Getränkemarkt eröffnen

8 Erfolgsgeheimnisse für dein Geschäft

Allein in Deutschland gibt es zirka 83 Millionen Menschen und alle haben etwas gemeinsam: Sie müssen trinken. So scheint es also auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein, einen eigenen Getränkehandel zu eröffnen.

In der Tat kann diese Geschäftsidee aufgehen. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht: Es gibt zwar genügend Menschen, die täglich verschiedene Getränke nachfragen. Allerdings tummeln sich in Deutschland bereits viele große und kleine Getränkemärkte, die Wasser, Cola, Bier & Co. anbieten. Um da mitzuhalten, brauchst du eine richtig gute Strategie. Wie du das schaffst und welche acht Faktoren du dabei unbedingt beachten musst, liest du hier.

Der Businessplan für deinen Getränkehandel

Ein Businessplan ist immer die beste Basis für Gründer*innen. Das gilt natürlich auch, wenn du einen Getränkemarkt eröffnen willst – und vor allem gerade dann, wenn du eine hohe Anfangsinvestition tätigen musst. Du brauchst geeignete Räume, die eventuell noch umgebaut oder renoviert werden müssen, musst große Mengen Ware bestellen, Regale und Ladenmöbel kaufen, in Werbung für dein Geschäft investieren, Mitarbeiter*innen bezahlen. Da kommt einiges zusammen.

Wie die meisten Gründer*innen kannst du für deine Geschäftsidee wahrscheinlich nicht auf umfangreiche Ersparnisse zurückgreifen, die dir die Eröffnung deines Getränkemarkts komplett finanzieren. Hier bist du also auf Fremdkapital angewiesen. Spätestens jetzt kommst du um einen ausführlichen Businessplan nicht mehr herum. Denn Banken oder Investoren wollen sehen, dass dein Geschäftsmodell Hand und Fuß hat.

Nimm dir also die Zeit und schreibe einen soliden und ausführlichen Businessplan. Unsere praktische Businessplan-Vorlage hilft dir bei den ersten Schritten, sodass du direkt loslegen kannst.

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Franchise versus eigener Getränkemarkt

Bevor du deinen Getränkemarkt eröffnest, solltest du dir überlegen, ob du Teil einer großen Getränkemarktkette sein willst oder deinen ganz eigenen Getränkehandel betreiben willst. Beides hat Vor- und Nachteile. Für kleine, unabhängige Märkte ist es tatsächlich deutlich schwieriger, gegen die großen Getränkehändler zu bestehen. Aus diesem Grund sind auch ein Großteil der Getränkemärkte in Deutschland sogenannte Franchise-Märkte. Franchise bedeutet, dass du dich zwar mit einem Getränkemarkt selbstständig machst, aber dein Geschäft Teil einer großen Handelskette ist. Dieses Konzept bringt einige Vorteile mit sich:

  • Du hast einen erfolgreichen Partner mit viel Erfahrung an deiner Seite, der dir mit Know-how weiterhelfen kann.

  • Du profitierst von den Konditionen, die das Franchise-Unternehmen mit Getränkezulieferern ausgehandelt hat. Als unabhängiger Getränkemarkt wäre es deutlich schwieriger, profitabel zu arbeiten.

  • Du musst dir keine eigene Marke aufbauen, denn die besteht bereits.

  • Meistens musst du dich auch nicht selbst um Marketing-Aktionen kümmern, weil diese vom Franchise-Unternehmen selbst geplant und finanziert werden.

  • Je nach Vertragsumfang stellt dir dein Franchise-Partner die Ladenausstattung, eine Abrechnungs- bzw. Kassensoftware und weitere Arbeitsmittel zur Verfügung.

Einen Franchise-Markt zu eröffnen, heißt also für dich als Gründer*in, dass du das finanzielle Risiko für deinen Getränkemarkt minimierst. Gleichzeitig musst du aber einen Teil deines Umsatzes an den Franchise-Partner abgeben und kannst auch nicht frei über die Strategie und Aktionen in deinem Markt bestimmen.

Du interessierst dich grundsätzlich für Franchise? Dann probier unser kostenloses Tool aus. Nachdem du ein paar Fragen beantwortet hast, werden dir auf der Seite unseres Kooperationspartners FranchisePORTAL interessante Franchise-Geschäftsideen angezeigt.

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Willst du mit der Eröffnung deines Getränkemarkts lieber größtmögliche Unabhängigkeit erreichen, musst du dir über das finanzielle Risiko und den Aufwand, den du für Betrieb und Werbung investieren musst, im Klaren sein. Erarbeite dir deshalb zuerst eine sinnvolle und detaillierte Strategie. Du könntest zum Beispiel ausschließlich mit lokalen Getränkeanbieter*innen arbeiten und vielleicht sogar ein Exklusivrecht aushandeln. Oder du spezialisierst dich auf ein bestimmtes Getränk und bietest es in großer Auswahl an. Mit einem allgemeinen Sortiment wird es für dich in jedem Fall ein gutes Stück Arbeit, um neben Supermärkten und großen Ketten bestehen zu können.

Welche Formalitäten sind zu beachten?

Möchtest du einen Getränkemarkt eröffnen, musst du ein Gewerbe anmelden. Die gute Nachricht vorweg: Dafür musst du keinerlei spezielle Qualifikationen vorweisen, sodass der Aufwand relativ gering ist. Trotzdem wirst du einige Nachweise erbringen müssen – welche genau, hängt davon ab, welche Produkte du in deinem Getränkemarkt verkaufen willst.

Sollen beispielsweise alkoholische Getränke und auch Zigaretten zu deinem Sortiment gehören, brauchst du nachweisbare Kenntnisse im Bereich Jugendschutz. Hier musst du einen Nachweis über die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung bei der örtlichen IHK vorlegen. Bietest du zusätzlich Lebensmittel an, kann ein Nachweis des Gesundheitsamtes nötig sein. Die Anmeldung mit allen nötigen Unterlagen nimmst du beim zuständigen Gewerbeamt vor Ort vor.

Je nachdem, mit welcher Rechtsform du dein Unternehmen gründen willst, kann zusätzlich eine Eintragung im örtlichen Handelsregister nötig sein. Das ist dann der Fall, wenn du deinen Getränkehandel als UG, GmbH oder eingetragene*r Kaufmann/Kauffrau betreiben willst.

Auch für die Immobilie, in der du deinen Getränkehandel eröffnen willst, sind Formalia zu erfüllen. So brauchst du für mögliche Umbauarbeiten eine Genehmigung. Wichtig ist auch, dass deine Immobilie den Brandschutzanforderungen gerecht wird – sonst gibt es Probleme mit der Gewerbeaufsicht.

Außerdem musst du dir über Parkmöglichkeiten und sanitäre Anlagen Gedanken machen. Beides hängt von der Größe deines Getränkemarktes ab.

 

Ausgestellte Weinflaschen

Die 8 Schlüssel für deinen erfolgreichen Getränkemarkt

Hand aufs Herz: Eine Unternehmensgründung hält auch mit einer umsichtigen Planung Überraschungen bereit, die deinen Geschäftserfolg gefährden können. Damit du deinen Getränkemarkt auf starken Pfeilern gründest, die das Geschäft auch in schwierigen Zeiten stützen, gibt es acht Punkte, die du in jedem Fall bei der Gründung beachten und in deinem Businessplan festhalten solltest.

1. Die Immobilie

Es ist gar nicht so leicht, die richtige Immobilie für einen Getränkemarkt zu finden. Hier müssen nämlich sowohl die Fläche als auch der Preis stimmen.

Natürlich sollte die Verkaufsfläche groß genug sein, um das Getränkesortiment, das du verkaufen möchtest, ansprechend und erreichbar zu präsentieren. So sollen deine Kund*innen das Angebot gut überblicken und mit ihren Einkaufs- oder Transportwagen uneingeschränkt an die Ware herankommen können. Wie groß die Fläche mindestens sein sollte, hängt dabei stark von deinem Angebot ab. Bedenke dabei, dass du unter Umständen auch eine Lagerfläche brauchst, um die Getränke aufzubewahren.

Schließlich muss auch der Miet- oder Kaufpreis für deine Ladenimmobilie stimmen: Arbeitest du den größten Teil des Monats dafür, die monatliche Ladenmiete oder Rate zu zahlen, kann das in umsatzschwächeren Zeiten ein Fallstrick sein. Achte also auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Leistung.

2. Der Standort

Die Frage, wo du deinen Getränkehandel eröffnest, ist mindestens genauso wichtig, wie dein Produktsortiment. Damit deine Kund*innen keine weiten Wege auf sich nehmen müssen, um zu dir zu kommen, musst du auch die Lage deines Getränkemarktes gut auswählen: Ideal sind Standorte neben einem Supermarkt oder anderen Einkaufsmöglichkeiten. Dazu sind unter Umständen auch Parkplätze vor deinem Geschäft nötig.

Doch auch wenn du einen großen Parkplatz hast, solltest du darauf achten, dass dein Getränkemarkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Achte bei der Standortauswahl auch darauf, ob es schon andere Getränkemärkte in der Gegend gibt. Und wenn ja, welche das sind. Hebst du dich von ihnen mit deinem Angebot ab und kannst du mit den Preisen mithalten?

3. Die Positionierung

Wenn du dich gegen ein Franchise-Konzept und für einen unabhängigen Getränkehandel entscheidest, brauchst du eine klare Positionierung. Als unabhängiger Getränkehandel kannst du nicht die gleichen Mengen abnehmen wie die großen Ketten. Dadurch entstehen für dich höhere Preise bei der Getränkebeschaffung. Du musst die Getränke also teurer als andere verkaufen, aber damit verlierst du schnell deine Konkurrenzfähigkeit. Warum sollten die Kund*innen also bei dir mehr für ihr Wasser bezahlen?

Eine mögliche Strategie ist, eine Nische zu bedienen. Vielleicht gibt es in deinem Getränkemarkt nur Bio-Getränke? Oder du spezialisierst dich auf Bier und bietest auch unbekannte Marken an, die sonst nirgendwo zu bekommen sind? Nimm dir ausreichend Zeit und überlege dir ein gutes Alleinstellungsmerkmal, das es dir erlaubt, profitabel zu arbeiten.

4. Die Rechtsform

Willst du dich mit einem Getränkehandel selbstständig machen, kannst du zwischen verschiedenen Rechtsformen wählen. Wenn du keine Geschäftspartner*in hast, ist ein Einzelunternehmen eine Möglichkeit. Der Vorteil bei dieser Rechtsform ist, dass du kein Startkapital nachweisen musst. Außerdem ist der Gründungsprozess besonders unkompliziert. Aber: Falls du mit deinem Getränkemarkt scheiterst, haftest du sowohl mit deinem betrieblichen als auch mit deinem privaten Vermögen.

Wenn dir das zu heikel ist, ist eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) eine gute Alternative – auch als Einzelperson kannst du eine GmbH gründen. Eine UG (haftungsbeschränkt) kommt ebenfalls in Frage. Bei beiden Rechtsformen haftest du im Falle einer Pleite in der Regel nicht mit deinem privaten Vermögen.

5. Deine Zielgruppe

Ein wichtiger Faktor bei der Gründung eines Getränkemarktes ist deine Zielgruppe. Planst du, ausschließlich Privatpersonen zu deinem Kundenstamm zu zählen? Oder willst du noch andere Märkte bedienen? Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, auch Fassbier zu verkaufen und passend dazu Theken und Zapfanlagen zu vermieten. Oder du belieferst Veranstaltungen in deiner Stadt mit Getränken oder bist Getränke-Dienstleister*in für Büros oder Firmenveranstaltungen.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Umsatz zu steigern und verschiedene Zielgruppen zu bedienen. Finde heraus, was du anbieten willst und wo du deine Zielgruppe dafür findest.

6. Deine Mitarbeiter*innen

Spätestens wenn dein Getränkemarkt öffnet, brauchst du Mitarbeiter*innen. Schließlich kannst du nicht gleichzeitig kassieren, beraten, den Laden bestücken und mit Lieferant*innen verhandeln. Hinter den Kulissen ist ebenfalls viel zu tun: Marketing und Buchhaltung brauchen deine Aufmerksamkeit. Gerade in der Gründungsphase erledigen Gründer*innen oder Gründungsteams, um Kosten zu sparen, lieber alles selbst. Doch auf Dauer überlastest du dich und ggf. deine*n Gründungspartner*in damit. Also brauchst du fähige Mitarbeiter*innen, auf die du dich jederzeit verlassen kannst. Schaue dich rechtzeitig nach geeigneten Kolleg*innen um, die zu dir und deinem Geschäftskonzept passen.

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7. Umsatzschwankungen bedenken

In jedem Geschäft gibt es Zeiten, in denen der sprichwörtliche Rubel rollt und Zeiten, in denen die Kasse eher leer bleibt. Das kann von der Jahreszeit abhängig sein oder auch von anderen saisonalen Einflüssen. Eine Branchen-Analyse kann dir einen Überblick verschaffen, wie sich der Umsatz im Laufe eines Jahres verteilt. Mit diesem Wissen kannst du dir dann schon vor der Eröffnung deines Getränkehandels Gedanken darüber machen, wie du Umsatzschwankungen ausgleichst.

Vielleicht kannst du jahreszeitenabhängig bestimmte Marketing-Aktionen starten, die deinen Umsatz ankurbeln. Oder du nutzt saisonale Feste oder Ereignisse wie Fußballturniere, Straßenfeste oder Wochenmärkte dafür, auch neben deinem Kerngeschäft für Umsatz zu sorgen und so Flauten im Laden finanziell auszugleichen. Auch ein Zusatzsortiment mit Artikeln, die gut zu deinem Getränkesortiment passen, wie etwa herzhafte Knabbereien, Zigaretten, Grill- oder Picknickzubehör oder sogar Zeitschriften können dafür sorgen, Kund*innen in den Laden zu locken.

8. Die richtigen Partner

Nicht zuletzt gründest du deinen Getränkemarkt erfolgreich, indem du mit den richtigen Partnern zusammenarbeitest. Die sogenannten Schlüsselpartner können dir langfristig stabile Einnahmen sichern und dir auch als Gründer*in eines kleinen Getränkemarkts wichtige Vorteile bieten. So ist es beispielsweise denkbar, dass du eine Partnerschaft mit einem lokalen Getränkehersteller eingehst: Du vertreibst exklusiv die Produkte des/der Erzeuger*in in deinem Laden oder über dein Vertriebsnetzwerk und kannst so nicht nur die Preise mitbestimmen, sondern gleichzeitig ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gewinnen.

Gute Schlüsselpartner findest du aber nicht nur unter Getränkeherstellern: Auch Großabnehmer, wie etwa Möbelhäuser, Einkaufsgeschäfte mit Gastro-Angebot oder Gastronomiebetriebe können gute Partner sein. Auch durch eine Partnerschaft mit Arztpraxen, Bauunternehmen oder Büros kannst du dir ein solides Partnernetzwerk aufbauen.

Fazit: Erfolgreich einen Getränkemarkt eröffnen

Du siehst, dass es viele Aspekte zu berücksichtigen gilt, wenn du einen Getränkehandel eröffnen willst – von der Entscheidung, ob unabhängig oder als Franchisenehmer*in über die Produktpalette deines Geschäfts bis hin zur passenden Marketingstrategie. Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Eine hilfreiche Informationsquelle sind hierbei auch Personen, die bereits mit einem Getränkemarkt selbstständig sind. Frag sie nach ihren Erfahrungen und nach Tipps für deine Gründung. So bekommst du die ungeschönte Wahrheit und kannst sogar von ihren Fehlern in der Gründungsphase lernen.

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bhp