Nie wieder Büro? Vorteile, Risiken und Ideen zur Selbstständigkeit von zuhause aus

Ideen für die Selbstständigkeit von zuhause aus

Du denkst darüber nach, dich selbstständig zu machen und von zuhause aus zu arbeiten – es fehlt allerdings noch an der zündenden Geschäftsidee? Dann lass dich von uns inspirieren! Die berufliche Unabhängigkeit ist schließlich zu verlockend, um sich nicht wenigstens einmal mit ihr auseinandergesetzt zu haben. Ein Unternehmen zu gründen bedeutet aber auch, mit klarem Kopf bestimmte Risiken einzugehen und die Komfortzone der Festanstellung zu verlassen.

In diesem Artikel möchten wir dir die Vorteile und Fallstricke des Arbeitens von zuhause aus aufzeigen sowie auf mögliche Businessideen für haupt- und nebenberufliche Selbstständigkeit eingehen.

Selbstständig zuhause arbeiten: Die Vorteile

Eigener Chef zu sein, ist schon eine schöne Sache. Ob du dich erst einmal nebenberuflich selbstständig machst, um auszuloten, wie gut deine Idee funktioniert, oder ob du alles auf eine Karte setzt und dich direkt hauptberuflich in die Selbstständigkeit begibst: Gerade das Home-Office macht die selbstständige Arbeit mitunter zu einer recht angenehmen Angelegenheit, wie folgende Punkte beweisen:

  • Flexibilität: Du machst einfach das, was du willst – wann du willst. Okay, ganz so einfach ist es natürlich nicht. Dennoch redet dir kein*e Chef*in in die Arbeit rein, du musst keine Meetings ab- und keinen Dresscode einhalten. Setz dich einfach in deinen gemütlichsten Schlabberklamotten an den Rechner und fang mit der Arbeit an. Im Grunde hast du immer Gleitzeit!
     
  • Keine Fremdbestimmung: Du teilst dir deine Arbeit selbst ein. Natürlich setzen dir deine Auftraggeber auch Deadlines und du wirst ab und an darum gebeten, einen Job möglichst kurzfristig zu erledigen. Und auch als Gründer*in eines Online-Shops kannst du abhängig sein, beispielsweise von Lieferanten. Allerdings gibst du die Rahmenbedingungen vor.
     
  • Kurzer Arbeitsweg: Vom Bett gleich an den Schreibtisch – selbstständig von zuhause aus arbeiten macht’s möglich. Wer schon einmal in einem vollen Pendlerzug oder auf der Autobahn im Stau gestanden hat, wird zu schätzen wissen, sich nicht jeden Morgen mit Wind, Wetter und den lieben Mitmenschen herumschlagen zu müssen. Und Zeit ist Geld: Durch den wegfallenden Arbeitsweg kannst du direkt loslegen und hast effektiv mehr Zeit zum Geldverdienen – wenn du denn willst. Ebenfalls schön: Du sparst dir die Fahrtkosten für Auto oder Bahn.
     
  • Geringe Kosten: Das hängt natürlich davon ab, was genau du machen möchtest. Allerdings sind für viele selbstständige Tätigkeiten von zuhause aus nur wenige Dinge wirklich notwendig. Dazu gehören meist ein Rechner und stabiles Internet. Besitzt du ein Laptop, ist noch nicht einmal ein Schreibtisch nötig – auf Dauer ist der allerdings deutlich angenehmer, als vom Sofa aus zu arbeiten. Die Buchhaltung, der du nicht komplett wirst entgehen können, kannst du mit einschlägigen Softwareprogrammen erledigen – ebenfalls kein großer Kostenpunkt.
Person sitzt auf couch und tippt am Laptop

Selbstständig im Home-Office: Das solltest du beachten

Bevor du dich freudig in die Selbstständigkeit stürzt, gilt es, einige Dinge zu berücksichtigen – wäre ja auch zu schön, wenn alles so einfach wäre. Folgende Punkte solltest du bedenken, um selbstständig von zuhause aus arbeiten zu können:

  • Anlaufphase: Bis dein Geschäft floriert oder die Idee Früchte trägt, kann es unter Umständen eine Weile dauern. Wirf also nicht die Flinte ins Korn, wenn sich nicht sofort Erfolg einstellt – meist gibt es eine gewisse Anlaufphase, die das Ganze braucht, um in Schwung zu kommen. Setze dir aber trotzdem eine Deadline, bis zu der sich deine Geschäftsidee als tauglich erweisen sollte. Das Gute: Fängst du erst einmal nebenberuflich an, kannst du das Business danach immer noch hauptberuflich aufziehen – wenn es denn gut läuft.
     
  • Das Konzept: Um das Risiko abschätzen zu können, solltest du ein Konzept erarbeitet haben. Eine gewisse Planung lässt sich also leider nicht vermeiden – so schön auch die Idee ist, es mit der Selbstständigkeit einfach mal zu probieren. In unserem Gründerplattform-Ratgeber “Geschäftsmodell entwickeln” haben wir hilfreiche Tipps zu diesem Thema für dich zusammengefasst. Ebenfalls helfen kann dir unsere Businessplan-Vorlage.
     
  • Zeitaufwand: Der Schein trügt manchmal etwas, denn auch die (nebenberufliche) Selbstständigkeit erfordert einiges an Zeit- und Arbeitsaufwand. Mal eben nebenher wirst du das meiste nicht schaffen. Und gerade weil du von zuhause aus arbeitest, wirst du versucht sein, auch in deiner Freizeit das ein oder andere zu erledigen – schließlich hast du es ja nicht weit zur Arbeit. Klar: Von nichts kommt nichts. Aber die Work-Life-Balance solltest du nicht außer Acht lassen.
     
  • Erlaubnis des Arbeitgebers: Möchtest du selbstständig von zuhause aus arbeiten, das aber nebenberuflich machen, dann frage deinen Arbeitgeber um Erlaubnis. Denn: Gehört deine selbstständige Tätigkeit zur selben Branche wie dein Hauptjob, könnte dein*e Chef*in berechtigte Einwände an deinem Nebenerwerb haben. Schließlich würdest du womöglich mit ihm um Aufträge konkurrieren.
     
  • Steuererklärung: Deine neuen Einkünfte interessieren natürlich auch das Finanzamt. Du musst eine Steuernummer beantragen und dich unter Umständen auch um die Themen Gewerbesteuer und Umsatzsteuer kümmern. Möchtest du mit Auftraggebern aus dem europäischen Ausland zusammenarbeiten, brauchst du außerdem eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID).
     
  • Optional: Gewerbe anmelden: Dies ist nicht für jede Art von Tätigkeit nötig –  Freie Berufe unterliegen dieser Pflicht beispielsweise nicht. Möchtest du dein Geld dagegen mit dem An- und Verkauf von Waren verdienen, giltst du als Gewerbetreibende*r und benötigst dafür einen Gewerbeschein. Ob du als Freiberufler*in oder als Gewerbetreibende*r eingestuft wirst, kannst du im Zweifel einfach mit deinem Finanzamt klären – tatsächlich erhält man telefonisch oder vor Ort auch ohne Termin Auskunft. Also keine Scheu, dort einfach nachzufragen.

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Ideen zur Selbstständigkeit von zuhause aus

Deine Möglichkeiten sind vielfältig. Natürlich ist nicht jede Option, die wir dir hier vorstellen, genau die richtige für dich – manche verlangen ein bestimmtes Mindset oder gewisse Vorkenntnisse, die nun mal nicht jede*r mitbringt. Doch wenn du dich ein wenig mit diesen Geschäftsideen beschäftigst, entdeckst du womöglich etwas für dich.

Wage die ersten Schritte in die Selbstständigkeit von zuhause aus beispielsweise als:

  • Texter*in/Autor*in: Wenn du dich gut auszudrücken vermagst, weißt, was Recherche bedeutet, und zudem auch komplizierte Sachverhalte verständlich erklären kannst, ist der Job als Texter*in oder Autor*in womöglich das Richtige für dich. Alles, was du dafür benötigst, sind entsprechende Sprachkenntnisse, einen Rechner und natürlich Auftraggeber*innen. Deine ersten Honorare kannst du auf einschlägigen Texter-Plattformen verdienen – besser dran bist du jedoch mit festen Kunden, die du natürlich erst akquirieren musst. Die Spezialisierung auf ein Themengebiet hilft dabei, dir einen Namen zu machen. Bist du besonders gut in Rechtschreibung, Grammatik und Semantik, kannst du auch darüber nachdenken, als Lektor*in zu arbeiten.
     
  • Blogger*in: Was ist der Unterschied zum Texten? Dass du deinen Content kostenlos zur Verfügung stellst und das Geld mit Werbung verdienst – beispielsweise Affiliate-Links auf deiner Homepage oder in deinem Blog. Dafür benötigst du allerdings auch eine treue Leserschaft. Bist du als Blogger*in auf ein Thema spezialisiert, könntest du so auch dein eigenes Nischenprodukt verkaufen.
     
  • Selbstgemachtes verkaufen: Ob Schmuck, Textilien oder Basteleien: Du musst dich nicht auf den Wochenmarkt stellen, um dein Talent für kreatives Basteln gewinnbringend umzusetzen. Verkaufe die Produkte einfach online! Dafür brauchst du noch nicht einmal deinen eigenen Shop – entsprechende Portale erledigen das gegen eine Provision für dich und verfügen über die nötige Reichweite.
     
  • E-Learning: Hilfe zur Selbsthilfe wird immer beliebter. Warum also dein Wissen nicht zu Geld machen und davon leben? Du brauchst lediglich einen Kurs, den du dann online zum Kauf anbietest. Der sollte natürlich gut ausgearbeitet sein und einen echten Mehrwert zur Weiterbildung bieten. Auch hier existieren bereits Plattformen, die dich mit deinen potenziellen Kunden connecten.
     
  • Influencer*in: Du würdest dich als authentisch, sympathisch und stets am Puls der Zeit beschreiben? Dann verdiene dein Geld als Influencer*in! Im Grunde besteht dein Job darin, deinen Follower*innen etwas zu verkaufen – das muss allerdings kein Produkt sein: Manche werden dir einfach folgen, weil du etwas Interessantes zu erzählen hast. Mit einer ausreichend großen Anhängerschaft kannst du dann beispielsweise über Sponsored Content ein Einkommen generieren.

Gründerplattform-Tipp: Als Solopreneur*in arbeiten

Beim Begriff „Solopreneurship“ handelt es sich nicht um eine spezielle Geschäftsidee, sondern um eine Form des Unternehmertums, die deine Persönlichkeit und Unabhängigkeit in den Mittelpunkt stellt. Als Solopreneur*in bist du selbst das Unternehmen und gewinnst Kunden für dich. Vom Entrepreneur*in unterscheidest du dich dadurch, dass du nicht groß denkst und ein riesiges Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern aufziehen willst – sondern einfach dein Ding machst und alleine alle Fäden in der Hand hältst. Der Unterschied zur einfachen „Solo-Selbstständigkeit“ liegt nur darin, dass irgendein Teil deines Business skaliert und dir mehr Reichweite und eine höhere Schlagzahl verschafft. Die oben genannten Geschäftsideen E-Learning und Influencer*in gehen stark in Richtung Solopreneurship.

Selbstständig von zuhause arbeiten – aber nicht nur

Manch gute Idee zur Selbstständigkeit lässt sich nicht so leicht von zuhause aus verwirklichen, ist es aber dennoch wert, hier erwähnt zu werden. Daher stellen wir dir nun auch einige Geschäftsideen vor, die du nur teilweise im Home-Office umsetzen kannst, die aber dennoch weit von einem normalen Bürojob entfernt sind. Alle diese Jobs erfordern eine gewisse Kompetenz oder Qualifikation – die ist jedoch häufig durch Hobbies und Talente vorhanden. Im Grunde machst du das, was du einfach gut kannst, zu deinem Beruf – aber eben als Selbstständige*r.

Wie wäre es mit:

  • Fotograf*in: Wenn die Kamera dein bester Freund ist und du ein Gespür für Motive und Lichtverhältnisse hast, kannst du dich als Fotograf*in selbstständig machen. Spezialisiere dich auf Ereignisse wie Hochzeiten und Sportveranstaltungen oder wandere auf der Suche nach dem perfekten Motiv einfach in die Welt hinaus und verkaufe deine Fotografien anschließend an den Meistbietenden.
     
  • Speaker: Know-how vermitteln, Wissen weitergeben, Erfahrungswerte teilen – und das mit Begeisterung und Authentizität? Das ist es, was die Arbeit als Speaker ausmacht! Wenn du der Welt etwas zu sagen hast, was entweder noch nicht genügend Leute wissen oder aber niemand so gut übermitteln kann wie du, solltest du darüber nachdenken, dein Geld damit zu verdienen. Dafür solltest du natürlich den Auftritt auf einer Bühne und die Kommunikation mit Menschen mögen. Zudem kann es nicht schaden, sich neben den Auftritten noch weiterer Kanäle zu bedienen, um Bekanntheit zu erlangen. Zunächst könntest du deine Begeisterung über ein Buch oder einen Blog mit den Menschen teilen.
     
  • Personal Trainer: Bist du topfit, machst gerne Sport und verstehst etwas von gesunder Ernährung und Trainingsinhalten? Dann versuche es als Fitness-Coach. Hier kann eine passende Ausbildung nicht schaden, da eine Lizenz bei der Akquise natürlich mehr hermacht und du dabei wichtige theoretische und praktische Schlüsselkompetenzen vermittelt bekommst. Hast du die einmal in der Tasche, hilfst du deinen Kund*innen dabei, sich fit zu halten – und womöglich eröffnest du eines Tages dein eigenes Fitnessstudio.
     
  • Musiklehrer*in (oder vielmehr: Lehrer*in für ein bestimmtes Instrument): Ob Gitarre, Schlagzeug, Klavier oder Trompete, spielt zunächst einmal keine große Rolle. Wichtig ist, dass du dieses Instrument sehr gut beherrschst und gewillt bist, Anfänger*innen (und vielleicht auch Fortgeschrittenen) etwas beizubringen. Hast du zu Hause einen geeigneten Raum und passendes Equipment, kannst du deine Unterrichtsstunden durchaus in den eigenen vier Wänden durchführen (Ausnahme hier: Schlagzeuge. Die sind nun mal sehr laut.). Und selbst wenn du einen Raum dafür anmieten musst: Die Vorbereitung der Stunden und die Büroarbeit erledigst du ja immer noch von zuhause aus.

Fazit: Selbstständig von zuhause aus arbeiten bietet viele Chancen

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich von zuhause aus selbstständig zu machen und eine Geschäftsidee zu verwirklichen. Über den Weg der nebenberuflichen Selbstständigkeit kannst du vieles davon erst einmal ausprobieren und dich mit Risiken und Chancen auseinandersetzen, bevor du in die Vollen gehst. Die Anfangskosten sind meist überschaubar – ohne gewisse Talente und Qualifikationen geht es allerdings auch hier nicht.

Informiere dich hier auf der Gründerplattform über weitere Themen rund um die Selbstständigkeit und entdecke eine Vielzahl von Ratgebern und Anregungen für deinen Start als Gründer*in!

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bhp