Mit Antworten auf maximal drei einfache Fragen bietet der Förderwegweiser wertvolle Informationen über die für dich relevanten Förderangebote.

Foerderwegweiser

Fazit

Die Tourismuswirtschaft hat viel zu bieten und ist bei Gründer*innen sehr beliebt. Sowohl Neulinge als auch Berufserfahrene können in der Branche Fuß fassen und sich mit ihrem Konzept erfolgreich selbstständig machen. Chancen für Gründende bieten Zukunftstrends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die Finanzierung kann eine Herausforderung darstellen, die du aber nicht allein stemmen musst. Mit dem Förderwegweiser Tourismus findest du die passende Förderung für deine Selbstständigkeit.

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bhp