Ein Taxiunter­nehmen gründen

So bringst du deine Geschäftsidee sicher auf die Straße

Du fährst gerne Auto und hast Spaß am Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen? Dann ist Taxifahren vielleicht genau das Richtige für dich. Und wenn dir das nicht (mehr) genug ist und du Lust auf ein eigenes Business hast, ist der nächste konsequente Schritt die Gründung eines Taxiunternehmens.

Aber Achtung: Um ein Taxiunternehmen zu gründen, reicht es nicht – wie bei anderen Geschäftsideen – ein Gewerbe anzumelden und mit einem Businessplan gut vorbereitet loszulegen. Es gibt ein paar Voraussetzungen, die du erfüllen, und etliche Genehmigungen, die du einholen musst. Hier erfährst du, welche das sind und wie du mit deinem Taxiunternehmen von Anfang an Gas geben kannst.

Einordnung: Taxifahren in Zeiten von Apps, Uber & Co.

Bevor du dich an die Gründung eines Taxiunternehmens machst, solltest du dir überlegen, welche Art von Taxifahrer*in du werden möchtest. Denn das romantische Bild, bei dem ein Taxi durch die regnerische Nacht fährt, und dann von einer jungen Frau angehalten wird, gibt es zwar noch – aber: Das große Geschäft wird auf anderen Wegen gemacht. Neben der klassischen Art und Weise, über eine Taxizentrale Aufträge zu erhalten, gibt es mittlerweile eigenständige Apps, wie myTaxi. Hier kann sich jede*r Taxifahrer*in anmelden und Aufträge direkt über die App annehmen. Was super flexibel klingt, wird seit jeher kritisch beäugt – von allen Seiten: Taxizentralen monieren die unerlaubten Rabattaktionen, die Preise zerstören und somit Kunden und nicht zuletzt auch Fahrer*innen „klauen“. Taxifahrer*innen beklagen, dass die zu zahlenden Provisionen happig seien, dass die Bereitschaft der Kunden, tariflich übliche Preise zu zahlen, sinke und dass ausgewählte Taxifahrer*innen bevorzugt würden. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Stimmen, die die Unabhängigkeit und Flexibilität der App loben und die alternativen Anbieter deutlich mehr und regelmäßigere Touren fahren.

Als wäre der Kampf innerhalb des Taxiuniversums nicht schon hart genug, gibt es außerdem immer mehr alternative Fahrdienste: Von Uber, bei dem Privatpersonen ihre Dienste anbieten – weshalb das Angebot in Deutschland auch größtenteils verboten ist – bis hin zu  privaten Anbietern, die wie ein Sammeltaxi funktionieren und mehr oder weniger feste Routen und Gebiete abfahren, wobei sich mehrere Kunden den Preis für eine Tour teilen. Auch dieser Weg ist denkbar und bietet Möglichkeiten, sich in der Taxibranche (im weitesten Sinne) zu positionieren. Wir gehen im Folgenden vor allem auf den klassischeren Weg ein.

Ein Taxiunternehmen ist genehmigungs­pflichtig

Nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) ist ein Taxiunternehmen ein genehmigungspflichtiges Gewerbe. Daher benötigst du für die Gründung eine Konzession zur Personenbeförderung. Diese wird von der zuständigen Stadtverwaltung oder dem Landratsamt erteilt. Da die Bearbeitungszeit für so einen Antrag mehrere Monate dauern kann, solltest du diesen rechtzeitig stellen und die Wartezeit bei deiner Planung berücksichtigen.

Wichtig: Die Verkehrsbehörde kann deinen Antrag auf die Genehmigung eines Taxiunternehmens ablehnen, wenn die Taxendichte an deinem Standort zu hoch ist – oberste Priorität ist, bestehende Unternehmen zu schützen.

Meldest du dein Taxiunternehmen zum ersten Mal an, wird dir meist eine Tätigkeitserlaubnis für zwei Jahre ausgestellt, bei wiederholter Anmeldung gilt diese meist für fünf Jahre. Bei bereits bestehenden Taxibetrieben kann eine ungünstige Ertragslage im Verhältnis zur Einsatzzeit übrigens dazu führen, dass eine (erneute) Genehmigung abgelehnt bzw. entzogen wird.

Um eine Konzession zum Transport von Fahrgästen zu erhalten, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Nachweis über die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Betriebs in Form von Eigenkapital. Für das erste Fahrzeug musst du mindestens 2.250 EUR mitbringen, für jedes weitere 1.250 EUR.
  • Nachweise über deine persönliche Zuverlässigkeit: ein polizeiliches Führungszeugnis, einen Auszug aus dem Verkehrszentral- sowie dem Gewerbezentralregister sowie je eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt und der Krankenkasse.
  • Nachweise über die fachliche Eignung (Taxischein).

Der Taxischein

Wenn du ein Taxiunternehmen gründen und selbst als Fahrer*in tätig sein willst, benötigst du einen Führerschein und einen Taxischein. Der Taxischein kostet dich rund 100 EUR und kann bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragt werden. Außerdem musst du eine Prüfung ablegen. Du kannst dich entweder selbstständig darauf vorbereiten oder einen Vorbereitungskurs beim TÜV oder einer Taxischule besuchen. Für die Kurse fallen zusätzliche Kosten an. Für die Prüfung zugelassen werden Personen ab 21 Jahren nach Vorlage eines Gesundheitszeugnisses sowie eines polizeilichen Führungszeugnisses. Willst du selbst nicht als Fahrer*in arbeiten, kannst du auf einen Taxischein verzichten.

Die Fachkundeprüfung durch die IHK

Um nicht nur ein Taxi fahren zu dürfen, sondern auch ein Taxiunternehmen gründen und führen zu dürfen, musst du zusätzlich deine fachliche Eignung nachweisen. Das kann auf zwei Arten geschehen:

  1. Über eine nachweislich mindestens dreijährige Berufserfahrung in der Geschäftsführung eines Unternehmens des Straßenpersonenverkehrs. Auch eine Ausbildung oder ein Studium im Verkehrswesen mit Schwerpunkt Personenbeförderung können anerkannt werden. Bringst du Erfahrungen dieser Art mit, kann die Industrie- und Handelskammer im Zweifelsfall deine Eignung in einem Beurteilungsgespräch feststellen.
  2. Über eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer, die aus zwei schriftlichen Teilen und einem mündlichen Teil besteht und die die Inhalte Recht, kaufmännische Verwaltung, Straßenverkehrssicherheit, Umweltschutz und ggf. grenzüberschreitender Verkehr behandelt. Für die Fachkundeprüfung fallen Kosten von rund 150 EUR an.

Hast du deine Eignung nachgewiesen und eine Konzession erhalten, kann es fast schon losgehen: Nun kannst bzw. musst du nur noch offiziell ein Gewerbe anmelden und, je nach gewählter Rechtsform, einen Eintrag im Handelsregister veranlassen.

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Taxiunternehmen gründen: Diese Gesetze solltest du kennen

Bevor wir in die konkrete Businessplanung deines Taxiunternehmens einsteigen, möchten wir dir noch die wichtigsten Gesetze vorstellen, die du kennen solltest. Da du dich im Straßenverkehr bewegst und dabei Verantwortung für das Wohl anderer Menschen hast, und weil der Taxenmarkt hart umkämpft und entsprechend reglementiert ist, sind das eine ganze Menge. Die drei wichtigsten sind:

  • Die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrtunternehmen im Personenverkehr: Diese regelt beispielsweise die Benutzung des Taxischildes, die Wahl des Fahrtweges, aber auch, wie du mit Gepäck und Fundsachen umzugehen hast.
  • Die Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr: Hier werden die persönliche und fachliche Eignung sowie die Nachweise der Eignung definiert.
  • Die Taxen- und Taxentarifordnung: Jede Stadt bzw. Region regelt die Tarife für Fahrten und Wartezeiten anders – aber für alle Taxifahrer*innen verbindlich. Hier wird auch festgelegt, dass ein Taxameter in jedem Taxi verpflichtend ist und dass dieses einmal im Jahr vom Eichamt überprüft werden muss.

Folgende Gesetze sind außerdem relevant – übrigens oft nicht nur für Gründer*innen von Taxiunternehmen, sondern für jede*n Selbstständige*n und/oder Verkehrsteilnehmer*in:

  • Straßenverkehrsordnung und Straßenverkehrsgesetz
  • Straßenverkehrs-Zulassungsordnung
  • Personenbeförderungsgesetz
  • Gewerbeordnung
  • Fahrerlaubnis-Verordnung
  • Kraftfahrzeugsteuer-Gesetz
  • Gesetz über Ordnungswidrigkeiten
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und Handelsgesetzbuch (HGB)

Auf dem Papier: Taxiunternehmen gründen mit einem Businessplan

Ausgangspunkt jeder Unternehmensgründung sollte ein Businessplan sein. Auch wenn dir  dieser Schritt vielleicht langwierig erscheint: Die Recherche und das Ausformulieren deiner Idee helfen dir dabei, sie gründlich zu durchdenken und die damit verbundenen Chancen und Risiken abzuwägen. So wirst du schnell merken, wo noch etwas nicht läuft bzw. noch fehlt.

Ausgangspunkt des Businessplans ist deine erste grobe Idee. Zugegeben: Bei der Gründung eines Taxiunternehmens gibt es erst einmal nicht so viel Spielraum, denn das Angebot an sich, aber auch das Aussehen der Taxen und die Preise werden in der Regel zentral vorgegeben. Berücksichtige jedoch in jedem Fall die Überlegungen zur Art deines Taxiunternehmens, also ob du dich einer Zentrale anschließen oder lieber über myTaxi oder eine andere App arbeiten möchtest. Mindestens genauso wichtig sind dann auch Themen wie die Standort- bzw. Marktanalyse. Wo willst du dein Taxiunternehmen gründen? Welche möglichen Partner und Konkurrenten sind bereits vor Ort? Gerade in Großstädten gibt es nicht nur viele Taxiunternehmen, sondern eben auch die oben beschriebenen, indirekten Konkurrenten, wie Uber und MOIA. Als Partner kommen nicht nur Taxizentralen und die genannten Apps infrage, sondern auch Restaurants, Hotels, Krankenhäuser und andere große Einrichtungen mit viel „Besucherverkehr“. Eine Zusammenarbeit mit ihnen kann sehr spannend sein, wenn es um die Kundenakquise geht.

Wie genau funktioniert myTaxi? Sieh dir hier das Geschäftsmodell von myTaxi an.

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Kundenakquise und Marketing für dein Taxiunternehmen

Apropos Kundenakquise: Wenn du deine Kund*innen finden willst, indem du dich einer Zentrale anschließt, hat das den Vorteil, dass du oft auch an Großaufträge gelangst, wie Shuttle-Dienste vom und zum Flughafen. Allerdings musst du für die Vermittlung der Kunden Gebühren an die Zentrale zahlen. Das gleiche gilt für die Apps, die als Vermittler auftreten. Da hier der personelle Aufwand etwas geringer ist, fallen meist auch die Gebühren pro Vermittlung geringer aus. Viele Apps locken Kunden außerdem mit wiederkehrenden Sonderangeboten und Rabatten an. Das beschert dir zwar Kunden, du solltest dabei allerdings bedenken, dass du die Marketing-Maßnahme durch vergünstigte Fahrpreise finanziell indirekt mitträgst.

Entscheidest du dich für den dritten Weg – dein Taxiunternehmen komplett unabhängig aufzuziehen – brauchst du Fleiß und Durchhaltevermögen: Klappere Restaurants und Hotels ab, gestalte Flyer und schalte – je nach Region – Werbung im Lokalradio oder im regionalen Wochenblatt. Auch Online-Werbung in Form einer gut gepflegten Website, Eintragungen bei Suchmaschinen und digitalen Branchenbüchern und Suchmaschinenmarketing (SEM) gehören zu einem wirkungsvollen Marketing-Mix.

Kosten und Finanzierung deiner Gründung

Ein weiterer wichtiger Teil deines Businessplans für ein Taxiunternehmen ist die Auseinandersetzung mit den Kosten. Wie weiter oben bereits beschrieben, benötigst du pro Fahrzeug ein gewisses Startkapital. Doch damit ist es nicht getan. Zu den initialen Gründungskosten gehören außerdem:

  • Kosten für Anmeldungen, Prüfungen und Genehmigungen
  • Anschaffungskosten für die Fahrzeuge sowie die Ausstattung mit Navigationssystemen und Taxameter
  • Ggf. die Miete für ein Büro und die entsprechende Ausstattung
    Tipp: Wenn du als Einzelperson startest, kannst du ein Taxiunternehmen oft erstmal bequem und günstig(er) von zu Hause aus führen und verwalten.
  • Initiales Marketing-Budget
  • Ggf. Kosten für die Personalsuche

Im Betrieb kommen dann folgende laufende Kosten hinzu:

  • Unterhalt der Fahrzeuge, beispielsweise für Treibstoff und Reparaturen
  • Kosten für die jährliche Eichung der Taxamter
  • Laufende Bürokosten, beispielsweise für  Telefon und Internet
  • Monatliche Versicherungskosten
  • Laufendes Marketing-Budget
  • Ggf. Vermittlungsgebühren
  • Ggf. laufende Büromiete und Personalkosten


Mache eine Aufstellung aller Kosten und rechne dann mit den vorgegebenen Tarifen gegen, wie viele Fahrten du benötigst, um kostendeckend oder sogar mit Gewinn zu arbeiten.

Für die Anschaffungen solltest du ein finanzielles Polster mitbringen. Wenn du selbst nicht über ausreichendes Kapital verfügst, kannst du entweder einen Bankkredit aufnehmen oder andere Geldgeber suchen. Die Bank als erste Anlaufstelle vergibt gegen Zinsen einen Gründungskredit. Allerdings nur, wenn du in deinem Businessplan nachweisen kannst, dass du wirtschaftlich rentabel sein wirst. Du brauchst also einen soliden Finanzplan mit deinen Annahmen zu Umsatz, Kosten, Investitionen und Liquidität.

Achtung: Die meisten Banken fordern einen gewissen Mindestanteil an Eigenkapital. Dieser bewegt sich meist um die 20 Prozent der gesamten Finanzierungssumme.

Ebenfalls üblich ist der Weg über Existenzgründungsprogramme der KfW und anderer Förderbanken. Gründest du aus der Arbeitslosigkeit heraus, kannst du bei der Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen einen Gründungszuschuss beantragen. Eine weitere Option sind diverse Förderprogramme, die gezielt Gründer*innen einzelner Branchen unterstützen. Informiere dich, ob und welche Fördermöglichkeiten es in deiner Region gibt.

Ein Taxiunternehmen mit Mitarbeiter*innen gründen

Als Einzelunternehmer*in im Taxibusiness starten ist meist der einfachste und vor allem günstigeste Weg: Du fährst mit einem Fahrzeug, musst nur dich als Fahrer*in einplanen und auslasten, sparst Personal- und Bürokosten. Wenn du allerdings gleich im großen Stil starten möchtest und/oder selbst keinen Taxischein hast, musst du Mitarbeiter*innen einstellen. Achte darauf, dass diese über entsprechende Lizenzen verfügen und ob sie vielleicht sogar ein eigenes Auto mitbringen. Wenn du selbst viel fahren, aber wenig Papierkram machen möchtest, kannst du auch jemanden für die Buchhaltung anstellen bzw. damit beauftragen.
Ohnehin ein sinnvoller Tipp: Als Unternehmer*in musst du nicht immer alles selbst können und machen. Gerade für Spezialthemen, wie Buchhaltung, Steuern oder Marketing, gibt es Fachleute, die du stundenweise beauftragen kannst. Nutze ihre Expertise und konzentriere dich auf das, was du wirklich kannst und willst.

Mehrere Taxen in einer Reihe

Versicherungen rund um dein Taxiunternehmen

Neben den staatlich vorgeschriebenen Versicherungen, die jede Privatperson haben sollte – also beispielsweise die Kranken- und Pflegeversicherung – solltest du dich im Zuge deiner Gründung vor allem fragen, welche Risiken konkret in deiner Branche anfallen und abgesichert werden sollten. Nicht alles, was möglich ist, macht immer Sinn. Einige Dinge sind sehr individuell, bei anderen kommt es am Ende auf die detaillierten Vereinbarungen und Versicherungssummen an. Beschäftige dich vor allem mit Themen, wie

  • Haftungsrisiken, also was passiert, wenn andere (Personen wie Gegenstände) durch dich bzw. deinen Job geschädigt werden
  • Sachwertrisiken – beispielsweise die Versicherung deines Fahrzeugs bei Unfällen, Diebstahl, aber möglicherweise auch dein Büro
  • Ertragsausfälle, wenn dein Unternehmen aufgrund eines Brandes oder einer langen Krankheit nicht öffnen kann
  • Rechtsschutzrisiken, falls du in langwierige juristische Streitigkeiten verwickelt wirst

Unabhängiger Versicherungsmakler*innen oder –berater*innen können individuell auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnittene Empfehlungen aussprechen und sind dabei ausschließlich dir verpflichtet. Heißt: Kein großes Versicherungsunternehmen steckt hinter einer Empfehlung. Auch Vertreter*innen einer Versicherungsgesellschaft sind oftmals sehr gut ausgebildet und können dir weiterhelfen. Dabei solltest du dir aber immer bewusst sein, dass keine komplett unabhängige Beratung stattfindet.

Verpflichtende und freiwillige Mitgliedschaften für Taxiunternehmen

Nachdem die IHK deine Eignung als Taxiunternehmer*in festgestellt hat, bist du nach deiner Gründung auch zur Mitgliedschaft verpflichtet. Ebenfalls verpflichtend ist die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft für Verkehr. Das ist allerdings auch sinnvoll, denn die Genossenschaft ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung und schützt dich und ggf. auch deine Angestellten bei Unfällen im Job. Freiwillig kannst du dich verschiedenen Bundesverbänden anschließen, etwa dem Deutschen Taxi- und Mietwagenverband e.V. oder dem Taxiverband Deutschland. Diese Verbände vertreten deine Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Einige bekannte Beispiele, bei denen Verbände öffentlich aufgetreten sind, waren die Diskussionen über die Einsätze der Fahrdienste MOIA und Uber. 

Wissenswertes zur Übernahme eines bestehenden Taxiunternehmens

Wenn du das Angebot erhältst, ein bestehendes Taxiunternehmen über eine Unternehmensnachfolge zu übernehmen, kannst du von einem bestehenden Kundenkreis profitieren und sparst dir eventuell die mühevolle Akquise von Fahrgästen. Prüfe vor der Übernahme allerdings stets die Auftragsbücher und die vorliegenden Genehmigungen. Eine Taxikonzession ist meist personen- bzw. unternehmensgebunden und kann bei einer Übernahme ebenfalls übernommen werden. Beachte jedoch, dass eine Konzession immer maximal fünf Jahre läuft. Kaufst du eine bestehende Firma und die Konzession läuft kurz darauf aus, besteht das Risiko, dass du diese nicht erneuern kannst und somit viel Geld für ein kurzes Vergnügen gezahlt hast.

Taxiunternehmen gründen – Fazit

Mit einem Taxiunternehmen durchzustarten, bedeutet, sich mit einem relativ streng reglementierten und hart umkämpften Markt auseinanderzusetzen. Bevor du überhaupt loslegen kannst, müssen Genehmigungen eingeholt und Prüfungen bestanden werden – ganz nach dem Motto „Erst schalten, dann Gas geben!“. Und auch bei der Gestaltung deines Angebots, deines Außenauftrittes und der Preise hast du nur wenig unternehmerische Freiheiten. Diese Vorgaben haben aber auch Vorteile, denn schließlich gelten die Regeln für alle und es können kein übermäßiger Konkurrenzdruck oder ein Preiskampf entstehen – zumindest, wenn du den klassischen Weg gehst und dich einer Taxizentrale anschließt. Entscheidest du dich für den unabhängigeren Weg, etwa über eine App, musst du dir bewusst sein, dass mitunter ein harter Preis- und Kundenkampf herrscht und du, gerade zu Beginn, eventuell eher ungeliebte und wenig lukrative Touren annehmen musst. Wenn du aber gerne unterwegs bist und immer wieder neue Leute treffen möchtest, ist das Leben als Taxiunternehmer*in genau das Richtige für dich. Wie eine junge Gründerin es treffend zusammenfasste: „Als Taxifahrerin kann ich mir meine Arbeitszeiten frei einteilen, kann mit Kollegen plaudern, kann Pause machen, wann ich will, Radio hören und vor allen Dingen: Menschen kennenlernen.“

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bhp