Social Entrepreneur*in und Social Entrepreneurship

Unternehmergeist und soziale Wertschöpfung – das ultimative Dream-Team

Wir leben in einer Welt voller Möglichkeiten und Fortschritt – und enormer sozialer Herausforderungen. Wenn du mit Unternehmer- und Fortschrittsgeist dabei bist, die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen, um neue Lösungsansätze für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft zu bieten, dann bist du Social Entrepreneur*in.

Das Konzept des Social Entrepreneurship – das sich auch als Sozialunternehmertum übersetzen lässt – hat sich in den letzten Jahren zu einem großen internationalen Trend entwickelt. Diesem liegt die wachsende Überzeugung zugrunde, dass man mit einem unternehmerischen Ansatz den nachhaltigsten gesellschaftlichen Mehrwert erzielen kann.

Sozialunternehmen – auch als Social Business oder Social Enterprises bezeichnet – liegen demnach in einem Mittelfeld zwischen rein wohltätigen und rein kommerziellen Organisationen. Vor allem in den modernen Formen streben sie oft eigene Gewinne an, aber diese werden höchstens in kleinem Maße abgeschöpft. Größtenteils werden sie reinvestiert, um die eigene Finanzierung und Wirkung zu sichern. Die Maximierung einer positiven sozialen Wirkung – oder auch Impact – ist hier Trumpf und überholt das Ideal der Gewinnmaximierung: Mit diesem Ansatz stehen Social Entrepreneur*innen für ein neues unternehmerisches Selbstverständnis und mischen das bekannte Zusammenspiel zwischen Markt, Staat und Sozialwesen auf.

Die Liste von interessanten Beispielen ist lang – und das auf allen Kontinenten (wir stellen dir weiter unten einige vor). Die Geschichte von Muhammad Yunus’ Mikrokrediten, durch die er ein neues Konzept der Armutsbekämpfung etablierte, ist bekannt. Yunus erhielt dafür den Friedensnobelpreis und prägte den Social-Business-Gedanken entscheidend mit. Seine Vision für unsere Gesellschaft ist, dass die Entwicklung innovativer Lösungsansätze für soziale und ökologische Probleme mit derselben Passion betrieben wird, wie die marktwirtschaftliche Profitbeschaffung.

Willst auch du den Social-Entrepreneurship-Ansatz zu deiner Mission machen und ökonomische Wertschöpfungsketten bewusst so nutzen, dass sie zu einer fairen und gemeinwohlorientierten Lebenswelt für heutige und zukünftige Generationen beitragen? Dann zeigen wir dir hier, welche verschiedenen Ansätze, Möglichkeiten und Herausforderungen das Konzept mit sich bringt.

Begriffsklärung: Von Entrepreneuren, Sozialunternehmen und Enterprises

Klären wir zuerst noch kurz die Begriffe, die den Ansatz des Social Entrepreneurship umschwirren. Wie schon erwähnt, ist Social Entrepreneurship weitgehend das, was auf Deutsch als Sozialunternehmertum bezeichnet wird. Die sozial unternehmerische Idee ist dabei nicht unbedingt neu, aber der stark innovative Ansatz, mit dem diese Idee heute betrieben wird, ist dies allemal. Und es ist genau dieser innovative Ansatz, für den der Begriff Entrepreneurship im Allgemeinen steht: Der schillernde Trendbegriff aus den USA beschreibt einen innovationsgetriebenen Unternehmergeist und setzt sich auch in Deutschland immer mehr durch. Mittlerweile gibt es dazu auch hierzulande eine Menge an Literatur, Forschung und ganze Studiengänge zu dem Thema. Aus der Zusammenfügung von Innovationsgeist und sozialer Wertschöpfung entsteht das Ideal des Social Entrepreneurship.

Entrepreneur*in bist du, wenn du ein Geschäftsmodell in innovativer Weise entwickelt oder weiterentwickelt hast. In derselben Weise können auch Social Entrepreneur*innen von Sozialunternehmer*innen unterschieden werden.

Ein Social Business ist das Sozialunternehmen, das du als Social Entrepreneur*in betreibst. Im englischsprachigen Raum verwendet man auch oft den übergeordneten Begriff der Social Enterprise. Das Wort Enterprise ist ähnlich wie der Begriff Organisation, es schließt also jede Art der Unternehmung mit ein, auch solche, die nicht mit einer Business-Struktur sondern mit einer Non-Profit-Struktur arbeiten.

Es gibt noch andere Formen des Entrepreneurship. Ein Entrepreneur in Residence ist z.B. ein*e "Unternehmer*in im Haus", also im Unternehmen selbst.

Organisations- und Rechtsformen: Die Mischung machts

Die folgende Tabelle zeigt einen Überblick über das ganze Spektrum von rein wohltätigen bis zu rein kommerziellen Organisationen. Sozialunternehmen liegen dabei im Mittelfeld. In Deutschland hat es für sie lange zum guten Ton gehört, in gemeinnützigen Rechtsformen ohne Profitansatz strukturiert zu sein. In den letzten Jahren setzen sich aber auch gewerblich verfasste, profitorientierte Formen – sowie Mischformen – immer mehr durch.

Quelle: BMWI (Unterberg, Richter und andere Autoren), „Herausforderungen bei der Gründung und Skalierung von Sozialunternehmen. Welche Rahmenbedingungen benötigen Social Entrepreneurs?“, 2015

Finanzierungsmodelle: Gewerbliche und gemeinnützige Finanzierungslogiken verbinden

Eine passende und nachhaltige Finanzierungform für dein Sozialunternehmen zu finden, ist oft der entscheidende Knackpunkt und kann eine zentrale Herausforderung sein. Social Entrepreneurship ist zwar auch für die Gründungs- und Wirtschaftsförderung in Deutschland eine neue und spannende Zielgruppe, aber passende Förderansätzen und Rahmenbedingungen sind noch in der Entwicklung. Die Herausforderung ist hier, dass die Finanzierungsstrukturen der wirtschaftlichen und der wohlfahrtsstaatlichen Sphären bisher stark getrennt waren, wodurch man als Social Entrepreneur*in schnell zwischen den Stühlen sitzen kann.

Allerdings gibt es einen besonderen Vorteil, den du dir als Social Entrepreneur*in zunutze machen kannst: Die Breite deiner Finanzierungsmöglichkeiten ist größer als bei rein sozialen oder rein profitorientierten Strukturen, da du Gelder gleichzeitig aus verschiedenen Sektoren mobilisieren kannst. Du kannst also sowohl eigenes Einkommen generieren – typischerweise durch Produktverkauf, Dienstleistungen, Mitglieds- oder Nutzerbeiträge – als auch Spenden und (ehrenamtliche) Unterstützung mobilisieren und zusätzlich Zuschüsse der öffentlichen Hand einwerben. Auch Crowdfunding ist eine geeignete Finanzierungsmöglichkeit für Social Entrepreneur*innen.  Erfolgreiche Sozialunternehmer*innen schaffen es, sich durch einen kreativen Mix aus öffentlichen und privaten Mitteln solide und nachhaltig aufzustellen.

Wenn du ein attraktives Konzept hast, steht dir außerdem ein – wenn auch kleiner – sozialer Kapitalmarkt mit sozialen Beteiligungsfonds und sogenanntem Social-Venture-Capital bereit (zum Beispiel die Schwab-Foundation, die Vodafone-Stiftung und die KfW engagieren sich in diesem Bereich). Diese Kapitalgeber erwarten keine oder wenig finanzielle Rendite, aber dafür soziale.

Das heißt, dass sich die Investition in das Geschäftsmodell als ausgesprochen gewinnbringend erweisen soll – aber eben nicht in finanzieller Hinsicht, sondern in Bezug auf ihre soziale Wirkung und ihren gesellschaftlichen Nutzen. In Anlehnung an den gängigen Business-Begriff Return on Investment, spricht man hier auch von einem Social Return on Investment. Bei Kapitalgebern, die sowohl auf finanzielle als auch soziale Rendite abzielen, spricht man von einer Blended Value Proposition.

Auch eine Skalierung von sozial unternehmerischen Ideen ist möglich, aber die Finanzierung bringt leider noch viele Herausforderungen mit sich. Das Konzept der Skalierung kommt aus der BWL und wurde von dort in den Kontext von sozialen Organisationen übertragen.

Sozialunternehmen: Geschäfts- und Wirkungsmodelle mit Beispielen

Sozialunternehmen verwenden unterschiedliche Geschäfts- bzw. Wertschöpfungsmodelle und Finanzierungskonzepte, um den erwünschten gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Diese wollen wir dir hier vorstellen und anhand von ein paar Beispielen veranschaulichen:

  • Spendenmodelle mit Social-Marketing-Fokus: Hier steht das Fundraising für soziale oder ökologische Anliegen im Vordergrund – und das kann auf verschiedenste Weise betrieben werden. Neben Events, Aktionen, und Social-Media-Kampagnen werden oft auch simple Produkte verkauft, einerseits zur Einkommensgenerierung, andererseits zum Branding der eigenen Marke. Durch die Verbindung des Produkts mit der sozialen Vision – die durch die Marketingkampagnen vorangetrieben wird– sticht das Produkt im Wettbewerb heraus. Das Mineralwasser von Viva con Agua ist hier ein klassisches Beispiel.
     
  • Quer-Subventionierung: Das heißt, du kaufst ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung und finanzierst dadurch dasselbe für eine Person mit, die es dringend braucht, aber nicht bezahlen kann. Als einfaches Beispiel: Du kaufst deine neuen Schuhe bei einem Unternehmen, das bei jedem Verkauf ein Paar Schuhe an eine Familie spendet, die durch eine Naturkatastrophe Hab und Gut verloren hat. Das ist auch dein Grund, die Schuhe hier zu kaufen und nicht anderswo.
    Schau dir gerne das eindrucksvolle Beispiel des Aravind Eye Hospitals an. Das indische Krankenhaus bietet Augenbehandlungen. Die wohlhabende Bevölkerung lässt sich kostenpflichtig behandeln (30 Prozent) und finanziert damit die kostenfreie Behandlung von einkommensschwachen Patienten (70 Prozent) mit. Durch dieses Konzept werden nicht nur Einzelschicksale verändert, sondern auch Gesellschaft und Solidaritätsgefühl gestärkt.
     
  • Erfahrungen und Erlebnisse verkaufen: Hier veränderst du ein gängiges Konzept in einer Weise, dass es für deine Kunden etwas ganz Besonderes wird. Ein Beispiel sind Restauranterlebnisse bei denen alles im Dunklen und unter der Leitung von Blinden stattfindet. Schau dir hier auf der Gründerplattform das Geschäftsmodell von Blinde Kuh  an. Solche Erfahrungen stellen nicht nur die ganze Erlebniswelt von Sehenden auf den Kopf. Sie sensibilisieren auch allgemein für das gesellschaftliche Thema „blind sein“ und schaffen einen Raum, in dem dir Blinde durch ihre besonderen Stärken weit überlegen sind.
    Auch im Tourismusbereich werden oft Erfahrungen und Erlebnisse nach sozial-unternehmerischem Ansatz verkauft. So werden Urlaubsreisen mit Freiwilligenarbeit in sozialen oder Umweltschutzprojekten verbunden oder eine Unterbringung bei lokalen Organisationen oder Familien arrangiert, was für sie eine neue Einnahmequelle schafft. 
     
  • Neue Informations- und Kommunikationstools: Hier nutzt du die neuen digitalen und technischen Möglichkeiten für soziale Ziele. Ein Klassiker ist die Onlineplattform abgeordnetenwatch.de, die sich für politische Partizipation und Transparenz einsetzt. Hier erhalten Bürger*innen weitreichende Einblicke und Informationen und stellen den Abgeordneten ihre Fragen. Diese antworten und nutzen die Plattform als Selbstdarstellungs-Tool. Dafür zahlen sie auch Beiträge. Daneben fließen Fördergelder, Spenden, Social-Venture-Capital und ehrenamtliche Unterstützung ein.
    Schau dir bei uns das vielversprechende Konzept von Ada Health an. Die kommerzielle KI-gestützte Gesundheitsplattform zur Erkennung von Krankheiten soll Privatpersonen eine verlässliche Informationsquelle bieten, vor allem dort, wo ärztliche Beratung nicht leicht zu erhalten ist. Finanziert wird die Plattform durch Stiftungen, Zuschüsse und Krankenkassen.
    Die Crowdfunding-Plattform Betterplace wiederum ist ein interessanter Mischfall, denn sie passt sowohl in diese Kategorie, als auch zu den Spendenmodellen mit Social-Marketing-Fokus.
     
  • Direkte Produktevergabe oder Dienstleistung: In diesem Modell arbeitest du direkt mit deiner Zielgruppe zusammen und bietest beispielsweise Beratung, Workshops, Veranstaltungen oder andere sozial orientierte Leistungen an. Vielleicht stellst du (dabei) auch spezielle Produkte zur Verfügung, von denen deine Zielgruppe profitiert. Ein typisches Beispiel sind Kleiderkammern zur Versorgung und Unterstützung von Flüchtlingen.

Hier findest du alle oben genannten Beispiele zum selber durchklicken.

 

Diese Social Entrepreneur*innen haben originelle Konzepte entwickelt an – schau dir die Interviews mit ihnen hier auf der Gründerplattform an:
 

  • Kerstin Heuer hat das Projekt Futurepreneur e.V. ins Leben gerufen, das benachteiligte Jugendliche dabei unterstützt, selbst Entrepreneur*innen zu werden, also Ideen auszuprobieren und damit Geld zu verdienen. Aus ihrer Erfahrung lässt sich einiges lernen.
     
  • Das Gründerteam von Social-Bee – das für sein spannendes Konzept eine Auszeichnung der KfW erhielt – hat eine gemeinnützige Zeitarbeitsagentur für Geflüchtete aufgebaut und ist einer der ersten deutschen Integrationsdienstleister.

Das Porträt des Sozialunternehmens SocialBee

Insgesamt ist klar: Hinter all diesen Geschäftsmodellen stecken unternehmerisch denkende Köpfe, die es geschafft haben, im Zusammenhang mit ihren sozialen Visionen überzeugende Wertschöpfungsmodelle zu entwickeln. Wenn das auch dein Traum ist, lies dir im Folgenden unsere Tipps durch, wie du selbst als Social Entrepreneur*in Fuß fassen kannst.

Social Entrepreneur*in werden – die Basics

Zunächst gelten für Social Entrepreneur*innen dieselben Tipps, wie für alle Entrepreneur*innen:

  • Jeder unternehmerische Erfolg beginnt mit einer kleinen, vom Entrepreneurship-Geist geprägten Anfangsidee. Betrachte die Welt durch eine kreative und innovative Brille und geh die Sache mit einer guten Portion Neugier an. Es geht darum, sich in gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge einzudenken und sich zu fragen, wie man das Bestehende neu und besser gestalten könnte. Frage dich auch, was gebraucht wird, was Alleinstellungsmerkmale sein könnten und wer für was Geld ausgeben würde. Tue dies am besten in einem Bereich, der dich interessiert und in dem du dich auskennst.
     
  • Wenn du eine gute Idee gefunden hast, geht es darum, diese so lange mit unbeirrbarer unternehmerischer Vision, Leidenschaft, Geschick, und Durchhaltevermögen zu verfolgen, bis du daraus ein überzeugendes Geschäftsmodell entwickelt hast. Dass es dabei auch Phasen der Ungewissheit, Risiken und Rückschläge geben kann, ist ganz normal.
     
  • Um erfolgreich ein Unternehmen zu gründen, brauchst du kein betriebswirtschaftliches Fachwissen und keinen MBA-Abschluss. Die Idee des Entrepreneurship steht der vom Management im Sinne von Business Administration (also Verwaltung) gegenüber. Beide sind wichtig und sollen sich ergänzen, aber für die Gründung eines Unternehmens zählt zunächst dein innovativer und unternehmerischer Geist, alles andere lässt sich damit organisieren.

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Über diese allgemeinen Tipps für Entrepreneur*innen hinaus, ist es für angehende Social Entrepreneur*innen wichtig, sich mit der Komplexität sozialer Wirkungen auseinanderzusetzen – denn das ist etwas komplizierter als einen rein finanziellen Mehrwert zu schaffen.

Social Entrepreneurship in einer Welt voller Komplexität und Widersprüche

Entrepreneur*in sein ist hip und als Social Entrepreneur*in gleichzeitig sozialen Mehrwert zu erschaffen noch viel mehr. Wir brauchen sozial orientierte Entrepreneur*innen in unserer Welt, um neue Ideen zu entwickeln und diverse Probleme anzugehen. Trotzdem ist es auch wichtig, sich folgendes klarzumachen: Gute Absichten haben viele, aber es ist leicht, von ehrenwerten Zielen zu sprechen, aber nicht unbedingt, tatsächlich eine nachhaltig positive Wirkung zu erzielen. Soziale Missstände sind oft tief in komplexen und vielschichtigen gesellschaftlichen Zusammenhängen verwoben. Diejenigen, die schon lange im sozialen Bereich oder in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, können dir viel darüber erzählen. Perfekte Lösungen gibt es leider oft nicht. Zum Beispiel können Erfolge einerseits offensichtlich, aber andererseits von sehr misslichen Nebenwirkungen begleitet sein. Wusstest du zum Beispiel, dass viele soziale Maßnahmen, die ein großer Teil von uns für selbstverständlich hält, in der Fachdebatte hoch umstritten sind? In der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern gilt dies zum Beispiel für das Spenden von Altkleidern, bestimmte Freiwilligendienste oder die Unterstützung von Kinderheimen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es fundamental wichtig ist, sich gut zu informieren – sowohl über die verschiedenen Seiten des Themas, um das es geht, als auch über die Bemühungen, die es dazu schon gibt. Gerade als Entrepreneur*in möchte man vielleicht gerne mit seiner eigenen Idee groß rauskommen, obwohl es für den sozialen Impact viel sinnvoller sein kann, mit anderen zusammenzuarbeiten und mitzuhelfen, dass die Modelle, die schon da sind, wirklich Früchte tragen.

Wenn du als Social Entrepreneur*in herausragende Arbeit leisten möchtest, brauchst du neben einer guten Idee und einem überzeugenden Geschäfts- bzw. Wirkungsmodell vor allem ein fortlaufend sensibles und reflektiertes Qualitätsmanagement der Umsetzung.

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Expertennetzwerke und Anlaufstellen im Social-Entrepreneurship-Bereich

Wenn du Social Entrepreneur*in werden willst, gibt es eine Reihe von Anlaufstellen für dich, bei denen du dich informieren und vernetzen kannst. In verschiedenen deutschen Städten findest du zum Beispiel die Social Impact Labs, die Impact Hubs, die Impact Factory oder die Social Entrepreneurship Akademie.

Berlin gilt übrigens auch als ein Zentrum des Social Entrepreneurship und wartet heute mit diversen Ausbildungs-, Vernetzungs- und Unterstützungsprojekten für alle Interessierten und Engagierten auf. Dort sitzt auch eine Art Dachverband des deutschen Sektors, das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. (SEND). Auf internationaler Ebene ist die Organisation Ashoka die bekannteste Organisation von und für Social Entrepreneur*innen.

Du kannst auch an den großen Kongressen der Szene teilnehmen, um einen guten Einblick in die Welt des Social Entrepreneurship zu bekommen. Dazu gehören zum Beispiel der Vision Summit, der Social Impact Summit und der Ecosummit

Ein Wort zu Ecopreneurship

„Fridays for Future“ hat das Thema Ecopreneurship brandaktuell gemacht (es gibt jetzt übrigens auch schon die „Entrepreneurs for Future“). Ecopreneurship stellt ökologische Ziele, vor allem den Schutz der Umwelt oder des Klimas, in den Mittelpunkt. Dies wurde lange als eine Untergruppe des Social Entrepreneurship verstanden, aber etabliert sich zunehmend als ein ganz eigenes Gebiet. Man spricht von grünen Gründungen, grünen Unternehmen und einer Green Economy. Natürlich gibt es die grüne Bewegung insgesamt schon lange, aber im Kontext der fortschreitenden digitalen und technischen Entwicklungen und der wachsenden Aktualität des Themas wird sie immer stärker. Als Ecopreneur*in arbeitest du an Lösungen für umwelttechnische Probleme und an umweltschonenden Alternativen für alle Lebens- und Geschäftsbereiche – hoch innovative Ansätze sind dabei oft typisch.

Fazit

Während Entrepreneurship im Allgemeinen ein kreatives und innovatives Unternehmertum bezeichnet, spricht man von Social Entrepreneurship, wenn nicht der Profit, sondern soziale Ziele im Vordergrund stehen. Bei Ecopreneurship ist es ähnlich, nur dass der Schutz der Umwelt im Mittelpunkt steht. 

Sozialunternehmen – im Englischen Social Business oder auch Social Enterprises – sind das Produkt sozialer Entrepreneur*innen. Insgesamt schließt das Konzept sowohl Unternehmungen mit einer gewinnorientierten Business-Struktur als auch solche mit einer Non-Profit-Struktur mit ein. Wenn es Profite gibt, sollen diese die eigene Finanzierung absichern und Überschüsse werden im Idealfall reinvestiert. Darüber hinaus ist eine messbare soziale Wirkung das ultimative Ziel, wobei man auch von einem Social Return on Investment spricht.

Um aber tatsächlich einen rundum positiven sozialen Mehrwert zu bewirken, ist es wichtig, gut informiert zu sein und den Kontext, in dem man sich bewegt, gut zu verstehen. Tust du dies, dann lege los und entwickle aus deiner Idee ein überzeugendes Geschäfts- oder Wirkungsmodell. Kümmerst du dich dann noch um ein fortlaufend sensibles und reflektiertes Wirkungsmanagement der Umsetzung deines Modells, wirst du genau zu den Social Entrepreneur*innen gehören, die wir in unserer Weltgesellschaft brauchen.

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bhp