Interaktives Businessplan-Tool

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  • Entwickle komplett kostenlos einen Businessplan mit schlüssigem Finanzteil.
  • Wir helfen dir, nichts zu vergessen und Fehler zu vermeiden.
  • Frage nach bei Familie, Freunden oder Profis, was du noch verbessern kannst.

Businesspläne von echten Unternehmer*innen

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  • Schau dir während der Arbeit an deinem Businessplan an, wie echte Unternehmer*innen mit ihren Businessplänen Finanzierungs- und Förderpartner überzeugt haben.
  • Lass dich inspirieren von Formulierungen aus den echten Plänen.

Businessplan-CheckUp

Screenshot KPI Check
  • Wir führen dich Schritt für Schritt durch alle Kalkulationen.
  • Ein Überblick zeigt dir entscheidende Kennzahlen und wie eine Bank darauf schauen wird.
  • Auch Text, Aufbereitung und Aufbau deines Businessplans werden kostenlos digital vorgeprüft.

Wofür brauche ich einen Businessplan?

Der Businessplan ist der detaillierte Leitfaden für deine Gründung. Außerdem ist er Grundlage für die Beantragung eines Gründerkredits. Brauchst du also Fremdkapital, ist ein professioneller Businessplan Pflichtsache.

 

Ist es schwer, einen Businessplan zu schreiben?

Nein, mit der richtigen Anleitung und guter Vorbereitung ist es nicht schwer. Du solltest dies auf jeden Fall selbst machen und nicht einfach wegdelegieren. Anleitung bieten wir dir mit unseren Leitfragen und Businessplan-Beispielen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Geschäftsmodell und Businessplan?

Das Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip und ist kompakt auf 1-2 Seiten dargestellt. Der Businessplan stellt einen genaueren Fahrplan für die Existenzgründung und den zukünftigen Unternehmensaufbau dar.

 

Was ist ein Finanzplan?

Ein Finanzplan ist ein detaillierter Teil des Businessplans, in dem alle wichtigen finanziellen Aspekte deines Unternehmens erfasst, analysiert und geplant werden. Er stellt die Planung auf ein festes Fundament und erleichtert das Treffen der richtigen Entscheidungen im wirtschaftlichen Sinne.

 

Was ist ein Liquiditätsplan?

Der Liquiditätsplan ist in einem Unternehmen ein Teil der Finanzplanung, der sämtliche erwarteten Einnahmen und Ausgaben innerhalb einer festgelegten Planungsperiode gegenüberstellt. Sozusagen dein „Kontoauszug in der Zukunft“.

 

Was ist eine Standortanalyse?

Mit etwas System lässt sich anhand ausgewählter Faktoren der optimale Standort für jeden Betrieb finden. Zu diesen Standortfaktoren zählen zum Beispiel Einzugsgebiet, Kaufkraft, Laufkundschaft, Parkmöglichkeiten und Erreichbarkeit, Wettbewerb, Anziehungskraft des Standortes sowie Mietpreise.

 

Was ist eine Wettbewerbsanalyse?

Unter Wettbewerbsanalyse versteht man die Aufstellung und Bewertung von Methoden, Verhaltensweisen und Produkten, mit der Wettbewerber in deinem Markt operieren. Ziel ist es, deinen Platz im Markt zu finden und das Verhalten derjenigen wichtigsten Konkurrenten vorherzusagen.

 

Brauche ich eine/n Berater*in, um meinen Businessplan zu schreiben?

Das ist nicht zwingend notwendig und wir empfehlen grundsätzlich, den Businessplan selbst zu schreiben. Denn am Ende musst du dein Unternehmen verstehen und dafür geradestehen. Für Detailfragen kann es aber sinnvoll sein, mit einem*r Berater*in zusammenzuarbeiten.

 

Einen Businessplan schreiben mit der Gründerplattform – so geht`s

Wenn du dein Geschäftsmodell sorgfältig durchdacht und getestet hast, steht als Nächstes das Schreiben des Businessplans auf dem Programm.

Den Businessplan oder auch Geschäftsplan brauchst du, um deine Geldgeber zu überzeugen und um zu erkennen, wie du dein Unternehmen am besten aufbaust.

Die meisten Menschen brauchen viel zu lange, um aus ihrer Geschäftsidee einen bankfertigen Businessplan zu machen. Die Ursachen sind fast immer dieselben: Sie verheddern sich auf der Suche nach der passenden Vorlage, verbringen zu viel Zeit damit, aus verschiedenen Dateien und Tabellen einen einheitlichen Plan zu basteln und verlieren spätestens im Zahlenteil jede Orientierung.

Das muss nicht sein! Auf der Gründerplattform findest du endlich ein anerkanntes Businessplan-Tool, das dich beim Schreiben deines Businessplans unterstützt – kostenlos und sicher.

Ganz gleich, ob du einen Friseursalon eröffnen oder ein Startup gründen, eine Firma übernehmen oder dich nebenberuflich selbstständig machen möchtest, unsere Businessplan-Hilfe ist dank der einfachen Nutzerführung und der praktischen Verknüpfung von Zahlen- und Textteil für jedes Gründungsvorhaben geeignet.

Digitale Assistenten erleichtern die Finanzplanung, Leitfragen führen dich durch die Kapitel und echte Businesspläne dienen dir als Inspiration. Auf der Gründerplattform findest du alles, was du brauchst, um einen wirklich guten Businessplan zu schreiben.

Also, hör auf im Internet zu suchen. Fang an zu schreiben und starte dein Unternehmen!

So arbeitest du mit der Gründerplattform

Vielen Gründer*innen graut es davor, ihren Businessplan zu schreiben, weil sie glauben, dieser gewaltigen Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Um ihnen ihre Angst zu nehmen, haben wir das riesige Paket Businessplan aufgeschnürt und in viele handliche Portionen unterteilt. Arbeite dich einfach von Kapitel zu Kapitel vor. So machst du schnell Fortschritte und kannst innerhalb weniger Tage einen Businessplan vorlegen, der alle Fragen zu deiner Gründung beantwortet.

Bevor wir auf die Inhalte eines Businessplans eingehen, stellen wir dir alle Hilfsmittel vor, die dich beim Schreiben auf der Gründerplattform unterstützen.

Übersicht

Sobald du auf der Gründerplattform einen neuen Businessplan anlegst oder einen vorhandenen Businessplan öffnest, werden dir alle Aktionen angezeigt, die du mit deinem Werk ausführen kannst.

screenshot übersicht businessplan

Die Übersicht ist so etwas wie deine Businessplan-Zentrale. Von hier aus erreichst du alle wichtigen Funktionen

Wie du siehst, kannst du entweder an deinem Textteil oder deinem Finanzteil weiterarbeiten, einen Schnell-Check der wichtigsten Kennzahlen (KPI) durchführen oder eine druckfertige PDF-Datei von deinem Businessplan herunterladen.

Außerdem stehen dir diese Funktionen zur Verfügung:

Beratung holen
Über diesen Button erfährst du, welche Organisationen dir in deiner Region beim Schreiben deines Businessplan beratend zur Seite stehen. Du kannst direkt über die Gründerplattform mit ihnen in Verbindung treten und deine Fragen stellen.

Mit anderen teilen
Für alle, die im Team gründen oder sich Feedback zu ihrem Businessplan holen wollen, gibt es die Funktion, den Businessplan mit anderen zu teilen. So könnt ihr von überall an einem Dokument arbeiten und steht nie wieder vor dem Problem, an mehreren Versionen gleichzeitig zu sitzen.

Vorschau
Die Vorschau zeigt dir eine Übersicht deines Businessplans an. So siehst du, welche Punkte du bereits bearbeitet hast und wo dein Plan noch Lücken hat.

Einstellungen
Hier kannst du die allgemeinen Einstellungen (Laufzeit und Titel deines Businessplans, Währung, Rechtsform etc.) ändern, die Gliederung beliebig anpassen oder ein Bild für das Deckblatt deines Businessplans hochladen.

Über die Funktion „Einstellungen“ kannst du unser Businessplan-Tool individuell anpassen

Gliederung

Jeder gute Businessplan braucht eine klare und sinnvolle Struktur. Im Internet kursieren diverse Aussagen darüber, wie ein Businessplan aufgebaut sein sollte. Kein Wunder, dass viele Gründer*innen verunsichert sind: Brauche ich ein Kapitel „SWOT-Analyse“? Was sind die wichtigsten Kennzahlen? Und wohin mit meinem Marketingkonzept?

Wir haben die Gliederung für unsere Businessplan-Hilfe gemeinsam mit allen wichtigen Akteuren der Gründungsförderung in Deutschland erarbeitet und abgestimmt. Wenn du unser Tool benutzt, kannst du also sicher sein, dass dein Businessplan später von allen akzeptiert wird. So kannst du dich voll und ganz auf die Inhalte konzentrieren, ohne je den roten Faden zu verlieren.

Ob du die Gliederung von Anfang bis Ende durcharbeitest oder mit den Abschnitten anfängst, die dir am leichtesten fallen, bleibt dir überlassen.

Die Gliederung wird dir jedes Mal auf der linken Seite angezeigt, wenn du an einem der Kapitel schreibst. Dadurch weißt du immer, wo du dich gerade befindest und kannst in deinem Businessplan bequem hin- und herspringen. Alternativ kannst du von jedem Kapitel direkt zum vorherigen oder zum nächsten Kapitel wechseln.

Unter Einstellungen in der Übersicht kannst du die Gliederung beliebig anpassen. Du kannst Kapitel hinzufügen, ausblenden, löschen, umbenennen, oder die Reihenfolge verändern.

Leitfragen führen dich durch deinen Businessplan

In jedem Kapitel findest du mehrere Reiter, hinter denen sich verschiedene Hilfsmittel verbergen. Hier erklären wir dir ihre Funktion. 

So haben wir zu jedem Thema einfache Leitfragen formuliert. Deine Aufgabe besteht nur darin, diese Fragen nacheinander zu beantworten. So entsteht Stück für Stück ein vollständiger Businessplan.

Screenshot Businessplan Leitfragen

Einfache Leitfragen, wie hier zum Thema Vertrieb und Kommunikation, führen dich durch deinen Businessplan

Du kannst die Leitfragen ein- oder ausblenden.

In dem Feld darunter schreibst du deine Texte. Klicke einfach auf „Bearbeiten“ und es öffnet sich eine Eingabemaske mit einer kleinen Formatierungspalette. Sobald du deine Arbeit beendest, klickst du auf „Speichern“, damit nichts verloren geht.

So sieht es aus, wenn du an deinem Businessplan schreibst.

Wir empfehlen dir, für jeden Unterpunkt eines Kapitels ein eigenes Textfeld anzulegen. So bleibst du flexibel. Du kannst die Reihenfolge der Textfelder ändern und nachträglich Tabellen, Diagramme oder Bilder einfügen. Über den grünen Button „Text“ unter der Überschrift „Elemente einfügen“ auf der rechten Seite kannst du beliebig viele Textabschnitte hinzufügen.

Verknüpfung mit deinem Geschäftsmodell

Wenn du bereits dein Geschäftsmodell mit der Gründerplattform erarbeitet hast, werden dir einige der Leitfragen bekannt vorkommen. Während es bei deinem Geschäftsmodell darum ging, so kurz wie möglich die zentralen Punkte zusammenzufassen, darfst du in deinem Businessplan ruhig etwas ausführlicher werden.

Über den Reiter „Dein Geschäftsmodell“ werden dir deine Gedanken, die du zum jeweiligen Kapitel bereits notiert hast, angezeigt. In vielen Fällen genügt es, diese für deinen Businessplan auszuformulieren und mit Details zu hinterlegen. Falls du mehrere Geschäftsmodelle erstellt hast, kannst du das passende für den Businessplan aussuchen, den du gerade bearbeitest.

Dein Geschäftsmodell ist die Basis für deinen Businessplan.

Jetzt zahlt sich die Arbeit der letzten Wochen aus. Je intensiver du dich im Vorfeld mit deinem Geschäftsmodell auseinandergesetzt hast, um so leichter wird es dir fallen, daraus einen bankfertigen Businessplan zu machen.

Keine Angst vor dem weißen Blatt: Von echten Beispielen lernen

Auf der Gründerplattform bekommst du die seltene Chance, echte Businesspläne zu lesen, die erfolgreich finanziert und umgesetzt wurden. Solltest du mal nicht weiterkommen, kannst du einfach nachlesen, was andere zu dem Thema geschrieben haben, an dem du gerade sitzt. Über den Reiter „Echte Beispiele“ werden dir die passenden Kapitel aus den Businessplänen unserer Beispiel-Unternehmer*innen angezeigt.

Ihre Businesspläne mögen nicht in allen Punkten perfekt sein, aber sie haben funktioniert – und nur darauf kommt es an!

Auf der Gründerplattform kannst du nachlesen, was andere in ihrem Businessplan geschrieben haben.

Wozu ist das wichtig? Expertenvideos mit Tipps und Erklärungen

Nicht immer erschließt sich auf Anhieb, worauf es in einem Kapitel besonders ankommt. Wenn du nähere Infos brauchst, helfen dir unsere kurzen Erklärvideos mit dem Gründungsexperten Dr. Jan Evers weiter. Darin erfährst du, was in diesem Kapitel wichtig ist und wie du beim Schreiben deines Businessplans am besten vorgehst.

In kurzen Erklärvideos gibt Jan Evers hilfreiche Tipps.

Die Videos sind den einzelnen Kapiteln zugeordnet. Über den Button „Tipps zum Businessplan anschauen“, den du rechts unten auf deiner Übersichts-Seite findest, haben wir außerdem alle Videos mit unserem Experten zum Thema Businessplan für dich gebündelt.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

Wir sorgen dafür, dass dein Businessplan nicht nur inhaltlich stimmig wird, sondern auch ein ansprechendes Layout bekommt. Du brauchst dich also um die Formatierung von Text, Tabellen und Grafiken nicht zu kümmern. Klicke am Ende einfach auf „PDF herunterladen“ in der Übersicht und dein Plan wird als druckfertiges Dokument auf deiner Festplatte gespeichert.

Nach Wunsch kannst du das vorgegebene Layout individuell anpassen: Du kannst die Schriftart ändern, Text auf verschiedene Weise hervorheben oder Seitenumbrüche beliebig hinzufügen. So wird dein Businessplan genauso individuell, wie deine Gründung.

Um deinen Businessplan anschaulicher zu machen, hast du in allen Abschnitten die Möglichkeit, den Text durch Bilder und Grafiken zu ergänzen. Du kannst sie direkt von deiner Festplatte hochladen und in den Textteil einfügen. Diagramme und Tabellen, die sich auf die Zahlen aus deinem Businessplan beziehen, werden automatisch erstellt.

Ob ein Foto von deinem Produkt, einen Grundriss von deinem Laden oder einen Screenshot von deinem Online-Shop – immer, wenn ein Bild mehr sagt, als 1000 Worte, solltest du von dieser Funktion Gebrauch machen.

Über die Funktion „Sortieren“ kannst du die Reihenfolge der Textabschnitte, Grafiken und Bilder eines Kapitels immer wieder verändern.

Digitale Assistenten für die Finanzplanung

Der Finanzteil wird zu Recht als das Herzstück eines Businessplans bezeichnet, weil er schonungslos offenbart, ob eine Geschäftsidee wirtschaftlich tragfähig ist oder nicht. Er ist zugleich der Teil, der die größten Schwierigkeiten bereitet. Deshalb haben wir mehrere digitale Zahlen-Assistenten programmiert, mit denen du deine Finanzierung auf solide Füße stellen kannst.

Screenshot Betriebsausgaben 1

Mit den digitalen Assistenten der Gründerplattform wird die Finanzierung zum Kinderspiel.

Allgemeingültige Werte, wie den Mehrwertsteuersatz oder die Höhe der Lohnnebenkosten, haben wir für dich schon eingegeben, damit du einen groben Anhaltspunkt hast. Sollten diese Zahlen in deinem Fall abweichen, hast du die Möglichkeit, die Zahlenassistenten selbständig anzupassen.

Verbindung von Text- und Finanzplan

Ein besonderer Vorteil unserer Businessplan-Hilfe besteht darin, dass du Textteil und Finanzplan ganz leicht miteinander verzahnen kannst. In jede Textpassage kannst du über die Menüs „Tabelle“ oder „Diagramm“ die passende Darstellung aus der Finanzplanung einfügen.

Screenshot Diagramm Businessplan

Mit der Businessplan-Hilfe der Gründerplattform kannst du auf Knopfdruck eine Verbindung zwischen Text und Zahlen erstellen

An einem Beispiel lässt sich zeigen, wozu das gut ist: Nehmen wir an, du willst einen Schuhladen eröffnen. Du rechnest, wie alle Existenzgründer*innen, mit steigenden Umsätzen. Während du anfangs nur fünf Paar Schuhe pro Woche verkaufst, steigt der Absatz innerhalb der ersten sechs Monate auf durchschnittlich fünfzig Paar. Die Begründung für diese Entwicklung liefert der Textteil, in dem du ausführlich beschreibst, warum du davon ausgehst, dass du deine Verkäufe steigern kannst. Die entsprechenden Zahlen findet man aber gewöhnlich erst weiter hinten, im Finanzteil. Mit einem Diagramm, das deine Umsatzerlöse abbildet, kannst du schon im Textteil verdeutlichen, wie sich das erwartete Verhalten der Zielgruppe konkret auf dein Gründungsvorhaben auswirkt.

Die Option, Zahlen- und Textteil mit nur einem Klick zu verknüpfen, löst das typische Problem vieler Gründer*innen, die unbeabsichtigt zwei unabhängige Businesspläne schreiben: Während sie im ersten ihre Idee, ihre Zielgruppe und ihren Markt schildern, geht es im zweiten nur noch um Zahlen und Tabellen. Rund wird das Ganze aber erst, wenn beides zusammengeht.

Verschiedene Szenarien durchrechnen

Um die Chancen und vor allem die Risiken einer Gründung beurteilen zu können, bietet es sich an, verschiedene Szenarien zu entwickeln und miteinander zu vergleichen. Was passiert, wenn die Einnahmen sich nicht so positiv entwickeln, wie erwartet – oder viel besser? Was wäre, wenn die Preise für dein Angebot plötzlich in den Keller gingen oder sich die Rohstoffe verteuerten? Wie viel Geld müsstest du mindestens einnehmen, um deinen Laden über Wasser zu halten – und wann wäre es Zeit, die Reißleine zu ziehen?

Wenn du auf diese Fragen eine plausible Antwort geben kannst, überzeugt das nicht nur deine Investoren und Förderer – du gewinnst damit vor allem für dich selbst eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Du kannst auf der Gründerplattform ganz einfach mehrere Szenarien durchrechnen, indem du deinen Businessplan duplizierst und die Zahlen in der Finanzplanung entsprechend anpasst. Das geht über den Punkt „Meins“, den du ganz oben in der Menüleiste findest und über den du deinen „Schreibtisch“ mit allen deinen Businessplänen und Geschäftsmodellen erreichst.

Businessplan-Check

Wenn du Zweifel hast, ob dein Werk dem kritischen Blick der Bank oder der Arbeitsagentur standhalten wird, kannst du die zentralen Punkte deines Businessplans vorher überprüfen lassen. Unser eingebauter Businessplan-Check funktioniert nach dem Ampelsystem: Grün zeigt an, dass du in diesem Punkt alles richtig gemacht hast, gelb bedeutet „Hier ist noch Luft nach oben“ und rot heißt „Stopp! Das solltest du dir besser noch mal ansehen.“

Liquidität, Rentabilität, Finanzierungsbedarf und Eigenkapital – auf diese Kennzahlen werden deine Geldgeber als Erstes schauen. Deshalb werden sie von unserem Check automatisch überprüft.

Die anderen Aspekte, die unser Businessplan-Check bewertet, beziehen sich auf die Lesbarkeit und die Nachvollziehbarkeit deines Businessplans: Visualisierung, Einsatz von Tabellen und Verständlichkeit.

Darauf kommt es beim Businessplan-Schreiben an

Du hast jetzt die Hilfsmittel kennengelernt, die dir auf der Gründerplattform zur Verfügung stehen. Im Folgenden wollen wir uns die Inhalte näher anschauen, die einen guten Businessplan ausmachen.

In deinem Businessplan beschreibst du deine Geschäftsidee von Anfang bis Ende, und zwar so, dass auch andere ihre wirtschaftliche Machbarkeit nachvollziehen können. Du legst dar, was du wo an wen und zu welchen Preisen verkaufen willst, ab wann deine Firma rentabel ist und wie viel Geld du brauchst, um die Zeit bis dahin zu überbrücken.

Viele glauben immer noch, man schreibe den Businessplan für die Bank. Doch das ist ein Irrtum. In erster Linie schreibst du ihn für dich selbst. Schließlich haben nicht nur deine Kreditgeber ein Interesse daran, die Zukunftsaussichten deines Vorhabens abschätzen zu können, sondern auch und vor allem du selbst. Denn das größte Risiko liegt immer bei dir selbst.

Wir wissen auch, dass die wenigsten Businesspläne später 1:1 umgesetzt werden, denn Rahmenbedingungen ändern sich und wir können nun mal nicht in die Zukunft schauen. Aber ein guter Businessplan bietet dir gerade in der unübersichtlichen Anfangsphase hilfreiche Orientierung. Er ist wie ein Leitfaden für den Aufbau deines Unternehmens.

Außerdem, und dieser Aspekt wird oft unterschätzt: Das Schreiben verhilft dir zu einem tiefen Verständnis deines Unternehmens. Du erkennst die zentralen ökonomischen Größen und verstehst besser, wie sie zusammenhängen. Das hilft dir später, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

„Man nehme...“– Was gehört in einen guten Businessplan?

1. Zusammenfassung

Die Zusammenfassung, auch als Executive Summary bezeichnet, steht immer am Anfang des Businessplans und enthält kurz und knapp alle relevanten Informationen zu deiner Gründung. Eine Seite, allerhöchstens zwei sollten genügen, um vorab die relevantesten Fragen zu beantworten und Appetit auf mehr zu machen.

Die Zusammenfassung ist quasi dein Unternehmens-Pitch, nur eben in schriftlicher Form. Stelle darin in wenigen Sätzen dar

  • was du vorhast,
  • was das Besondere daran ist,
  • warum es klappen wird und
  • warum du der oder die Richtige dafür bist.

Außerdem wollen deine Finanzierungspartner natürlich wissen, was du von ihnen willst. Schreibe deshalb klipp und klar, worum es dir geht, zum Beispiel mit folgendem Satz: „Für die Umsetzung meiner Geschäftsidee benötige ich einen Kredit in Höhe von XY Euro“.

Auch wenn die Zusammenfassung am Anfang deines Business- oder Geschäftsplans steht, solltest du sie erst am Ende schreiben, wenn du deine Geschäftsidee in allen Details zu Papier gebracht hast.

2. Geschäftsidee

Im zweiten Abschnitt beschreibst du den Kern deiner Geschäftsidee, also dein Angebot, den Kundennutzen und die zentralen Kernfähigkeiten, die diesem Nutzen dienen.

2.1 Angebot

Hier konkretisierst du die Produkte oder Dienstleistungen, die du deinen Kunden anbietest. Hebe besonders hervor, was daran neu und besonders ist.

Bevor du dich vor lauter Begeisterung in den Details verlierst, versetze dich in die Lage deiner Leser*innen und mach dir klar, welche Punkte aus ihrer Sicht interessant sind. Das werden weniger die technischen Feinheiten sein, als vielmehr das ökonomische Potenzial deines Angebots. Denk auch daran, dass du nicht für ein Fachpublikum schreibst. Erkläre so einfach wie möglich, worum es geht (das gilt vor allem für technische Innovationen).

Wenn du mehrere Produkte oder Dienstleistungen anbieten willst, konzentriere dich auf die wichtigsten.

2.2 Nutzen

Der Kundennutzen sollte im Mittelpunkt deiner Überlegungen stehen! Nur, wenn du klar machen kannst, dass du mit deinem Angebot das Leben deiner Kunden besser (also einfacher, schöner, lustiger, gesünder oder was auch immer) machst, wird dein Unternehmen am Markt bestehen können. Deine Aufgabe ist es, eine überzeugende Antwort auf die Frage zu finden, warum die Leute dein Angebot kaufen werden.

Vergiss nicht zu erwähnen, wie du zu dieser Annahme gekommen bist: Hast du mit Mitgliedern deiner Zielgruppe gesprochen oder sie beobachtet? Hast du ihnen einen Prototyp vorgestellt? Oder kannst du vielleicht sogar schon auf erste Kunden verweisen?

2.3 Kernfähigkeiten

Deine Kernfähigkeiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Nutzen, denn es sind die Fähigkeiten, die du brauchst, um dein Nutzenversprechen zu erfüllen. Welche davon bringst du schon mit und welche musst du dir noch aneignen? Wie wirst du dabei vorgehen? Wirst du zum Beispiel eine Fortbildung machen oder Leute mit ins Boot holen, die dich mit ihren Kompetenzen perfekt ergänzen?

Wenn ihr im Team gründet, sind natürlich die Fähigkeiten des ganzen Teams gefragt.

3. Vertrieb & Wettbewerb

Unter Vertrieb werden alle Maßnahmen verstanden, die notwendig sind, damit dein Angebot deine Kunden erreicht. Deine Vertriebsstrategie richtest du an der Zielgruppe und am Markt aus.

3.1 Kunden

Was weißt du über die Zielgruppen, die dein Angebot kaufen werden? Beschreibe sie so genau wie möglich. Dabei sind nicht nur die Eigenschaften, die unmittelbar im Bezug zu deinem Angebot stehen, von Belang. Fasse den Blick weiter: Wo leben deine Kunden, wie viel Geld steht ihnen zur Verfügung, in welcher Lebensphase befinden sie sich? Welche Gewohnheiten haben diese Leute, wo informieren sie sich, was ist ihnen wichtig und vor allem: wovon werden ihre Kaufentscheidungen beeinflusst? Alle diese Informationen brauchst du, um deine Vertriebs- und Kommunikationsstrategie festzulegen.

Wenn du schon erste Aufträge in Aussicht hast, wird das deine Geldgeber natürlich begeistern. Gehe in deinem Text darauf ein, was das für Auftraggeber sind und wie du sie akquiriert hast.

Beschreibe unbedingt auch, wie du zu deinen Erkenntnissen über deine Zielgruppe gekommen bist: Hast du Interviews geführt, Statistiken ausgewertet oder Beobachtungen gemacht? Gehörst du vielleicht selbst zur Zielgruppe, weil ein persönliches Problem den Ausschlag für deine Gründung gegeben hat?

3.2 Vertrieb & Kommunikation

Üblicherweise setzen Unternehmen auf mehrere Vertriebs- und Kommunikationswege, um ihr Angebot zu vermarkten. Beschreibe in deinem Businessplan, für welche du dich entschieden hast und warum.

Diese Aspekte spielen bei der Wahl der optimalen Vertriebswege eine Rolle:

  • Die Art der Produkte oder Dienstleistungen
  • Die Erwartungen, Gewohnheiten und Wünsche deiner Zielgruppen
  • Die Strategien der Konkurrenz

Ob du auf direkten oder indirekten Vertrieb setzt, deine Produkte über einen eigenen Laden oder einen Onlineshop vertreibst oder ob du gleich ein ganzes Franchisesystem aufziehst – Hauptsache, du kannst deine Entscheidung gut begründen. Auch deine geplante Marketingstrategie und deine Maßnahmen zur Kundenbindung gehören in diesen Teil deines Businessplans.

Manche Dinge erscheinen uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken. Deine Website gehört vermutlich dazu: Natürlich brauchst du eine. Aber welche Funktionen erfüllt sie in deiner Vertriebs- und Kommunikationsstrategie und wie? Ähnliches gilt für die Außengestaltung deines Ladens oder Restaurants: Wie wird dein Schild aussehen, welche Farbe bekommt die Fassade? All das klingt banal, aber es entscheidet mit darüber, ob ein Passant deinen Laden betritt oder daran vorbeigeht. Deshalb solltest du über diese Punkte auch in deinen Businessplan schreiben.

3.3 Markt und Wettbewerb

Wer eine Firma gründet, sollte sich vorher intensiv mit dem Markt auseinandergesetzt haben, in den er oder sie einsteigen will.

Beschreibe in deinem Businessplan, um welchen Markt es sich in deinem Fall handelt, wie groß dieser Markt ist, wie er sich entwickelt, wann eine Sättigung erreicht wäre und welche Eintrittshürden bestehen. Lege auch deine Unternehmensziele dar: Willst du Marktführer werden oder eine bestimmte Marktnische besetzen?

Informationen für die Marktanalyse findest du u.a. in Branchenberichten von Kammern oder Verbänden, beim Statistischen Bundesamt oder in Fachzeitschriften. Auch Gespräche mit Branchenfachleuten sind eine gute Datenquelle.

Schaue dir anschließend den Wettbewerb genauer an: Welche Konkurrenzprodukte gibt es? Wer sind deine engsten Konkurrenten und was bieten sie zu welchen Preisen an? Was kannst du besser als sie und worin sind sie dir überlegen?

Um dich nicht zu verzetteln, solltest du dich auf etwa sieben konkurrierende Firmen beschränken. Die benötigten Informationen findest du in Branchenverzeichnissen (z.B. in den Gelbe Seiten) oder auf den Websites der einzelnen Unternehmen.

Wenn du bei deiner Gründung auf Laufkundschaft angewiesen bist, bietet es sich an, vor Ort zu recherchieren und die umliegenden Geschäfte, die mit dir konkurrieren, einfach abzuklappern.

Deine Wettbewerbsanalyse ist die Grundlage für deine Positionierung. Je besser es dir gelingt, dich von der Konkurrenz abzuheben, desto leichter wird es dir fallen, eine treue Stammkundschaft aufzubauen und dich auf deinem Zielmarkt zu behaupten. Trau dich ruhig, die bestehenden Regeln deiner Branche auf den Kopf zu stellen, aber verliere darüber nie deine Zielgruppe aus dem Blick. Deine Lösung muss aus ihrer Sicht den marktüblichen Lösungen überlegen sein.

4. Team & Partner

Für viele Investoren und Kreditgeber sind die Gründerperson oder das Gründerteam wichtiger als die Geschäftsidee. Ein geflügeltes Wort besagt, dass man in Teams investiere, nicht in Ideen. Deshalb hat ein Kapitel über den/die Gründer*in und seine Partner einen festen Platz in jedem Businessplan.

4.1 Gründer*in und Team

Deine Unterstützer wollen natürlich wissen, ob du die nötigen Qualifikationen und Fähigkeiten hast, um deine Geschäftsidee umzusetzen. Kennst du dich in der Branche aus? Hast du betriebswirtschaftliches Know-how? Und bist du den Belastungen der Selbstständigkeit gewachsen? Um das zu belegen, zählen nicht allein Zertifikate und Abschlüsse, sondern vor allem auch praktische Erfahrungen.

Wenn du gemeinsam mit anderen gründest oder Personal einstellen wirst, gelten diese Fragen natürlich für das gesamte Team. Beschreibe, wer welche Aufgaben übernimmt und wie ihr euch ergänzt.

Bring in diesem Abschnitt unbedingt auch deine Motivation zum Gründen zum Ausdruck und lass erkennen, dass du weißt, worauf du dich einlässt und dass du dich der Herausforderung gerne stellst.

4.2 Werte

Jedes Unternehmen steht für bestimmte Werte. Sie sind das Gerüst, das dafür sorgt, dass ein Team auch in schweren Zeiten zusammenhält und Veränderungen meistert. Für welche Werte soll dein Unternehmen stehen? Was ist dir wichtig?

4.3 Partner

Mit Partnern meinen wir andere Firmen oder Selbstständige, auf deren Zusammenarbeit du angewiesen bist.

Eine Partnerschaft bringt viele Vorteile: Man kann Ressourcen gemeinsam nutzen, Kosten sparen oder seinen Einfluss erhöhen. Viele moderne Gründungsansätze, wie das „Gründen in Komponenten“ von Günter Faltin oder die Lean-Startup-Bewegung, basieren auf der Überzeugung, dass eine Existenzgründung schneller, einfacher und flexibler gelingt, wenn so viele Teilleistungen wie möglich ausgelagert, d.h. an Partner übertragen werden.

Beschreibe in diesem Kapitel, welche Akteure für eine Kooperation in Frage kommen, welche Aufgaben du ihnen übertragen wirst und welchen Vorteil beide Seiten aus der Kooperation ziehen. Wenn du schon Kontakte hast, erwähne sie.

Lieferanten, die du jederzeit wechseln könntest, sind keine Partner. Aber wenn es weit und breit nur eine Firma gibt, die dir ein zentrales Bauteil liefern kann, dann hat sie diesen Titel verdient.

5. Unternehmen

Im fünften Abschnitt deines Businessplans beschreibst du, wie dein Unternehmen aufgebaut und die Produktion organisiert werden soll.

5.1 Produktion (Kernaktivitäten)

Die Produktion umfasst alle Schritte, die notwendig sind, damit deine Kunden dein Angebot nutzen können. Nicht nur die eigentliche Herstellung gehört dazu, sondern auch die Beschaffung der Rohstoffe, die Verpackung der Ware, der Transport, der Verkauf und das Marketing. Die Schritte, die du selbst übernimmst, können als deine Kernaktivitäten bezeichnet werden.

Auch wenn du etwas verkaufst, das man gar nicht anfassen kann, sprechen wir von Produktion. Als Berater „produzierst“ du die Beratung deiner Auftraggeber, als Grafiker das Layout einer Broschüre und als Friseur einen neuen Haarschnitt.

Wenn du deine Produktion skizzierst, solltest du dich wieder auf den Lean-Startup-Gedanken besinnen. Überlege und begründe, welche Arbeitsschritte am besten bei dir in der Firma aufgehoben sind und welche von anderen übernommen werden können. Gehe auch darauf ein, wie deine Konkurrenten ihre Produktion organisieren. Vielleicht gelingt es dir, dich durch eine clevere Produktionsstrategie von ihnen abzuheben und dir dadurch eine stärkere Marktposition zu erarbeiten.

5.2 Standort

Jede Gründung hat andere Ansprüche an den Standort. Wenn du einen Onlineshop aufbauen willst, brauchst du eine stabile Internetverbindung und Lagerhallen, die von Post- und Lieferdiensten gut angefahren werden können. Ein Café ist auf eine belebte Nachbarschaft und viel Laufkundschaft angewiesen. Ein freiberuflicher Grafiker braucht nicht mehr als seinen Computer und vielleicht noch einen Schreibtisch in einer anregenden Bürogemeinschaft.

Beweise in diesem Teil deines Geschäftsplans, dass du die Anforderungen an den Standort für deine Gründung kennst und lege dar, wie du den optimalen Standort finden willst. Beziehe nicht nur den geografischen Ort mit ein, sondern auch die konkreten Räumlichkeiten: Wie groß müssten sie sein, wie müssten sie ausgestattet sein und welche behördlichen Auflagen bestehen?

Wenn du schon Räumlichkeiten für deine Gründung ins Auge gefasst hast, solltest du sie genau beschreiben (am besten mit Bildern und Grundrissen). Erläutere in deinem Businessplan auch, welche Baumaßnahmen ggf. noch notwendig sind und wie teuer sie werden und welche Möglichkeiten sie bieten, falls deine Firma in Zukunft wachsen und mehr Platz brauchen sollte.

5.3 Rechtsform & Vorschriften

Hier geht es zum einen um die Rechtsform deines Unternehmens, die Auswirkungen auf die Steuer, die Eigentumsverhältnisse, die Entscheidungsfindung und die Risikoverteilung im Unternehmen hat, zum anderen auch um die gesetzlichen Bestimmungen, denen deine Gründung unterliegt. Welche Zulassungen brauchst du und welche behördlichen Vorgaben musst du bei der Umsetzung deiner Geschäftsidee beachten?

5.4 Risiken

In deinem Businessplan geht es nicht um Schönfärberei, sondern darum, die Chancen und Risiken deines Unternehmens realistisch auszuloten. Indem du die größten Gefahren für deine Gründung benennst und gleichzeitig Strategien aufzeigst, wie du ihnen begegnen willst, beweist du, dass du dich mit allen Aspekten umfassend auseinandergesetzt hast und nicht blauäugig in die Selbstständigkeit startest.

Das sind typische Risiken, an denen Existenzgründungen scheitern:

  • Die Akquise ist schwieriger als erwartet, weil die Zielgruppe den Vorteil deines Angebots nicht erkennt
  • Kunden sind nicht bereit, den geforderten Preis zu zahlen
  • Die Konkurrenz ist stärker, als gedacht
  • Lieferanten fallen plötzlich aus
  • Kunden kommen ihren Forderungen nicht nach

Manchmal können sich auch die Rahmenbedingungen einer ganzen Branche so dramatisch und schnell verändern, dass kaum Zeit bleibt, sich darauf einzustellen. Wie flexibel könnte dein Betrieb auf eine solche Situation reagieren?

Beschreibe in deinem Businessplan einige typische Worst-Case-Szenarien und wie du dich darauf vorbereiten willst.

6. Finanzen

Ein schlüssiger Finanzplan ist das A und O bei der Gründung eines Unternehmens. Deine Finanzierungspartner wollen genau wissen, welche Investitionen nötig sind, woher das Geld kommen soll und wie gut die Aussichten stehen, dass dein Betrieb sich langfristig wirtschaftlich trägt.

6.1 Ertragsquellen/Umsatz

In diesem Abschnitt beschreibst du, womit deine Firma Geld verdient und wie sich die Einnahmen im Laufe der ersten drei Jahre entwickeln. Wie viele Einheiten verkaufst du im ersten Monat, wie viele im zweiten und wie viele im 18.? Die Finanzplan-Assistenten der Gründerplattform helfen dir bei der Kalkulation.

Normalerweise sind die Umsätze anfangs noch sehr überschaubar, steigern sich dann aber mit der Zeit. Um diese Entwicklung darzustellen, kannst du zwischen einer linearen und einer stufenweisen Umsatzsteigerung wählen. Anschließend kannst du per Hand die Umsätze anpassen, wenn dein Geschäft saisonalen Schwankungen unterliegt, was sehr häufig der Fall ist.

Denk dran: Deine Angaben zur Umsatzentwicklung sollten nicht deinem Wunschdenken entspringen, sondern auf begründeten Annahmen basieren. Wenn du zum Beispiel einen Onlineshop eröffnest, musst du begründen können, warum du am Anfang jede Woche nur zehn Bestellungen hast und ein halbes Jahr später über hundert am Tag.

Für deinen Finanzplan ist aber nicht nur relevant, wie viel Geld du für den Verkauf deiner Produkte oder Leistungen bekommst, sondern auch, wann und wie das Geld fließt, also ob deine Kunden in Vorkasse gehen, deine Produkte im Abo beziehen oder ein Zahlungsziel von 30 Tagen haben.

Außerdem ist in diesem Abschnitt Platz, um deine Preiskalkulation offenzulegen. Auf welchen Annahmen beruhen deine Preise und wie verhalten sie sich gegenüber der Konkurrenz? Es gibt gute Gründe, deutlich über oder auch unter den marktüblichen Preisen zu liegen – vergiss nicht, sie in deinem Businessplan zu erwähnen.

6.2 Kosten

Den Gegenpol zu deinen Umsätzen bilden die Kosten. Sie umfassen alles, wofür du in deinem Unternehmen Geld ausgibst. Ihre Gesamthöhe gibt dir eine Orientierung, wie hoch deine Umsätze auf lange Sicht sein müssen, wenn du nicht in die Pleite steuern willst.

Anders als die Umsätze lassen sich die Ausgaben recht gut vorausplanen. Wenn du alle Positionen gewissenhaft erfasst und die jeweiligen Preise ermittelst, bist du vor bösen Überraschungen weitgehend gefeit.

Im Businessplan werden folgende Kostenarten voneinander unterschieden:

a) Variable Kosten sind vom Umsatz abhängig: Je mehr du verkaufst, desto höher sind sie. Zu ihnen gehören vor allem Aufwendungen für den Wareneinkauf, für Rohstoffe, Verpackung oder Logistik.

Bei der Businessplan-Hilfe der Gründerplattform werden sie über den Finanzassistenten „Direkte Kosten“ erfasst. Du kannst angeben, welcher Umsatzposten mit welchen Belastungen verbunden ist, und dir die Kostenentwicklung für jeden Posten einzeln anzeigen lassen.

b) Fixkosten fallen immer an, selbst wenn du in einem Monat überhaupt nichts verkaufst. Personalkosten und Mieten sind klassische Fixkosten.

Sie werden auf der Gründerplattform über den Assistenten „Betriebsausgaben“ erfasst.

Screenshot Betriebsausgaben 2

Mit dem Assistenten zur Erfassung deiner Betriebsausgaben kannst du deine Fixkosten berechnen

Wenn du deine variablen Kosten erhöhen und gleichzeitig deine Fixkosten senken kannst, reduzierst du dein unternehmerisches Risiko. Gleichzeitig wird deine Gewinnmarge pro verkaufte Einheit kleiner.

6.3 Privat

Auch deine privaten Ausgaben sind für deinen Businessplan ausschlaggebend, denn dein Unternehmen soll ja nicht nur sich selbst tragen, sondern auch deine Existenz sichern. Wie hoch müsste dein Einkommen sein, damit du alle Lebenshaltungskosten für dich und deine Familie damit bestreiten kannst?

Dein Unternehmergehalt sollte realistisch kalkuliert und weder zu hoch, noch zu niedrig ausfallen. Ist es zu hoch, fragen sich deine Förderer zurecht, ob sie dein Luxusleben finanzieren wollen. Ist es zu knapp bemessen, müssen sie davon ausgehen, dass du früher oder später in Existenznöte gerätst.

Mit unserem Entnahmeplaner kannst du alle deine privaten Ausgaben erfassen, von den Aufwendungen für Lebensmittel über die jährliche Fernreise bis zur Krankenversicherung. Vergiss nicht, auch die Einkommenssteuer abzuziehen, die du auf deine Privatentnahmen bzw. dein Unternehmergehalt zu zahlen hast.

Deinen privaten Ausgaben stellst du deine privaten Einnahmen gegenüber. Wenn du zum Beispiel nebenbei noch in Teilzeit angestellt bist, trägst du dein Einkommen aus nicht selbstständiger Tätigkeit hier ein. Auch Mieteinnahmen oder Unterhaltszahlungen für deine Kinder gehören hierher.

Wichtig für alle, die mit ihrem Businessplan einen Gründungszuschuss beantragen wollen: Dieser Zuschuss zählt nicht zu den Erlösen deines Unternehmens, sondern wird als privates Einkommen erfasst. Erkundige dich am besten im Vorfeld bei der Arbeitsagentur, ob du den Gründungszuschuss in deinem Businessplan schon einplanen sollst oder nicht.

Noch ein Hinweis: Nur bei der Gründung von Personengesellschaften wird das Gründergehalt als Privatentnahme erfasst. Bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG) wird es stattdessen als Geschäftsführergehalt bei den Personalausgaben eingeplant.

6.4 Kapitalbedarf & Finanzierung

In diesem Abschnitt deines Finanzplanes berechnest du, wie viel Geld du brauchst, um dein Unternehmen zu gründen, und du sagst, wo es herkommen soll.

Der Kapitalbedarf setzt sich zusammen aus

  • den Investitionen,
  • den Gründungskosten,
  • der erforderlichen Liquiditätsreserve
  • und dem Geld, das du brauchst, um die Anlaufphase zu überstehen.

Ihm stehen dein Eigenkapital und eventuelle Sacheinlagen (zum Beispiel Maschinen, Computer oder Fahrzeuge, die du in dein Unternehmen einbringst) gegenüber. Für die Differenz benötigst du eine Finanzierung.

Bei der Planung deiner Finanzierung kannst du über den Assistenten der Gründerplattform jede Geldeinlage, jeden Kredit und jeden Kontokorrentkredit (Dispo) getrennt erfassen. Sie werden automatisch in der Übersicht „Finanzierung“ für die ersten drei Jahre nach deiner Existenzgründung zusammengefasst.

Eine Finanzierung über Bankkredite ist in Deutschland der übliche Weg bei einer Firmengründung. Daneben gibt es eine Reihe von öffentlichen Programmen, die Existenzgründer*innen bestimmte Fördermittel zur Verfügung stellen. Informationen dazu erhältst du bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber auch bei deiner Hausbank.

6.5 Rentabilität

Die Rentabilität gilt als eine der aussagekräftigsten Kennzahlen für den Erfolg eines Unternehmens. Sie stellt alle zu erwartenden Ausgaben den Einnahmen gegenüber und gibt an, was nach Abzug aller Ausgaben von den Erlösen übrig bleibt.

Wenn du deinen Finanzplan mit der Gründerplattform erstellst, wird die Rentabilität deines Unternehmens anhand deiner bisherigen Angaben automatisch für die ersten drei Jahre nach dem Start berechnet.

Natürlich wäre es wünschenswert, so früh wie möglich schwarze Zahlen zu schreiben. Das ist jedoch gar nicht so einfach – schließlich müssen der Markteintritt bewältigt und erhebliche Anfangsinvestitionen gestemmt werden. Das wissen auch deine Förderer und verzeihen im Allgemeinen eine negative Rentabilität in den ersten ein bis zwei Jahren – vorausgesetzt, der Trend ist positiv und das Erreichen des berühmten Break Even absehbar.

Der Weg vom Minus ins Plus wird typischerweise durch mehrere Meilensteine markiert, die du in deinem Businessplan erwähnen solltest. Deine Finanzierungspartner werden es zu schätzen wissen, wenn du ihnen sagen kannst,

  • wann du das erste Mal einen operativen Gewinn einfährt (also vor Abzug kalkulatorischer Kosten wie Abschreibungen),
  • ab wann dein Betrieb in der Lage ist, die Abschreibungen zu erwirtschaften (schließlich musst du eines Tages deine Maschinen oder Computer ersetzen)
  • und wann der Tag kommt, an dem er ausreichend Profit abwirft, um deine privaten Lebenshaltungskosten zu tragen und den Kapitaldienst zu leisten (Zinsen plus Tilgung).
6.6 Liquidität

Mit der Liquiditätsplanung berechnest du, ob du zu jedem Zeitpunkt genug Geld auf deinem Konto hast, um deinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Ein anderes Wort für Liquidität ist Zahlungsfähigkeit.

Mangelnde Liquidität ist eine der häufigsten Ursachen für eine Insolvenz. Wenn du deine Rechnungen nicht mehr begleichen, keine Waren nachbestellen oder deine Leute nicht mehr bezahlen kannst, hilft es dir auch nichts, dass du üppige Gewinne in Aussicht hast. Deshalb ist die Planung der Liquidität fast noch wichtiger als die Rentabilitätsvorschau und sollte mit größter Sorgfalt vorgenommen werden.

Deine Zahlungsfähigkeit steht und fällt mit deiner Umsatzplanung (s.o.). Entwickeln sich deine Umsätze nicht annähernd so positiv, wie von dir vorhergesagt, bricht auch deine Liquidität schnell zusammen.

Eine typische Fehlerquelle in Sachen Liquidität sind die Steuern. Viele Existenzgründer*innen betrachten etwa die noch nicht gezahlte Mehrwertsteuer als Liquiditätsreserve. Tu das bloß nicht. Das Geld gehört dir nicht, nur weil es auf deinem Konto liegt! Und das Finanzamt hat mit säumigen Steuerzahlern nicht viel Geduld.

7. Anhang

In den Anhang kommen alle Unterlagen, die deine Aussagen belegen oder die weiterführende Details zu deiner Geschäftsidee enthalten. Alle Daten und Kalkulationen, die dein*e Leser*in braucht, um dein Business zu verstehen, gehören in den Hauptteil.

Das kommt in den Anhang:

  • Tabellarischer Lebenslauf (max. 2 Seiten)
  • Zeugnisse (soweit sie für das Gründungsvorhaben relevant sind)
  • Qualifikationsnachweise und Zertifikate
  • Patente
  • Produktbezeichnungen/Datenblätter
  • Verträge, Vertragsentwürfe, Kooperationsvereinbarungen
  • Bei geplanten (Um-) Baumaßnahmen: Grundbucheinträge, Pläne, Kostenvoranschläge
  • Eigenkapital-Nachweise (Konto- oder Depotauszüge, private Darlehen)
  • Genehmigungsnachweise (Betriebserlaubnis, Konzessionen)
  • Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (falls erforderlich)

Genug der Theorie!
Leg los

bhp