Herz und Stetoskop

Das Geschäftsmodell von Ada Health

Ada Health: Der Symptom-Checker
Menschen wollen wissen, welche Krankheit hinter ihren Symptomen steckt. Also googeln sie danach. Aber Dr. Google weiß nicht wirklich eine Antwort. Ada Health will genau dort helfen: Das Unternehmen nennt sich selbst nur Symptom-Checker, mit dem Menschen ihre Symptome im Krankheitsfall beschreiben können, um dann mögliche Diagnosen mit entsprechenden Handlungsempfehlungen zu bekommen. Und dies nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch auf Suaheli und Rumänisch, da es das Gesundheitswesen in den Ländern verbessern will, die nicht so ein ausgebautes wie Deutschland haben.

Ada Health hat einen starken "Kundennutzen", wenn das Unternehmen es wirklich schafft, aus der Beschreibung von Symptomen eine zuverlässige Diagnose zu stellen. Dabei macht Ada Health aber auch deutlich, dass die Maschine einen Arzt nicht ersetzt. Nichtsdestotrotz ist die potenzielle Anzahl an Nutzer*innen enorm. Denn die Zielgruppe von Ada Health sind alle Menschen, die mit einem Smartphone umgehen können. Jeder Mensch wird im Laufe des Lebens krank und kann in diesem Fall von einem Symptom-Check durch die künstliche Intelligenz profitieren – und das ohne Wartezeit! 

Ada Health hat somit ein starkes "Nutzenversprechen"– aber kann das Unternehmen sein Nutzenversprechen auch einlösen? Von außen sieht man bei Ada Health nur die App, sprich das "Angebot" für Endkunden, mit der man seine Symptome beschreiben kann. Die App funktioniert aber nur so gut, da hinter der App eine von Menschen aufgebaute Datenbank mit tausenden Krankheitsbildern und dazugehörigen Symptomen steckt. Dieses medizinische Know-how in Form einer Datenbank ist eine der "Kernfähigkeiten", die Ada Health auch für andere Angebote, wie z. B. eine App für Ärzt*innen oder in Entwicklungsländern, nutzen kann. Die große Frage ist, ob Menschen einer App ihre komplette Krankheiten anvertrauen wollen.

Alles auf einen Blick
Das Geschäftsmodell von Ada Health

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Was können andere lernen?
Ada Health ist ein Deep-Tech-Unternehmen, das mittels Hightech ein hoch relevantes Problem der Menschheit lösen möchte: Die richtige Diagnose möglichst einfach zu bekommen. Solch eine Diagnosemaschine kann man nicht einfach anhand von Trainingsdaten durch künstliche Intelligenz hochziehen und dann mit viel Marketingaufwand in den Markt drücken. Dafür braucht es tiefes medizinisches und IT-Wissen, um das menschliche Wissen strukturiert in Datenbanken zu übertragen. Dafür brauchen die Gründer*innen einen langen Atmen und Investoren, die an sie glauben. 

Es wird deutlich, dass man auch mit dem besten Produkt ein großes Standvermögen haben muss – gerade dann, wenn der Einstieg in heikle Märkte gewagt wird. Das Hantieren mit Gesundheitsdaten gehört definitiv dazu. Somit muss also einerseits eine Form der Akzeptanz an den Tag gelegt werden, die berücksichtigt, dass Kunden länger brauchen als erwartet, da sie selbst für diese Lösung noch nicht bereit sind. Andererseits bedarf es Investoren, die einen über einen langen Zeitraum unterstützen.

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