Reisebüro eröffnen und Urlauber glücklich machen

Mit cleverer Planung von Anfang an eröffnest du Kunden den Weg zu tollen Erlebnissen

Der Durchschnittsumsatz eines Reisebüros liegt bei circa 425.000 EUR

In Deutschland verteilen sich circa 12 Reisebüros pro 100.000 Einwohner

Rund 1.200 EUR für Urlaubsreisen inkl. Nebenkosten (Trinkgelder und Einkäufe vor Ort) gibt der deutsche Reisende im Mittel aus

Reisebüro eröffnen: Wie gründe ich ein erfolgreiches Reisebüro?

Du reist selbst gern oder kennst dich in Geografie gut aus? Du kannst anderen Menschen zuhören und weißt einiges über Sitten und Bräuche in anderen Ländern? Du kannst gut verkaufen? Dann sind schon einmal die wichtigsten Voraussetzungen erfüllt, um dein eigenes Reisebüro zu eröffnen.

Reisebüro eröffnen: Die Voraussetzungen

Wenn du dich für die Eröffnung eines eigenen Reisebüros entscheidest, solltest du wissen, dass du keine bestimmten Genehmigungen von Ämtern und Behörden brauchst. Es gibt allerdings mehrere Voraussetzungen, die du erfüllen musst:

  1. Du kannst ein ordentliches polizeiliches Führungszeugnis vorlegen - Arbeiten in und das Führen von Reisebüros sind nach der Gewerbeordnung überwachungsbedürftige Tätigkeiten.
  2. Du meldest dich beim Gewerbeamt an.
  3. Du weist deine Zuverlässigkeit durch deinen Eintrag im Gewerbezentralregister gegenüber dem Ordnungsamt nach. Dort sind etwaige Verstöße aus der Vergangenheit notiert.

Besondere fachliche Kenntnisse brauchen Gründer*innen nicht, allerdings ist eine bisherige Tätigkeit in der Reisebranche oder sogar die Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann oder zur Reiseverkehrskauffrau sinnvoll. Die Branche ist hart umkämpft und deine Konkurrenz wird riesig sein. Lass es daher besser nicht an Fachwissen mangeln!

Jetzt musst du dein Reisebüro nur noch ins Handelsregister eintragen lassen und es kann losgehen.

Deine Gründung beginnt hier!
Brainstorming | Planung | Finanzierung

Deine Leistungen sind sehr umfangreich und beinhalten beispielsweise die Vermittlung von Pauschalreisen, die Vermittlung von Einzelreisen und Übernachtungen, das Buchen von Verpflegungsleistungen sowie das Beschaffen von Tickets für die unterschiedlichen Beförderungsmittel, die Kund*innen für ihre Reise nutzen werden. 

Wichtige Entscheidung: Beratung, Vermittlung oder Veranstaltung?

Ein Reisebüro soll es werden, wird deine Antwort lauten. Doch so einfach ist es nicht: Wirst du Reisevermittler*in oder Reiseveranstalter*in? Als Reisevermittler*in vermittelst du die entsprechenden Angebote an die Kundschaft, als Veranstalter*in stellst du hingegen die Reise zusammen und verkaufst sie dann. Als Veranstalter*in musst du auch für den Erfolg der Reise haften, was für Vermittler*innen nicht gilt.

Du kannst zudem als Reiseberater*in tätig werden: Dann bist du mobil und brauchst kein Büro, du hast eine reine Beratungstätigkeit und unterstützt Kund*innen bei der Auswahl der Reiseangebote. Kooperierst du mit großen Unternehmen, bekommst du von ihnen eine Provision auf die Vermittlung von Angeboten. Diese Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen kann eine große Chance für dich sein. Nicht nur, weil sie dein Vermittlungsangebot erweitern, sondern weil du unter Umständen exklusive Angebote durch sie anbieten kannst. So könnt ihr zum Beispiel ein besonders attraktives Angebots-Paket schnüren, mit dem du dich von deiner Konkurrenz abhebst.

Überlege dir, ob du ein eigenes Reisebüro aufmachen möchtest oder ob es sich um ein Franchise-Unternehmen handeln soll. Beim Franchise bist du zwar nicht ganz selbständig, kannst aber von etablierten Strukturen und Erfahrungen profitieren.

Leistungen nach der Eröffnung des Reisebüros

Du hast dein Reisebüro erfolgreich gegründet. Was gilt es nun zu tun? Es geht nicht nur darum, Kund*innen zu beraten, und für sie das beste Reiseziel zu finden und die Reise zu buchen. Deine Leistungen sind sehr umfangreich und beinhalten beispielsweise die Vermittlung von Pauschalreisen, die Vermittlung von Einzelreisen und Übernachtungen, das Buchen von Verpflegungsleistungen sowie das Beschaffen von Tickets für die unterschiedlichen Beförderungsmittel, die Kund*innen für ihre Reise nutzen werden.  Außerdem musst du jederzeit in der Lage sein, genaue Auskunft über die einzelnen Reiseleistungen zu geben.

Wenn du Leistungen nicht anbietest, musst du diese kennzeichnen. Außerdem solltest du wissen, dass du für deine Kunden besondere Informationen bereithalten musst, die sich um allgemeine Gefahren am Ferienort oder um Passvorschriften drehen.

Wofür musst du haften?

Bei der Wahl der Rechtsform wirst du bereits damit konfrontiert, dass du gegebenenfalls mit dem Gesellschafts- oder deinem Privatvermögen haften musst. Dabei kommen verschiedene Haftungsfälle in Betracht: Du trägst zum Beispiel die Verantwortung, wenn du fehlerhafte Informationen zu Einreisebestimmungen oder zum Reisepreis an deine Kundschaft weitergibst, wenn du die Bedingungen zur Beförderung falsch übermittelt hast oder wenn das Reiseziel nicht dem entspricht, was der Kunde gebucht hat. Dabei geht es nicht um Fälle wie dauerndes Regenwetter bei einer Reise in den Süden, sondern dass die Kund*innen an einem ganz anderen Ort landen als gewünscht.

Du brauchst unbedingt eine Berufshaftpflichtversicherung, wenn du dich gegen derlei Fälle absichern möchtest. Außerdem sind weitere Versicherungen wichtig, wenn du selbstständig tätig sein willst. Dazu gehört auch die Kranken- und Rentenversicherung, denn als Selbstständige*r bist du nicht mehr pflichtversichert und musst deine Beiträge allein zahlen.

Wo triffst du auf deine Kunden: vor Ort, online oder mobil?

Die meisten Reisen werden heutzutage im Internet gebucht. Das Online-Reisebüro ist daher die erste Wahl – für die reisewillige Kundschaft sowie für Gründer*innen als Anbieter*innen. Du erreichst deine Zielgruppe dann über die Onlinekanäle und musst dein Marketingkonzept entsprechend aufstellen.

Außerdem solltest du sowohl eine telefonische als auch schriftliche Beratung anbieten, z.B. per E-Mail oder Online-Chat).

Bunte Wegweiser

Die Konkurrenz ist in diesem Bereich allerdings groß, daher solltest du eine gewisse Expertise mitbringen, wenn du ein Online-Reisebüro führen möchtest.

Du kannst natürlich auch vor Ort ein Reisebüro eröffnen, solltest dann aber einen guten Standort wählen. Ohne direkte Konkurrenz und dennoch in einer stark frequentierten Straße. Außerdem musst du hierfür sehr wortgewandt sein und über alle wichtigen Themen Bescheid wissen. Kein Mensch braucht einen Berater, der zwar persönlich da ist, aber keine Ahnung hat und keinerlei Auskünfte geben kann!

Falls du diese oder jene Expertise nicht besitzt oder nicht direkt mit der Kundschaft interagieren möchtest, solltest du prüfen, ob spezialisierte Mitarbeiter*innen womöglich der richtige Weg sind. Erfahrene Reisevermittler*innen bringen bewährtes Know-how mit ins Unternehmen und verhindern dadurch häufige Anfangsschwierigkeiten. Sei dir dabei bewusst, dass Mitarbeiter*innen zunächst deutlich höhere Kosten bedeuten – das solltest du in deiner Businessplanung berücksichtigen.

Fazit

Wer ein Reisebüro gründen möchte, sollte sich gut über die Branche informieren und bestenfalls ein Alleinstellungsmerkmal bieten. Die Konkurrenz ist groß und schnell zeigt sich, wer wirklich Ahnung von der Branche und vom Vermitteln hat! Neben den Gründungsstandards wie der Anmeldung bei der IHK und beim Gewerbeamt ist daher das fachliche Know-how, das mitgebracht werden sollte, nicht zu unterschätzen.

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bhp