Geschäftsmodell
03.08.2018

Firmennamen finden: So geht‘s

Der Erfolg eines jeden Unternehmens beginnt mit einem guten Namen. Dabei kann selbst die beste Geschäftsidee scheitern, wenn der Firmenname nicht markant, einprägsam und stimmig ist. Zudem muss der gewählte Name auch die gewünschte Kundengruppe ansprechen und im optimalen Fall Rückschlüsse auf den Unternehmenszweck zulassen. Bei all diesen Anforderungen ist es klar, dass Gründer*innen oftmals nicht wissen, wie sie den idealen Firmennamen finden können. Doch ist das Finden eines neuen Namens wirklich so schwierig? Welche Tools können dich bei der Namenssuche unterstützen? Gibt es Möglichkeiten, den Erfolg eines Firmennamens vorab zu testen? Das klären wir nachfolgend.

Was zeichnet einen guten Firmennamen aus?

Ein guter Firmenname ist immer einzigartig, einfach auszusprechen und harmoniert mit den Gewohnheiten der gewünschten Zielgruppe. Im besten Fall ist der Name so kurz und markant, dass er Kunden schon nach kurzer Zeit gut im Gedächtnis bleibt und Assoziationen mit dem Unternehmenszweck erzeugt. Dabei sollten ungewöhnliche Schreibweisen genauso vermieden werden wie Akronyme, die der Kundschaft nichts bedeuten. Zusätzlich muss der gewählte Name einfach auszusprechen sein und im Ausland funktionieren. Ein mehrsilbiger deutscher Name mag in den Anfangsjahren, wenn sich das Unternehmen nur auf den deutschsprachigen Raum fokussiert, Sinn machen und erfolgreich sein. Bei einer Expansion ins Ausland kann der Name jedoch zu einem Problem werden und die Weiterentwicklung des Unternehmens hemmen.

Schlussendlich muss der gewünschte Name natürlich verfügbar sein und sollte möglichst nicht auf bestimmte Produktlinien oder Standorte des Unternehmens referenzieren, da sich sowohl das Sortiment als auch die Niederlassungen des Startups über die Jahre verändern können.

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Wie können Gründer*innen den richtigen Firmennamen finden?

Bei der Namensfindung kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen, aber auch auf die Hilfe von dienstleistenden Unternehmen oder Tools zurückgreifen. Besonders Dienstleister haben den Vorteil, dass sie für dein Unternehmen nicht nur einen passenden Firmennamen finden, sondern auch stimmige Firmenlogos und Abkürzungen gestalten. So kannst du innerhalb kürzester Zeit mit diesem Teil deiner Corporate Identity aufwarten. Die angebotenen Services sind in der Regel jedoch mit hohen Kosten verbunden und für viele Gründer*innen besonders in der Anfangsphase ganz einfach nicht realisierbar.

Ein geeigneter Firmenname kann jedoch auch ganz einfach selbst gefunden werden. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Namensgeneratoren, die aus einigen Schlüsselwörtern neue und ähnliche Wortkombinationen erstellen, etwa den Firmennamen-Generator oder den Startup Company Name Generator. Hilfreich für den Start kann auch Wordoid sein, wo in mehreren Sprachen entweder komplett erfundene Wörter entstehen oder auf Basis eines Keywords noch Buchstabenkombinationen angehängt werden. Dabei kann die Buchstabenanzahl gewählt werden. Die beschriebenen Funktionalitäten sind kostenlos, jedoch gibt es weiterführende kostenpflichtige Angebote (z.B. Reservierung einer Domain).

Auch wenn die Ergebnisse meist nicht direkt übernommen werden können, bieten sie dir dennoch viele frische Ideen und können so wichtige Impulse geben, um den perfekten Namen zu finden.

Firmennamen finden: Mit fünf Schritten zum Erfolg

Das Finden eines neuen Firmennamens ist ein kreativer Prozess, der sich jedoch sehr gut strukturieren und in einzelne Schritte unterteilen lässt. Daher haben wir nachstehend die wichtigsten fünf Schritte für dich zusammengefasst, damit sich auch deine Geschäftsidee dank des perfekten Firmennamens schnell und profitabel am Markt etablieren kann.

Schritte zum Firmennamen

Schritt 1: Definition des Unternehmenszwecks und des idealen Kunden

Ein guter Firmenname lässt immer Rückschlüsse auf den Unternehmenszweck zu und spricht zudem die gewünschte Zielgruppe an. Daher ist es wichtig, dass du dir vorab genau überlegst, welchen Zweck dein Unternehmen hat, warum es existiert und was dein Alleinstellungsmerkmal ist. Zusätzlich kann dir auch eine genaue Definition deiner idealen Kundschaft dabei helfen, einen exzellenten Namen für dein Startup zu finden. Im Zuge dieses Prozesses ist es hilfreich, sich die Kunden*innen-Eigenschaften ganz einfach auf ein Blatt Papier zu notieren. Dabei sind neben demografischen Merkmalen wie Alter, Einkommen oder Wohnort auch persönliche Charakteristiken wichtig. Probiert deine ideale Kundschaft beispielsweise gerne neue Dinge aus, ist sie sportlich, spontan, abenteuerlustig oder eher kostenbewusst und konservativ?

Schritt 2: Datenanalyse

Nachdem du deinen Unternehmenszweck sowie deine Idealkundschaft skizziert hast, kannst du die vorhandenen Daten analysieren und dir darüber Gedanken machen, welche Gefühle du damit weckst. Es macht dabei einen Unterschied, ob das Unternehmen eine professionelle und seriöse Zielgruppe ansprechen soll oder ob Kunden vielleicht viel eher einen modernen und hippen Namen erwarten. Alles in allem muss das Paket aus Unternehmenszweck, Firmenname und Zielgruppe immer stimmig sein, damit der Einstieg in den gewünschten Zielmarkt zu einem vollen Erfolg wird.

Schritt 3: Brainstorming

Das Finden des passenden Namens kann oftmals frustrierend sein, weil favorisierte Ideen im Verfeinerungsprozess komplett vom Tisch fallen können. In diesem Zusammenhang kann ein Brainstorming helfen, schnell neue Ideen zu generieren und so wichtige Impulse zu liefern. Das Brainstorming funktioniert dabei besser im Team, sodass du eine Session am besten mit deinen Kollegen oder Freunden durchführst. Es sind dabei für einen vorab fest definierten Zeitraum alle Ideen erlaubt und jegliche Art von Kritik ist während des Brainstormings verboten.

Schritt 4: Erstellung einer engeren Auswahlliste

Nach dem Brainstorming kannst du die Ergebnisse evaluieren und dir auch direkt Feedback zu den unterschiedlichen Vorschlägen holen. Danach muss die Namensliste so aufbereitet werden, dass nur noch die aussichtsreichsten Namen auf der Liste stehen. Diese können dann evaluiert und bewertet werden. Einige mögliche Bewertungskriterien sind beispielsweise:

  • Ist der Name einfach zu schreiben und auszusprechen?
  • Harmoniert der Name mit dem Unternehmenszweck und der Zielgruppe?
  • Ist der Name noch frei oder verletzt er bestehende Markenrechte?
  • Kann der Name auch in anderen Ländern eingesetzt werden?

All jene Namen, die mit den Bewertungskriterien korrelieren, sollten in die engere Auswahl genommen werden. Danach kannst du dich entweder sofort für einen Namen entscheiden oder bei Unsicherheit weiteres Feedback einholen.

Schritt 5: Validierung

Wenn dein neuer und einzigartiger Firmenname feststeht, muss dieser am Markt getestet werden. Es geht dabei einerseits darum, wie du dich selbst mit dem Namen fühlst und andererseits auch darum, welche Gefühle der Name bei der gewünschten Zielgruppe auslöst. Eine kurze Umfrage innerhalb der Community oder auch persönliche Interviews können dir dabei helfen, Vertrauen in den Namen zu gewinnen oder auch dazu führen, dass du den Namen noch einmal adaptierst.

Hilfreiche Tipps rund um die Namensfindung

Bevor du dich auf einen Namen festlegst, musst du überprüfen, ob der Name keine Markenrechtsverletzungen nach sich ziehen könnte und auch, ob der Name die gesetzlichen Bestimmungen einhält. So muss eine eingetragene Gesellschaft immer die jeweilige Rechtsform im Firmennamen führen. Bei Personengesellschaften, wie beispielsweise einer OHG, muss zumindest der Nachname des Eigentümers Teil des Firmennamens sein. Schlussendlich lohnt es sich auch, den Firmennamen als geschützte Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen zu lassen. Eine Eintragung ist immer auf eine bestimmte Zeitdauer begrenzt und kostet nur wenige hundert Euro. Dieser Rechtsschutz sichert dir jedoch zu, dass kein anderer Unternehmer deinen neuen Firmennamen benutzen darf.

Fazit

Einen guten Firmennamen zu finden zählt zu den spannendsten Aufgaben und ist zudem einer der wichtigsten Meilensteine in der Gründungsphase. Dabei ist das Fixieren eines markanten und einprägsamen Namens gar nicht so schwierig, sofern du ein paar Dinge beachtest. Nutze deine Kreativität oder lass dich von deinen Kunden oder Geschäftspartnern inspirieren. Die Möglichkeiten sind schier unendlich, und wenn du die Namenssuche mit Spaß und Enthusiasmus startest, wirst du womöglich selbst erstaunt sein, welch tolle Ideen und Einfälle innerhalb kürzester Zeit entstehen.

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bhp