Von der tierisch guten Idee zum fertigen Businessplan

Hundepension eröffnen – Voraus­setzungen & Businessplan

Wenn du deine Liebe zu Tieren, insbesondere zu Hunden, zum Beruf machen und dabei auch noch deinen Traum von der Selbstständigkeit verwirklichen möchtest, gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist die Eröffnung einer Hundepension. Übernimm die Betreuung und Pflege der vierbeinigen Freunde, wenn Herrchen und Frauchen im Urlaub sind oder der stressige Alltag gerade kaum Zeit für verschmuste Stunden lässt. 

Wichtig dabei: Hier geht es nicht nur um Streicheln und Gassi gehen! Die Besitzer*innen wollen und müssen sich darauf verlassen können, dass für ihre Vierbeiner rund um die Uhr gut gesorgt ist. Darum darf auch nicht jede*r eine Hundepension eröffnen. Welche Voraussetzungen du erfüllen musst und wie du mit einem Businessplan dein Hundehotel auf dem Papier planst, erfährst du hier.

Voraussetzungen: Was brauchst du, um eine Hundepension zu eröffnen?

Auf der persönlichen Ebene brauchst du vor allem ein großes Herz für Vierbeiner. Dieses wird am besten ergänzt durch jahrelange Erfahrung mit Hunden unterschiedlichster Rassen. Vielleicht bist du mit Hunden aufgewachsen oder hast dir in der Jugend dein Taschengeld durch Gassirunden mit den Nachbarshunden aufgebessert? Je nach Angebot, auf das wir weiter unten noch ausführlicher eingehen, sind eine Ausbildung zum/zur Hundetrainer*in oder Kenntnisse in der Veterinärmedizin hilfreich. Eine Ausbildung als Tierpfleger*in oder Tierarzthelfer*in kann außerdem als Sachkundenachweis beim Veterinäramt genügen, um überhaupt die Erlaubnis zu erhalten, eine Hundepension eröffnen zu dürfen.

Bevor wir auf die konkreten gesetzlichen Voraussetzungen und Auflagen eingehen, noch ein Hinweis zu deiner persönlichen Eignung: Neben dem sicheren Umgang mit Tieren sind auch eine offene Persönlichkeit und Spaß am Umgang mit Menschen wichtig. Gerade wenn es um das eigene Tier geht, können Menschen sehr anspruchsvoll und diskussionsfreudig sein – darauf musst du Lust haben und mit kritischen Stimmen umgehen können. Außerdem solltest du zahlenaffin oder zumindest -bewusst sein und dich und andere gut organisieren können – schließlich musst du dich nicht nur um die Vierbeiner, sondern auch um dein Unternehmen kümmern. 

Hundepension eröffnen: Gesetzliche Auflagen und wichtige Anmeldungen

Zunächst einmal musst du, wie bei nahezu jeder Geschäftsgründung, ein Gewerbe anmelden und dich für eine Rechtsform entscheiden. Grundsätzlich ist jede Rechtsform denkbar, abhängig davon, wie viel Kapital du mitbringst und wie die Haftung geklärt sein soll. Die meisten Hundepensionen, die von einer Person allein gegründet werden, sind als Einzelunternehmen angemeldet. Gründest du als GmbH oder UG, musst du deine Hundepension im Handelsregister eintragen lassen. Um die Gewerbeanmeldung abzuschließen, benötigst du zuerst eine Gewerbeerlaubnis. Diese ist nötig, weil du mit lebenden Wesen arbeiten willst und das Tierwohl sichergestellt werden muss.

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Das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Hundeverordnung

Was Tierwohl genau bedeutet, wird zum einen über das Tierschutzgesetz, zum anderen über die seit 2001 gültige Tierschutz-Hundeverordnung definiert. Darin sind die Anforderungen an Haltung und Umgang mit Hunden, wie und was gefüttert werden darf, die Gestaltung der Zwinger, Boxen und Gehege sowie Beschäftigung und Auslauf der Vierbeiner geregelt. Außerdem wird hier klar festgelegt, dass eine Hundepension nicht in einem reinen Wohngebiet eröffnet werden darf, um Lärm- und Geruchsbelästigung zu verhindern.

Voraussetzungen für die Gewerbeerlaubnis deiner Hundepension

Basierend auf diesen gesetzlichen Bestimmungen musst du bestimmte Auflagen erfüllen, um eine Gewerbeerlaubnis zu erhalten. Dazu gehört vor allem ein Sachkundenachweis, den du gegenüber dem Veterinäramt in Form einer Prüfung erbringst. Eine abgeschlossene Ausbildung zum bzw. zur Tierarzthelfer*in oder Tierpfleger*in ist hilfreich bei der Erbringung dieses Nachweises bzw. wird manchmal auch anstelle einer Prüfung akzeptiert. Außerdem musst du ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, manchmal auch einen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (SCHUFA-Auskunft) und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung durch das Finanzamt. 

Wird dir die Erlaubnis erteilt und ist dein Gewerbe angemeldet, kommt im letzten Schritt ein*e Amtstierärzt*in zur Begehung deiner Anlagen und nimmt diese ab – erst dann darfst du die Hundepension offiziell eröffnen.

Vor der Eröffnung: Die Ausstattung und das Angebot der Hundepension planen

Schon während du dich um die Erlaubnisse kümmerst, solltest du mit der Planung deiner Hundepension und deines Angebots beginnen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Suche nach einer passenden Immobilie. Dabei sind der Standort, aber auch die Aufteilung und Einrichtung der Räumlichkeiten wichtig. Neben Räumen für die Unterbringung der Hunde brauchst du Auslaufzonen, ein Büro, Lagerflächen und eine „Küche“ zur Zubereitung des Futters. Von der Größe der Flächen hängt ab, wie viele Hunde du maximal aufnehmen darfst. Überlege dir, ob du Einschränkungen bei den Rassen machen möchtest, ob du Platz für kranke Tiere oder „Problemhunde“ einplanen möchtest, die einzeln in Zwingern untergebracht werden müssen. Außerdem bestimmt dein zukünftiges Angebot auch den Bedarf an Platz: Wenn du Hunde nicht nur betreuen, sondern mit ihnen trainieren willst, brauchst du Platz für Spiel- und Trainingsplätze und das entsprechende Equipment. Auch ein Swimmingpool kann zur Ausstattung dazu gehören, ebenso wie ein „Wellness-Bereich“, in dem Hunde gewaschen, frisiert und geföhnt werden. 

Ist eine Immobilie mit der passenden Ausstattung bzw. dem passenden Platz gefunden, musst du außerdem beachten, ob und wie das Grundstück eingezäunt ist oder sich einzäunen lässt, welche Türen verbaut sind, ob eine ausreichende Belüftung der Räume sichergestellt ist und welche Materialien im Inneren verwendet wurden. Alles muss dem Tierwohl entsprechend gestaltet sein. Wenn du dir unsicher bist, welche Auflagen du hier erfüllen musst, sprich mit dem für deinen Standort zuständigen Veterinäramt.

Bedenke: Wenn du eine Immobilie mietest, kommst du erst einmal günstiger davon, darfst aber wahrscheinlich nicht einfach alles umgestalten – dementsprechend musst du nehmen, was du bekommst. Der Kauf einer Immobilie ist zwar zunächst teurer, dafür kannst du aber mehr umbauen und anpassen. Die Frage „Mieten oder kaufen?“ ist in diesem Fall wirklich eine zentrale Frage, die du in Ruhe für dich beantworten solltest. Mache eine Aufstellung der jeweiligen Kosten und recherchiere gründlich, welche geeigneten Immobilien es in deinem Umkreis gibt. Prüfe dann, welche Finanzierungsmöglichkeiten du hast.

Businessplan: Detaillierte Planung für die Hundepension-Eröffnung

Deine Überlegungen zur Ausstattung und zum Angebot deiner Hundepension solltest du in einem Businessplan festhalten und konkretisieren. Das ist zwar vermeintlich viel Papierkram, hilft dir aber, dich zu strukturieren und einen klaren Fahrplan für deine Gründung zu entwickeln. Folgende Punkte sollten in deinem Businessplan Platz finden:

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Marktanalyse rund um Hunde- und Tierpensionen

Verschaffe dir einen Überblick darüber, wo und wie viele Hundepensionen es in Deutschland und an deinem geplanten Standort schon gibt und wie diese sich präsentieren. Neben den eigentlichen Tierpensionen gibt es noch Tierheime, Hundetagesstätten und Einzelpersonen, die sich um die längerfristige Betreuung einzelner Vierbeiner kümmern. Deine Recherchen sind wichtig, um für dich selbst eine Abgrenzung vorzunehmen und Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Gleichzeitig können andere Hundepensionen und ähnliche Alternativen dir als Inspirationsquelle dienen: Schau dir an, was andere machen und was gut funktioniert bzw. zu dir und deinem Konzept passt. 

Standortanalyse für deine Hundepension

Basierend auf den Ergebnissen der Marktanalyse solltest du dich anschließend mit dem passenden Standort beschäftigen. Wie oben bereits beschrieben, ist es nicht erlaubt, eine Hundepension in einem reinen Wohngebiet zu eröffnen – zumal hier oft ohnehin nicht die passenden Objekte vorhanden sind. Ein geeigneter Standort liegt etwas abseits dichter städtischer Bebauung, im besten Fall mit viel Platz für ausgedehnte Gassirunden, aber ist dennoch gut mit dem Auto und/oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 

Das Angebot deiner Hundepension

Überlege dir nicht nur, was du deinen tierischen Gästen alles anbieten möchtest – also zum Beispiel Auslaufzonen, Trainingsstunden, einen Pool und einen Wellness-Tempel – sondern auch, ob du ausschließlich Rund-um-die-Uhr-Gäste oder auch Tagesgäste aufnehmen möchtest. Dein Angebot richtet sich nicht nur nach der Immobilie und dem Platz, sondern auch nach deinen Fähigkeiten, deinen finanziellen Mitteln und danach, ob du mit Trainer*innen, Hundefriseur*innen und Tierärzt*innen zusammenarbeiten und Personal anstellen möchtest. Gleiche deine Ideen und dein Angebot immer wieder mit den anderen Punkten in deinem Businessplan ab. Merkst du zu einem späteren Zeitpunkt, dass eine Idee beispielsweise aufgrund der finanziellen Situation (noch) nicht passt, stelle diese erst einmal nach hinten oder ändere sie ab.

Hundepension eröffnen: Mit diesen Kosten solltest du rechnen

Die Aufstellung der Kosten ist ein elementarer Bestandteil jedes Businessplans. Dabei solltest du besonders gründlich sein, damit du nicht mitten in der Gründung feststellst, dass du kein Geld mehr für den nächsten Schritt hast oder direkt nach der Eröffnung pleite bist. Plane zuerst die initialen Kosten (Investitionen), die noch vor der eigentlichen Eröffnung entstehen. Dazu gehören:

  • Kosten für die Immobilie: Egal, ob du mietest oder kaufst – die Kosten für die Räumlichkeiten können ein großer einmaliger und laufender Posten sein. Je nach Immobilie zahlst du nicht nur für die Suche und die Anmietung (Courtage und Kaution) bzw. den Kauf, sondern auch für eventuelle Umbaumaßnahmen
  • Einrichtung und Erstausstattung für die Versorgung und Pflege der Hunde, inklusive Futter
  • Einrichtung und Ausstattung des Büros und der „Besucherräume“, etwa den Eingangsbereich, in dem du deine Kundschaft empfängst
  • Kosten für offizielle Anmeldungen, Prüfungen und Zulassungen
  • Evtl. Beratungskosten rund um deine Gründung
  • Marketingkosten zur Eröffnung

Im laufenden Betrieb kommen folgende Kosten auf dich zu:

  • Ggf. Miete für die Hundepension
  • Betriebskosten, wie Strom, Wasser, Heizung oder Telefon
  • Kosten für Futter, Pflegemittel, Spielzeuge und Leckerlies
  • Reinigungskosten 
  • Evtl. Tierarztkosten
  • Versicherungen 
  • Steuern
  • Buchhaltung
  • Evtl. Personalkosten
  • Laufende Marketingkosten 

Die laufenden Kosten solltest du nicht nur einmalig kalkulieren, sondern diese im laufenden Betrieb immer wieder überprüfen. Berechne auf Basis dieser Kosten die Preise für die unterschiedlichen Leistungen, beispielsweise für die Betreuung der Hunde pro Tag und für zusätzliche Pflegeanwendungen oder Trainingseinheiten. Berücksichtige dabei auch, wie viele Tiere du maximal unterbringen kannst und berechne, wie viele Buchungen welcher Art du im Monat benötigst, um kostendeckend zu arbeiten. Schaue dir außerdem an, welche Preise deine Konkurrenz für ihr Angebot aufruft. Für einen Tag bzw. eine Nacht in einer Hundepension werden im Durchschnitt 25 EUR fällig, wobei der Preis stark davon abhängt, wie die Pension ausgestattet ist und welche Leistungen bereits inkludiert sind.

Die Eröffnung deiner Hundepension finanzieren

Mit den Einnahmen aus dem Betrieb deiner Hundepension solltest du – zumindest nach einer Startphase - nicht nur die laufenden Kosten decken können, sondern auch ggf. Anfangsinvestitionen. Für die Gründung deiner Hundepension brauchst du nämlich einiges an Startkapital. Vor allem das Thema Immobilie, ob du mietest oder kaufst und wie viel du umbauen musst, kann die Höhe des Startkapitals maßgeblich mitbestimmen. Hast du sämtliche Kosten aufgelistet und eine (lieber großzügig kalkulierte) Summe im Kopf, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung. Zum einen solltest du eine gewisse Summe an Eigenkapital aufbringen können – bei einigen Rechtsformen musst du das sogar. Zum anderen hast du die Möglichkeit, dir Geld bei einer Bank oder Investoren oder bei Freunden bzw. innerhalb der Familie zu leihen. Ersteres bedeutet meist etwas mehr bürokratischen Aufwand: Du musst deine Idee professionell präsentieren und entsprechende Unterlagen, wie einen Businessplan, vorlegen. Außerdem fallen hier und oft auch bei anderen Geldgebern Zinsen an. Bei Freunden und innerhalb der Familie entfallen diese oftmals, bedenke jedoch, dass das Thema Geld eine Beziehung nachhaltig belasten kann. Zusätzlich kannst du dich außerdem für eine finanzielle Förderung bewerben: Die KfW, aber auch Bund und Länder haben verschiedene Programme, über die sie Gründer*innen fördern.

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Geld für deine Gründung

Die Hundepension mit Marketing gezielt bewerben

Ähnlich wie bei der Kinderbetreuung läuft auch bei der Hundebetreuung vieles über persönliche Empfehlungen – schließlich geht es hier um das Wohl des liebsten Vierbeiners. Erzähle auf jeden Fall allen in deinem Umfeld, was du vorhast. Deine Bekannten sollen wiederum allen Hundebesitzer*innen in ihrem Dunstkreis von dir und deiner Hundepension erzählen usw. Du musst jedoch nicht nur auf Mund-Propaganda vertrauen, sondern kannst auch ganz konkret in Supermärkten, Tierhandlungen und in anderen Läden mit Flyern werben, Anzeigen im regionalen Wochenblatt schalten und dich und deine Hundepension auf einer einladenden Website präsentieren. Wenn du selbst kein Händchen für nette Texte und ansprechende Bilder hast, suche dir freiberufliche Profis, die dir eine Website gestalten und/oder dich bei gezielten Marketing-Maßnahmen unterstützen.

Gerade zur Eröffnung und in den ersten Monaten danach können spezielle Kennenlern-Angebote ein guter Hebel sein – etwa ein Tag der offenen Tür oder Rabatt auf die erste Übernachtung. 

Hundepension eröffnen mit oder ohne Mitarbeitenden?

Eine Hundepension kann ein Vollzeit- bzw. Rund-um-die-Uhr-Job sein – oder sogar mehrere, wenn du neben der Unterbringung auch Trainings oder Pflegeanwendungen anbieten möchtest. Neben dem Faktor Zeit ist auch der Faktor Fachkenntnisse wichtig: Nicht nur, dass du nicht immer und überall gleichzeitig sein kannst – wahrscheinlich vereinst du auch nicht alle Kompetenzen in Sachen Hundepflege, Training, Tiermedizin, Einkauf, Buchhaltung usw. in einer Person. Das macht auch überhaupt nichts: Liste auf, welche Aufgaben wann anfallen und wie viele Stunden diese täglich oder wöchentlich in Anspruch nehmen. Schaue dann, was du davon selbst abdecken kannst und willst und überlege dir, welche Aufgaben sich sinnvoll in einer Position zusammenfassen und delegieren lassen. Entweder stellst du dann festangestellte Mitarbeiter*innen ein oder du buchst gezielt für einzelne Aufgaben qualifiziertes Personal hinzu. Gerade bei Trainer*innen ist es beispielsweise nicht unüblich, diese auf freiberuflicher Basis regelmäßig zu buchen.

Wenn du erstmal alleine mit deiner Hundepension starten möchtest, berücksichtige das bei der Planung deines Angebots und der Anzahl der Hunde, die du gleichzeitig betreuen kannst.

Zwei Hunde stehen mit Rücken zur Kamera

Sinnvolle und verpflichtende Mitgliedschaften rund um die Hundepension

Wenn du eine Hundepension eröffnest, bist du verpflichtet, Mitglied in der IHK zu werden. Im Zuge deiner Gewerbeanmeldung wird die zuständige IHK von deiner Gründung informiert und kommt dann mit weiteren Informationen auf dich zu. Ebenfalls verpflichtend ist die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei ist unerheblich, ob du eine zusätzliche private Unfallversicherung hast und ob Angestellte für dich arbeiten oder nicht. Freiwillig kannst du dich dem Bundesverband für Tiergesundheit e. V. anschließen. Dieser vertritt dich und deine Interessen gegenüber der Politik und Öffentlichkeit.

Versicherungen rund um deine Hundepension

In Sachen Versicherungen gibt es zum einen Policen, die dich als Person absichern, zum anderen Versicherungen, bei denen es um deine Hundepension geht. Persönlich solltest du mindestens eine (private) Kranken- und Unfallversicherung abschließen. Eine Rechtsschutzversicherung kann nützlich sein, wenn es um Streitigkeiten mit Hundebesitzer*innen geht. Eine leistungsstarke Betriebshaftpflichtversicherung ist unverzichtbar, damit du beispielsweise abgesichert bist, wenn die Hunde in deiner Obhut Unfälle oder größere Schäden am Besitz Dritter verursachen. Auch eine Gebäudeversicherung kann in vielen Fällen sinnvoll sein. Unter dem Begriff Tierversicherungen findest du außerdem noch einige andere Policen, die Einzelfälle abdecken können. Prüfe hier am besten in Ruhe und mit Hilfe eines/einer unabhängigen Versicherungsmakler*in, welche Policen Sinn machen. 

Eine Hundepension übernehmen

Statt eine neue Hundepension zu eröffnen, könntest du auch einen bestehenden Betrieb übernehmen. Hin und wieder stehen Hundepensionen zum Verkauf oder ein*e neue*r Pächter*in wird für einen Betrieb gesucht. Einerseits kann das eine gute Gelegenheit sein, denn die Räumlichkeiten sind meist schon so, dass direkt Hunde dort einziehen können. Auch Bestandskunden können oftmals übernommen werden. Andererseits heißt es nicht umsonst: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“. Sieh dir die Hundepension ganz in Ruhe und gründlich an, lass dir Auftragsbücher bzw. die Rechnungen der letzten Monate und Jahre zeigen und frage genau nach, warum eine Hundepension zum Verkauf steht. Besonders kritisch wird es, wenn eine Pension wegen schlechter Unterbringung der Hunde in Verruf geraten ist und darum weitergegeben werden soll. Wenn du dahingehend ein schlechtes Gefühl hast, versuche bisherige Kunden ausfindig zu machen und nachzufragen, wie die aktuelle Meinung ist und/oder prüfe online, ob irgendwo schlechte Bewertungen aufgetaucht sind. Ein ruinierter Ruf ist leider sehr schwierig wiederherzustellen. Im Fall der Fälle solltest du genau abwägen, ob eine Chance besteht, sich mit der bestehenden Hundepension zu rehabilitieren, oder ob es klüger wäre, an einem anderen Ort mit einem neuen Namen und einer neuen Einrichtung noch einmal komplett von vorne anzufangen.

Hundepension eröffnen – Fazit

Zugegeben: Eine Hundepension zu eröffnen, ist nicht der schnellste und einfachste Weg, sich selbstständig zu machen. Aber mit einem großen Herzen für Hunde und Menschen und mit sorgfältiger Planung kann aus dieser Idee eine Erfolgsgeschichte werden.

Kümmere dich zuerst um die Voraussetzungen und die Erfüllung aller Auflagen, um eine Hundepension eröffnen zu können. Hast du deine fachliche Eignung beim Veterinäramt nachgewiesen und hältst die Gewerbeerlaubnis in den Händen, kannst du dich auf die Suche nach einer passenden Immobilie machen. Wäge dabei genau ab, ob du kaufen oder mieten möchtest – das hängt vor allem davon ab, wie viel du umbauen möchtest und wie viel Kapital dir zur Verfügung steht. Am besten erarbeitest du gleichzeitig in einem Businessplan dein konkretes Angebot und die Preisgestaltung, setzt dich mit dem perfekten Standort, initialen sowie laufenden Kosten und deinem Marketing auseinander. Ist der Businessplan für deine Hundepension fertig, kannst du diesen nutzen, um Fördergelder und/oder eine Finanzierung über eine Bank zu beantragen. Wenn die Finanzierung steht, kann es mit der Einrichtung und Eröffnung deiner Hundepension losgehen!


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