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Passives Einkommen - dein Weg in die finanzielle Freiheit?

Tipps & Ideen, wie du nebenbei Geld verdienst

Die meisten von uns müssen aktiv arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen – sei es als Selbstständige oder als Angestellte. Doch häufig liest man auch vom „passiven Einkommen“, das wie eine Zauberformel für ein gutes Leben wirkt. 

In der Praxis ersetzt passives Einkommen allerdings selten ein bestehendes Business oder einen festen Job. Richtig eingesetzt kann es aber eine wertvolle Ergänzung sein: zur Absicherung bei schwankenden Umsätzen oder um sich mehr finanziellen Spielraum in der Selbstständigkeit zu verschaffen.

Hier erfährst du, was ein passives Einkommen überhaupt ist, wie es funktioniert und was für Alternativen du hast, wenn du kurzfristig zusätzliche Geldquellen nutzen möchtest.

Was ist passives Einkommen?

Passives Einkommen bezeichnet Einnahmen, die regelmäßig fließen, ohne dass dafür dauerhaft aktive Arbeitszeit erforderlich ist. Meist entsteht es durch einen einmaligen oder zeitlich begrenzten Aufwand, der anschließend automatisiert wird oder skaliert Erträge generiert. 

Zum besseren Verständnis lohnt sich zunächst ein Blick auf das aktive Einkommen, von dem die meisten von uns ihren Lebensunterhalt bestreiten. Egal, ob du angestellt oder selbstständig bist, du erhältst für deine geleistete Arbeit Geld. Meist gilt hier: Je mehr Energie, Zeit oder Wissen du einsetzt, desto mehr Geld erhältst du dafür. 

Beim passiven Einkommen ist die Idee, dass es sich gewissermaßen von selbst generiert – du musst nichts oder zumindest nicht viel dafür tun. Es ist ein System, das Einnahmen weitgehend automatisiert erzeugt und mit geringem Aufwand weiterläuft. 

Wie funktioniert passives Einkommen?

Passives Einkommen entsteht in der Regel dadurch, dass du Zeit, Geld und/oder Know-how investierst, um eine langfristige Einnahmequelle aufzubauen. Das kann zum Beispiel ein digitales Produkt, ein Investment oder ein automatisierter Online-Prozess sein.

Typisch für die Konzepte hinter dem passiven Einkommen sind die nachstehenden Anforderungen:

  • Das Produkt lässt sich leicht vervielfältigen und entsprechend oft verkaufen (Buch, Fotos).
  • Das Produkt muss nicht oder nur selten gewartet und/oder aktualisiert werden.
  • Der „Betrieb“ lässt sich leicht automatisieren.
  • Deine Idee ist zeitlos oder zumindest langlebig.
  • Es gibt wenig Konkurrenz.

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Vor- und Nachteile von passivem Einkommen

Geld zu verdienen, ohne jeden Tag dafür arbeiten zu müssen, klingt verlockend – und kann tatsächlich funktionieren. Passives Einkommen ist jedoch kein Selbstläufer. Deshalb solltest du die Chancen und Risiken realistisch gegeneinander abwägen.

  • Unabhängigkeit: Da sich das Geld mehr oder weniger von allein verdient, spielt es keine große Rolle, wo du dich aufhältst – theoretisch könntest du tatsächlich das ganze Jahr Urlaub machen und von deinem passiven Einkommen leben. Realistischer ist, dass das passive Einkommen ein Nebenverdienst ist und dir die Freiheit gibt, entspannt deine Selbstständigkeit auszuprobieren, ohne auf Geld von anderen angewiesen zu sein.
  • Mehr freie Zeit: Wenn ein Teil deiner Einnahmen automatisiert läuft, bist du weniger darauf angewiesen, jede Stunde aktiv zu verkaufen. Vielleicht werden aus acht Stunden am Tag nur noch sechs Stunden Arbeit oder aus einer Fünf-Tage-Woche eine Vier-Tage-Woche. Die so gewonnene freie Zeit kannst du dank des passiven Einkommens für andere Dinge nutzen, die dich erfüllen – sei es die Familie oder ein Hobby. 
  • Finanzielle Sicherheit: Mit passivem Einkommen baust du dir neben deinem Business ein zusätzliches Standbein auf. So verteilst du dein Risiko und bist weniger abhängig von einer einzigen Einnahmequelle.

Wo Vorteile sind, gibt es meistens auch Nachteile. Beachte beim passiven Einkommen folgende Punkte:

  • Geringe Planungssicherheit: Während du beim aktiven Einkommen oft recht gut einschätzen kannst, was du für deine Arbeit bekommst, kannst du dir bei der passiven Variante nie sicher sein, wie viel du am Ende tatsächlich erhältst. Verkaufszahlen, Marktveränderungen oder Kursschwankungen lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen.
  • Unseriöse Angebote und falsche Versprechen: Unter dem Begriff „passives Einkommen“ tummeln sich viele unseriöse Anbieter. Jährlich werden neue Schneeballsysteme erfunden und Leute um ihr Geld betrogen. Wenn ein Angebot risikofrei extrem lukrative Einnahmen verspricht, ist Skepsis angebracht. Erkundige dich bei der Verbraucherzentrale oder recherchiere, ob es Beschwerden zu dem Angebot gibt.
  • Finanzielle und zeitliche Vorleistungen: Von nichts kommt nichts – das gilt auch für das passive Einkommen. Egal mit welcher Idee du Geld verdienen möchtest, du musst vorweg Zeit, Geld oder beides investieren, ohne zu wissen, ob und wie erfolgreich du sein wirst.
  • Verlustrisiken: Gerade, wenn es um Ideen mit einem hohen finanziellen Aufwand geht, musst du bedenken, dass du im schlimmsten Fall auch Geld verlieren kannst. Etwa, wenn die Aktienkurse abstürzen oder deine gekaufte Immobilie sich nicht so entwickelt wie erwartet.
  • Unseriöse Angebote und falsche Versprechen: Unter dem Begriff „passives Einkommen“ tummeln sich viele unseriöse Anbieter. Jährlich werden neue Schneeballsysteme erfunden und Leute um ihr Geld betrogen. Wenn ein Angebot risikofrei extrem lukrative Einnahmen verspricht, ist Skepsis angebracht. Erkundige dich bei der Verbraucherzentrale oder recherchiere, ob es Beschwerden zu dem Angebot gibt.

Wäge die Vor- und Nachteile genau ab und prüfe, wie sich die möglichen Nachteile auf deine aktuelle Lebenssituation auswirken können. Für die meisten Gründer*innen gilt, dass ein passives Einkommen vielleicht ein finanzielles Extra, aber nicht der einzige Weg ist, Geld zu verdienen.

Ist ein passives Einkommen ohne Startkapital möglich?

Die kurze Antwort: Ja, aber nur, unter bestimmten Bedingungen. Passives Einkommen entsteht nie aus dem Nichts. Du investierst immer etwas, entweder Zeit, Geld oder beides. Aus einer Idee wird erst dann eine Einnahmequelle, wenn du sie planst, umsetzt und prüfst.

Passives Einkommen ohne Startkapital

Wenn du kein Startkapital hast, dafür aber Zeit und Know-how, kannst du digitale Produkte erstellen. Ein vergleichsweise niedrigschwelliges Beispiel sind Fotos, die du über Online-Plattformen zum Download anbietest. Die Einnahmen bleiben in der Regel überschaubar – reich wirst du damit eher nicht.

Deutlich zeit- und kostenintensiver ist das Schreiben und Verlegen eines Buchs. Wird dieses dauerhaft erfolgreich, hast du aber Möglichkeiten, auf diese Weise über längere Zeit gutes Geld zu verdienen.

Passives Einkommen mit Startkapital

Wenn du wenig Zeit aufbringen möchtest, aber Kapital zur Verfügung hast, kommen finanzielle Investments infrage. Dazu zählen Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Investmentfonds sowie Immobilien. Der laufende Zeitaufwand ist vergleichsweise gering – abgesehen von der Einarbeitung und gelegentlichen Entscheidungen. Deshalb gelten Kapitalanlagen häufig als besonders „passiv“.

Je höher das eingesetzte Kapital, desto größer das mögliche Einkommen. Allerdings steigt mit der Renditechance auch das Risiko. Je nach Anlageform kannst du Teile deines investierten Geldes verlieren.

Sechs Möglichkeiten, um passives Einkommen zu generieren

Hier sind einige gängige und realistische Wege, passives Einkommen aufzubauen – mit unterschiedlichen Anforderungen an Zeit, Kapital und Know-how:

1. „Zeitlose“ Produkte produzieren

Zeitlose Produkte eignen sich besonders gut für passives Einkommen, weil du sie einmal erstellst und mehrfach verkaufst. Das trifft besonders auf digitale Produkte zu. Ein klassisches Beispiel sind Fotos, die du auf Plattformen dauerhaft lizenzierst (mehr dazu in unserem Beitrag Selbstständig als Fotograf*in).

Je nach Fähigkeiten kommen auch infrage:

  • Anleitungen, Vorlagen oder Workbooks
  • E-Learning-Programme, Onlinekurse oder Webinare
  • Bücher (Selfpublishing oder Verlag)
  • Apps, Tools oder Plug-ins für Open-Source-Software

Wenn du so eine Idee richtig groß aufziehen möchtest, kannst du natürlich auch gleich dein eigenes Unternehmen gründen. Tipp: Als Einzelunternehmer*in mit einer starken Positionierung startest du oft als Solopreneur*in. Alles Wichtige dazu haben wir dir in unserem Artikel über Solopreneurship zusammengefasst.

2. Passives Einkommen mit KI aufbauen

Künstliche Intelligenz kann dir helfen, digitale Produkte zu erstellen, etwa Texte, Onlinekurse, Design-Assets, Präsentationen oder Tools. Der Vorteil: KI spart Zeit und senkt Einstiegshürden. Der Nachteil: Die Konkurrenz ist stark, Qualität und Positionierung sind entscheidend.

Auch mit KI gilt: Du investierst zunächst Zeit in Konzeption, Prüfung, rechtliche Klärung und Vermarktung deiner Produkte. Wirklich passiv ist dieses Einkommen also auch nicht.

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3. Affiliate-Marketing nutzen

Wenn du eine eigene Website hast oder YouTuber bist und dabei Produkte bestimmter Marken nutzt und bewirbst, kannst du sogenannte Affiliate-Links verwenden, um auf diese Produkte beim Anbieter zu verweisen. Kommt jemand von deiner digitalen Präsenz über den Link zum Hersteller (und kauft etwas), erhältst du eine Provision. Der Aufwand ist überschaubar, die Einnahmen meist ebenfalls. Große Gewinne sind eher die Ausnahme – als Ergänzung zu anderen Einnahmequellen kann Affiliate-Marketing dennoch sinnvoll sein.

Sieh dir hierzu auch unsere Beiträge zu Influencer*in werden und Onlineshop eröffnen an.

4. Geld in Wertpapieren anlegen

Sofern dir schon finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ist der Kauf von Wertpapieren (z.B. Fonds mit Aktien oder Anleihen) ein gängiges Mittel, um ein passives Einkommen zu generieren. Die Erträge kannst du dir auszahlen lassen. Wie alle Investments haben natürlich auch Wertpapiere bestimmte Risiken – gerade Aktien und Aktienfonds schwanken teilweise deutlich im Wert. Als Faustregel gilt: Je höher die Gewinnmöglichkeiten, desto höher ist das Risiko. Genaueres dazu steht im Produktblatt, das dir bei jeder Anlage in ein solches Finanzinstrument ausgehändigt werden muss.

5. Mit der Crowd investieren

In Zeiten von Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending kannst du über Online-Plattformen kleine Beträge schnell in unterschiedlichste Vorhaben stecken. Unterstütze vielversprechende Startups und verdiene mit an ihren Aktivitäten. Auch über Plattformen für Privatkredite kannst du dein Geld verleihen und dir verzinst zurückzahlen lassen. Aber denk dran: Geht das Startup pleite, droht der Teil- oder Komplettverlust.

6. Immobilien kaufen und vermieten

Wenn du Immobilie besitzt, die du nicht selbst nutzt, kannst du dich über stetige Mieteinnahmen freuen. Nach Abzug von Kreditraten, Rücklagen und laufenden Kosten bleibt ein Überschuss – dein passives Einkommen.

Unterschätze dabei nicht:

  • Verwaltungsaufwand
  • Kosten für die Instandhaltung
  • rechtliche und steuerliche Pflichten

Immobilien gelten als vergleichsweise stabile Anlage, sind aber weder risikofrei noch vollständig passiv.

Beispiele, wie du passives Einkommen generieren kannst

Dos & Don‘ts rund ums passive Einkommen

Wenn du eine passende Idee für dein passives Einkommen gefunden hast, solltest du bei der Umsetzung folgende Dinge beachten:

Do: Eigne dir das nötige Fachwissen an
Um ein Produkt herzustellen, brauchst du entsprechende Fähigkeiten. Hast du diese nicht, eigne sie dir an, auch wenn das Zeit kostet. Oder beziehe Expertise von außen ein und bezahle dafür. Das gilt nicht nur für digitale Produkte, sondern auch bei der Investition in Wertpapiere oder Immobilien. Nimm dir Zeit, zu verstehen, wofür du da gerade dein Geld ausgibst und wie beispielsweise der Aktienmarkt im Grundsatz funktioniert.

Do: Investiere nur das, was nicht existenziell ist
Da es bei Investitionen immer ein Verlustrisiko gibt und das Geld zur Risikoverringerung möglichst lange investiert bleiben sollte, setze dafür immer nur Geld ein, das du nicht für dein tägliches Leben benötigst.
Wenn du laufende Kredite und andere finanzielle Verpflichtungen hast, zahle das Geld zuerst zurück – schon aus Renditegründen –, bevor du über Investitionen nachdenkst. 

Don’t: Die Steuern vergessen 
Wie für jede Art von Einkommen musst du auch für passiv erzielte Einkünfte Steuern zahlen. Sei es auf Mieteinnahmen, auf Gewinne aus Aktien oder auf den Verkauf von Produkten. 

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Do: Überprüfe deine Idee immer wieder
Ganz zu Beginn sind wir darauf eingegangen, dass eine Idee für ein passives Einkommen möglichst langlebig sein sollte. Leider sind das nur die wenigsten – darum überprüfe deine Idee regelmäßig. Das gilt für  Anlagestrategien auf den Kapitalmärkten genauso wie für die Aktualität einer von dir entwickelten App.

Don’t: Alles auf eine Karte setzen
Auch wenn dein passives Einkommen gut startet, solltest du auf ein aktives Einkommen nicht verzichten. Du kannst die gewonnenen Freiräume nutzen, um weniger zu arbeiten. Aber höre nicht ganz damit auf. Denn meist gilt: Ein passives Einkommen allein macht weder reich noch glücklich.

Don’t: Auf Betrugsmaschen reinfallen
Stell dir bei verlockenden Angeboten immer die Frage: Wenn dein Gegenüber einen echten Goldesel gefunden hat – warum um Himmels willen sollte es diesen Tipp mit dir teilen wollen?

Nebenbei Geld verdienen: Alternativen zum passiven Einkommen

Die Möglichkeiten für ein passives Einkommen, die wir bis jetzt vorgestellt haben, haben eins gemeinsam: Sie erfordern eine intensive Vorbereitung. Für die kurzfristige Sicherung deiner Liquidität sind andere Wege besser geeignet.

Die folgenden Alternativen funktionieren nach dem klassischen Prinzip Leistung gegen Geld. Sie sind also nicht „passiv“, aber sie lassen sich schnell umsetzen und flexibel anpassen.

Aufträge über Plattformen akquirieren

Es gibt verschiedene Plattformen, über die Unternehmen kleine, klar abgegrenzte Freelance-Aufträge vergeben – ohne langfristige Bindung oder Anstellungsverhältnis.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Texte, Content und Redaktion
  • Design- und Kreativleistungen
  • kleinere IT- und Technikjobs
  • Fahr- und Lieferdienste

Dieser Weg ist besonders dann hilfreich, wenn du (noch) keine eigenen Aufträge hast oder dein Business saisonalen Schwankungen unterliegt. Beachte jedoch: Die Plattformen verdienen mit. Die Honorare sind daher begrenzt. Langfristig solltest du versuchen, Aufträge direkt zu akquirieren und Preise selbst zu verhandeln.

Wissen, Hobbys und Fähigkeiten monetarisieren

Wie wäre es, wenn du dein Wissen oder deine Fähigkeiten nutzt, um damit Geld zu verdienen? Denkbar sind zum Beispiel:

  • Nachhilfestunden für Schüler*innen oder Studierende 
  • Kurse zu Hobbys wie Kochen, Handwerken oder kreativen Techniken
  • Workshops, Trainings oder Einzelcoachings in deinem Fachgebiet

Die Nachfrage ist hoch, die Einstiegshürden oft niedrig. Zusätzlich entsteht ein direkter Mehrwert für andere – das macht diese Form des Nebenverdienstes besonders attraktiv.

Vorhandene Ressourcen nutzen

Auch das, was du bereits besitzt und nutzt, kann kurzfristig Geld bringen:

  • Mitfahrgelegenheiten anbieten
    Wenn du oft unterwegs bist, kann es sich lohnen, sich bei einer Mitfahrzentrale anzumelden. So reduzierst du die Spritkosten und lernst neue Leute kennen. Ein ernsthaftes Geschäftsmodell ist das natürlich nicht, aber manchmal zählt eben jeder Cent – und gut für die Umwelt ist es auch.
  • Ausmisten und Dinge verkaufen
    Ob online oder auf dem Flohmarkt: Der Verkauf von Gebrauchtem füllt dein Portemonnaie, entlastet deine Wohnung und hilft dabei, Ressourcen zu schonen.
  • Räume oder Dinge teilen
    Überlege, ob du dein Büro, deine Werkstatt oder deine Maschinen nach Feierabend an andere vermieten kannst.

Alternativen zum passiven Einkommen sind nicht automatisiert, aber oft deutlich schneller wirksam. Wenn du kurzfristig Geld verdienen möchtest, setze auf flexible, aktive Tätigkeiten und nutze das, was du bereits mitbringst. Werde kreativ und überlege dir, wie du mit dem, was du hast, kurzfristig dein Einkommen aufstocken kannst. 

Rechtliche und steuerliche Fragen

Ob du nebenbei Nachhilfe anbietest, in Wertpapiere investierst oder mit digitalen Produkten Geld verdienst, du darfst nicht vergessen, deine Einnahmen gegenüber dem Finanzamt anzugeben. Erkundige dich im Zweifel bei deinem Steuerberatungsbüro, wie du dein Zusatzeinkommen angeben und ggf. versteuern musst.

Steuern: Das solltest du wissen

  • Nebeneinkünfte unterliegen der Einkommensteuer, sofern sie nicht ausdrücklich steuerfrei sind.
  • Bei selbstständigen Tätigkeiten zählen die Gewinne, also Einnahmen minus Ausgaben.
  • Für Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit kann die Kleinunternehmerregelung greifen, wenn dein Umsatz im Vorjahr unter 25.000 EUR lag und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 EUR nicht übersteigt. Dann musst du keine Umsatzsteuer ausweisen.
  • Kapitalerträge wie Zinsen oder Dividenden unterliegen in der Regel der Abgeltungsteuer (auch: Kapitalertragssteuer) zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Anmeldung eines eigenen Gewerbes – wann ist sie nötig?

Es kann unter Umständen sinnvoll oder sogar notwendig sein, deine Nebentätigkeit als eigenes Gewerbe anzumelden, für das du die Einnahmen und Ausgaben gesondert verwaltest. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich deine Haupt- und deine Nebentätigkeit sachlich nicht sinnvoll zusammenfassen lassen.

Besonders, wenn eine deiner Tätigkeiten gewerblich und die andere freiberuflich ist, ist eine klare Trennung erforderlich (in unserem Ratgeber zur freiberuflichen Gründung erklären wir den Unterschied zwischen „freiberuflich“ und „gewerblich“). 

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Besondere Vorschriften für bestimmte Produkte

Wenn du mit deinem Hobby Geld verdienen möchtest, indem du Selbstgemachtes verkaufst, sind unter Umständen gesetzliche Vorgaben zu beachten, etwa für Kosmetik oder Lebensmittel.

Gewerbliche Nutzung einer Mietwohnung

Wenn du in deiner Mietwohnung einer gewerblichen Tätigkeit nachgehst, und sei es nur am Wochenende, oder sie an Touristen vermietest, brauchst du die Genehmigung deines Vermieters. Es kann auch sein, dass du dich registrieren musst. Informiere dich in deiner Gemeinde, welche Vorschriften gelten. 

Fazit: Passives Einkommen realistisch einschätzen

Der Traum, Geld zu verdienen, ohne dafür arbeiten zu müssen, ist verlockend – in der Praxis aber selten realistisch. Die meisten Formen des passiven Einkommens erfordern zunächst Zeit, Kapital oder beides. Ein Buch zu schreiben oder eine App zu entwickeln kostet Zeit und bringt im Anschluss nur selten so viel Geld, dass du davon leben kannst. In Wertpapiere oder Immobilien zu investieren, setzt ausreichend Startkapital voraus, und eine Garantie für den ganz großen und vor allem kurzfristigen Gewinn gibt es nicht. 

Setze dir darum nicht zum Ziel, von einem passiven Einkommen allein leben zu können. Betrachte es eher als Möglichkeit, zusätzlich Geld zu verdienen und dir von diesem finanziellen Extra mehr Zeit, einen schönen Urlaub oder mehr Freiheit bei deinen unternehmerischen Entscheidungen zu erkaufen. 

FAQ: Passives Einkommen verständlich erklärt

Was ist passives Einkommen?

Passives Einkommen sind regelmäßige Einnahmen, die ohne dauerhafte aktive Arbeitszeit entstehen. In der Regel investierst du zunächst Zeit, Geld oder Know-how, um ein System aufzubauen, das später automatisiert Einnahmen generiert – zum Beispiel durch digitale Produkte, Investments oder Vermietung.

Wie kann man am besten passiv Geld verdienen?

Passives Einkommen entsteht in der Regel durch einmaligen Aufwand von Zeit, Geld oder Know-how, der regelmäßig Erträge liefert. Gängige Wege sind:

  • Digitale Produkte: E-Books, Onlinekurse, Webinare, Fotos – einmal erstellen, mehrfach verkaufen.
  • KI-gestützte Produkte: Texte, Designs oder Tools, sparen Zeit, erfordern aber Qualität und Vermarktung.
  • Affiliate-Marketing: Provisionen über Empfehlungen auf Website oder Social Media.
  • Kapital investieren: Wertpapiere, Immobilien, Crowdfunding – erfordert Startkapital, Risiko beachten.

Wichtig: Kein Modell ist risikofrei oder völlig passiv – Planung und Kontrolle bleiben nötig.

Welche Vorteile hat passives Einkommen für Gründer*innen?

Passives Einkommen kann das finanzielle Risiko der Selbstständigkeit abfedern und Abhängigkeiten von einzelnen Kund*innen oder Märkten reduzieren. Zudem kann es dir zu mehr freier Zeit verschaffen, die du in andere Projekte investieren kannst.

Muss ich passives Einkommen versteuern?

Ja. Auch passiv erzielte Einkünfte sind steuerpflichtig. Gewinne aus selbstständiger Tätigkeit unterliegen der Einkommensteuer, während Kapitalerträge in der Regel mit Abgeltungsteuer besteuert werden. Von der Umsatzsteuer kannst du dich befreien lassen, wenn du unter die Kleinunternehmerregelung fällst.

Lohnt sich passives Einkommen?

Ja – wenn du es realistisch einschätzt. Als zusätzliches Einkommen kann es dir mehr Freiheit, Sicherheit und Gestaltungsspielraum verschaffen. Als alleinige Einkommensquelle eignet es sich für die meisten Gründer*innen jedoch nicht.


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bhp