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  • Entwickle komplett kostenlos einen Businessplan mit schlüssigem Finanzteil.
  • Wir helfen dir, nichts zu vergessen und Fehler zu vermeiden.
  • Frage nach bei Familie, Freunden oder Profis, was du noch verbessern kannst.

Businesspläne von echten Unternehmer*innen

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  • Schau dir Businesspläne an, mit denen echte Unternehmer*innen Finanzierungs- und Förderpartner überzeugt haben.
  • Lass dich inspirieren von Formulierungen aus den echten Plänen.

Businessplan-CheckUp

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  • Wir führen dich Schritt für Schritt durch alle Kalkulationen.
  • Ein Überblick zeigt dir entscheidende Kennzahlen und wie eine Bank darauf schauen wird.
  • Auch Text, Aufbereitung und Aufbau deines Businessplans werden kostenlos digital vorgeprüft.

Kostenlos einen Businessplan schreiben mit der Gründerplattform

Wenn du dein Geschäftsmodell sorgfältig durchdacht und getestet hast, steht als Nächstes das Schreiben des Businessplans auf dem Programm.

Einen Businessplan (oder auch: Geschäftsplan) brauchst du zumindest dann, wenn du Geldgeber suchen musst. Er macht aber auch Sinn für dich persönlich, um zu erkennen, wie du dein Unternehmen am besten aufbaust.

Aus der Beratung von Tausenden von Gründungswilligen wissen wir, dass die meisten viel zu lange brauchen, um aus ihrer Geschäftsidee einen bankfertigen Businessplan zu machen. Die Ursachen sind fast immer dieselben: Sie verheddern sich auf der Suche nach einer geeigneten Vorlage, verbringen viel zu viel Zeit damit, aus verschiedenen Textdateien und Tabellen einen einheitlichen Plan zu basteln und verlieren spätestens im Zahlenteil jede Orientierung.

Das muss nicht sein! Auf der Gründerplattform findest du endlich ein anerkanntes Businessplan-Tool, das dich beim Schreiben deines Businessplans unterstützt – bedienungsfreundlich, kostenlos und sicher. Ganz gleich, ob du einen Friseursalon eröffnen oder ein innovatives Startup gründen, eine Firma übernehmen oder dich nebenberuflich selbstständig machen möchtest: Unsere Businessplan-Hilfe ist dank der einfachen Nutzerführung und der praktischen Verknüpfung von Zahlen- und Textteil für jedes Gründungsvorhaben geeignet.

Digitale Assistenten erleichtern die Finanzplanung, einfache Leitfragen führen dich durch die Kapitel und praxiserprobte Businesspläne von echten Unternehmen dienen dir als Inspiration. Auf der Gründerplattform findest du alles, was du brauchst, um einen wirklich guten Businessplan zu schreiben.

Also, hör auf im Internet zu suchen. Fang einfach an zu schreiben und starte dein Unternehmen!

So arbeitest du mit der Gründerplattform an deinem Businessplan

Vielen Gründer*innen graut es davor, ihren Businessplan zu schreiben, weil sie glauben, dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Um ihnen diese Angst zu nehmen, haben wir das „Paket Businessplan“ aufgeschnürt und in viele handliche Portionen unterteilt. Arbeite dich einfach von Kapitel zu Kapitel vor. So machst du schnell Fortschritte und kannst innerhalb weniger Tage einen überzeugenden Businessplan vorlegen, der alle Fragen zu deiner Gründung schlüssig beantwortet.

Bevor wir auf die einzelnen Inhalte eingehen, stellen wir dir zunächst alle Hilfsmittel vor, die dich beim Schreiben deines Businessplans auf der Gründerplattform unterstützen.

Gliederung

Jeder gute Businessplan braucht eine klare und sinnvolle Struktur. Im Internet kursieren diverse Aussagen darüber, wie ein Businessplan aufgebaut sein sollte. Kein Wunder, dass viele Gründer*innen verunsichert sind: Brauche ich ein Kapitel „SWOT-Analyse“? Was sind die wichtigsten Kennzahlen? Und wohin mit meinem Marketingkonzept?

Wir haben die Gliederung für unsere Businessplan-Hilfe gemeinsam mit allen wichtigen Akteuren der Gründungsförderung in Deutschland erarbeitet und abgestimmt. Wenn du unser Tool benutzt, kannst du also sicher sein, dass dein Businessplan später von allen akzeptiert wird. So kannst du dich voll und ganz auf die Inhalte konzentrieren, ohne je den roten Faden zu verlieren.

Unsere Businessplan-Gliederung wird von Banken und Arbeitsagenturen akzeptiert

Ob du die Gliederung von Anfang bis Ende durcharbeitest oder mit den Abschnitten anfängst, die dir am leichtesten fallen, bleibt dir überlassen. Durch einfaches Klicken auf das jeweilige Kapitel in unserer Übersicht kannst du ganz leicht in deinem Businessplan hin- und herspringen.

Leitfragen

Für jedes Kapitel deines Businessplans haben wir einfache Leitfragen formuliert. Deine Aufgabe besteht nur darin, diese Fragen nacheinander zu beantworten. So entsteht Stück für Stück ein vollständiger Businessplan.

Einfache Leitfragen, wie hier zum Thema Vertrieb und Kommunikation, führen dich durch deinen Businessplan

Wenn du bereits dein Geschäftsmodell mit der Gründerplattform erarbeitet hast, werden dir einige der Leitfragen bekannt vorkommen. Während es bei deinem Geschäftsmodell allerdings darum ging, so kurz wie möglich die zentralen Gedanken zusammenzufassen, darfst du in deinem Businessplan ruhig etwas ausführlicher werden.

Verknüpfung mit deinem Geschäftsmodell

Apropos Geschäftsmodell: Selbstverständlich kannst du alle deine Notizen zum Geschäftsmodell in den jeweiligen Kapiteln deines Businessplans abrufen und sie als Grundlage für deinen Businessplan heranziehen.

Dein Geschäftsmodell ist die Basis für deinen Businessplan

Hier zahlt sich deine Arbeit der letzten Wochen aus. Denn je intensiver du dich im Vorfeld mit deinem Geschäftsmodell auseinandergesetzt hast, desto leichter wird es dir fallen, daraus einen ausformulierten Businessplan zu machen.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

Wir haben dafür gesorgt, dass dein Businessplan nicht nur inhaltlich stimmig wird, sondern auch ein ansprechendes Layout bekommt. Du brauchst dich also um die Formatierung von Text, Tabellen und Grafiken nicht zu kümmern. Klicke am Ende einfach auf Drucken und dein Plan wird in ein druckfertiges PDF-Dokument konvertiert.

Nach Wunsch kannst du das vorgegebene Layout individuell anpassen: Du kannst zum Beispiel die Schriftgröße und -art ändern, Text auf verschiedene Weise hervorheben oder Seitenumbrüche beliebig hinzufügen. So wird dein Businessplan genauso individuell wie deine Gründung.

Um deinen Businessplan anschaulicher zu machen, hast du in allen Abschnitten die Möglichkeit, den Text durch Bilder und Grafiken zu ergänzen. Du kannst sie direkt von deinem PC oder Mobilgerät hochladen und in den Textteil einfügen.

Screenshot Media Upload

Mit Bildern und Grafiken wird dein Businessplan besonders anschaulich.

Ob ein Foto von deinem Produkt, ein Grundriss von deinem Laden oder ein Screenshot von deinem Online-Shop – immer, wenn ein Bild „mehr sagt als 1000 Worte“, solltest du von dieser Funktion Gebrauch machen.

Keine Angst vor dem weißen Blatt: Von echten Vorbildern lernen

Auf der Gründerplattform bekommst du die seltene Chance, Einblick in echte Businesspläne zu nehmen, die erfolgreich finanziert und umgesetzt wurden. Solltest du mal nicht weiterkommen, kannst du einfach nachlesen, was andere Unternehmer*innen zu dem Thema geschrieben haben, an dem du gerade sitzt.
Ihre Businesspläne mögen nicht in allen Punkten perfekt sein, aber sie haben funktioniert – und nur darauf kommt es an!

Screenshot Businessplan Beispiel

Auf der Gründerplattform kannst du in echten Businessplänen nachlesen, was andere Selbstständige geschrieben haben.

Digitale Assistenten für die Finanzplanung

Der Finanzteil wird zu Recht als das Herzstück eines Businessplans bezeichnet, weil er schonungslos offenbart, ob eine Geschäftsidee wirtschaftlich tragfähig ist oder nicht. Er ist zugleich der Teil, der meist die größten Schwierigkeiten bereitet. Um Abhilfe zu schaffen, haben wir mehrere digitale Zahlen-Assistenten programmiert, mit denen du deine Finanzdaten auf solide Füße stellen kannst.

Screenshot Betriebsausgaben 1

Mit den digitalen Assistenten der Gründerplattform wird die Finanzierung zum Kinderspiel.

Allgemeingültige Werte, wie den Mehrwertsteuersatz oder die Höhe der Lohnnebenkosten, haben wir für dich schon eingegeben, damit du einen groben Anhaltspunkt hast. Sollten diese Zahlen in deinem Fall abweichen, hast du die Möglichkeit, sie anzupassen.

Verbindung von Text- und Finanzplan

Ein besonderer Vorteil unserer Businessplan-Hilfe besteht darin, dass du Textteil und Finanzplan ganz leicht miteinander verzahnen kannst. In jede Textpassage kannst du über die Menüs „Tabelle“ oder „Diagramm“ die passende Darstellung aus der Finanzplanung einfügen.

Screenshot Diagram

Mit der Businessplan-Hilfe der Gründerplattform kannst du auf Knopfdruck eine Verbindung zwischen Text und Zahlen erstellen.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, du willst einen Schuhladen eröffnen. Du rechnest, wie alle Existenzgründer*innen, mit steigenden Umsätzen: Während du anfangs nur fünf Paar Schuhe pro Woche verkaufst, soll der Absatz innerhalb der ersten sechs Monate auf durchschnittlich fünfzig Paar steigen. Die Begründung für diese Entwicklung muss der Textteil liefern, wo du ausführlich beschreibst, warum du davon ausgehst, dass du deine Verkäufe steigern kannst. Die Zahlen findet man aber gewöhnlich erst weiter hinten, im Finanzteil. Das ist nicht sehr lesefreundlich. Mit einem Diagramm, das deine Umsatzerlöse abbildet, kannst du schon im Textteil verdeutlichen, wie sich das erwartete Verhalten der Zielgruppe konkret auf dein Gründungsvorhaben auswirkt.

Die Option, Zahlen- und Textteil mit nur einem Klick zu verknüpfen, löst das typische Problem vieler Gründer*innen, die nämlich in Wahrheit nicht einen, sondern zwei Businesspläne schreiben: Während sie im ersten ihre Idee, ihre Zielgruppe und ihren Markt schildern, geht es im zweiten um Zahlen und Tabellen. Rund wird das Ganze aber erst, wenn beides zusammengeht.

Mit anderen teilen

Für alle, die im Team gründen oder sich Unterstützung beim Schreiben ihres Businessplans holen wollen, gibt es die Funktion, den Businessplan mit anderen zu teilen. So könnt ihr gemeinsam an einem Dokument arbeiten – ganz egal, wo ihr euch gerade aufhaltet.

Screenshot Teilen

Du kannst deinen Businessplan mit anderen teilen, um gemeinsam daran zu arbeiten.

Lade einfach deine Team-Mitglieder ein, mit dir über die Gründerplattform am Businessplan zu arbeiten – und ihr steht nie wieder vor dem Problem, an mehreren Versionen gleichzeitig zu sitzen, die kein Mensch mehr zusammenbringt.

Verschiedene Szenarien durchrechnen

Um die Chancen und vor allem die Risiken einer Gründung beurteilen zu können, bietet es sich an, verschiedene Szenarien zu entwickeln und zu vergleichen. Was passiert, wenn die Einnahmen sich nicht so positiv entwickeln, wie erwartet – oder viel besser? Was wäre, wenn die marktüblichen Preise plötzlich in den Keller gingen oder sich die Rohstoffe verteuerten? Wie viel Geld müsstest du mindestens einnehmen, um deinen Laden über Wasser zu halten – und wann wäre es Zeit, die Reißleine zu ziehen?

Wenn du auf diese Fragen eine plausible Antwort geben kannst, überzeugt das nicht nur deine Investoren und Förderer – du gewinnst damit vor allem für dich selbst eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Du kannst auf der Gründerplattform ganz einfach mehrere Szenarien durchrechnen, indem du im „Schreibtisch“ deinen Businessplan duplizierst und die Zahlen entsprechend anpasst.

Businessplan-Check

Wenn du Zweifel hast, ob dein Werk dem kritischen Blick einer Bank oder der Arbeitsagentur standhalten wird, kannst du die zentralen Punkte deines Businessplans vorher grob überprüfen lassen. Unser eingebauter Businessplan-Check funktioniert nach dem Ampelsystem: Grün zeigt an, dass du in diesem Punkt alles richtig gemacht hast, gelb bedeutet „Hier ist noch Luft nach oben“ und rot heißt „Stopp! Schau dir das besser nochmal an.“

Liquidität, Rentabilität, Finanzierungsbedarf und Eigenkapital – auf diese Zahlen werden deine Geldgeber als Erstes schauen. Deshalb werden sie von unserem Check automatisch überprüft.

Die anderen Aspekte, die unser Businessplan-Check bewertet, beziehen sich auf die Lesbarkeit und die Nachvollziehbarkeit deines Businessplans: Visualisierung, Einsatz von Tabellen und Verständlichkeit.

Feedback einholen

Der Businessplan-Check ersetzt natürlich keinen echten Leser. Wenn dein Businessplan so gut wie fertig ist, du aber noch unsicher bist, ob er wirklich plausibel und nachvollziehbar ist, kannst du dir über die Gründerplattform Feedback von Freunden, deiner Familie oder auch von Profis holen.

Screenshot Feedback

Die Einschätzung von Gründungsprofis, die du über die Gründerplattform einholst, ist für dich immer kostenlos.

Vielleicht findet sich sogar ein Businessplan-Wettbewerb in deiner Region, der zu deiner Gründungsidee passt. Dann solltest du diese Chance wahrnehmen! Die Gründungsplattform macht dir die Teilnahme so einfach wie möglich.

Darauf kommt es beim Businessplan-Schreiben an

Du hast jetzt die Hilfsmittel kennengelernt, die dir auf der Gründerplattform zur Verfügung stehen. Im Folgenden wollen wir uns die Inhalte näher anschauen, die einen guten Businessplan ausmachen.

In deinem Businessplan beschreibst du deine Geschäftsidee von Anfang bis Ende, und zwar so, dass auch andere ihre wirtschaftliche Machbarkeit nachvollziehen können. Du legst dar, was du wo an wen und zu welchen Preisen verkaufen willst, ab wann deine Firma rentabel ist und wie viel Geld du brauchst, um die Zeit bis dahin zu überbrücken.

Viele glauben immer noch, man schreibe den Businessplan für die Bank. Doch das ist ein Irrtum. In erster Linie schreibst du ihn für dich selbst. Schließlich haben nicht nur deine Kreditgeber ein Interesse daran, die Zukunftsaussichten deines Vorhabens abschätzen zu können, sondern auch und vor allem du selbst. Denn das größte Risiko liegt immer bei dir selbst.

Wir wissen auch, dass kein Businessplan später 1:1 umgesetzt wird, denn Rahmenbedingungen ändern sich und wir können nun mal nicht in die Zukunft schauen. Aber ein guter Businessplan bietet dir gerade in der unübersichtlichen Anfangsphase viel Orientierung. Er ist wie ein Kompass für den Aufbau deines Unternehmens.

Außerdem - und dieser Aspekt wird oft unterschätzt: Das Schreiben verhilft dir zu einem tiefen Verständnis deines Unternehmens. Du erkennst die zentralen ökonomischen Größen und verstehst besser, wie sie zusammenhängen. Das hilft dir später, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

„Man nehme...“– Was gehört in einen guten Businessplan?

1. Zusammenfassung

Die Zusammenfassung, auch als Executive Summary bezeichnet, steht immer am Anfang des Businessplans und enthält kurz und knapp alle relevanten Informationen zu deiner Gründung. Eine Seite, allerhöchstens zwei, sollten genügen, um vorab die wichtigsten Fragen zu beantworten und Appetit auf mehr zu machen.

Screenshot Leitfragen 2

Die Zusammenfassung ist quasi dein „Unternehmens-Pitch“, also deine Kurzvorstellung - nur eben in schriftlicher Form. Stelle darin in wenigen Sätzen dar

  • Was du vorhast,
  • Was das Besondere daran ist
  • Warum es klappen wird
  • Warum du der oder die Richtige dafür bist

Außerdem wollen deine Finanzierungspartner natürlich wissen, was du von ihnen willst. Formuliere deshalb am Ende dieses Abschnitts klipp und klar, worum es dir geht, zum Beispiel mit folgendem Satz: „Für die Umsetzung meiner Geschäftsidee benötige ich einen Kredit in Höhe von xy Euro“.

Auch wenn die Zusammenfassung am Anfang deines Business- oder Geschäftsplans steht, solltest du sie erst am Ende schreiben, wenn du deine Geschäftsidee in allen Details zu Papier gebracht hast.

2. Geschäftsidee

Im zweiten Abschnitt beschreibst du den Kern deiner Geschäftsidee, also dein Angebot, den Kundennutzen und die zentralen Kernfähigkeiten, die diesem Nutzen dienen.

2.1 Angebot

Hier konkretisierst du die Produkte oder Dienstleistungen, die du deinen Kunden anbietest. Hebe besonders hervor, was daran neu und besonders ist.

Wenn du mehrere Produkte oder Dienstleistungen anbieten willst, konzentriere dich auf die wichtigsten.

Bevor du dich vor lauter Begeisterung in den Details verlierst, versetze dich in die Lage deiner Leser*innen und mach dir klar, welche Punkte aus ihrer Sicht interessant sind. Das werden weniger die technischen Feinheiten sein als das ökonomische Potenzial deines Angebots. Denk auch daran, dass du nicht für ein Fachpublikum schreibst. Erkläre so einfach wie möglich, worum es geht (das gilt vor allem für technische Innovationen). Stell dir in Gedanken vielleicht deine Oma oder deinen Onkel vor, der du das alles erklärst: Wenn sie es verstehen würden, könnten es wahrscheinlich auch andere.

2.2 Nutzen

Der Kundennutzen sollte immer im Mittelpunkt deiner Überlegungen stehen! Nur wenn du klarmachen kannst, dass du mit deinem Angebot das Leben deiner Kunden besser (also einfacher, schöner, lustiger, gesünder oder was auch immer) machst, wird dein Unternehmen am Markt bestehen können. Deine Aufgabe ist es, eine überzeugende Antwort auf die Frage zu finden, warum die Leute dein Angebot kaufen werden.

Vergiss nicht zu erwähnen, wie du zu dieser Annahme gekommen bist: Hast du mit Mitgliedern deiner Zielgruppe gesprochen oder sie beobachtet? Hast du ihnen einen Prototyp vorgestellt? Oder kannst du vielleicht sogar schon auf erste Kunden verweisen?

2.3 Kernfähigkeiten

Deine Kernfähigkeiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Nutzen, denn es sind die Fähigkeiten, die du brauchst, um dein Nutzenversprechen zu erfüllen. Welche davon bringst du schon mit und welche musst du dir noch aneignen? Wie wirst du dabei vorgehen? Wirst du zum Beispiel eine Fortbildung machen oder Leute mit ins Boot holen, die dich perfekt ergänzen?

Wenn ihr im Team gründet, sind natürlich die Fähigkeiten des ganzen Teams gefragt.

3. Vertrieb & Wettbewerb

Unter Vertrieb werden alle Maßnahmen verstanden, die notwendig sind, damit dein Angebot deine Kunden erreicht. Deine Vertriebsstrategie richtest du an der Zielgruppe und am Markt aus.

3.1 Kunden

Was weißt du über die Zielgruppen, die dein Angebot kaufen werden? Beschreibe sie so genau wie möglich. Dabei sind nicht nur die Eigenschaften, die unmittelbar im Bezug zu deinem Angebot stehen, von Belang. Fasse den Blick weiter: Wo leben deine Kunden, wie viel Geld steht ihnen zur Verfügung, in welcher Lebensphase befinden sie sich? Welche Gewohnheiten haben diese Leute, wo informieren sie sich, was ist ihnen wichtig und vor allem: Wovon werden ihre Kaufentscheidungen beeinflusst? Alle diese Informationen brauchst du, um deine Vertriebs- und Kommunikationsstrategie festzulegen.

Wenn du schon erste Aufträge in Aussicht hast, wird das deine Geldgeber natürlich begeistern. Gehe in deinem Text darauf ein, was das für Auftraggeber sind und wie du sie akquiriert hast.

Beschreibe unbedingt auch, wie du zu deinen Erkenntnissen über deine Zielgruppe gekommen bist: Hast du Interviews geführt, Statistiken ausgewertet oder Beobachtungen gemacht? Gehörst du vielleicht selbst zur Zielgruppe, weil ein persönliches Problem den Ausschlag für deine Gründung gegeben hat?

3.2 Vertrieb und Kommunikation

Üblicherweise setzen Unternehmen auf mehrere Vertriebs- und Kommunikationswege, um ihr Angebot zu vermarkten. Beschreibe in deinem Businessplan, für welche du dich entschieden hast und warum.

Diese Aspekte spielen bei der Wahl der optimalen Vertriebswege eine Rolle:

  • Die Art der Produkte oder Dienstleistungen
  • Die Erwartungen, Gewohnheiten und Wünsche deiner Zielgruppen
  • Die Strategien der Konkurrenz

Ob du auf direkten oder indirekten Vertrieb setzt, deine Produkte über einen eigenen Laden oder einen Onlineshop vertreibst oder ob du gleich ein ganzes Franchisesystem aufziehst – Hauptsache, du kannst deine Entscheidung gut begründen. Auch deine geplante Marketingstrategie und deine Maßnahmen zur Kundenbindung gehören in diesen Teil deines Businessplans.

Manche Dinge erscheinen uns so selbstverständlich, dass wir nicht mehr darüber nachdenken. Deine Website gehört vermutlich dazu: Natürlich brauchst du eine. Aber welche Funktionen erfüllt sie in deiner Vertriebs- und Kommunikationsstrategie und wie? Ähnliches gilt für die Außengestaltung deines Ladens oder Restaurants: Wie wird dein Schild aussehen, welche Farbe bekommt die Fassade? All das klingt banal, aber es entscheidet mit darüber, ob ein Passant deinen Laden betritt oder daran vorbeigeht. Deshalb solltest du über diese Punkte auch in deinen Businessplan schreiben.

3.3 Markt und Wettbewerb

Wer eine Firma gründet, sollte sich intensiv mit dem Markt auseinandergesetzt haben, in den er oder sie einsteigen will.

Beschreibe in deinem Businessplan, um welchen Markt es sich in deinem Fall handelt, wie groß dieser Markt ist, wie er sich entwickelt, wann eine Sättigung erreicht wäre und welche Eintrittshürden bestehen. Lege auch deine Unternehmensziele dar: Willst du Marktführer werden oder eine bestimmte Marktnische besetzen?

Informationen für die Marktanalyse findest du u.a. in Branchenberichten von Kammern oder Verbänden, beim Statistischen Bundesamt oder in Fachzeitschriften. Auch Gespräche mit Branchenfachleuten sind eine gute Datenquelle.

Schaue dir anschließend den Wettbewerb genauer an: Welche Konkurrenzprodukte gibt es? Wer sind deine engsten Konkurrenten und was bieten sie zu welchen Preisen an? Was kannst du besser als sie und worin sind sie dir überlegen?

Um dich nicht zu verzetteln, solltest du dich auf etwa sieben konkurrierende Firmen beschränken. Die benötigten Informationen findest du in Branchenverzeichnissen (z.B. in den Gelbe Seiten) oder auf den Websites der einzelnen Unternehmen.

Wenn du bei deiner Gründung auf Laufkundschaft angewiesen bist, bietet es sich an, vor Ort zu recherchieren und die umliegenden Geschäfte, die mit dir konkurrieren, einfach abzuklappern.

Deine Wettbewerbsanalyse ist die Grundlage für deine Positionierung. Je besser es dir gelingt, dich von der Konkurrenz abzuheben, desto leichter wird es dir fallen, eine treue Stammkundschaft aufzubauen und dich auf deinem Zielmarkt zu behaupten. Trau dich ruhig, die bestehenden Regeln deiner Branche auf den Kopf zu stellen, aber verliere darüber nie deine Zielgruppe aus dem Blick: Deine Lösung muss aus ihrer Sicht den marktüblichen Lösungen überlegen sein.

4. Team & Partner

Für viele Investoren und Kreditgeber sind die Gründerperson oder das Gründerteam wichtiger als die Geschäftsidee. Ein geflügeltes Wort besagt, dass man in Teams investiert, nicht in Ideen. Deshalb hat ein Kapitel über den/die Gründer*in und die Partner einen festen Platz in jedem Businessplan.

4.1 Gründer*in und Team

Deine Unterstützer wollen natürlich wissen, ob du die nötigen Qualifikationen und Fähigkeiten hast, um deine Geschäftsidee umzusetzen. Kennst du dich in der Branche aus? Hast du betriebswirtschaftliches Know-how? Und bist du den Belastungen der Selbstständigkeit gewachsen? Um das zu belegen, zählen nicht allein Zertifikate und Abschlüsse, sondern vor allem auch praktische Erfahrungen.

Wenn du gemeinsam mit anderen gründest oder Personal einstellen wirst, gelten diese Fragen natürlich für das gesamte Team. Beschreibe, wer welche Aufgaben übernimmt und wie ihr euch ergänzt.

Bring in diesem Abschnitt unbedingt auch deine Motivation zum Gründen zum Ausdruck und lass erkennen, dass du weißt, worauf du dich einlässt und dass du dich der Herausforderung gerne stellst.

4.2 Werte

Jedes Unternehmen steht für bestimmte Werte. Sie sind das Gerüst, welches dafür sorgt, dass ein Team auch in schweren Zeiten zusammenhält und Veränderungen meistert. Für welche Werte soll dein Unternehmen stehen? Was ist dir wichtig?

4.3 Schlüsselpartner

Mit Schlüsselpartnern meinen wir andere Firmen oder Selbstständige, auf deren Zusammenarbeit du angewiesen bist.

Eine Partnerschaft bringt viele Vorteile: Man kann Ressourcen gemeinsam nutzen, Kosten sparen oder seinen Einfluss erhöhen. Viele moderne Gründungsansätze, wie das „Gründen in Komponenten“ von Günter Faltin oder die Lean-Startup-Bewegung, basieren auf der Überzeugung, dass eine Existenzgründung schneller, einfacher und flexibler gelingt, wenn so viele Teilleistungen wie möglich ausgelagert, d.h. an Partner übertragen werden.

Beschreibe in diesem Kapitel, welche Akteure für eine Kooperation in Frage kommen, welche Aufgaben du ihnen übertragen wirst und welchen Vorteil beide Seiten aus der Kooperation ziehen. Wenn du schon Kontakte hast, erwähne sie.

Lieferanten, die du jederzeit wechseln könntest, sind in dieser Betrachtung keine Partner. Aber wenn es weit und breit nur eine Firma gibt, die dir z.B. ein zentrales Bauteil liefern kann, dann hat sie den Partnerstatus verdient.

5. Unternehmen

Im fünften Abschnitt deines Businessplans beschreibst du, wie dein Unternehmen aufgebaut und die Produktion organisiert werden soll.

5.1 Produktion (Kernaktivitäten)

Die Produktion umfasst alle Schritte, die notwendig sind, damit deine Kunden dein Angebot nutzen können. Nicht nur die eigentliche Herstellung gehört dazu, sondern auch die Beschaffung der Rohstoffe, die Verpackung der Ware, der Transport, der Verkauf und das Marketing. Die Schritte, die du dabei selbst übernimmst, können als deine Kernaktivitäten bezeichnet werden.

Auch wenn du etwas verkaufst, das man gar nicht anfassen kann, sprechen wir von Produktion. Als Berater*in „produzierst“ du die Beratung deiner Auftraggeber, als Grafiker*in das Layout einer Broschüre und als Friseur*in einen neuen Haarschnitt.

Wenn du deine Produktion skizzierst, solltest du dich wieder auf den Lean-Startup-Gedanken besinnen: Überlege und begründe, welche Arbeitsschritte am besten bei dir selbst aufgehoben sind und welche von anderen übernommen werden können. Gehe auch darauf ein, wie deine Konkurrenten ihre Produktion organisieren. Vielleicht gelingt es dir, dich durch eine clevere Produktionsstrategie von ihnen abzuheben und dir dadurch eine stärkere Marktposition zu erarbeiten.

5.2 Standort

Jede Gründung hat andere Ansprüche an den Standort. Wenn du einen Onlineshop aufbauen willst, brauchst du eine stabile Internetverbindung und Lagerhallen, die von Post- und Lieferdiensten gut angefahren werden können. Ein Café ist auf eine belebte Nachbarschaft und viel Laufkundschaft angewiesen. Eine freiberufliche Grafikerin braucht vielleicht nicht mehr als ihren Computer und einen Schreibtisch in einer anregenden Bürogemeinschaft.

Beweise in diesem Teil deines Geschäftsplans, dass du die Anforderungen an den Standort für deine Gründung kennst und lege dar, wie du den optimalen Standort finden willst. Beziehe nicht nur den geografischen Ort mit ein, sondern auch die konkreten Räumlichkeiten: Wie groß müssten sie sein, wie müssten sie ausgestattet sein und welche behördlichen Auflagen bestehen?

Wenn du schon Räumlichkeiten für deine Gründung ins Auge gefasst hast, solltest du sie genau beschreiben (am besten mit Bildern und Grundrissen). Erläutere in deinem Businessplan auch, welche Baumaßnahmen ggf. noch notwendig sind, wie teuer sie werden und welche Möglichkeiten der Standort bietet, falls deine Firma wachsen und mehr Platz brauchen sollte.

5.3 Rechtsform & Vorschriften

Hier geht es zum einen um die Rechtsform deines Unternehmens, die Auswirkungen auf die Eigentumsverhältnisse, die Besteuerung, die Entscheidungsfindung und die Risikoverteilung im Unternehmen hat. Zum anderen geht es um die gesetzlichen Bestimmungen, denen deine Gründung ggf. unterliegt: Welche Zulassungen brauchst du und welche behördlichen Vorgaben musst du bei der Umsetzung deiner Geschäftsidee beachten?

5.4 Risiken

In deinem Businessplan geht es nicht um Schönfärberei, sondern darum, die Chancen und Risiken deines Unternehmens realistisch auszuloten. Indem du die größten Gefahren für deine Gründung benennst und gleichzeitig Strategien aufzeigst, wie du ihnen begegnen willst, beweist du, dass du dich mit allen Aspekten umfassend auseinandergesetzt hast und nicht blauäugig in die Selbstständigkeit startest.

Das sind typische Risiken, an denen Existenzgründungen scheitern:

  • Die Akquise ist schwieriger als erwartet, weil die Zielgruppe den Vorteil deines Angebots nicht erkennt
  • Kunden sind nicht bereit, den geforderten Preis zu zahlen
  • Die Konkurrenz ist stärker als gedacht
  • Lieferanten fallen plötzlich aus
  • Kunden bezahlen ihre Rechnungen nicht.

Manchmal können sich auch die Rahmenbedingungen einer ganzen Branche so dramatisch und schnell verändern, dass kaum Zeit bleibt, sich darauf einzustellen. Wie flexibel könnte dein Betrieb auf eine solche Situation reagieren?

Beschreibe in deinem Businessplan einige typische Worst-Case-Szenarien und wie du dich darauf vorbereiten willst.

6. Finanzen

Ein schlüssiger Finanzplan ist das A und O bei der Gründung eines Unternehmens. Deine Finanzierungspartner wollen genau wissen, welche Investitionen nötig sind, woher das Geld kommen soll und wie gut die Aussichten stehen, dass dein Betrieb sich langfristig trägt.

6.1 Ertragsquellen/Umsatz

In diesem Abschnitt beschreibst du, womit deine Firma Geld verdient und wie sich die Einnahmen im Laufe der ersten drei Jahre voraussichtlich entwickeln. Wie viele Einheiten verkaufst du im ersten Monat, wie viele im zweiten und wie viele im 18.? Die Finanzplan-Assistenten der Gründerplattform helfen dir bei der Kalkulation.

Normalerweise sind die Umsätze anfangs noch sehr überschaubar, steigern sich aber mit der Zeit. Um diese Entwicklung darzustellen, kannst du zwischen einer linearen und einer stufenweisen Umsatzsteigerung wählen. Anschließend kannst du die Umsätze monatsweise per Hand anpassen, wenn dein Geschäft saisonalen Schwankungen unterliegt, was sehr häufig der Fall ist.

Denk dran: Deine Angaben zur Umsatzentwicklung sollten nicht deinem Wunschdenken entspringen, sondern auf begründeten Annahmen basieren. Wenn du zum Beispiel einen Onlineshop eröffnest, musst du begründen können, warum du am Anfang jede Woche nur zehn Bestellungen hast und ein halbes Jahr später über hundert am Tag.

Für deinen Finanzplan ist aber nicht nur relevant, wie viel Geld du für den Verkauf deiner Produkte oder Leistungen bekommst, sondern auch, wann und wie das Geld fließt, also ob deine Kunden in Vorkasse gehen, deine Produkte im Abo beziehen oder ein Zahlungsziel von 30 Tagen haben.

Außerdem ist in diesem Abschnitt Platz, um deine Preiskalkulation offenzulegen. Auf welchen Annahmen beruhen deine Preise und wie verhalten sie sich gegenüber der Konkurrenz? Es gibt gute Gründe, deutlich über oder auch unter den marktüblichen Preisen zu liegen – vergiss nur nicht, sie in deinem Businessplan zu erwähnen.

6.2 Kosten

b) Fixkosten fallen immer an, selbst wenn du in einem Monat überhaupt nichts verkaufst. Personalkosten und Mieten sind klassische Fixkosten.

Sie werden auf der Gründerplattform über den Assistenten „Betriebsausgaben“ erfasst.

Screenshot Betriebsausgaben 2

Mit dem Assistenten zur Erfassung deiner Betriebsausgaben kannst du deine Fixkosten berechnen.

Wenn du deine variablen Kosten erhöhen und gleichzeitig deine Fixkosten senken kannst, reduzierst du dein unternehmerisches Risiko. Gleichzeitig wird deine Gewinnmarge pro verkaufte Einheit kleiner.

6.3 Privat

Auch deine privaten Ausgaben sind für deinen Businessplan ausschlaggebend, denn dein Unternehmen soll ja nicht nur sich selbst tragen, sondern auch deine Existenz sichern. Wie hoch müsste dein Einkommen sein, damit du alle Lebenshaltungskosten für dich und deine Familie damit bestreiten kannst?

Dein Unternehmergehalt sollte realistisch kalkuliert und weder zu hoch noch zu niedrig ausfallen. Ist es zu hoch, fragen sich deine Förderer zurecht, ob sie dein Luxusleben finanzieren wollen. Ist es zu knapp bemessen, müssen sie davon ausgehen, dass du früher oder später in Existenznöte gerätst.

Mit unserem Entnahmeplaner kannst du alle deine privaten Ausgaben erfassen, von den Aufwendungen für Lebensmittel über die jährliche Fernreise bis zur Krankenversicherung. Vergiss nicht, auch die Einkommenssteuer abzuziehen, die du auf deine Privatentnahmen bzw. dein Unternehmergehalt zu zahlen hast.

Deinen privaten Ausgaben stellst du deine privaten Einnahmen gegenüber. Wenn du zum Beispiel nebenbei noch in Teilzeit angestellt bist, trägst du dein Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit hier ein. Auch Mieteinnahmen oder Unterhaltszahlungen für deine Kinder gehören hierher.

Wichtig für alle, die mit ihrem Businessplan einen Gründungszuschuss beantragen wollen: Dieser Zuschuss zählt nicht zu den Erlösen deines Unternehmens, sondern wird als privates Einkommen erfasst. Erkundige dich am besten im Vorfeld bei der Arbeitsagentur, ob du den Gründungszuschuss in deinem Businessplan schon einplanen sollst oder nicht.

Noch ein Hinweis: Nur bei der Gründung von Personengesellschaften wird das Gründergehalt als Privatentnahme erfasst. Bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG) wird es stattdessen als Geschäftsführergehalt bei den Personalausgaben eingeplant.

6.4 Kapitalbedarf & Finanzierung

In diesem Abschnitt deines Finanzplanes berechnest du, wie viel Geld du brauchst, um dein Unternehmen zu gründen, und du sagst, wo es herkommen soll.

Der Kapitalbedarf setzt sich zusammen aus

  • den Investitionen,
  • den Gründungskosten,
  • der Liquiditätsreserve
  • und dem Geld, das du brauchst, um die Anlaufphase zu überstehen.

Ihm stehen dein Eigenkapital und eventuelle Sacheinlagen gegenüber (zum Beispiel Maschinen, Computer oder Fahrzeuge, die du in dein Unternehmen einbringst). Für die Differenz benötigst du eine Finanzierung.

Bei der Planung deiner Finanzierung kannst du über den Assistenten der Gründerplattform jede Geldeinlage, jeden Kredit und jeden Kontokorrentkredit (Dispo) getrennt erfassen. Sie werden automatisch in der Übersicht „Finanzierung“ für die ersten drei Jahre nach deiner Existenzgründung zusammengefasst.

Screenshot Finanzierungstabelle

Eine Finanzierung über Bankkredite ist in Deutschland der übliche Weg bei einer Firmengründung. Daneben gibt es eine Reihe von öffentlichen Programmen, die Existenzgründer*innen bestimmte Fördermittel zur Verfügung stellen. Informationen dazu erhältst du bei der KfW, oder natürlich bei deiner Hausbank.

6.5 Rentabilität

Die Rentabilität gilt als eine der aussagekräftigsten Kennzahlen für den Erfolg eines Unternehmens. Sie stellt alle zu erwartenden Ausgaben den Einnahmen gegenüber und gibt an, was nach Abzug aller Ausgaben von den Erlösen übrig bleibt.

Wenn du deinen Finanzplan mit der Gründerplattform erstellst, wird die Rentabilität deines Unternehmens anhand deiner bisherigen Angaben automatisch für die ersten drei Jahre nach dem Start berechnet.

Natürlich wäre es wünschenswert, so früh wie möglich schwarze Zahlen zu schreiben. Das ist jedoch gar nicht so einfach – schließlich müssen der Markteintritt bewältigt und erhebliche Anfangsinvestitionen gestemmt werden. Das wissen auch deine Förderer und verzeihen im Allgemeinen eine negative Rentabilität in den ersten ein bis zwei Jahren – vorausgesetzt, der Trend ist positiv und das Erreichen des berühmten Break-Even absehbar.

Der Weg vom Minus ins Plus gelingt typischerweise durch mehrere Etappen und Meilensteine, die du in deinem Businessplan erwähnen solltest. Deine Finanzierungspartner werden es zu schätzen wissen, wenn du ihnen sagen kannst,

wann du das erste Mal einen operativen Gewinn einfährt (also vor Abzug kalkulatorischer Kosten, wie z.B. Abschreibungen),

ab wann dein Betrieb in der Lage ist, die Abschreibungen zu erwirtschaften (schließlich musst du eines Tages deine Maschinen oder Computer ersetzen)

und wann der Tag kommt, an dem dein Business ausreichend Profit abwirft, um deine privaten Lebenshaltungskosten zu tragen und den Kapitaldienst zu leisten (Zinsen plus Tilgung).

6.6 Liquidität

Mit der Liquiditätsplanung berechnest du, ob du zu jedem Zeitpunkt genug Geld auf deinem Konto hast, um deinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Ein anderes Wort für Liquidität ist Zahlungsfähigkeit.

Mangelnde Liquidität ist eine der häufigsten Ursachen für eine Insolvenz. Wenn du deine Rechnungen nicht mehr begleichen, keine Waren nachbestellen oder deine Leute nicht mehr bezahlen kannst, hilft es dir auch nichts, wenn du üppige Gewinne in Aussicht hast. Deshalb ist die Planung der Liquidität fast noch wichtiger als die Rentabilitätsvorschau und sollte mit größter Sorgfalt vorgenommen werden.

Deine Zahlungsfähigkeit steht und fällt mit deiner Umsatzplanung (s.o.). Entwickeln sich deine Umsätze nicht annähernd so positiv, wie von dir vorhergesagt, bricht auch deine Liquidität schnell zusammen.

Eine typische Fehlerquelle in Sachen Liquidität sind die Steuern. Viele Existenzgründer*innen sehen etwa die noch nicht ans Finanzamt gezahlte Mehrwertsteuer als Liquiditätsreserve an. Tu das bitte nicht. Das Geld gehört dir nicht, nur weil es noch auf deinem Konto liegt! Und das Finanzamt hat mit säumigen Steuerzahlern nicht viel Geduld.

7. Anhang

In den Anhang kommen alle Unterlagen, die deine Aussagen belegen oder weiterführende Details zu deiner Geschäftsidee enthalten. Alle Daten und Kalkulationen, die dein*e Leser*in braucht, um dein Business zu verstehen, gehören in den Hauptteil.

Das kommt in den Anhang:

  • Tabellarischer Lebenslauf (max. 2 Seiten)
  • Zeugnisse (soweit sie für das Gründungsvorhaben relevant sind)
  • Qualifikationsnachweise und Zertifikate
  • Patente
  • Produktbezeichnungen/Datenblätter
  • Verträge, Vertragsentwürfe, Kooperationsvereinbarungen
  • Bei geplanten (Um-)Baumaßnahmen: Grundbucheinträge, Pläne, Kostenvoranschläge
  • Eigenkapital-Nachweise (Konto- oder Depotauszüge, private Darlehen)
  • Genehmigungsnachweise (Betriebserlaubnis, Konzessionen)
  • Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (falls erforderlich)

Genug der Theorie!
Leg los

bhp