Bist du eine Unternehmer­persönlichkeit?

Du interessierst dich für das Thema Existenzgründung? Dann bist du bei deinen Google-Recherchen bestimmt schon mal auf Fragen wie „Hast du das Zeug zum Unternehmer?“ oder „Bist du eine Unternehmerpersönlichkeit?“ gestoßen. Und wahrscheinlich wurden dir auch gleich etliche Eigenschaften genannt, die angehende Unternehmer*innen angeblich mitbringen müssen. 

Solche Fragen sind ganz schön verunsichernd. Viele Gründer*innen befürchten zu scheitern, weil sie die persönlichen Voraussetzungen für die Selbstständigkeit nicht erfüllen – und einige lassen sich dadurch sogar von ihrem Vorhaben abhalten. 

Wir wollen damit Schluss machen. Unsere Überzeugung ist: Es gibt keine Unternehmerpersönlichkeit. Unterneh­mer*innen sind groß und klein, jung und alt, laut und leise, introvertiert und extrovertiert – und sie alle können auf ihre Weise Erfolg haben. 

Eine Unternehmer­persönlichkeit – was soll das sein?

Welche Kompetenzen erfolgreichen Unternehmer*innen zugeschrieben werden, ist von Quelle zu Quelle verschieden. „Risikobereitschaft“ ist sehr beliebt, ebenso wie „ein gutes Zahlenverständnis“. Aber auch so Kuriositäten wie „Telefonieren können“ werden gerne zu den Kernfähigkeiten erfolgreicher Unternehmer*innen auserkoren.

Aber ist da wirklich etwas dran? Gibt es sie, die Fähigkeiten und Eigenschaften, die geborene Unternehmer*innen ausmachen und sie von ihren Mitmenschen unterscheiden, für die dann offenbar nur ein Dasein mit festem Arbeitsvertrag bis zur Rente bleibt?

Schauen wir uns an, was die Wissenschaft dazu herausgefunden hat: In psychologischen Studien konnte tatsächlich nachgewiesen werden, dass bei erfolgreichen Unternehmer*innen sieben Eigenschaften besonders ausgeprägt sind.

7 Eigenschaften erfolgreicher Unternehmer*innen

1. Eigenmotivation

Unternehmerpersönlichkeiten sind in der Lage, sich selbst zu motivieren. Das klingt logisch: Wenn du dein eigener Chef oder deine eigene Chefin bist, musst du dich selbst motivieren können – denn wer sollte es sonst tun? Insofern kann es nicht schaden, wenn du auch ohne äußeren Druck aus dem Bett kommst und dich zum Arbeiten bewegen kannst. 

Allerdings steigt die Motivation nachweislich, wenn wir unsere Arbeit als sinnvoll und selbstbestimmt empfinden und sie unserer Selbstverwirklichung dient. Und wo ließen sich diese Aspekte besser realisieren als in der Selbstständigkeit? 

Wenn du für deine Idee brennst und Spaß daran hast, sie umzusetzen, sollte die „Leistungsmotivstärke“ – so der Fachbegriff, den die Psychologen verwenden – kein Problem für dich sein, selbst wenn du früher nicht gerade dafür bekannt warst, deine Hausaufgaben stets freiwillig und ohne jede Ermahnung erledigt zu haben.

2. Glaube an die Machbarkeit

Auch die Überzeugung, dass wir dem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern unseren Erfolg selbst in der Hand haben, ist eine gute Voraussetzung, um ein Unternehmen zu gründen. In der Sprache der Psychologie nennt sich diese Eigenschaft, die viele erfolgreiche Selbstständige aufweisen, „internale Kontrollüberzeugung“. 

Auch hier gilt: Du wächst mit deinen Herausforderungen. Je mehr du deine eigenen Stärken in dein Unternehmen einbringen kannst, desto fester wird dein Glaube daran, dass du den Verlauf der Dinge beeinflussen kannst. Deshalb ist die Devise: Finde die Geschäftsidee, die zu dir passt. Dann kannst du deine Fähigkeiten einbringen und der Glaube an die Machbarkeit wird sich fast von allein entwickeln. 

3. Emotionale Stabilität

Dass emotionale Stabilität eine gute Voraussetzung für eine selbstständige Tätigkeit ist, darf als Gemeinplatz gelten. Emotional labile Menschen werden es überall schwer haben. Besonders in der Gründungsphase ist es unabdingbar, dass du mit Misserfolgen umgehen kannst. 

Es lässt sich allerdings üben, mit Kritik und Rückschlägen konstruktiv umzugehen. Dabei hilft es, Misserfolge nicht als persönliche Kränkung anzusehen, sondern als Chance. In jedem Fehler steckt die Möglichkeit, daraus zu lernen und zumindest die Erkenntnis zu gewinnen: So geht es also schon mal nicht. Versuchen wir etwas anderes.

Eine Frau meditiert

4. Problemlösungs­orientierung

Wenn du der Überzeugung bist, dass neuartige Aufgaben prinzipiell lösbar sind, auch wenn dir noch kein Lösungsweg bekannt ist, bist du besonders gut dazu geeignet, ein eigenes Unternehmen zu führen. Menschen, die jedes Vorhaben mit einer Liste von Zweifeln blockieren, die überall unüberwindbare Hürden sehen und deren Lebensmotto sich mit „Das klappt doch eh nicht“ zusammenfassen lässt, werden vermutlich nicht mal auf die Idee kommen, sich selbstständig zu machen. 

Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass angehende Gründer*innen frei von jeglichem Zweifel sein sollten. Jeder von uns kennt sie und wir sollten sie zu schätzen wissen. Denn oft bewahren sie uns vor teuren Fehlentscheidungen. Einige Lösungsvorschläge für deine Sorgen bei der Gründung haben wir dir hier zusammengefasst. 

5. Risikobereitschaft

Aus psychologischer Sicht ist Risikobereitschaft die Neigung, Entscheidungen zu treffen, deren Ausgang nicht gewiss und womöglich nicht erfolgreich ist. Als Unternehmer*in solltest du bereit sein, solche kalkulierbaren Risiken einzugehen. 

Allerdings ist Risikobereitschaft nicht gleichzusetzen mit Wagemut. Es geht nicht darum, hoch zu pokern, sondern einzig und allein darum, auch in unsicheren Situationen entscheidungs- und somit handlungsfähig zu bleiben. Erfolgreiche Unternehmer*innen schaffen das, indem sie ihren möglichen Verlust so gering wie möglich halten. Sie setzen nur so viel ein, wie sie sich leisten können, zu verlieren.

Besonders die Phase der Gründung eines Unternehmens ist geprägt von Unsicherheiten und Risiken. Deshalb ist es besonders wichtig, nicht gleich alles auf eine Karte zu setzen. Eine nebenberufliche Gründung ist zum Beispiel eine gute Idee. 

6. Durchsetzungs­bereitschaft

Durchsetzungsbereitschaft hat viel mit Risikobereitschaft zu tun. Das kalkulierte Risiko, das hier eingegangen werden muss, besteht darin, sich dem Willen anderer entgegenzustellen und unnachgiebig zu bleiben. 

Achte darauf, dass du an deinen Vorstellungen festhältst und dich von den Bedenkenträger*innen in deinem Umfeld nicht aus der Bahn werfen lässt. Bleibe aber offen für die Meinungen anderer. Erfolgreiche Unternehmer*innen geben nicht bei der geringsten Gegenwehr klein bei, aber sie sind dennoch bereit, anderen zuzuhören und Empfehlungen anzunehmen. 

7. Ungewissheitstoleranz

Ungewissheitstoleranz ist die Fähigkeit, vor Neuem nicht zurückzuschrecken und Dinge in Angriff zu nehmen, auch wenn nicht klar ist, was die Zukunft bringt. 

Wenn du dich selbstständig machst, musst du damit leben können, nicht genau zu wissen, was die kommenden Monate oder Jahre für dich bereithalten. Du musst neue Wege gehen, auch wenn du noch nicht weißt, wohin sie dich führen. 

Auch für diese Herausforderung haben erfolgreiche Unternehmer*innen eine pragmatische Lösung gefunden, die du dir leicht abgucken kannst: Sie tasten sich in kleinen Schritten voran und verwandeln so die Ungewissheit der Zukunft Stück für Stück in unternehmerische Chancen. Sie unterteilen große Projekte in viele kleine, sie stecken ihre Energie nicht in aufwändige Planungen und Prognosen, sondern probieren Dinge einfach aus, und sie klammern sich nicht an fixe Ziele, sondern sind bereit, davon abzurücken, wenn sich die Rahmenbedingungen durch Zu- oder gar Unfälle verändern. 

Unternehmertum ist Entwicklung

Du weißt jetzt also, welche sieben Persönlichkeitsmerkmale Unternehmerpersönlichkeiten auszeichnen. Aber was folgt daraus für dich? Bei genauem Hinsehen müssen wir zugeben, dass sie in jeder Lebenssituation hilfreich sind: Ob als Projektleiterin bei Airbus, als Krankenpfleger auf Station, als alleinerziehender Vater am Frühstückstisch oder eben als Gründerin eines Startups – dir wird jede der genannten Eigenschaften zum Vorteil gereichen. Stell dir einfach umgekehrt vor, du würdest über keine einzige davon verfügen: Wenn du dich schwer aufraffen könntest, du nicht überzeugt wärst, die Dinge in der Hand zu haben, wenn du emotional nicht gefestigt wärst und du selbst das kleinste Risiko scheutest – dann würdest du mit großer Sicherheit untergehen, ganz egal, was du vorhättest. 

Hinzu kommt, dass die Rede von „der Unternehmerpersönlichkeit“ einem statischen Persönlichkeitsbild entspricht. Natürlich können wir unsere Persönlichkeit nicht einfach ablegen und von heute auf morgen ein anderer Mensch werden. Aber ist es nicht so, dass wir uns durch das, was wir tun und erleben, auch verändern? Wenn also eine eher introvertierte und zaghafte Person sich selbstständig macht, wird sie lernen, sich zu öffnen und auf andere zuzugehen – einfach dadurch, dass sie es tut. 

Auch weil es keinen besseren Weg gibt, sich selbst herauszufordern, zu wachsen und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln, lohnt sich die Selbstständigkeit. Die Eigenschaften eines Menschen sollten nicht darüber entscheiden, ob er sich selbstständig macht. Sie sollten lediglich bei der Frage berücksichtigt werden, womit er sich selbstständig macht.

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Vorhang auf für die drei Rollen aller Selbstständigen

Und mit dieser Frage geht der Vorhang auf für die drei Rollen, die alle Selbstständigen in ihrem Unternehmen spielen müssen: die Rolle des /der Visionär*in, die des/der Manager*in und die des Fachmenschen. 

Jede Rolle ist mit anderen Aufgaben und Fähigkeiten verbunden:

  • In der Rolle des/der Visionär*in geht es darum, in die Zukunft zu denken und neue Chancen zu erkennen. Es geht darum, Visionen zu entwickeln und Veränderungen im Unternehmen anzuschieben. Für diese Rolle sind vor allem Kreativität, Risikobereitschaft und Ungewissheitstoleranz gefragt.
  • In der Rolle der/des Manager*in bist du für Ordnung und Verlässlichkeit im Unternehmen zuständig. Du sorgst für effiziente Arbeitsabläufe und dafür, dass die Kasse stimmt. Diese Aufgaben setzen ein gewisses Organisationstalent, Eigenmotivation und gute Kommunikation voraus.
  • In der Rolle des Fachmenschen setzt du dein Know-how und deine Erfahrungen ein, um die Kernaufgaben im Unternehmen bestmöglich zu erfüllen. Problemlösungskompetenz und der Glaube an die Machbarkeit der Dinge zeichnen typische Fachkräfte aus.

Im Idealfall füllst du alle drei Rollen zu gleichen Teilen aus: Du entwickelst tolle neue Ideen, die du dann mit deinem fachlichen Know-how grandios in die Praxis umsetzt, ohne dabei die betriebswirtschaftliche Basis der Firma aus dem Blick zu verlieren – eine perfekte Harmonie zwischen Fortschritt, Ordnung und methodischer Umsetzung.

Natürlich kannst du dich anstrengen und versuchen, in allen drei Rollen möglichst gleich gut zu werden und die Widersprüche auszuhalten. Auf lange Sicht schafft es aber kaum jemand, sich mit der gleichen Energie auf die Facharbeit, das Management und die Unternehmensentwicklung zu konzentrieren. Und das kann ein echtes Problem werden: Die Erfahrung zeigt leider, dass viele Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach der Gründung scheitern, das liegt in den meisten Fällen daran, dass die Gründer*innen mit ihren Aufgaben überfordert sind. 

Um dein Unternehmen am Leben zu halten, ist es also wichtig, deine Stärken zu kennen und mögliche Schwächen auszugleichen, zum Beispiel, indem du dir kompetente Partner*innen ins Boot holst. Aber denk daran: Zu 100 Prozent kannst du dich als Firmeninhaber*in von keiner der drei Rollen verabschieden. Erst das Zusammenspiel aus Ideen, Planung und Expertise macht echtes Unternehmersein aus!

Statt deine Energie darauf zu verwenden, einem unrealistischen Ideal nachzueifern, solltest du versuchen, eine zu deiner Persönlichkeit passende Balance zu finden oder, um im Bild zu bleiben: ein Stück zu schreiben, bei der jede der drei Figuren ihren Auftritt hat – auch wenn sie nicht alle drei die Hauptrolle spielen können.

Wächst das Unternehmen, verändern sich auch die Aufgaben: Einerseits nimmt ihre Fülle zu, sodass es irgendwann unmöglich wird, alle drei Rollen zu übernehmen. Andererseits wachsen auch die Möglichkeiten der Arbeitsteilung, wenn das Team größer wird. Häufig verschieben sich im Laufe der Unternehmensentwicklung auch die Schwerpunkte: Ist am Anfang vor allem die Fachkraft gefragt, nehmen später die Managementaufgaben zu. Aber ganz gleich, wie groß das Team und die Aufgaben werden: 

Kreiere das Unternehmen, das zu deiner Persönlichkeit passt

Halten wir fest: Es gibt keine Unternehmerpersönlichkeit und keinen Unternehmertyp. Aber bedeutet das im Umkehrschluss, dass deine Persönlichkeit bei der Gründung überhaupt keine Rolle spielen sollte? Im Gegenteil! Nur wenn du ein Unternehmen gründest, das zu dir und deinen Fähigkeiten, Werten und Neigungen passt, wirst du ein erfüllendes und erfolgreiches Unternehmerleben führen können.

Deshalb stehen diese drei Dinge ganz oben auf deiner To-do-Liste:

  1. Herausfinden, wo deine Stärken liegen und welche der drei Rollen dir aufgrund deiner Persönlichkeit am meisten liegt.
  2. Erkennen, wo deine Schwächen liegen und wie du mit ihnen umgehen kannst.
  3. Ein Geschäftsdesign kreieren, bei dem du deine Lieblingsrolle ausleben kannst.

Bis zu einem gewissen Grad entscheidest du nämlich selbst, wer die Hauptrolle in deinem Unternehmen spielen darf und wer sich mit einer Nebenrolle zufrieden geben muss. 

Als Anwältin mit eigener Kanzlei oder als freiberuflicher Grafikdesigner steht die Fachkraft klar im Vordergrund. Überlegst du, eine bestehende Firma zu übernehmen, sind vorrangig Managementfähigkeiten gefragt. Und planst du, mit einem digitalen Startup an den Markt zu gehen, brauchst du vor allem eine starke Vision und frische Ideen.

Denke aber daran, dass keine der drei Rollen komplett verstummen darf – ganz egal, was du vorhast und wie du tickst. Manchmal hilft schon eine Fortbildung, ein Coaching oder ein digitales Tool, um der Rolle, die dir nicht gerade auf den Leib geschrieben ist, mehr Profil zu geben. Du kannst einzelne Aufgaben an externe Fachleute delegieren oder dir eine Person  ins Boot holen, die eine der Partien übernimmt. Das bietet viele Vorteile gegenüber der Ein-Personen-Gründung, ist aber auch mit einigen Tücken verbunden. In unserem Ratgeber “eine Firma zu zweit gründen” erfährst du alles, was du zu diesem Thema wissen solltest. 

Das Geschäftsmodell-Tool der Gründerplattform, mit dem du deine Geschäftsidee Schritt für Schritt zu einem funktionierenden Konzept ausarbeiten kannst, hilft dir dabei, die drei Rollen in deinem Unternehmen auszubalancieren und Managerqualitäten mit fachlichen Themen und Visionen zusammenzubringen. 

Wichtig ist, dass du dich schon während der Gründungsvorbereitung mit den drei Rollen auseinandersetzt und versuchst, dich selbst und dein Team zu einem guten Ausgleich zu bringen. So kannst du verhindern, dass einer der drei Bereiche auf Dauer brachliegt und dir später um die Ohren fliegt.

Tipp: Die japanische Ikigai Methode stellt eine allumfassende Lebensphilosophie dar, die dir bei deiner Unternehmensgründung helfen kann. Es geht darum, die eigene Berufung zu finden und diese idealerweise im Job oder eigenen Unternehmen umzusetzen. Dazu werden dir verschiedene Fragen an die Hand gegeben, die du für dich beantworten kannst. 

Businessplan mit persönlicher Note

Auch unter Fachleuten ist bekannt, dass die Persönlichkeit der Gründer*innen ein entscheidender Faktor bei einer Gründung ist. Deshalb enthält jeder gute Businessplan ein eigenes Kapitel, in dem es nur um die Menschen geht, die hinter der Gründung stehen. Nutze dieses Kapitel, um deine innere Motivation darzulegen und um zu erklären, warum ausgerechnet du genau der oder die Richtige bist, deine Geschäftsidee umzusetzen. 

Benenne darin nicht nur deine Stärken (und vergiss nicht, Belege dafür anzuführen: Wo hast du sie schon unter Beweis gestellt?), sondern erkläre auch, warum diese Fähigkeiten bei deinem Vorhaben so wichtig sind. Als Managementgenie könntest du beschreiben, wie du dein Unternehmen mit den effizientesten Abläufen der Welt nach vorne bringen wirst. Liegt dein Schwerpunkt eher im Fachlichen, betonst du die Bedeutung deiner Expertise für das Wertversprechen (Value Proposition), das du deinen Kunden gibst. 

Wenn du in deinem Businessplan deutlich machen kannst, warum du deine Geschäftsidee umsetzen willst und warum du es kannst, sammelst du wertvolle Pluspunkte bei möglichen Investoren. Glaubwürdigkeit zählt dabei mehr als Perfektion. Es ist kein Makel, im Businessplan auch auf die Aufgaben hinzuweisen, die dir nicht so liegen – solange du eine Lösung parat hast, wie du dieses Defizit ausgleichen wirst.

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen mit ausgeprägten Managementfähigkeiten schneller mit ihrem Businessplan fertig sind, als ihre visionären Zeitgenossen, die sich gerne in tausendundeiner Idee verzetteln und schnell den roten Faden verlieren. Aber das Businessplan-Tool der Gründerplattform hilft euch allen, zügig und strukturiert zu einem überzeugenden Businessplan zu kommen.

Verschiedene Unternehmer­persönlichkeiten und ihre Stärken und Schwächen

Unser Persönlichkeitstest „Welcher Unternehmertyp bin ich?“ zeigt dir, wie stark welche der drei Rollen bei dir bereits angelegt ist und welche du evtl. noch mehr hervorholen könntest. Dieser Test und die Darstellung als Dreieck wurde von EVEREST GmbH entwickelt, inspiriert durch Michael E. Gerber „the E-Myth“, und hundertfach angewendet.

Wähle die Aussagen aus, die zu dir passen. Als Ergebnis erhältst du einen von zehn Typen, zu dem du dich mehr oder weniger gut zuordnen kannst. 

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Scheitern? Kann passieren

Nehmen wir an, du hast genau das Unternehmen aufgebaut, das zu dir und deiner Persönlichkeit passt.  Wirst du damit auf jeden Fall Erfolg haben? Das können wir leider nicht versprechen. Du hast nun einmal nicht alles in der Hand. Wenn scharenweise Kunden abspringen, eine teure Maschine ausfällt, du auf offenen Rechnungen sitzenbleibst, wenn sich ein Krankheitsfall ereignet oder ein kleines Virus daher kommt und dafür sorgt, dass dein Laden dichtgemacht wird, dann hilft oft nur ein Wunder. 

Darauf zu warten, wäre allerdings der einzige wirklich unverzeihliche Fehler, den du machen könntest! Es ist nicht schlimm, zu scheitern. Schlimm wäre, daraus nicht zu lernen. Wenn es eine Eigenschaft gibt, die Gründer*innen wirklich brauchen, dann ist es Lernbereitschaft. 

Die Gründung eines Unternehmens ist immer auch ein gewaltiger Lern- und Entwicklungsprozess für dich und für dein Unternehmen. Wenn du angesichts neuer Herausforderungen nicht den Kopf in den Sand steckst, sondern bereit bist, daran zu wachsen, dann wirst du vielleicht Rückschläge erleben und Fehler machen – aber du wirst immer Wege finden, mit der Krise umzugehen.

Fazit: Werde die Unternehmer­persönlichkeit, die du sein willst

Ebenso wenig wie es eine Angestelltenpersönlichkeit gibt, gibt es eine Unternehmerpersönlichkeit. Was es gibt, sind Rollen, die du in der Selbstständigkeit ausfüllen musst. Und wie du das machst, kannst du lernen.

Mach dich frei davon, einem übertriebenen Ideal hinterherzujagen. Natürlich helfen dir die oben genannten Eigenschaften, wenn du ein Unternehmen gründen möchtest (so wie sie dir helfen würden, eine Karriere in einem Betrieb oder im öffentlichen Dienst hinzulegen). Aber auch wenn du nicht über sie verfügst, solltest du deinen Traum von der Selbstständigkeit nicht aufgeben. Denn erstens braucht es nicht für jedes Unternehmen dieselben Fähigkeiten. Und zweitens lernst du vieles, was du können musst, „on the job“. 

Lass dich bitte nicht verunsichern, sondern nutze die großartige Chance, die dir die Selbstständigkeit bietet: genau das zu tun, was dir entspricht und dich dadurch persönlich weiterzuentwickeln. 

Wenn es dir gelingt, den/die Visionär*in, den/die Manager*in und den Fachmenschen in dir (oder in deinem Team) zur Geltung zu bringen und du bereit bist, Fehler zu machen und daraus zu lernen, dann bist du auf einem sehr guten Weg zu einem erfüllten Unternehmerleben – ganz egal, wer und wie du bist!


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bhp