Interaktiver Finanzierungs­ratgeber

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  • Ein digitaler Assistent erklärt dir, welche Finanzierungsmöglichkeiten zu welchen Anforderungen passen.

Matching mit regionalen Förder- und Finanzierungs­partnern

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  • Lass dir Fördermöglichkeiten anzeigen, die zum Zahlenteil deines Businessplans und deiner Region passen.
  • Finde Kreditinstitute in deiner Nähe, die sich für Vorhaben wie deines interessieren.
  • Kontaktiere Förderpartner oder Kreditinstitute und gib deine Unterlagen zur Ansicht frei.

Ratgeber für Finanzierungs­gespräche

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  • Der Businessplan-Check überprüft deine Zahlen aus Sicht einer Bank und hilft dir abzuschätzen, wie es um deine Kreditwürdigkeit steht.
  • Lass dir erklären, was einer Bank wichtig ist und wie du deine Chancen auf eine Finanzierung erhöhst.
  • Lies nach, wie du die häufigsten Planungs- und Finanzierungsfehler vermeidest.

Was ist Gründungsfinanzierung?

Der Begriff steht allgemein für die Maßnahmen der Kapitalbedarfsermittlung und Kapitalbeschaffung in der Gründungsphase eines UnternehmensInsbesondere Investitionskosten, Warenlager und Betriebsmittelbedarf können viele Gründer*innen nicht aus eigenen Mitteln finanzieren.

 

Was ist eine Wachstumsfinanzierung?

Ein Unternehmen, das aufgrund steigender Umsätze und guter Auftragslage seine Marktstellung behaupten und ausbauen möchte, hat in der Regel den Willen, zu expandieren. Um das nötige Kapital zu beschaffen, stellen Banken, staatliche Akteure oder private Kapitalgeber spezielle Angebote bereit.

 

Wie ermittle ich meinen Kapitalbedarf?

Die beste Methode für Gründer*innen besteht darin, die ersten 3 Jahre durchzuspielen - mit konkreten Zahlen, aber noch ohne Finanzierung: In welchen Monaten sind welche Umsätze möglich? Wann fallen welche Ausgaben und Investitionen an? So simulierst du deinen Kontoverlauf. Der Monat, in dem dein Konto die „roteste“ Zahl aufweist, muss durch eine Finanzierung noch gedeckt sein. Dieser Wert plus Sicherheitspuffer ist daher ein wichtiger Anhaltspunkt für deinen Kapitalbedarf/Finanzierungsbedarf.

 

Wie finde ich die richtige Finanzierungsform für mein Vorhaben?

Ob Bankkredit, Beteiligungskapital oder Crowdfunding: Jede Finanzierungsform hat Vor- und Nachteile. Das betrifft Kosten und schnelle Verfügbarkeit, aber auch Aspekte wie Einflussnahme oder Hilfestellung des Geldgebers. Einen guten Überblick findest du hier.

 

Welche Rolle spielt mein Eigenkapital bei der Gründungsfinanzierung?

Eine gesunde Eigenkapital-Basis ist eine wichtige Voraussetzung für eine Gründung. Zum einen ist es gut, einen Puffer zu haben, wenn sich dein Geschäft nicht so entwickelt wie geplant. Du musst dich dann nicht sofort an deinen bereits vorhandenen Kapitalgeber oder an andere wenden, um zusätzliches Geld zu beschaffen. Ausreichendes Eigenkapital erhöht also die Sicherheit für dich und deinen Kapitalgeber. Viele Finanzierer verlangen sogar, dass du Eigenkapital einbringst – auch, weil dies deine Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit zeigt.

 

 

Was ist eine Bürgschaft?

Eine Bürgschaft ist selbst keine Finanzierung, sie erleichtert es aber, Geldgeber zu finden. Durch eine Bürgschaft einer Bürgschaftsbank wird den Kreditgebern (meist deiner Bank) in einem bestimmten Umfang das Ausfallrisiko für deinen Kredit abgenommen und erleichert so deiner Bank die Kreditvergabe an Dich, wenn du selbst keine Sicherheiten stellen kannst oder willst. Die Bürgschaftsbank springt dann für dich ein und übernimmt deine Zahlungsverpflichtungen an die Bank wenn du im Fall einer Insolvenz nicht mehr zahlen kannst. In der Folge hast du dann eine Verbindlichkeit gegenüber der Bürgschaftsbank und nicht mehr gegenüber deiner Bank.
Näheres findest du in unserem Ratgeber zur Bürgschaft.

So findest du die passende Gründungs­finanzierung

Wenn du deine Geschäftsidee (bzw. dein Geschäftsmodell) zu einem vollständigen Businessplan umgearbeitet hast, bist du fast am Ziel. Das Einzige, was dir für deinen Unternehmensstart jetzt möglicherweise noch fehlt, ist die passende Finanzierung.

Selbstverständlich lässt dich die Gründerplattform auch hierbei nicht im Stich. Sie begleitet dich sicher durch den Dschungel der Finanzierungswege und zeigt dir, wie du deine Kreditwürdigkeit verbesserst und dich optimal auf dein Bankgespräch vorbereitest. Du kannst sogar direkt über die Plattform Finanzierungsanfragen stellen.

Maßgeschneiderte Informationen

Viele Unternehmensgründungen sind am Anfang auf Fremdkapital angewiesen. Schließlich müssen Geschäftsräume hergerichtet, Maschinen angeschafft, Lizenzen erworben, das Warenlager gefüllt oder die laufenden Kosten für Personal, Energie und Miete in der Anlaufphase gedeckt werden. Dafür reicht das Eigenkapital meist nicht aus. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Um diese Frage geht es im fünften und letzten Modul der Gründerplattform.

Wenn du schon mal im Internet zum Thema Gründungsfinanzierung recherchiert hast, wirst du schnell gemerkt haben, wie umfangreich und unübersichtlich das Informationsangebot ist. Aus der Vielzahl an Förderwegen und Finanzprodukten genau das Passende herauszufiltern und die seriösen von den unseriösen Anbietern zu unterscheiden, braucht Zeit – und wer hat die schon?

Du als Gründer*in sicherlich nicht. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Informationsflut für dich zu kanalisieren. Dank unserer intelligenten Filter werden auf der Gründerplattform genau die Angebote für dich herausgesucht, die zu deinem Gründungsvorhaben passen.

Das spart dir eine Menge Arbeit. Stell dir vor, du entscheidest dich für ein bestimmtes Förderprodukt, suchst alle Unterlagen zusammen, bereitest dich tagelang auf das Beratungsgespräch vor – nur um zu erfahren, dass deine Gründung leider doch nicht mit den Förderzielen übereinstimmt. Unser Credo daher: Man sollte möglichst keine Zeit mit Finanzierungswegen verplempern müssen, die gar nicht zum Projekt passen.

Mit der Gründerplattform passiert dir das daher nicht! Hier kannst du dir innerhalb weniger Minuten einen Überblick über die für dich relevanten Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten verschaffen. Du lernst, was sie voneinander unterscheidet und warum einige für dich in Frage kommen und andere eben nicht.

So arbeitest du mit der Gründerplattform an deiner Finanzierung

Zum Thema Finanzierung hält die Gründerplattform verschiedene, auf dein Business zugeschnittene Hilfestellungen bereit:

  • Du erfährst, welche Möglichkeiten es hierzulande gibt, Fremdkapital für Gründungen zu beschaffen, und welche davon für dein Vorhaben geeignet sind bzw. eher nicht.
  • Du lernst, worauf eine Bank bei deinem Finanzplan besonders achtet und welche typischen Planungs- und Finanzierungsfehler du dir und deiner Bank besser ersparst.
  • Und du kannst mit einem Klick direkt eine Finanzierungsanfrage bei einer Bank oder Sparkasse in deiner Region stellen. Die Gründerplattform ermöglicht es dir, deinen Businessplan und alle weiteren Unterlagen, die der jeweilige Finanzierungspartner sehen will, mit einem Klick freizugeben und die formalen Anforderungen zeitsparend und bequem vom Rechner aus zu erfüllen.

Aber der Reihe nach. Bevor du dich um einen Kredit oder eine öffentliche Förderung bemühst, musst du natürlich wissen, wie viel Geld du brauchst. Deshalb wird dir auf der Gründerplattform zunächst dein Finanzierungsbedarf, basierend auf deinen Angaben im Businessplan, in einer kurzen Übersicht dargestellt.

Auf der Gründerplattform wird dir angezeigt, wie viel Fremdkapital du überhaupt brauchst.

Dabei werden nur die wichtigsten Zahlen berücksichtigt:

  • die Höhe der Investitionen
  • die Ausgaben für Betriebsmittel und
  • die Liquiditätsreserve.

Diese Posten werden deinem Eigenkapital gegenübergestellt, um aus der Differenz deinen Finanzierungsbedarf zu berechnen. So siehst du auf einen Blick, wie viel Fremdkapital du brauchst und wofür.

Solltest du deinen Businessplan nicht über die Gründerplattform erstellt haben, fehlen diese Informationen. In diesem Fall musst du zumindest den Finanzteil online eingeben, damit deine Zahlen bei der Auswahl der passenden Finanzierungsoptionen berücksichtigt werden können. Deine Daten sind bei uns absolut sicher. Wir übertragen sie an niemanden und können sie uns selbst nicht anschauen. Du allein entscheidest, ob und wer darauf zugreifen darf.

Endlich verstehen, welche Finanzierungsmöglich­keiten es gibt

Unter der Überschrift „Werde fit zum Thema Finanzierung“ stellen wir dir die gängigsten Arten der Gründungsfinanzierung in Deutschland vor – vom Darlehen über Mikrokredite bis zum Crowdinvesting. Hier kannst du dir einen schnellen Überblick über die hiesige Förderlandschaft verschaffen und einschätzen, welche Instrumente für dich interessant sein könnten.

Auf der Seite findest du einen Schieberegler und ein Auswahlfeld, mit denen du die Informationen, die du auf der Gründerplattform finden kannst, an deine persönlichen Anforderungen anpassen kannst.

Es gibt viele Möglichkeiten der Gründungsfinanzierung. Welche passt zu dir?

Probiere ruhig mehrere Einstellungen bei der Höhe des Finanzierungsbedarfs aus. Anschießend wählst du aus dem Menü aus, was dir bei der Finanzierung am wichtigsten ist: eine schnelle Entscheidung? Geringe Kosten? Oder möglichst wenig Aufwand?

Vom Finanzierungsbedarf und deinen Prioritäten hängt ab, in welcher Reihenfolge dir die Finanzierungsarten angezeigt werden: Die mit der größten Übereinstimmung stehen oben.

Anstatt dich durch seitenweise Finanzliteratur zu quälen, kannst du hier auf den Punkt gebracht nachlesen, worin die Stärken der verschiedenen Finanzierungsformen liegen und welche am besten zu deinen Ansprüchen passen.

Die Filterfunktion soll dir einen schnellen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Gründungsfinanzierung bieten, damit du dich bei diesem Thema nicht verzettelst. Die Auswahl basiert auf Erfahrungswerten und kann im Einzelfall auch mal daneben liegen. Beispiel: Nehmen wir an, für deine Gründung fehlen dir 200.000 Euro. Für die meisten von uns ist ein zinsloses oder zinsgünstiges Privatdarlehen von Familie oder Freunden in dieser Höhe nicht realistisch. Falls du aber aus reichem Elternhaus stammst oder einen äußerst großzügigen und finanzstarken Freundeskreis hast, könnte die Sache in deinem Fall natürlich anders aussehen.

Bei einem Finanzierungsbedarf von 200.000 EURO ist eine Finanzierung über Family&Friends eher unwahrscheinlich. Deshalb taucht diese Möglichkeit erst weiter unten auf.

Falls eine der „aussortierten“ Optionen für dich aus bestimmten Gründen interessant erscheint, solltest du sie natürlich trotzdem in die engere Wahl nehmen. Beim Lesen des Textes stellst du schnell feststellen, ob sie wirklich passt. Vielleicht ist auch die Kombination mehrerer Finanzierungs- und Förderwege die Lösung für deine Gründung.

Sobald du deine Voreinstellungen änderst, siehst du, wie sich die Reihenfolge der Finanzierungsmöglichkeiten verschiebt. Probiere ruhig verschiedene Einstellungen aus und lerne nach und nach die Optionen kennen, die zu dir passen.

Damit du sie problemlos miteinander vergleichen kannst, haben wir uns bei den Beschreibungen an eine einheitliche Struktur gehalten. In allen Texten werden die folgenden Fragen beantwortet:

  • Für wen ist diese Form der Gründungsfinanzierung geeignet?
  • Wie hoch liegt die typische Finanzierungshöhe?
  • Wie hoch sind die Kosten und der Aufwand?
  • Wie lange dauern die Entscheidungsprozesse?
  • Gibt es zusätzliche Vorteile, die über die rein finanzielle Unterstützung hinausgehen?

Wir empfehlen, mindestens drei Finanzierungsformen näher zu betrachten. Dann hast du schon mal eine gute Informationsbasis, um dich gezielt auf die Suche nach einem passenden Finanzierungspartner zu machen und die nächsten Schritte vorzubereiten. Außerdem verstehst du im Gespräch mit Finanzierungspartnern besser, wovon sie sprechen.

Kann ich eine öffentliche Förderung für meine Existenzgründung bekommen?

Wenn du die wichtigsten Finanzierungsarten kennengelernt hast und du weißt, welche für dein Vorhaben geeignet sein könnten, bleibt noch zu klären, von wem genau das Geld kommen soll.

In Deutschland stehen dir nicht nur die Banken und Sparkassen als Partner zur Verfügung, wenn es darum geht, deinen Start in die Selbstständigkeit zu finanzieren. Auch der Staat setzt sich für Existenzgründer*innen ein und hat verschiedene Fördermaßnahmen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten entwickelt: Mal geht es darum, technologiebasierten Startups auf den Weg zu helfen, mal darum, mit einer Bürgschaft die Tür zu einer größeren Bankenfinanzierung zu öffnen, mal werden gezielt kleinere Vorhaben unterstützt und mal nur Unternehmensgründungen, die auf Innovationen basieren.

Alle diese Programme unterliegen dem europäischen Subventionsrecht, wonach die öffentliche Förderung von Unternehmen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten darf, ohne als wettbewerbsverzerrende Subvention zu gelten (die sogenannte „De-Minimis“-Verordnung). In aller Regel werden sie deshalb mit anderen Finanzierungsarten, etwa einem klassischen Bankkredit, kombiniert.

Je nach Zielsetzung und Ausrichtung unterscheiden sich die öffentlichen Beihilfen für Existenzgründungen unter anderem nach

  • der Art der Förderung (zinsgünstige Kredite, nicht rückzahlbare Zuschüsse, Bürgschaften oder Beteiligungskapital),
  • der Höhe der Finanzierung (Minimum und Maximum),
  • der Zielgruppe,
  • der Branche und
  • der Region.

Die Gründerplattform wählt aus Hunderten von Förderprogrammen, die unsere Partner auf der Plattform anbieten, in zwei Schritten die für dich passenden heraus:

Im ersten Schritt werden die oben genannten Angaben aus deinem Businessplan mit den vom Fördergeber bei uns eingegebenen Daten verglichen. Je mehr Übereinstimmungen es gibt, desto weiter vorne erscheinen die Förderprogramme. Richtet sich ein Programm zum Beispiel nur an Gründungen mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von maximal 100.000 EUR, wird es in deiner Spitzengruppe nicht enthalten sein, wenn du im Businessplan errechnet hast, dass du mehr Geld brauchst.

Im zweiten Schritt kannst du über die Angabe von vier allgemeinen Auswahlkriterien die Auswahl noch verfeinern: Neben der Region, in der du dich selbstständig machen willst, kommt es darauf an, ob du haupt- oder nebenberuflich gründen willst, eine freiberufliche Tätigkeit anstrebst und ob du mit einer innovativen Projektidee an den Start gehst (was unter „innovativ“ zu verstehen ist, ist unterschiedlich – du erfährst es, wenn du dich in die jeweiligen Programme einliest). Diese vier Kriterien haben wir ausgewählt, weil es immer wieder zu Enttäuschungen bei Gründungswilligen kommt, wenn zu spät klar wird, dass Situation bzw. Vorhaben nicht zum Förderprogramm passen.

Beantworte vier kurze Fragen und lass dir die Programme zur Gründungsfinanzierung anzeigen,
die zu deinem Unternehmen besonders gut passen.

Anschließend werden dir alle regionalen Förderprogramme angezeigt, versehen mit einer farbigen Etikette, die Auskunft darüber gibt, wie gut das Matching zwischen dem jeweiligen Programm und deiner Existenzgründung ist.

Hier werden alle öffentlichen Programme in deiner Region angezeigt. Ob sie „wahrscheinlich“, „vielleicht“ oder
„eher nicht“ passen, siehst du an der farbigen Etikette.

Die Förderprodukte, die für dich wahrscheinlich oder vielleicht geeignet sind, solltest du dir auf jeden Fall näher anschauen und miteinander vergleichen. Das ist nicht schwer, denn auf der Gründerplattform findest du kurze Antworten zu den wichtigsten Fragen:

  • Wer oder was wird gefördert?
  • Wofür kann das Geld ausgegeben werden und wofür nicht?
  • Worin besteht die Förderung?
  • Mit welchen anderen öffentlichen Zuschüssen kann das Programm nicht kombiniert werden?
  • Welche Branchen sind ausgeschlossen?

Anhand dieser Informationen kannst du schnell einschätzen, ob dein Unternehmen zur Zielgruppe gehört und ob ein Programm geeignet ist, deinen Bedarf an Fremdkapital zu decken.

Übrigens: Nicht wir haben diese Daten recherchiert, sondern die Fördermittelgeber haben sie selbst eingetragen. Damit hast du die höchste Sicherheit, dass die Angaben stimmen. Dies ist einer der Gründe, weswegen wir uns „Plattform“ nennen: Bei uns sind Hunderte von Partnern integriert und pflegen ihre Daten selbstständig.

Nachdem du die Kurzbeschreibungen der für dich relevanten Programme gelesen hast, bist du fit für den nächsten Schritt: mit deiner Hausbank oder der Förderinstitution diese Programme und ihre Vorteile im Detail zu prüfen. Geeignete Ansprechpartner sind die Fördermittelgeber selbst, also zum Beispiel die KfW, aber auch deine Hausbank oder neutrale Fördermittelberater bei den örtlichen Kammern bzw. in Gründungsberatungszentren. Einen Ansprechpartner der Förderinstitutionen findest du auf der Gründerplattform direkt bei den Informationen zu den einzelnen Produkten. Du kannst ihnen auch gleich eine Mail mit deinen Fragen schicken und bei Bedarf deinen Businessplan, dein Geschäftsmodell und weitere Dokumente zur Ansicht freischalten. Du kannst dir das gesichtete Förderprogramm auch für eine Beratung vormerken. Diese Information wird zusammen mit deiner Finanzierungsfrage verschickt, so dass dieses Thema im Bankgespräch aufgegriffen werden kann.

So verbesserst du deine Chancen auf einen Kredit

Bei aller Vielfalt, die die Finanzierungswelt zu bieten hat: Die Basis fast aller Unternehmensfinanzierungen mit Fremdkapital ist und bleibt der gute alte Bankkredit. Bevor du deiner Bank spontan eine Anfrage schickst, solltest du deine Zahlen im Businessplan noch einmal unter die Lupe nehme. Mit unserem automatischen Schnell-Check, den du vielleicht schon kennengelernt hast, kannst du abschätzen, wie es um deine Kreditwürdigkeit steht. Er gibt dir Auskunft darüber, wie deine Geldgeber deinen Businessplan wahrscheinlich bewerten werden. Im Idealfall hast du bereits alles dafür getan, dass der Check in allen Punkten grünes Licht gibt. Stehen die Zeichen jedoch auf orange oder rot, solltest du dringend prüfen, ob du deinen Plan verbessern kannst.

Der Schnell-Check der Gründerplattform zeigt dir, ob und wo dein Businessplan noch Schwachstellen hat

Was du sonst noch tun kannst, um deine Chancen auf einen Bankkredit zu erhöhen, erklären wir dir unter der Überschrift „Gut vorbereitet ins Bankgespräch“ in unserem Ratgeberteil Bankchancen. Hier erfährst du, wie die Leute von der Bank denken und auf welche Aspekte deiner Geschäftsidee sie besonders achten werden. Das Wichtigste ist, dass du ihnen respektvoll und offen begegnest und bereit bist, ihre Kritik ernst zu nehmen. Auch wenn du noch so sorgfältig geplant hast, kann auch dein Businessplan höchstwahrscheinlich noch besser werden. Stell dich also besser darauf ein, dass du an einigen Punkten noch Änderungen vornehmen musst, um die Gründungsfinanzierung deiner Bank oder Sparkasse zu bekommen.

In unserem Ratgeberteil „Häufige Planungs- und Finanzfehler“ fassen wir zusammen, was beim Gründen besonders oft und gerne falsch gemacht wird. In über fünfzehn Jahren Beratung von Tausenden von Existenzgründer*innen und Unternehmer*innen mussten wir leider immer wieder dieselben Fehler sehen. Lies nach, was die häufigsten Planungsfehler sind und prüfe direkt im Anschluss im entsprechenden Kapitel deines Businessplans, ob du alles richtig gemacht hast oder noch nachbessern solltest.

Wie finde ich die richtige Hausbank?

Weil wir wissen, dass Banken und Sparkassen in Deutschland zu den wichtigsten Unterstützern von Gründer*innen in Sachen Finanzierung zählen, freut es uns umso mehr, dass viele von ihnen bereits zum Start der Gründerplattform dabei waren und kontinuierlich weitere hinzukommen. Um dich vor Enttäuschungen zu bewahren und der Bank überflüssige Arbeit zu ersparen, können sie durch unsere Plattformtechnologie einstellen, welche Art von Gründungen sie finanzieren möchten. Passt deine Kredithöhe beispielsweise nicht zur Geschäftspolitik einer Bank oder Sparkasse (zu hoch, zu niedrig, falsche Branche), wird diese dir erst gar nicht angezeigt. Eine Finanzierungsgarantie können auch wir dir natürlich nicht geben – aber wir können dir automatisch Finanzierungspartner aus deiner Region vorschlagen, die mit größerer Wahrscheinlichkeit passen, als wenn du selber bei den Kreditinstituten Klinken putzen gehst.

Auf der Gründerplattform findest du Banken und Sparkassen, die Gründer*innen wie dich unterstützen.

Sobald du einen unserer Partner anklickst, erfährst du, welche Unterlagen er vor dem ersten Beratungsgespräch gerne von dir sehen möchte. Das zu wissen, erspart dir eine Menge Lauferei und verkürzt die Vorbereitungsprozesse erheblich. Du kannst bequem alle Unterlagen zusammenstellen, von deinem Rechner hochladen, deinen Businessplan und ggf. dein Geschäftsmodell auswählen und mit einem Klick eine komplette Finanzierungsanfrage stellen. Sogar eine Vorlage für dein Anschreiben haben wir für dich vorbereitet – du musst sie nur noch anpassen.

Einfacher geht es nicht: Direkt von der Gründerplattform kannst du deine Finanzierungsanfrage stellen
und komplett mit allen Dokumenten versehen.

Übrigens: Solange du nicht auf den roten „Senden“-Button klickst, bleiben alle deine Daten bei dir und unser Partner bekommt nichts davon mit, dass du dich für ihn interessierst.

Erst wenn du auf „Senden“ klickst, werden deine Unterlagen freigegeben.

Deine Finanzierung steht?
Dann geh den nächsten Schritt!

Unternehmen gründen

Gründungsfinan­zierung: Geld für deine Gründung

Was braucht es für eine erfolgreiche Gründung? Eine zündende Geschäftsidee – das ist klar. Aber nicht weniger wichtig ist eine gesicherte Gründungsfinanzierung. Denn wenn in der Anfangsphase das Geld ausgeht, kann ein Unternehmen scheitern – selbst dann, wenn eigentlich das Konzept richtig gut war. Es schwer ist, durch eine Nachfinanzierung nachträglich Geldquellen aufzutun. Im Grunde muss der sprichwörtliche „erste Schuss“ sitzen.

Es lohnt sich also, die Gründungsfinanzierung mit größter Sorgfalt anzugehen.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten vor und erklären dir, wie du deine Geldgeber überzeugst.

Definition: Was bedeutet der Begriff Gründungs­finan­zierung?

Unter Gründungsfinanzierung versteht man im weiteren Sinne sämtliche Maßnahmen, die du in der Gründungsphase unternimmst, um die erforderlichen Mittel für deine Existenzgründung zu beschaffen. Schon die Auflistung deiner Kosten oder das Schreiben deines Businessplans ist nach dieser Definition ein Teil der Gründungsfinanzierung. Bei einer kleinen nebenberuflichen Gründung kann die „Finanzierung“ also schlicht darin bestehen, dass du das Geld für einen Computer, ein paar Fachbücher und neue Visitenkarten vom eigenen Sparkonto abhebst (Eigenmittel).

Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff Gründungsfinanzierung aber auf den Fall, dass du externe Geldquellen anzapfen musst, um deine finanzielle Ausgangsbasis zu verbessern. Das umfasst sowohl Kredite (Fremdkapital) als auch das Geld von Investoren, die sich an deinem Unternehmen beteiligen (Eigenkapital).

Finanzierung gesucht?

Mach dich schlau und informier dich

Geld für deine Gründung

Diese Finanzierungs­möglichkeiten gibt es

Wer in Deutschland ein Unternehmen gründen möchte, hat viele Möglichkeiten, an finanzielle Mittel zu kommen. In unser Datenbank beschreiben wir mehr als zwölf wichtige Finanzierungsmöglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen.

Sie lassen sich in ihrer Bedeutung für das breite Gründungsgeschehen in Deutschland grob in folgende Kategorien abstufen:

  • Eigenmittel
  • Bankkredite
  • Öffentliche Förderkredite
  • Beteiligungskapital

Fast immer werden mehrere Finanzierungsmöglichkeiten miteinander kombiniert.

Unsere Infografik gibt einen Überblick über die gängigsten Finanzierungswege von Standardgründungen und Startups in Deutschland. Sie basiert auf Zahlen aus dem KfW-Gründungsmonitor.

Eigenmittel

Die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Existenzgründung sind ausreichende Eigenmittel. Nur über dein eigenes Geld kannst du frei und spontan verfügen, ohne dich an Vorgaben halten oder dich mit irgendwem absprechen zu müssen. Abgesehen davon wirst du ohne eigenen Geldeinsatz nur schwerlich andere überzeugen können, dir für deine Gründung Geld anzuvertrauen.

Du kannst die Eigenmittel für deine Gründung erhöhen, indem du dir zum Beispiel von Freunden oder Familie Geld leihst oder mit anderen Leuten gemeinsam gründest. Letzteres hat den zusätzlichen Vorteil, dass Geschäftspartner*innen, die in dein Vorhaben einsteigen, in der Regel nicht nur ihre Ersparnisse mitbringen, sondern auch ihr Know-how und ihre Arbeitskraft. Ein echter Pluspunkt, denn Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Teamgründungen seltener scheitern. Der einzige Haken: Du bist dann nicht mehr die einzige Person, die über die Entwicklung deines Unternehmens entscheidet.

Immer mehr Gründer*innen erkennen, wie viel Freiheit und Unabhängigkeit der Verzicht auf eine externe Finanzierung bedeutet und planen ihre Existenzgründung von Anfang an so, dass sie sie mit Bordmitteln umsetzen können. Es gibt sogar schon einen Begriff für diesen Trend: Bootstrapping. Die digitale Vernetzung macht Bootstrapping heute einfacher denn je: Viele Business-Ideen lassen sich ohne teure Infrastruktur aufziehen, da sich Marketing, Vertrieb und Warenbeschaffung global über das Internet organisieren lassen. Beim Bootstrapping kommt es darauf an, möglichst schlank zu starten und schnell Einnahmen zu generieren, die wiederum für das Wachstum eingesetzt werden können.

Bankkredite

Wenn die Eigenmittel nicht ausreichen, um die Gründungsfinanzierung zu stemmen, hast du die Möglichkeit, deine Hausbank um einen Kredit, genauer gesagt: ein Existenzgründerdarlehen, zu bitten.

Bankkredite müssen in der vereinbarten Zeit samt Zinsen zurückgezahlt werden und können nicht immer nach Gutdünken eingesetzt werden. Einen „Investitionskredit“ darfst du zum Beispiel nicht (auch nicht zum Teil) für die Begleichung deiner Stromrechnung (also für sogenannte Betriebsmittelkosten) einsetzen. Nur echte Investitionen sind mit diesem Geld zulässig, also die Anschaffung von Computern, Maschinen o.ä.. Bankkredite bieten dir aber immer eine hohe Planungssicherheit und wahren formell deine unternehmerische Unabhängigkeit. Mitspracherechte und Beteiligungen an deinem Unternehmen erwirbt die kreditgebende Bank nämlich nicht. So lange du deine Planzahlen erreichst und v.a. deine Kreditraten zahlst, wirst du keinen Ärger haben.

Lies dazu auch unseren Artikel zum Thema Bankkredit.

Ob du einen Bankkredit für deine Gründung bekommst, hängt von deiner Kreditwürdigkeit ab. Dabei spielen für die Bank folgende Fragen eine Rolle:

  • Wie durchdacht wirkt der Businessplan?
  • Wie zuverlässig und kompetent sind die Gründer*innen?
  • Welche Sicherheiten stehen zur Verfügung?

Anhand dieser Fragen beurteilt die Bank die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gründungsvorhaben gelingt und sie ihren Kredit zurückbekommt. Das Verfahren dazu nennt sich Rating. Als Faustregel gilt: Je besser das Rating, desto weniger Zinsen musst du zahlen.

Falls sie das Risiko allerdings als zu hoch einschätzt, wird die Bank dir den Kredit verweigern. Das ist kein böser Wille und auch keine Feigheit, sondern hat einen guten Grund: Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, das Geld, das ja in der Regel von ihren Kunden oder von Kapitalanlegern stammt, mit Bedacht zu verwalten und nicht unnötig aufs Spiel zu setzen.

Öffentliche Förderkredite

Der Staat weiß, dass es für junge Unternehmen und Gründer*innen schwer sein kann, einen Bankkredit zu bekommen. Gleichzeitig hat er ein Interesse daran, dass viele innovative Geschäftsideen umgesetzt und neue Unternehmen gegründet werden. Denn sie schaffen Arbeitsplätze und tragen dazu bei, die Wirtschaft insgesamt zu modernisieren und wettbewerbsfähig zu halten. Deshalb unterstützt er Gründer*innen mit unterschiedlichen Maßnahmen.

Neben kostenfreien Beratungsangeboten, Stipendien oder Zuschüssen spielen vor allem Förderkredite eine Rolle in der öffentlichen Gründungsförderung. Sie zeichnen sich durch günstige Zinsen und lange Laufzeiten aus. Außerdem wird häufig eine tilgungsfreie Anlaufphase bis zu drei Jahren gewährt. Dadurch wird deine Liquidität gerade in der Anfangsphase, in der die Kosten hoch sind und die Umsätze nur langsam steigen, geschont.

Förderkreditgeber sind regionale Akteure – vor allem die Landesförderinstitute der Bundesländer (meist genannt „Investitionsbank für …“) und bundesweite Akteure – vor allem die KfW. Die meisten Förderkredite werden aber über die Hausbank ausgereicht, das heißt, bei deiner Hausbank wird entschieden, ob ein Förderkredit in die Finanzierung eingebunden werden soll, und es wird geprüft, ob deine Unterlagen ausreichend sind.

Genaueres hierzu findest du in der Datenbank zu Finanzierungsmöglichkeiten unter Förderkredite.

Beteiligungskapital

Unter Beteiligungskapital, das in verschiedenen Varianten auch als Risikokapital, Wagniskapital oder Venture Capital bezeichnet wird, versteht man die Investitionen eines Kapitalgebers in ein junges Unternehmen. Im Gegenzug erwirbt er Anteile an dem Unternehmen. Wagniskapitalgeber investieren bevorzugt in innovative Geschäftsideen, bei denen die Gewinnaussichten hoch sind, und akzeptiert dabei auch höhere Risiken und längere Zeiträume bis zur Profitabilität. Beteiligungskapital ist daher genau wie deine Eigenmittel eine Form des Eigenkapitals.

Anders als ein Kredit muss Beteiligungskapital nicht zurückgezahlt werden. Stattdessen erwarten die Kapitalgeber eine Gewinnbeteiligung und in den meisten Fällen auch Stimmrechte im Unternehmen. Du musst also wissen, dass du einen Teil deiner Entscheidungsmöglichkeiten abtreten wirst, wenn du dir Beteiligungskapital beschaffst. Aber nicht erst seit der „Höhle der Löwen“ wissen wir, dass sich das durchaus positiv auswirken kann. Denn in der Regel profitieren Unternehmen nicht nur vom Geld, sondern auch von der Erfahrung und den Netzwerken ihrer Investoren.

Beteiligungskapital wird in Deutschland unter anderem von den rund 250 Beteiligungsgesellschaften bereit gestellt, die sich in der Gründungs- und Mittelstandsfinanzierung engagieren, oder von privaten - typischerweise selber unternehmerisch tätigen - Personen und Firmen, die als sogenannte Business Angel in der Frühphase in Startups einsteigen und sie unterstützen. Der Staat stellt auch durch Institutionen wie den High Tech Gründerfonds, den Mikromezzaninfonds Deutschland oder die regionalen an die Bürgschaftsbanken angegliederten Beteiligungsgesellschaften Beteiligungskapital für Gründungen zur Verfügung. Mit dem Programm INVEST – Zuschuss für Wagniskapital schafft er zudem Anreize für private Investoren, in Gründungen zu investieren.

Genaueres kannst du unter Finanzierungsmöglichkeiten - Beteiligungskapital nachlesen.

Ein fundierter Businessplan ist der Schlüssel zu allem

Ob Hausbank oder Beteiligungsgesellschaft: Jede*r potenzielle Geldgeber*in wird sich ein genaues Bild von deinem Gründungsvorhaben machen wollen, bevor er dir sein Vertrauen schenkt. Das würdest du auch nicht anders machen, wenn du Geldgeber*in wärst. Daher brauchst du spätestens, wenn es um Geldgeber*innen geht, einen Businessplan. Darin beschreibst du genau, was du vorhast und warum sich dein Vorhaben rentieren wird.

Du beantwortest in deinem Businessplan die folgenden Fragen:

  • Was ist deine Geschäftsidee und was ist das Besondere daran?
  • Wie willst du sie umsetzen? Welche Marketing- und Vertriebsstrategien sind geplant?
  • Was weißt du über den Markt und den Wettbewerb?
  • Wie wird dein Unternehmen aufgebaut sein?
  • Wo liegen die Chancen, wo die Risiken deiner Gründung?
  • Wie soll deine Gründung finanziert werden?

Achte beim Schreiben deines Businessplans auf eine übersichtliche Gliederung und eine verständliche Sprache. Komplizierte Schachtelsätze oder Fremdwörter beeindrucken niemanden, sie führen eher zu Verärgerung und Irritation. Verwende stattdessen Bilder und Grafiken, um den Text aufzulockern und um deine Geschäftsidee zu illustrieren.

Deine Leser*innen werden vor allem den Zahlenteil unter die Lupe nehmen. Dabei geht es nicht darum, größtmögliche Gewinne zu versprechen, sondern einzig und allein um die Glaubwürdigkeit deiner Prognosen. Je besser du begründen kannst, wie du zu deinen Zahlen gekommen bist, desto eher werden deine Geldgeber dir vertrauen.

Auf diese Kennzahlen in deinem Businessplan werden sie besonders achten:

Finanzierungsbedarf

Wie viel Geld brauchst du für den Start und wo soll es herkommen? Das ist die zentrale Frage, die dein Businessplan beantworten sollte. Ist ja auch irgendwie nachvollziehbar, dass deine Leserschaft auf den ersten Blick erkennen möchte, was du von ihr willst. Deshalb solltest du schon vorne in der Zusammenfassung die Höhe des Kapitalbedarfs benennen – und nicht erst auf Seite 9 von 10.

Rentabilität

Bei der Rentabilität geht es um die Frage, ob dein Unternehmen genug abwirft, um nach Abzug aller Kosten davon leben zu können. Das muss nicht vom ersten Tag an der Fall sein. Es ist ganz normal, dass es einige Monate dauert, bis die Umsatzerlöse ausreichen, um die Ausgaben zu decken. Aber je früher du den sogenannten Break-Even-Point erreichst, also den Tag, an dem die Einnahmen die Ausgaben überschreiten, desto besser – für dich und für deine Geldgeber.

Du solltest versuchen, möglichst schon im ersten Jahr nach der Gründung deine Investitionen und die laufenden Kosten wieder einzuspielen und spätestens im zweiten Jahr so viel Geld mit deiner Firma zu verdienen, dass du davon leben kannst.

Liquidität

Liquidität ist ein anderes Wort für Zahlungsfähigkeit. Die Liquiditätsplanung in deinem Businessplan gibt an, wie sich dein Kontostand in der Zukunft entwickelt. Sie hängt mit der Rentabilität zusammen, ist aber nicht mit ihr zu verwechseln. Denn bei der Liquiditätsplanung geht es nicht darum, wie viel Geld du kalkulatorisch, nach Steuern usw. verdienst, sondern wann etwas tatsächlich auf deinem Konto eingeht bzw. von dort abgeht.

Der Hintergrund ist folgender: Häufig zahlen Kunden erst einige Zeit, nachdem du die vereinbarte Leistung erbracht hast. Gleichzeitig musst du in der Regel in Vorleistung gehen, etwa was dein Personal oder den Kauf von Material und Rohstoffen angeht. Bei schlechter Planung kann das dazu führen, dass dein Unternehmen zahlungsunfähig wird, obwohl die Auftragslage gut ist.

Deine Leserschaft möchte anhand der Liquiditätsplanung im Businessplan erkennen, dass du jederzeit in der Lage sein wirst, deine Rechnungen zu bezahlen und deine Kredite zu tilgen – auch in der turbulenten Anlaufphase, in der die Umsätze noch nicht ausreichen, um deine Ausgaben zu decken.

Aufschieben gilt nicht mehr!

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Jetzt loslegen

So gelingt dir eine erfolgreiche Finanzierung

Finanzierung ist kein einfaches Thema und viele Gründer*innen neigen dazu, es zu verdrängen. Diesen Fehler solltest du nicht machen. Wenn du dich frühzeitig um deine Gründungsfinanzierung kümmerst und dich über mögliche Geldquellen informierst – wir haben hier auch nur eine Auswahl vorgestellt -, kannst du den für deine Gründung passenden Finanzierungsmix hinbekommen und mit einem sicheren Gefühl in die Selbstständigkeit starten.

Neben den hier vorgestellten Möglichkeiten gibt es natürlich noch modernere wie Crowdinvesting oder Crowdfunding, es gibt Spezialformen wie Gründerstipendien oder Methoden wie öffentlich geförderte Bürgschaften, mit denen man fehlendes Eigenkapital ausgleichen kann. 

Das ist gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht klingt. Auf der Gründerplattform kannst du dir genau die Finanzierungsmöglichkeiten anzeigen lassen, die zu deiner Gründung passen. Einfach die Summe eingeben, die du benötigst, und deine individuellen Ansprüche an deine Finanzierung auswählen, und schon siehst du, welche Finanzierungsmöglichkeiten prinzipiell infrage kommen.

Im zweiten Schritt kannst du über die Plattform nach passenden Finanzierungspartnern und konkreten Förderprogrammen suchen. Welche das sind, hängt unter anderem davon ab, wie hoch die benötigte Summe ist, in welcher Region und in welcher Branche du gründest und ob du eine haupt- oder eine nebenberufliche Existenzgründung planst.

Das Tolle ist: Wenn du deinen Businessplan über die Gründerplattform geschrieben hast, kannst direkt von hier aus deine Finanzierungsanfrage stellen und deine Unterlagen freigeben.

 

Für welche Finanzierungsformen du dich am Ende auch entscheidest: Diese drei Tipps solltest du in jedem Fall beherzigen, um deine Existenzgründung auf eine gesunde finanzielle Basis zu stellen: 

1. Realistisch Planen

Finanzplanung ist nicht nur etwas für Profis, sondern gehört zum Handwerkszeug aller erfolgreichen Gründer*innen dazu. Das gilt auch, wenn du „nur“ mit einem Kleinunternehmen startest und keine hohen laufenden Kosten entstehen.

Eine einfache Finanzplanung fängt damit an, dass du deine Kosten auflistest (einschließlich deiner privaten Lebenshaltungskosten), um herauszufinden, wie viel Geld du mindestens einnehmen müsstest, um von deiner Geschäftsidee leben zu können. Klingt banal, aber du ahnst nicht, wie viele Gründer*innen selbst diesen simplen Schritt auslassen.

Als nächstes rechnest du aus, wie hoch der monatliche Umsatz sein müsste, um deine Kosten zu decken. Ganz konkret: Wie viele Blusen müssten über deinen Ladentisch gehen? Wie viele Kuchenstücke müsstest du servieren? Oder wie viele Haarschnitte müsstest du deinen Kunden verpassen? Dazu musst du natürlich deine Marge kennen, also die bei dir bleibende Differenz zwischen Umsatz und Kosten.

In den meisten Fällen werden die Geschäfte nach der Gründung langsam anlaufen. Aufträge müssen akquiriert und Kunden gewonnen werden. Daher ist die nächste Frage, die du beantworten musst, bis wann du deinen Mindestumsatz voraussichtlich erreichst.

Die Differenz zwischen den erwarteten monatlichen Einnahmen und den Ausgaben ist dein Kapitalbedarf – wobei bei den Ausgaben nicht nur die laufenden Betriebskosten, sondern auch Gründungskosten und Investitionen zu berücksichtigen sind. Wenn du jetzt noch etwa 20 Prozent für Unvorhergesehenes auf die Summe aufschlägst, bist du gut aufgestellt.

Wir haben es eingangs schon erwähnt: Ein zu knapp bemessener Kapitalbedarf hilft dir ebenso wenig wie ein zu üppiger. Wenn dir vorzeitig das Geld ausgeht, hast du ein Problem – denn deine Geldgeber werden nur höchst ungern nachträgliche Finanzspritzen bereitstellen. Aber wenn du dir mehr Kapital beschaffst als du brauchst, ist das auch kein Vorteil: Erstens verleitet das zu unnötigen Ausgaben und zweitens bekommst du das Geld ja nicht geschenkt. Du musst dafür entweder Zinsen zahlen oder Gewinne und Entscheidungsbefugnisse abtreten – beides könntest du dir mit einer realistischen Finanzplanung sparen.

2. Steuern zurücklegen

Eng verwandt mit dem Thema Finanzierung und mindestens ebenso unbeliebt ist das Thema Steuern. Hier sind einige Stolperfallen versteckt, die sich jedoch leicht umgehen lassen. Das Gemeine: Gerade Unternehmen, die einen vielversprechenden Start hinlegen, können durch die Zahlungen an das Finanzamt in Schwierigkeiten geraten. Nämlich dann, wenn sie gut eineinhalb Jahre nach der Gründung den ersten Steuerbescheid ins Haus bekommen.

Und das kommt so: Die Höhe der Steuern, die ein Unternehmen zahlen muss, wird anhand der Umsatz- und Gewinnprognosen festgelegt und vom Finanzamt als „Steuervorauszahlung“ erst einmal vorläufig eingefordert. Wenn die Gründer*innen vorsichtig geplant haben, zahlen sie im ersten Jahr weniger Steuern voraus, als sie eigentlich müssten, wenn das Geschäft gut anläuft. Nach oftmals über einem Jahr geben sie das erste Mal ihre Steuererklärung ab - und siehe da: Das Finanzamt kommt zu dem Schluss, dass sie aufgrund der höheren Gewinne Steuern nachzahlen müssen. Gleichzeitig gilt für sie ab sofort und rückwirkend für die ersten Monate des laufenden Jahres ein höherer Plan-Steuersatz und damit eine höhere Vorauszahlung. Da kommt einiges zusammen! Pech, wenn das Geld da schon ausgegeben ist – das Finanzamt wartet nur ungern.

Deshalb unser Tipp: Überweise jeden Monat einen Anteil deiner Einnahmen auf ein Spar- oder Sonderkonto, damit du für eventuelle Steuernachzahlungen gewappnet bist. Als Daumenregel kannst du von einem Steueranteil von insgesamt 30 Prozent ausgehen. Wenn du es genau wissen willst, solltest du dein Steuerberatungsbüro fragen. Dort weiß man, welcher Satz in deinem Fall für die Stauerrücklage angemessen ist.

3. Kostensparen hilft

Man kann es nicht oft genug betonen: Je weniger fremdes Geld für eine Gründung eingesammelt werden muss, desto größer die unternehmerische Freiheit. Deshalb ist Sparen bei den Kosten für alle, die erfolgreich und unabhängig gründen wollen, immer eine gute Idee.

Davon solltest du auch nicht abweichen, wenn die Finanzierung steht und dir das erforderliche Kapital zur Verfügung steht. In dieser Situation ist nämlich die Versuchung groß, mehr auszugeben als geplant. Manchmal werden die Räumlichkeiten aufs Edelste hergerichtet, tonnenweise Werbematerial bestellt oder mehr Geld als nötig in den Fuhrpark gesteckt. Wenn sich dann herausstellt, dass die Geschäfte doch nicht so rosig anlaufen wie geplant, ist nichts mehr da, um die wirklich wichtigen Dinge zu bezahlen: Gehälter, Mieten oder neue Ware zum Beispiel.

Damit es nicht so weit kommt, solltest du jede Investition gründlich überdenken. Stell dir einfach die Frage, ob sie für deinen Betrieb jetzt wirklich notwendig ist – oder eben nur „nice to have“.

Natürlich solltest du nicht an der falschen Stelle sparen. Falsch wäre es zum Beispiel, auf Umbauten zu verzichten, die die Behörden zur Auflage für deinen Betrieb gemacht haben. Ansonsten ist Einfallsreichtum gefragt: Vieles lässt sich gebraucht kaufen oder in Eigenleistung erbringen. Mach dir bewusst, dass jeder Ausgabe ein entsprechender Umsatz gegenüberstehen muss.

Fazit

Die Finanzierung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor bei einer Gründung und sollte gründlich geplant sein. Voraussetzung dafür ist, dass du in deinem Businessplan die ökonomischen Faktoren deines Vorhabens durchrechnest: Wie viel Geld wirst du in deinem Unternehmen ausgeben? Wie viel wirst du einnehmen? Und wie hoch ist der Kapitalbedarf für die Anfangsinvestitionen und die Überbrückung der Anlaufphase?

Sobald diese Fragen geklärt sind, kannst du dich auf die Suche nach der passenden Finanzierung machen. Die Möglichkeiten in Deutschland sind vielfältig, aber nicht jede Geldquelle ist für jedes Vorhaben geeignet. Auf der Gründerplattform kannst du dir ganz einfach einen Überblick verschaffen und dich über genau diejenigen Finanzierungsformen und Förderprogramme informieren, die zu deinem Unternehmen passen.

Finanzierungsart Eigenmittel Bankkredit Förderkredit Beteiligungskapital
Vorteil größtmögliche Unabhängigkeit, keine Kosten relative Unabhängigkeit, hohe Planungssicherheit gründerfreundliche Konditionen, tilgungsfreie Zeiten von bis zu drei Jahren auch für riskante Gründungen mit wenigen Sicherheiten geeignet
Nachteil keiner (außer, dass es manchmal eben nicht vorhanden ist) je größer die Unsicherheit, desto teurer wird der Kredit zusätzlicher Prozessschritt in der Beantragung Viele Kapitalgeber erwarten Mitspracherechte

Auf der Gründerplattform findest du Informationen zu allen Finanzierungsmöglichkeiten.

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bhp