Die 7 besten Marketing­maßnahmen für Gründer*innen

Du hast es geschafft, deine Geschäftsidee tatsächlich in ein junges Unternehmen zu verwandeln? Jetzt ist es an der Zeit, dein Angebot in die Welt zu tragen! Denn wenn niemand weiß, wie großartig dein Produkt oder deine Dienstleistung ist, wird kein Business daraus.

Gutes Marketing über ausgewählte Kanäle ist genauso wichtig wie dein Angebot selbst. Aber welche Marketingkanäle sind für dich als Gründer*in geeignet? Worauf solltest du dich konzentrieren? Im Marketing gibt es zwar kein absolutes „Richtig“ oder „Falsch“, aber durchaus Best Practices.

Einige Marketingmaßnahmen eignen sich für Gründer*innen deutlich besser als für Unternehmen, die schon lange bestehen – und andersherum. Welche das sind und welchen Fehler du unbedingt vermeiden solltest, erklären wir hier.

Welche Marketing­maßnahmen gibt es?

Es gibt unzählige Marketingmaßnahmen, die du nutzen kannst, um dein Unternehmen bzw. dein Angebot bekannter zu machen. Gerade Online-Marketingmaßnahmen haben heute eine große Bedeutung. Viele Gründer*innen und Startups konzentrieren sich sogar ausschließlich auf Online-Marketing. Aber auch traditionelles Offline-Marketing kann immer noch sehr wirkungsvoll eingesetzt werden. Hier findest du einen kleinen Überblick über die bekanntesten Marketingkanäle:

  • Werbespots in Fernsehen, Kino oder Radio
  • Plakate
  • Anzeigen in Zeitungen oder Magazinen
  • Flyer
  • Auftritte auf Fachmessen
  • Websites
  • SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertising)

Welche Marketingmaßnahmen für dein Business geeignet sind, hängt von vielen Faktoren ab. Es geht schon damit los, ob du an Unternehmen (B2B) oder an Verbraucher*innen (B2C) verkaufst. Die Motivation, das Kaufverhalten und die Kaufentscheidungen von B2B-Kund*innen sehen ganz anders aus als die von B2C-Kund*innen – das muss sich auch in deiner Marketingstrategie widerspiegeln.

Woher weiß ich, welche Marketingkanäle für mein Unternehmen richtig sind?

Der Erfolg deiner Strategie hängt maßgeblich davon ab, wie gut du deine Zielgruppe kennst. Der größte Fehler, den du als Gründer*in im Marketing machen kannst, ist, nicht zu wissen, wie und wo du deine Zielgruppe erreichst.

Gerade wenn du am Anfang stehst, ist es problematisch, einfach möglichst alle ansprechen zu wollen. Legst du deine Zielgruppe zu groß an, wird zielgerichtetes Marketing schwierig. Wenn du versuchst, alle anzusprechen, ist die Gefahr groß, dass sich am Ende niemand angesprochen fühlt.

Ein Beispiel: Wenn du gebrauchte Kameras an Hobby-Fotograf*innen verkaufst, haben die ganz andere Ansprüche als Profi-Fotograf*innen, die mit diesem Werkzeug ihr Geld verdienen. Angehörige beider Zielgruppen wollen vielleicht eine Kamera kaufen, aber ihnen sind ganz unterschiedliche Dinge wichtig, zum Beispiel ein niedriger Preis oder aber eine langjährige Herstellergarantie.

Fange also besser mit einer eng umrissenen Zielgruppe an und richte deine Marketingmaßnahmen konkret auf diese Zielgruppe aus. Definiere klare Ziele, damit du eindeutig messen kannst, welche Maßnahmen erfolgreich waren und welche nicht. Das ist die beste Methode, mit deinem Budget eine möglichst große Wirkung zu erzielen.

Diese Marketing­maßnahmen solltest du dir als Gründer*in genauer ansehen

Es gibt unzählige Beispiele für Marketingmaßnahmen – manche davon klingen wirklich verlockend. Aber als Gründer*in hast du wahrscheinlich kein wahnsinnig großes Budget zur Verfügung. Du willst wissen, welche konkreten Marketingkanäle dir schnell und möglichst günstig erste Resultate bringen? Dann sieh dir die folgenden Punkte an.

Marketing mit Social Media

Die sozialen Medien eignen sich wunderbar dazu, mit deiner Zielgruppe in Kontakt zu kommen. Wichtig ist hier, dass du Dinge postest, die deine potenziellen Kund*innen interessieren. Berichte nicht einfach über dich, dein Unternehmen oder dein Angebot. Konzentriere dich auf die Probleme, Wünsche und Ziele deiner potenziellen Kund*innen. Das gilt sowohl für Anzeigen als auch für normale Posts.

Gründerplattform-Tipp: Wenn du mehr über deine Zielgruppe herausfinden willst, tritt Gruppen bei, in denen diese Leute aktiv sind. Dann suchst du nach ganz konkreten Schlagworten und kannst nachlesen, was deine potenziellen Kund*innen zu diesem Thema schreiben. Greife diese Dinge in deinem Marketing auf.

Mit Inbound-Marketing zum Kundenmagneten werden

Inbound- und Content-Marketing sind in aller Munde. Und zwar vollkommen zu Recht. Die „alten“ Marketingmaßnahmen wie TV-Werbung sind einfach nicht mehr so effektiv wie früher. Kund*innen wollen heutzutage nicht mehr beschallt werden. Sie sind weniger empfänglich für die ganzen Werbebotschaften geworden, die jeden Tag an sie gerichtet sind.

Mit Content-Marketing drehst du den Spieß um. Du sorgst über kostenlose Inhalte dafür, dass deine potenziellen Kund*innen dich von ganz allein finden. Vielleicht kennst du diese Strategie auch unter dem Namen Permission-Marketing, Pull-Marketing oder magnetisches Marketing.

Gutes Content-Marketing kann zum Beispiel über einen Blog funktionieren, auf dem du regelmäßig wirklich wertvolle Artikel veröffentlichst, die deine potenziellen Kund*innen lieben werden – und die eine logische Vorstufe zu deinem Angebot sind. Wenn dir das Schreiben nicht liegt, kannst du auch einen Podcast starten, einen YouTube-Kanal bespielen oder einfach bei Social Media beginnen.

Gründerplattform-Tipp: Falls du dich für einen Blog entscheidest, denk daran, deine Artikel für Suchmaschinen zu optimieren. Mit der Zeit bekommst du auf diese Weise hochwertigen Traffic, der dir quasi „auf Autopilot“ immer neue Interessent*innen und Kund*innen bringt.

Wenn du eine Website hast, achte darauf, dass diese auf Conversion ausgerichtet ist, also darauf, dass neugierige Besucher*innen letztlich zu deinen Kund*innen werden. Frage dich im ersten Schritt: Was ist das Ziel meiner Website? Vielleicht willst du, dass potenzielle Kund*innen dir eine Kontaktanfrage schicken. Vielleicht willst du auch, dass sie sich für deinen Newsletter eintragen. Oder du willst, dass sie direkt Produkte aus deinem Online-Shop kaufen.

Wenn du den Fokus deiner Website darauf legst, dass die Besucher*innen zu Newsletter-Empfänger*innen oder Käufer*innen konvertieren – dass sich also deine Conversion Rate (CR) steigert –, nutzt du den Traffic, den du über deinen Blog, deinen Podcast oder deine Social-Media-Kanäle generierst, erst so richtig.

Sich über Gastartikel einen Namen machen

Gerade wenn du Freiberufler*in, Blogger*in oder Dienstleister*in bist, kannst du den Traffic von anderen Blogs und Websites wunderbar für dich nutzen. Dieser Schritt ist ideal, wenn du noch ganz am Anfang stehst.

Wenn du schon erste Versuche im Bloggen oder allgemein mit Content-Marketing unternommen hast, weißt du, dass es gar nicht so einfach ist, Aufmerksamkeit zu bekommen. Es gibt schließlich schier unendlich viel Content im World Wide Web.

Wenn du eine Website oder einzelne Landing Pages hast, die darauf ausgerichtet sind, deine Besucher*innen zu Kund*innen zu machen, also Traffic in Leads oder Sales zu verwandeln, kannst du die Reichweite von anderen Websites für dich nutzen. Und zwar, indem du Artikel für diese Blogs oder Magazine schreibst.

Achte darauf, dass du nur für Magazine und Blogs schreibst, die von Mitgliedern deiner Zielgruppe gelesen werden. Hier verfasst du ausführliche und gute Artikel, die den Leser*innen viel Mehrwert bieten. Unter jedem Artikel wirst du als Autor*in mit Link auf deine Website, deinen Blog oder deine Landing Page genannt.

Auf diese Weise kannst du es in kurzer Zeit schaffen, deine Bekanntheit zu steigern, neue Kund*innen zu gewinnen und dir einen guten Namen zu machen.

Lies hier mehr zum eigenen Unternehmensblog.

Person bloggt

Content-Marketing ist effektiv und nachhaltig, aber zunächst erst einmal aufwändig. Im Gegensatz dazu kannst du schon mit einem kleinen Budget Anzeigen in den gängigen Suchmaschinen schalten, um so dein Angebot sichtbar zu machen.

Besonders beliebt sind Anzeigen bei Google (im Rahmen des Search Engine Marketing, SEM), Facebook oder Instagram. Anders als bei dem Traffic, der über Suchmaschinenoptimierung (SEO) erreicht wird, zahlst du hier für die Klicks.

Diese Maßnahme bietet sich an, wenn du schnell Ergebnisse brauchst. Außerdem eignen sich Anzeigen bei Google, Facebook, Twitter oder Instagram wunderbar dazu, neue Angebote zu testen. Alles, was du brauchst, ist eine Landing Page, auf der du dein Angebot präsentierst – und schon kann es losgehen.

Pop-up-Store – die ideale Marketingmaßnahme für den Einzelhandel

Hast du ein Modelabel gegründet? Oder verkaufst du Produkte, die sich wunderbar in einem Regal machen würden? Dann könnte ein Pop-up-Store das Richtige für dich sein. Ein Pop-up-Store ist ein Laden, den es nur vorübergehend gibt. Zum Beispiel für einen Tag, eine Woche oder einen Monat.

Wichtig: Je kreativer, ausgefallener und aufregender dein Pop-up-Store, desto besser. Schließlich ist das Ziel, viel Aufmerksamkeit und Hype in kürzester Zeit zu erzeugen. Die Neugier zu wecken, ist ein wichtiger Aspekt bei dieser Strategie.

Pop-up-Stores sind für dich als Gründer*in ideal, weil du dich nicht für einen Mietvertrag auf mehrere Monate verpflichten musst. Du hast also die Gelegenheit, etwas zu testen, viel Aufmerksamkeit zu erregen und deine Umsätze anzukurbeln, ohne dass du eine große Verpflichtung eingehen musst.

Übrigens kann ein Pop-up-Store auch für dich interessant sein, wenn du dein Produkt sonst ausschließlich online vertreibst.

PR: Mit Pressearbeit größere Bekanntheit erlangen

Wie du die Reichweite anderer Blogs und Magazine für dich nutzen kannst, haben wir eben schon im Abschnitt zu Gastartikeln aufgezeigt. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch Public Relations (PR) – nur dass du bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Artikel nicht selbst schreibst. Du bringst Journalist*innen dazu, über dich, dein Angebot oder dein Business zu berichten.

Das schaffst du, indem du ihnen eine interessante Story bietest. Das tust du jedoch nicht mit irgendwelchen langweiligen Pressemitteilungen. Die landen meist direkt im digitalen Papierkorb der Redaktionen. Erzähle stattdessen eine spannende Geschichte: Zum Beispiel darüber, wie du auf dein Geschäftsmodell gekommen bist, woran du beinahe gescheitert wärst oder was dich persönlich von anderen in deiner Branche abhebt. Je besser deine Story, desto besser stehen deine Chancen auf eine Erwähnung.

Auch Kaltakquise per Post kann sich lohnen

Werbepost zu verschicken, klingt vielleicht erst einmal überholt. Aber genau darin liegt die Kraft dieser Marketingmaßnahme. Sie ist besonders interessant für Freiberufler*innen oder Dienstleister*innen. Statt eine Rundmail rauszuschicken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt im Gelöscht- oder sogar im Spam-Ordner landet, probiere es mal mit einem Brief.

Gehe darin auf das Problem potenzieller Kund*innen ein und mache deutlich, auf welche Weise du das Problem lösen kannst. Gute Vorbereitung ist hier besonders wichtig: Recherchiere im Vorfeld genau, an wen du den Brief schicken solltest. Fasse dich in selbigem kurz und komme direkt auf den Punkt. Viele Freiberufler*innen haben sich auf diese Weise einen kleinen, aber dafür umso treueren Kundenstamm aufgebaut.

Fazit: Marketing­maßnahmen für Gründer*innen wollen gut überlegt sein

Egal, ob du eine Apotheke, ein Café, ein Modelabel oder einen Online-Shop hast; ob du Freiberufler*in bist oder eine Personenmarke gegründet hast – wenn du nachhaltige Erfolge erzielen willst, brauchst du ein funktionierendes Marketing.

Wichtig dabei ist, dass du dich nicht verzettelst. Mache dir ganz klar, wie deine Zielgruppe aussieht und wo sich ihre Mitglieder aufhalten. Auf Facebook? Auf Instagram? Auf LinkedIn? Lesen sie Zeitung? Oder Blogs? Hören sie besonders gern Podcasts? Welche Themen interessieren sie? Sobald du all dies geklärt hast, kannst du damit anfangen, deine Marketingmaßnahmen genau auf deine potenziellen Kund*innen zuzuschneiden. Viel Erfolg!

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bhp