Due Diligence entscheidet darüber, ob Investor*innen in dein Startup einsteigen oder nicht. Wer unvorbereitet in diesen Prozess geht, riskiert Verzögerungen oder sogar einen geplatzten Deal.
Fehlende Verträge, unklare Beteiligungen oder chaotische Dokumentenablagen können deine Verhandlungsposition verschlechtern. Deshalb ist gute Vorbereitung so wichtig! In diesem Guide erfährst du, wie es geht. Unser Rechtsexperte Jan Schnelder hat als Co-Autor die fachliche Grundlage für diesen Artikel geliefert und praktische Tipps ergänzt.
Unser Experte für Startups
Unser Experte für Startup-Recht
Jan Schnedler, Rechtsanwalt
Unser Experte begleitet Startups und zukunftsorientierte Unternehmen bei rechtlichen Themen aller Art. Als Autor hat er mit „Startup-Recht. Praktischer Leitfaden für Gründung, Unternehmensführung und Finanzierung“ (O’Reilly, 2025) ein Standardwerk veröffentlicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Due Diligence ist die systematische Prüfung deines Startups durch Investor*innen oder Käufer*innen
- Sie umfasst vor allem die Bereiche Finanzen, Verträge, Schutzrechte, Marktpotenzial und Technologie.
- Eine schlechte Vorbereitung kann Finanzierungsrunden verzögern oder komplett scheitern lassen.
- Besonders wichtig sind ein sauberer Cap-Table, klare Beteiligungsverhältnisse, ununterbrochene Rechteketten (also lückenlose Nachweise über die Übertragung von Schutzrechten) und rechtssichere Verträge.
- Frühzeitige Vorbereitung — idealerweise 6 bis 12 Monate vor der Finanzierungsrunde — ist entscheidend für ein erfolgreiches Closing.
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
Was versteht man unter Due Diligence bei Startups?
Due Diligence beschreibt die systematische Prüfung eines Unternehmens vor einem Investment, Unternehmenskauf oder einer Beteiligung. Geldgeber*innen kaufen nicht die Katze im Sack. Sie wollen genau verstehen, welche Chancen und welche Risiken oder sogenannten Red Flags in deinem Startup stecken.
Der Begriff Due Diligence stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß „gebotene Sorgfalt“. Im Deutschen spricht man auch von Sorgfaltsprüfung oder Unternehmensprüfung.
Vor allem Venture-Capital-Gesellschaften, die kein eigenes Geld investieren, arbeiten häufig mit umfangreichen Fragenkatalogen und detaillierten Prüfprozessen, da sie ihren Geldgeber*innen gegenüber verpflichtet sind, nur nach sorgfältiger Prüfung zu investieren. Bei größeren Finanzierungsrunden oder Unternehmensverkäufen umfassen diese Fragebögen oft weit über 100 Punkte. Business Angels und Investor*innen, die eigenes Geld investieren, sind sehr viel flexibler darin, wie tief sie in eine Due-Diligence-Prüfung einsteigen.
Experten-Tipp von Jan Schnedler
Viele Finanzierungsrunden scheitern nicht an der Geschäftsidee, sondern an fehlender Struktur. Besonders ungeklärte IP-Rechte, unterbrochene Rechteketten, chaotische Beteiligungsverhältnisse oder unvollständige Verträge sorgen für Nachfragen und vertiefte Prüfungen bei Investor*innen. Je besser dein Startup vorbereitet ist, desto schneller und professioneller läuft die Due Diligence ab und desto selbstbewusster kannst du in die Investorengespräche gehen.
Welche Arten von Due Diligence gibt es?
Investor*innen prüfen Startups typischerweise in diesen fünf Bereichen gleichzeitig.
1. Financial Due Diligence
Hier steht die wirtschaftliche Situation deines Startups im Mittelpunkt. Geprüft werden unter anderem:
- Umsatzentwicklung
- Kostenstruktur
- Liquidität
- Cashflow
- Burn Rate
- Forecasts
- Finanzplanung
- offene Verbindlichkeiten
Besonders relevant ist dabei die Frage: „Wie lange reicht das vorhandene Kapital und wie realistisch sind die Wachstumsannahmen?“
2. Legal Due Diligence
Die rechtliche Due Diligence gehört zu den wichtigsten Prüfbereichen in Finanzierungsrunden bei Startups. Hier geht es unter anderem um:
- Gesellschaftsvertrag
- Beteiligungsstruktur/Cap-Table
- Gesellschaftervereinbarungen
- Arbeitsverträge
- Marken und Patente
- Datenschutz
- Lizenzverträge
- IP-Rechte
- laufende Rechtsstreitigkeiten
Investor*innen bevorzugen klare Beteiligungsstrukturen. Gibt es zu viele Gesellschafter*innen mit wenig Geschäftsanteilen oder unklare Abstimmungsrechte, befürchten sie, dass Entscheidungen nur schwierig und langsam getroffen werden. Besonders positiv wirken deshalb Startups, bei denen Rechte, Zuständigkeiten und Entscheidungswege eindeutig geregelt sind.
Außerdem interessieren sich Investor*innen besonders dafür, ob das Intellectual Property (IP), also das geistige Eigentum, wie Software, Marken, Patente, Gebrauchsmuster, Domains, Designs und Know-how, und die Daten wirklich dem Startup gehören. Unterbrochene Rechteketten oder unvollständige Verträge können Deal-Breaker darstellen.
3. Technical Due Diligence
Bei Tech-Startups spielt die technische Prüfung eine zentrale Rolle. Geprüft werden beispielsweise:
- Code-Qualität
- Infrastruktur
- Skalierbarkeit
- Produktsicherheit
- technische Dokumentation
- Entwicklungsprozesse
- Datenwirtschaftsrecht
Investor*innen möchten verstehen, ob das Produkt technisch stabil und langfristig skalierbar ist.
4. Commercial Due Diligence
Hier wird das Marktpotenzial eines Startups im Fokus stehen:
- Marktgröße
- Wettbewerb
- Zielgruppe
- Product-Market-Fit
- Geschäftsmodell
- Wachstumspotenzial
- Pricing
- Vertriebsstrategie
Die zentrale Frage lautet: „Hat das Startup realistische Chancen auf nachhaltiges Wachstum?“
5. Tax Due Diligence
Auch vor steuerlichen Risiken möchten sich Investor*innen schützen, bevor sie in ein Unternehmen einsteigen. Dabei geht es zum Beispiel um:
- Steuererklärungen
- Umsatzsteuer
- mögliche Steuerrisiken
- internationale Steuerfragen
- offene Betriebsprüfungen
Wie läuft eine Due-Diligence-Prüfung ab?
Der Due-Diligence-Prozess läuft meist in mehreren Phasen ab.
Phase 1: Interne Vorbereitung des Startups
Die besten Startups simulieren zunächst eine eigene interne Prüfung. Dabei identifizieren sie frühzeitig:
- unübersichtliche Beteiligungen
- fehlende Verträge
- ungeklärte Schutzrechte
- rechtliche und steuerliche Risiken
- organisatorische Schwächen
- Lücken in der Dokumentation oder in den Rechteketten
Im Idealfall können mögliche Mängel schon vor der Finanzierungsrunde behoben werden. Diese interne Prüfung wird auch als „Seller’s Due Diligence“ bezeichnet.
Tools wie Equity Control helfen dabei, Beteiligungsstrukturen, frühere Finanzierungsrunden und wichtige Dokumente professionell und transparent zu organisieren.
Phase 2: Aufbau des Datenraums
Jetzt beginnt die operative Vorbereitung. Das Startup erstellt einen virtuellen Datenraum und sammelt alle relevanten Unterlagen zentral an einem digitalen Ort.
Dazu gehören unter anderem:
- Gesellschaftsunterlagen
- Finanzdaten
- Verträge
- HR-Dokumente
- Steuerunterlagen
- IP-Dokumentation
- Cap-Table
- Investorenunterlagen
- Finanz- und Businessplan
In frühen Finanzierungsrunden kann der Datenraum auch mal aus einem Google-Drive oder einem ähnlichen Tool bestehen, bei späteren Finanzierungsrunden gibt es professionelle Anbieter mit Zugriffsmanagement.
Phase 3: Die eigentliche Due Diligence
Nachdem sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet haben, erhalten Investor*innen Zugriff auf den Datenraum.
Danach folgen typischerweise:
- Rückfragen
- Interviews mit Gründer*innen
- technische Prüfungen
- Analysen der Finanzdaten
- juristische Bewertungen
- technische Bewertungen
Je professioneller der Datenraum vorbereitet ist, desto schneller läuft dieser Prozess.
Phase 4: Due-Diligence-Report und Vertragsverhandlung
Die Ergebnisse werden am Schluss in einem Due-Diligence-Report zusammengefasst. Werden Risiken entdeckt, führen diese häufig zu:
- Nachverhandlungen
- Abschlägen bei der Bewertung
- zusätzlichen Vertragsklauseln und Sonderrechten
- umfassenderen Garantien
- schlechteren Konditionen
- oder im schlimmsten Fall zum Abbruch der Verhandlungen
Wie lange dauert eine Finanzierungsrunde inklusive Due Diligence?
Für eine Finanzierungsrunde inklusive Due Diligence solltest du ausreichend Zeit einplanen. Der gesamte Prozess kann ein halbes Jahr oder mehr in Anspruch nehmen.
Vom ersten Gespräch bis zum Term Sheet vergehen meist vier bis acht Wochen. Für die Due Diligence solltest du inklusive Vorbereitung des Datenraums weitere vier bis zwölf Wochen einplanen. Anschließend dauern die Vertragsverhandlungen bis zum Closing häufig noch einmal vier bis acht Wochen.
| Was? | Wie lange? |
|---|---|
| Erstes Gespräch bis Term-Sheet | ca. 4–8 Wochen |
| Due Diligence (inkl. Vorbereitung des Datenraums) | ca. 4–12 Wochen |
| Vertragsverhandlung bis Closing | ca. 4–8 Wochen |
| Gesamt | ca. 4–8 Monate |
Warum braucht dein Startup einen virtuelle Datenraum?
Ein sauber strukturierter Datenraum spart dir Wochen an viele Rückfragen und zeigt Investor*innen, dass du dein Startup im Griff hast. Dabei handelt es sich um eine sichere Online-Plattform, auf der alle relevanten Dokumente eingesehen werden können. Das ist einfacher und oft sicherer, als die Daten zu verschicken.
Moderne Datenräume erlauben:
- detaillierte Zugriffsrechte
- Download-Beschränkungen
- Aktivitätsprotokolle
- revisionssichere Dokumentation
Gerade sensible Daten wie Geschäftsgeheimnisse oder technisches Know-how sollten besonders geschützt werden.
Experten-Tipp von Jan Schnedler
Plane für deine Finanzierungsrunde genügend Zeit ein. Denn der gesamte Prozess – vom ersten Gespräch bis zum Closing und zu dem Moment, an dem das Geld wirklich auf dem Konto ist – kann durchaus mal acht Monate dauern. Wer zu spät mit der Vorbereitung beginnt, gerät unter Druck: Im schlimmsten Fall reicht die Liquidität nicht, bis das Geld auf dem Konto landet. Genau deshalb ist eine frühe und strukturierte Vorbereitung so wichtig.
Wie bereitest du dein Startup auf die Due Diligence vor?
Schon viele ambitionierte Startups sind an der Due Diligence gescheitert. Das passiert dir nicht. Wenn du früh Struktur schaffst, gehst du souverän in die Investorengespräche und beschleunigst deine Finanzierungsrunde spürbar. Mit den folgenden Schritten bereitest du dein Startup optimal vor
1. Räume deine Beteiligungsstruktur auf
Ein unübersichtlicher Cap-Table gehört zu den häufigsten Problemen in Finanzierungsrunden.
Achte darauf, dass:
- Beteiligungen nachvollziehbar dokumentiert sind
- Wandeldarlehen korrekt erfasst werden
- (virtuelle) Mitarbeiterbeteiligungen sauber strukturiert sind
- alte Beteiligungsvereinbarungen auffindbar bleiben
Wenn du gerade erst gründest, hast du den Vorteil, dass du von Anfang an deinen Cap-Table schön ordentlich halten und alle Vereinbarungen sorgfältig dokumentieren kannst. Hinterher aufräumen ist in der Regel nur schwer möglich, und durch Beurkundungspflichten in jedem Fall sehr mühsam.
Du bist unsicher? Prüfe jetzt kostenlos, ob dein Cap-Table schon bereit für die nächste Finanzierungsrunde ist.
2. Digitalisiere Verträge
Viele Startups beginnen erst kurz vor einer Finanzierungsrunde mit dem Sammeln ihrer Dokumente. Das kostet Zeit und erhöht die Fehlerquote. Deutlich sinnvoller ist es, Verträge und relevante Unterlagen von Anfang an digital abzulegen, und zwar so, dass man sie jederzeit findet.
Experten-Tipp von Jan Schnedler
Lege die relevanten Dokumente von Anfang an in einem Vertragsmanagementsystem ab – das spart in der Due Diligence enorm viel Zeit und Nerven. Verträge, Gesellschafterbeschlüsse, Schutzrechte oder Finanzunterlagen sollten sauber benannt, aktuell und jederzeit auffindbar sein. So kannst du innerhalb weniger Minuten reagieren, wenn Investor*innen Unterlagen nachfordern.
3. Kläre alle IP-Rechte
Investor*innen prüfen sehr genau, wem Software, Marken und Technologien gehören. Besonders kritisch:
- externe Entwickler*innen ohne IP-Übertragung
- fehlende Lizenzvereinbarungen
- unklare Open-Source-Nutzung
- nicht eingetragene Marken
4. Bereite dich auf kritische Fragen vor
Um heil durch die Due Diligence zu kommen, muss du kein perfektes Vorzeige-Startup haben. Gerade professionelle Geldgeber*innen wissen, dass jedes Startup Risiken hat.
Entscheidend ist, wie du damit umgehst, also:
- wie transparent du kommunizierst
- ob du Probleme erkennst
- und ob du an Lösungen arbeitest.
Frühzeitig offengelegte Schwächen können Vertrauen sogar fördern, spät aufgedeckte Schwachstellen bewirken das Gegenteil.
Experten-Tipp von Jan Schnedler
Reagiere schnell auf Rückfragen. Tempo ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Startups – auch in Finanzierungsrunden. Im Startup-Funding gilt häufig das Motto: „Time kills all good deals“ (Zeit ist der größte Deal-Killer).
Welche Unterlagen brauchen Investor*innen bei einer Due Diligence?
Investor*innen möchten sich möglichst schnell ein vollständiges Bild von deinem Startup machen. Je strukturierter und vollständiger deine Unterlagen sind, desto professioneller wirkt dein Startup – und desto schneller läuft die Due Diligence ab.
Typischerweise verlangen Investor*innen folgende Dokumente und Informationen:
Gesellschaftsrechtliche Unterlagen
Dazu gehören:
- Gesellschaftsverträge und Satzungen
- Gesellschafterlisten
- Gesellschafterbeschlüsse
- Beteiligungsvereinbarungen
- Informationen zur Beteiligungsstruktur
Besonders wichtig ist ein sauber gepflegter Cap-Table. Investor*innen wollen wissen, wem welche Anteile gehören und wie frühere oder zukünftige Finanzierungsrunden die Beteiligungen verändern.
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
Finanz- und Steuerunterlagen
Aus Investorensicht natürlich besonders spannend: die wirtschaftliche Situation deines Startups. Deshalb wollen sie folgende Unterlagen sehen:
- Bilanzen
- Steuererklärungen
- Finanzunterlagen
- Rechnungen
- Forecasts und Finanzplanung
- Informationen zu Verbindlichkeiten und Finanzierung
Hier geht es vor allem um Liquidität, Wachstumspotenzial und finanzielle Risiken.
Verträge und HR-Unterlagen
Auch Verträge spielen in der Due Diligence eine zentrale Rolle. Typischerweise werden angefordert:
- Geschäftsführer-Anstellungsverträge
- Arbeitsverträge
- NDAs/Geheimhaltungsvereinbarungen
- Lizenzverträge
- Kooperationsverträge
- Einkaufsverträge
Fehlende oder nicht unterschriebene Verträge führen häufig zu Rückfragen und Unsicherheit.
Schutzrechte und geistiges Eigentum
Besonders bei Startups prüfen Investor*innen sehr genau, wem Technologien, Marken und Software tatsächlich gehören. Relevant sind unter anderem:
- Markenschutzrechte
- Patente
- Gebrauchsmuster
- Designs
- Software
- Know-how
- Domains
- Markenunterlagen
Fehlende Übertragungen oder unklare Rechteketten gelten häufig als Deal-Breaker.
Informationen über Rechtsstreitigkeiten
Investor*innen möchten wissen, ob rechtliche Risiken bestehen. Dazu gehören Informationen über:
- laufende Rechtsstreitigkeiten
- frühere Streitfälle
- Abmahnungen
- offene Konflikte mit Kund*innen, Mitarbeitenden oder Geschäftspartner*innen
Transparenz ist entscheidend. Später entdeckte Probleme beschädigen das Vertrauen oft stärker als frühzeitig offengelegte Risiken.
Welche Red Flags schrecken Investor*innen in der Due Diligence ab?
Die meisten Fehler bei der Due Diligence lassen sich mit guter Vorbereitung vermeiden. Dazu zählen:
- chaotische Excel-Listen
- fehlende Gesellschafterbeschlüsse
- nicht unterschriebene Verträge
- unklare Beteiligungen
- fehlende Datenschutzdokumentation
- unvollständige Finanzdaten
- nicht dokumentierte Wandeldarlehen
- fehlende IP-Übertragungen
- Schutzrechte gehören nicht dem Unternehmen
- Chaotische Dokumentenablage und lange Reaktionszeiten
- Prognosen im Datenraum, also Aussagen über die zukünftige Entwicklung deines Startups, für die du haftbar gemacht werden könntest.
Schon kleine Fehler im Cap-Table oder fehlende Verträge können Investor*innen verunsichern und deine Finanzierungsrunde verzögern. Je früher du diese Stolpersteine erkennst, desto leichter lassen sie sich aus dem Weg räumen.
Experten-Tipp von Jan Schnedler
Auf keinen Fall solltest du wichtige Informationen oder bekannte Probleme verheimlichen. Kommen Vertragslücken oder ungeklärte Rechte erst spät in der Due Diligence ans Licht, führt das oft zu Nachverhandlungen, schlechteren Konditionen oder sogar zum Abbruch der Finanzierungsrunde. Mehr noch: Daraus können unter Umständen auch Schadensersatzansprüche entstehen.
So hilft dir Equity Control bei der Due Diligence
Ein sauberer, professionell verwalteter Cap-Table ist Herzstück, das alle Geldgeber*innen bei einer Due Diligence vorfinden möchten. Mit Equity Control sorgst du dafür, dass deine Beteiligungsstruktur jederzeit transparent und nachvollziehbar ist. Du kannst das Tool kostenlos nutzen.
Mit Equity Control kannst du:
- deinen Cap-Table professionell verwalten
- Beteiligungen transparent darstellen
- verstehen, wie sich weitere Finanzierungsrunden auf deine eigenen Anteile auswirken, bevor du Anteile abgibst
- Investor*innen strukturierte Unterlagen bereitstellen
Gerade bei mehreren Finanzierungsrunden sorgt eine professionelle Beteiligungsverwaltung für deutlich mehr Übersicht.
Equity Control: Dein Cap-Table-Management für die Due Diligence
Konkrete Anwendung und Nutzen:
- Volle Transparenz: Investor*innen sehen auf einen Blick, wer wie viele Anteile hält
- Professionelles Management: Keine Excel-Fehler, alle Finanzierungsrunden sauber dokumentiert
- Szenario-Modellierung: Simuliere Finanzierungsrunden und verstehe Verwässerungseffekte
- Zeitersparnis: Alle Daten jederzeit aktuell und abrufbar
- Vertrauen schaffen: Zeige Investor*innen, dass du dein Startup im Griff hast
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
Warum ist das Angebot kostenlos?
Mit Equity Control bietet dir die Gründerplattform ein starkes Tool für dein Cap-Table-Management. Entwickelt wurde die Software ursprünglich unter dem Namen Ventury Analytics von Patrick Hümmer und Prof. Dr. Dirk Honold. Die Idee entstand aus einer Masterarbeit und wurde anschließend zu einer intuitiven Software-Lösung für Startups weiterentwickelt.
Später hat die Gründerplattform Ventury Analytics übernommen und es unter dem Namen Equity Control zugänglich gemacht, um noch mehr Gründer*innen den Zugang zu professionellem Cap-Table-Management zu ermöglichen. Deshalb steht dir dieses professionelle Tool heute kostenlos zur Verfügung.
Beispiel: Wie eine gute Vorbereitung den Unterschied macht
Zwei Startups stehen kurz vor einer Seed-Finanzierungsrunde – beide mit ähnlichem Geschäftsmodell und vergleichbarem Wachstum. Trotzdem verläuft die Due Diligence völlig unterschiedlich.
Startup A: Chaos im Cap-Table
Das eine Startup hat seine Beteiligungen über Jahre in mehreren Excel-Dateien eingetragen. Einige Versionen widersprechen sich, Wandeldarlehen wurden nicht sauber dokumentiert und alte Beteiligungsvereinbarungen sind nur schwer auffindbar.
Während der Due Diligence entstehen deshalb ständig Rückfragen:
- Welche Tabelle ist aktuell?
- Warum stimmen Beteiligungsquoten nicht überein?
- Wo sind die unterschriebenen Verträge?
- Wem gehört die Software eigentlich genau?
Jede Rückfrage kostet Zeit – und Vertrauen. Der Prozess verzögert sich um Wochen. Die Investor*innen befürchten weitere versteckte Probleme. Am Ende wird härter verhandelt – und die Finanzierung droht sogar komplett zu scheitern.
Startup B: Professionell vorbereitet
Ganz anders läuft es bei Startup B. Die Gründer*innen nutzen Equity Control und haben ihre Beteiligungsstruktur von Anfang an sauber dokumentiert. Finanzierungsrunden, Wandeldarlehen und Mitarbeiterbeteiligungen sind transparent nachvollziehbar.
Alle wichtigen Unterlagen liegen zentral im virtuellen Datenraum:
- aktuelle Gesellschafterlisten
- Cap-Table
- Beteiligungsvereinbarungen
- Finanzierungsdokumente
- relevante Verträge
Rückfragen beantwortet das Team meist innerhalb weniger Stunden. Die Investor*innen erhalten schnell einen klaren Überblick und gewinnen Vertrauen in die Professionalität des Startups.
Das Ergebnis:
- zügige Due Diligence
- kaum Rückfragen
- professioneller Eindruck
- bessere Verhandlungsposition
- höhere Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Closing
Fazit
Due Diligence ist kein Hindernis auf dem Weg zur Finanzierung, sondern deine Chance, Investor*innen zu zeigen, dass du dein Startup professionell führst.
Eine gute Vorbereitung spart Zeit, reduziert Stress und verhindert teure Verzögerungen während der Finanzierungsrunde. Besonders wichtig sind dabei ein sauber gepflegter Cap Table, klar dokumentierte Beteiligungen und strukturiert abgelegte Unterlagen. Genau das schafft Vertrauen – und kann im Zweifel den Unterschied zwischen erfolgreichem Investment und geplatztem Deal machen.
Mit Equity Control bereitest du alle wichtigen Beteiligungsdaten professionell auf und gehst deutlich souveräner in deine nächste Finanzierungsrunde.
Wichtig ist vor allem eines: Starte nicht erst mit der Vorbereitung, wenn Investor*innen bereits Fragen stellen. Je früher du Strukturen, Verträge und Beteiligungen sauber organisierst, desto souveräner gehst du später durch die Due Diligence.
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
FAQ zur Due Diligence
Due Diligence ist die systematische Prüfung deines Startups durch Investor*innen vor einem Investment. Dabei wird geprüft, ob die wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und technischen Grundlagen des Startups zu den Angaben im Pitch Deck und in den Verhandlungen passen. Typische Prüfungsbereiche sind insbesondere Finanzen, Verträge, Gesellschaftsstruktur, geistiges Eigentum, Datenschutz, Datenwirtschaftsrecht, Mitarbeitende, Markt, Produkt und Risiken.
Due Diligence wird im deutschen Sprachraum meist nicht übersetzt — der englische Begriff hat sich auch hierzulande durchgesetzt. Wörtlich bedeutet er „gebotene Sorgfalt" oder „erforderliche Sorgfalt". Alternativ findest du auch die Begriffe Sorgfaltsprüfung oder Unternehmensprüfung. In Investorengesprächen und Finanzierungsrunden spricht jedoch so gut wie jede*r von „Due Diligence" — diesen Begriff solltest du kennen und sicher verwenden.
Eine Due Diligence ist kein gesetzlich geschütztes Verfahren und darf grundsätzlich von jeder Person oder Organisation durchgeführt werden, die ein berechtigtes Interesse an der Prüfung des Start-ups hat. In der Praxis sind das vor allem Venture-Capital-Gesellschaften, Family-Offices, Business-Angels oder strategische Käufer*innen — oft unterstützt von externen Fachleuten für Recht, Steuern, Technik oder Wirtschaft.
Als Gründer*in kannst du auch selbst eine „Seller's Due Diligence“ durchführen: Du prüfst dein Startup, bevor Investor*innen es tun — und räumst Probleme frühzeitig aus dem Weg.
Die Due Diligence wird in der Regel von den Investorinnen und Investoren oder Käuferinnen und Käufern initiiert und mit Beratern durchgeführt. Sie legen fest, welche Bereiche geprüft werden sollen, welche Unterlagen benötigt werden und welche Fragen das Start-up beantworten muss. Gerade in frühen Finanzierungsrunden sind die Prüfungen häufig nicht sehr umfangreich und betreffen auch nicht immer alle Teilbereiche der Due Diligence. Am Ende des Prozesses steht ein Due-Diligence-Report, der alle geprüften Bereiche und identifizierten Risiken zusammenfasst. Deine Aufgabe als Gründer*in ist es, alle relevanten Unterlagen vollständig und übersichtlich für die Due Diligence bereitzustellen und alle Fragen zügig zu beantworten. Je besser du vorbereitet bist, desto schneller und reibungsloser läuft die Prüfung ab.
Die Kosten für die Due Diligence teilen sich in der Regel auf zwei Seiten auf: Investor*innen oder Käufer*innen tragen die Kosten für externe Fachleute, die den Due-Diligence-Report erstellen. Du als Gründer*in trägst die Kosten für die Vorbereitung — also für das Zusammenstellen der Unterlagen, den virtuellen Datenraum und gegebenenfalls eigene Rechtsberatung. Eine gute Vorbereitung zahlt sich hier doppelt aus: Sie spart dir Zeit, reduziert deinen Aufwand — und macht einen professionellen Eindruck, der sich in besseren Verhandlungskonditionen auszahlen kann.