Tante-Emma-Laden eröffnen

Erwecke lokales, persönliches Einkaufen zum Leben

Fast jeder kennt das Konzept des Tante-Emma-Ladens – des kleinen Geschäfts um die Ecke, wo die Inhaber*innen noch selbst am Tresen stehen und all ihre Kunden mit dem Namen kennen. Dieses spezielle Geschäft erlebt in den letzten Jahren ein echtes Revival dank neuer Technologien und einem gestiegenen Bedürfnis nach lokalen Produkten. Zudem leisten Tante-Emma-Läden vor allem im ländlichen Raum einen wertvollen Dienst als Nahversorger. 

Was genau du brauchst, um deinen Tante-Emma-Laden zu eröffnen, und welche frischen Ideen dem Ladenkonzept wieder neues Leben einhauchen, haben wir in diesem ausführlichen Guide für dich zusammengestellt. 

Was ist eigentlich ein Tante-Emma-Laden?

Ein Tante-Emma-Laden ist ein kleiner, meist familiengeführter Lebensmittelladen, der sich häufig in Wohnvierteln oder kleinen Gemeinden befindet. Hier kannst du in vertrauter Atmosphäre Produkte des täglichen Bedarfs kaufen – wie Brot, Milch, Eier, Wurst, Käse und andere Lebensmittel. Der Name stammt aus dem deutschsprachigen Raum und ist eine liebevolle Anspielung auf die Inhaber*innen, die oft selbst an der Kasse stehen. Er repräsentiert die freundliche, persönliche und oft mütterliche Atmosphäre dieser Läden. Auch heute noch gelten Tante-Emma-Läden oft als soziale Treffpunkte für die Menschen aus der Nachbarschaft. 

In den letzten Jahrzehnten hatten Tante-Emma-Läden es nicht immer leicht. Das lag vor allem am Wettbewerb mit den großen Supermarktketten und einem veränderten Einkaufsverhalten der Verbraucher. Doch inzwischen geht der Trend für viele Menschen wieder zurück zum Lokalen. Sie kaufen vermehrt Produkte aus der Region und unterstützen lokale Hersteller, Dienstleister und Händler. Zudem verknüpfen Anbieter wie Tante Enso das Konzept des Tante-Emma-Ladens mit neuen Technologien und bieten Kunden so ganz neue Einkaufsmöglichkeiten. Wenn du also deinen eigenen Tante-Emma-Laden eröffnen möchtest, stehen die Zeichen zurzeit so gut wie schon lange nicht mehr.

Die Vorteile von klassischen Tante-Emma-Läden

Klar, in Tante-Emma-Läden findest du längst keine so große Auswahl wie im Supermarkt. Dennoch habe die kleinen, aber feinen Einkaufsläden eine ganze Reihe von Vorteilen zu bieten:  

  • Lokale Verbundenheit: Inhaber*innen und Mitarbeiter*innen von Tante-Emma-Läden sind oft tief in ihrer Gemeinschaft verwurzelt und kennen ihre Kunden persönlich. 
  • Persönlicher Service: Tante-Emma-Läden bieten oft einen persönlicheren Service als große Supermärkte – z. B. die direkte Beratung ihrer Kunden. 
  • Flexibilität im Sortiment: Tante-Emma-Läden können ihre Produktauswahl genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zuschneiden. Sonderbestellungen und individuelle Wünsche sind keine Seltenheit.  
  • Lokale Wirtschaftsförderung: Tante-Emma-Läden kaufen oft bei Lieferanten und Herstellern aus der Region und unterstützen somit die lokale Wirtschaft. 
  • Sozialer Treffpunkt: Tante-Emma-Läden dienen oft als Treffpunkte für die Nachbarschaft. Hier wird nach dem Einkaufen gern noch gequatscht und sich über die neuesten Neuigkeiten aus dem Viertel ausgetauscht. 
  • Nachhaltigkeit: Kleine, lokal geführte Geschäfte wie ein Tante-Emma-Laden verbrauchen oft weniger Ressourcen und produzieren weniger Abfall als große Supermärkte.

Eigenschaften und Kenntnisse, um einen Tante-Emma-Laden zu eröffnen

Wenn du einen Tante-Emma-Laden eröffnen möchtest, dann werden dir die folgenden Fähigkeiten und Eigenschaften eine große Hilfe sein. 

  • Unternehmerisches Wissen: Fundierte Kenntnisse in Buchhaltung, Budgetierung, Lagerverwaltung und Kundenservice sind besonders wichtig. 
  • Kundenorientierung: Verstehe die Bedürfnisse und Vorlieben deiner Kunden und sei in der Lage, darauf einzugehen.
  • Produktkenntnisse: Du kennst dich gut mit Lebensmitteln aus, kannst ein attraktives Sortiment zusammenstellen und bist in der Lage, Kundenfragen kompetent zu beantworten.
  • Kommunikationsfähigkeiten: Du bist nicht auf den Mund gefallen und sicher in der Kommunikation mit Kunden, Lieferant*innen und anderen Geschäftspartner*innen.
  • Organisationstalent: Du bist gut genug organisiert, um deinen Ladenbetrieb effizient zu gestalten, Lagerbestände zu verwalten, Bestellungen aufzugeben und deinen Laden sauber und ordentlich zu halten.
  • Flexibilität: Flexibel zu sein ist von Vorteil, um sich an veränderte Marktbedingungen, Kundenbedürfnisse und andere Herausforderungen anzupassen.
  • Durchhaltevermögen: Die Führung eines eigenen Geschäfts kann mit vielen Herausforderungen und Rückschlägen verbunden sein. Ausdauer und Durchhaltevermögen sind daher wichtige Eigenschaften, die du für die Eröffnung deines Tante-Emma-Ladens mitbringen solltest. 
  • Teamgeist: Wenn du Mitarbeiter*innen beschäftigst, solltest du Teamfähigkeit zeigen und ein motivierendes Arbeitsumfeld schaffen, damit dein Personal gern zur Arbeit erscheint. 
  • Kenntnisse über Vorschriften und Gesetze: Du hast dich ausführlich über rechtliche Anforderungen im Zusammenhang mit Lebensmittelsicherheit, Hygienevorschriften, Arbeitsrecht und andere relevante Gesetze informiert.

Dein Businessplan für einen Tante-Emma-Laden

Egal ob du eine Bäckerei eröffnen, Freiberufler*in werden oder einen Tante-Emma-Laden eröffnen willst – vor jeder Gründung empfiehlt es sich, einen soliden Businessplan aufzustellen. Dieser deckt alle wichtigen Aspekte für den Start und den laufenden Betrieb ab. Was genau dein Businessplan enthalten sollte, haben wir für dich aufgelistet: 

  1. Zusammenfassung: Hier fasst du dein Geschäftskonzept, deine Zielgruppe, Wettbewerbsvorteile und die Finanzanforderungen kurz zusammen.
  2. Geschäftskonzept: Beschreibe deinen geplanten Tante-Emma-Laden detailliert – einschließlich des Standorts, des Sortiments, der Öffnungszeiten, des Serviceangebots und anderer relevanter Punkte.
  3. Marktanalyse: Erstelle eine Analyse des lokalen Marktes, einschließlich der Zielgruppenanalyse, des Wettbewerbs, der Trends im Einzelhandel und anderer Faktoren, die den Erfolg deines Ladens beeinflussen könnten.
  4. Marketing- und Vertriebsstrategie: Beschreibe, wie du für deinen Laden werben und Kundenakquise betreiben willst.
  5. Betriebsplan: Wie führst du die operativen Abläufe des Ladens auf – einschließlich Lagerverwaltung, Bestellungen, Personalplanung und Buchhaltung.
  6. Finanzplanung: Erstelle einen Finanzplan, der die Kosten für die Gründung und den Betrieb des Ladens umfasst, sowie eine Umsatz- und Gewinnprognose für die ersten Jahre. Diese enthält auch Investitionsausgaben wie Miete, Einrichtung, Inventar, Marketing, Gehälter und laufende Betriebskosten.
  7. Risikoanalyse und Notfallplanung: Bewerte potenzielle Risiken und Herausforderungen sowie deine Maßnahmen, um das Risiko eines Misserfolgs zu mindern. Erkläre außerdem, wie du mit unvorhergesehenen Ereignissen umgehst.  
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Wie hoch sind die Kosten eines Tante-Emma-Ladens?

Wenn du einen Tante-Emma-Laden eröffnen möchtest, variieren die Kosten je nach Standort, Ladengröße, Ausstattung und Sortiment. Eventuell kaufst du sogar ein Ladengeschäft und musst dieses noch umfangreich sanieren bzw. renovieren. Auch Lizenzen kosten Geld und deine Mitarbeiter*innen wollen bezahlt werden. So kann dein benötigtes Startkapital mehrere zehntausend Euro betragen. In manchen Fällen ist auch ein sechsstelliger Betrag möglich. Doch keine Panik! Zum Glück hast du gleich mehrere Finanzierungsmöglichkeiten:  

  1. Bankkredit: Für einen Bankkredit benötigst du in der Regel ein gewisses Eigenkapital sowie einen soliden Businessplan. 
  2. Fördermittel und Zuschüsse: Bundesweite oder regionale Fördermittel können dir bei der Finanzierung helfen – etwa Förderkredite oder Zuschüsse. Erkundige dich am besten bei den entsprechenden Anlaufstellen zur Gründungsförderung in deinem Bundesland. 
  3. Investoren: Mit Glück findest du Investoren, die bereit sind, Kapital gegen eine Beteiligung an deinem Tante-Emma-Laden einzubringen. Schau doch mal in unseren Artikel zum Thema Investoren finden rein.
  4. Crowdfunding: Auf Crowdfunding-Plattformen kannst du Geld von einer Vielzahl von Menschen sammeln, die dich finanziell bei der Eröffnung deines Tante-Emma-Ladens unterstützen möchten.

Tante-Emma-Laden eröffnen – mögliche Rechtsformen

Welche Rechtsform du für deinen Tante-Emma-Laden wählst, hängt von verschiedenen Faktoren ab – z. B. der Größe deines Unternehmens, deinem Haftungsrisiko sowie deinen persönlichen Präferenzen. Hier sind einige mögliche Rechtsformen, die für die Eröffnung deines Tante-Emma-Ladens infrage kommen:

  1. Einzelunternehmen: Als alleinig*e Inhaber*in bist du für deinen Laden verantwortlich und haftest persönlich für Schulden und Verbindlichkeiten. Diese Rechtsform ist einfach zu gründen und bietet volle Kontrolle über das Unternehmen – aber auch das volle Risiko aufgrund persönlicher Haftung.
  2. Personengesellschaften (z.B. GbR, OHG): Bei einer Personengesellschaft schließen sich zwei oder mehr Personen zusammen, um gemeinsam einen Tante-Emma-Laden zu eröffnen. Jede*r Gesellschafter*in haftet persönlich für Schulden und Verbindlichkeiten. 
  3. Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, UG): Bei einer Kapitalgesellschaft ist dein Tante-Emma-Laden eine eigenständige juristische Person, die von den Gesellschaftern getrennt ist. Die Haftung der Gesellschafter*innen ist in der Regel auf ihre Einlagen beschränkt, was ein geringeres persönliches Haftungsrisiko bedeutet. 
  4. Genossenschaften: Bei dieser besonderen Form der Kapitalgesellschaft können alle Mitglieder mitbestimmen – unabhängig vom Wert ihrer Anteile. Das ermöglicht eine basisdemokratische Form der Unternehmensführung. Die Genossenschaftler*innen haften mit ihren Einlagen und nicht mit ihrem Privatvermögen.
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So meldest du deinen Tante-Emma-Laden an

Parallel zur Eröffnung deines Tante-Emma-Ladens stehen einige Anmeldungen bei verschiedenen Behörden an. Welche genau das sind, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Am besten informierst du dich selbst noch einmal, welche Behördengänge an deinem Standort anstehen. In unserem Behördenwegweiser findest du Adressen und Kontaktdaten von Ämtern in deiner Nähe. 

Hier eine Übersicht über einige der wichtigsten Behördengänge: 

  1. Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt oder bei einer anderen örtlichen Behörde 
  2. Beantragung einer Steuernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beim Finanzamt  
  3. Eintragung im Handelsregister  
  4. Gesundheitsamt, da du ein Lebensmittelgeschäft eröffnest 
  5. Baugenehmigung beim Bauamt für bauliche Maßnahmen oder Renovierungsarbeiten 
  6. Arbeitnehmerregistrierung bei der Agentur für Arbeit für deine Mitarbeiter*innen 
  7. Versicherungen bei einem Versicherungsunternehmen – etwa eine Betriebshaftpflichtversicherung 
  8. Lokale Genehmigungen und Lizenzen bei der zuständigen Ordnungsbehörde deiner Stadt oder Gemeinde – z. B. für den Verkauf von Alkohol, Tabak oder Lotterieprodukten

Tante-Emma-Laden eröffnen, aber wo?

Die Standortwahl für deinen Tante-Emma-Laden kann entscheidend für deinen Geschäftserfolg sein. Hier ein paar Tipps, wie du den idealen Standort findest:

  1. Marktanalyse: Schau dir den lokalen Markt gründlich an. Verschaffe dir einen Überblick über das Einkommensniveau, die Lebensstile und die Einkaufsgewohnheiten der Leute in deiner Umgebung. Von Vorteil sind Gebiete mit einer ausreichenden Anzahl an Kunden sowie wenig Wettbewerb.
  2. Verkehr: Ist dein zukünftiger Laden gut angebunden? Gehen dort viele Leute vorbei, liegt er an einer Hauptstraße, befinden sich öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe oder liegt der Standort in einem beliebten Viertel?
  3. Wettbewerb: Wirf einen Blick auf die Konkurrenz in deiner Nähe. Heb dich von diesen Läden ab und finde deinen eigenen USP. Das kann ein einzigartiges Angebot oder ein besonderer Service sein.
  4. Der Laden: Auf der Suche nach einem Standort für deinen Tante-Emma-Laden ist natürlich auch die Immobilie an sich entscheidend. Ist sie groß genug für dein geplantes Sortiment? Hast du genug Lagerplatz? Diese und andere Faktoren gilt es zu berücksichtigen.
  5. Parkmöglichkeiten: Deine Kunden freuen sich über ausreichend Parkplätze in der Nähe deines Ladens. 
  6. Miete: Was sagen die Mietkosten? Liegen sie in einem angemessenen Verhältnis zu deinem Budget und den erwarteten Umsätzen?
  7. Bauvorhaben: Berücksichtige mögliche Entwicklungen oder Veränderungen in deiner Umgebung. Wenn in einem Jahr ein neuer Supermarkt gegenüber von deinem Geschäft gebaut wird, ist dies vielleicht nicht der ideale Standort, um einen Tante-Emma-Laden zu eröffnen.
  8. Nachbarschaft: Lerne potenzielle Kunden aus der Nachbarschaft kennen und erfahre etwas über ihre Bedürfnisse. Ein guter Ruf und positive Mundpropaganda sind entscheidende Faktoren für deinen Erfolg.

So findest du die richtigen Mitarbeiter*innen für deinen Tante-Emma-Laden

Die richtigen Mitarbeiter*innen für deinen Tante-Emma-Laden findest du, indem du zunächst klar definierst, welche Fähigkeiten und Eigenschaften sie haben sollen – zum Beispiel Kundenorientierung, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Anschließend kannst du verschiedene Kanäle nutzen, um potenzielle Mitarbeiter*innen anzusprechen. Dazu zählen etwa Jobbörsen, lokale Medien, Social Media und persönliche Empfehlungen. Doch nicht nur die fachlichen Qualifikationen sollten stimmen, sondern auch die Einstellung. Kommuniziere deine Erwartungen klar, biete ihnen eine angemessene Vergütung und schaffe ein positives Arbeitsumfeld, um deine Mitarbeiter*innen langfristig zu binden.

Die passende Produktauswahl für deinen Tante-Emma-Laden

Du bestimmst zwar, welche Produkte du anbietest, doch was tatsächlich verkauft wird, hängt letztlich von den Bedürfnissen und Vorlieben deiner Zielgruppe ab. Eine gute Mischung aus alltäglichen Produkten und Spezialitäten kommt meist gut an. So kannst du die passende Produktauswahl treffen:

  1. Finde durch eine Marktanalyse heraus, welche Produkte in deiner Nachbarschaft gefragt sind.
  2. Führe Umfragen oder Gespräche mit potenziellen Kunden durch, um herauszufinden, welche Produkte und Marken sie sich in einem Tante-Emma-Laden wünschen. 
  3. Schau dir das Angebot deiner Wettbewerber an und entdecke Nischen, die du abdecken kannst.
  4. Gibt es saisonale Trends und lokale Besonderheiten? 
  5. Deine Produkte sollten vielfältig, frisch und qualitativ hochwertig sein. Dazu gehören Basics wie Nudeln und Getränke oder auch Haushaltswaren. Ebenso sind Spezialitäten von lokalen Herstellern eine gute Idee.
  6. Biete deine Produkte in verschiedenen Preiskategorien an, um ein breites Spektrum von Kunden anzusprechen.
  7. Bleib flexibel und passe dein Sortiment an die Bedürfnisse deiner Kunden an. Wenn du ein Produkt gut findest, es aber von deinen Kunden nicht akzeptiert wird, fliegt es am besten schnell aus dem Sortiment.

Effektives Marketing für deinen Tante-Emma-Laden

Du hast deinen Tante-Emma-Laden eröffnet und möchtest nun Werbung dafür machen? Probier‘s doch mal hiermit: 

  • Schalte Anzeigen in lokalen Zeitungen, Anzeigenblättern oder Magazinen.
  • Verteile Flyer oder hänge Plakate in der Nachbarschaft oder in benachbarten Geschäften auf.
  • Nutze Social Media. Mit Sonderaktionen und Gewinnspielen sorgst du dafür, dass dein Post oft geteilt wird. Gutscheinaktionen eignen sich beispielsweise sehr gut für Plattformen wie Facebook und Instagram. 
  • Nimm an lokalen Veranstaltungen wie Straßenfesten, Märkten oder Gemeindefesten teil, um mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen.
  • Kooperiere mit anderen lokalen Unternehmen und führt gemeinsame Werbeaktionen durch. Beispielsweise könnt ihr euch gegenseitig empfehlen.
  • Biete Treueprogramme, Sonderangebote oder Rabatte für Stammkunden an. Das stärkt die Kundenbindung.
  • Registriere dich in Online-Verzeichnissen wie Google My Business, Yelp oder anderen Branchenverzeichnissen, um online gefunden zu werden.
  • Versende Postkarten oder Werbebriefe an potenzielle Kunden in deiner Zielgruppe, um sie zum Besuch deines Ladens einzuladen. 
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Späti, Hofladen & Co – welche Alternativen gibt es zum Tante-Emma-Laden?

Du musst keinen Tante-Emma-Laden eröffnen, um dein eigenes, kleines Lebensmittelgeschäft zu leiten. Es gibt noch viele weitere Optionen, die vielleicht mehr zu dir und deinen Vorstellungen passen. Ein paar davon möchten wir dir gerne vorstellen. 

Der Spätkauf 
Der sogenannte „Späti“ oder Kiosk ist besonders aus Großstädten nicht mehr wegzudenken. In Berlin findest du ihn beispielsweise an jeder Ecke. Während Supermärkte schon längst geschlossen haben, macht der Spätkauf seinem Namen alle Ehre. Bis spät in die Nacht kannst du dir dort deine Gelüste nach Gummibärchen, Chips, Bier oder einer spontanen Flasche Sekt mit deiner besten Freundin erfüllen. Wenn es dir nichts ausmacht, lange zu arbeiten und vor allem feierfreudige, junge Menschen als Kunden zu haben, dann ist der Späti das Richtige für dich.  

Der Hofladen 
In einem Hofladen verkaufst du Produkte aus einem landwirtschaftlichen Betrieb, also z. B. Eier, Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte. Oft steht der Hofladen direkt auf dem Gelände des dazugehörigen Hofes und wird von den Landwirt*innen selbst betrieben. In vielen Fällen befindet er sich in umliegenden Ortschaften und beschäftigt eigenes Personal. 

Der Unverpackt-Laden  
In Unverpackt-Läden verkaufst du alles ohne Verpackung. Der Fokus liegt dabei meist auf Lebensmitteln. Die Kunden bringen ihre eigenen Dosen, Gläser und Behälter mit und kaufen nur so viel Nudeln, Müsli, Reis und Co. ein, wie sie tatsächlich benötigen. Hinter dem Konzept steht die Idee, Verpackungsmüll zu reduzieren und eine nachhaltige Einkaufsweise zu fördern. 

Der Dorfladen 
Wie der Name bereits andeutet, befinden sich diese Lebensmittelläden in einer ländlichen Gegend – im wahrsten Sinne „auf dem Dorf“. Mit einem Dorfladen betreibst du oft die einzige Einkaufsmöglichkeit für die dortigen Anwohner*innen. Dein Sortiment ist also am besten breit aufgestellt, darf aber auch gern regionale Produkte von ansässigen Bauern enthalten.

Tante Enso: Der moderne Tante-Emma-Laden von heute

Tante Enso ist der beste Beweis dafür, dass das Konzept des Tante-Emma-Ladens auch im 21. Jahrhundert funktioniert. Denn das Unternehmen kombiniert einen Onlineshop mit Mini-Supermärkten vor Ort. All das ganz modern organisiert in einer Genossenschaft. Das bedeutet, dass jeder mitmachen kann – auch du! 

Die Idee ist so clever wie einfach. Kunden kaufen entweder direkt online im Tante Enso-Shop ein oder in einer der Filialen in ihrer Nähe – und das 24/7, also rund um die Uhr. Denn mit einer Tante Enso-Karte haben Kunden auch jederzeit Zugang zu den lokalen Märkten und können dort bargeldlos an der Selfcheckout-Kasse einkaufen. Beim Sortiment gibt es Mitspracherecht – jeder Kunde kann sich neue Produkte oder Services wünschen. So hat jeder die Chance, auch den Artikel im Regal zu finden, den er in anderen Geschäften vermisst. 

Wer noch mehr mitgestalten möchte, tritt der Genossenschaft bei. Genossenschaftsmitglieder bestimmen jedes Jahr bei der Generalversammlung über die Zukunft des Unternehmens mit. Außerdem genießen sie weitere Vorteile, wie etwa Cashback auf ihre Einkäufe.

Deine Checkliste, um deinen Tante-Emma-Laden zu eröffnen

Zum Schluss möchten wir dir eine Checkliste mit auf den Weg geben, wie du deinen eigenen Tante-Emma-Laden erfolgreich eröffnest und leitest.

  1. Analysiere den lokalen Markt, die Bedürfnisse deiner Zielgruppe und die Konkurrenz, um ein fundiertes Verständnis für dein Geschäftsumfeld zu entwickeln.
  2. Wähle einen gut frequentierten Standort mit ausreichend Fußgänger- und Fahrzeugverkehr, damit deine Kunden deinen Laden sehen und gut erreichen können. 
  3. Biete eine ausgewogene Mischung aus alltäglichen Produkten und Spezialitäten an, die den Bedürfnissen deiner Kunden entspricht.
  4. Mit freundlichem und persönlichem Kundenservice bindest du deine Kunden langfristig.
  5. Nutze verschiedene Werbekanäle wie lokale Anzeigen, Social Media und Mundpropaganda, um deinen Laden bekannt zu machen und Kunden anzulocken.
  6. Biete qualitativ hochwertige Produkte an und lege Wert auf Frische und eine ansprechende Präsentation, um das Vertrauen deiner Kunden zu gewinnen und zu erhalten.
  7. Finde Mitarbeiter*innen, die die Leidenschaft für persönliches Einkaufen im vertrauten Kreis mit dir teilen.
  8. Engagiere dich vor Ort, unterstütze lokale Veranstaltungen und kooperiere mit anderen Unternehmen, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken und Kundenbeziehungen aufzubauen.
  9. Sei offen für Veränderungen und passe dein Angebot und deine Strategien kontinuierlich an die sich ändernden Bedürfnisse und Trends an.
  10. Führe eine sorgfältige Finanzplanung durch, um sicherzustellen, dass du über ausreichende finanzielle Ressourcen verfügst, um deinen Tante-Emma-Laden zu eröffnen und zu betreiben.

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bhp