Ein Term Sheet enthält die wichtigsten Bedingungen, die du mit deinen Investor*innen in einer Finanzierungsrunde ausgehandelt hast. Auch wenn es in der Regel nur teilweise rechtlich bindend ist, prägt es den späteren Beteiligungsvertrag maßgeblich. Deshalb solltest du nur unterschreiben, was du verstehst und akzeptierst.
In diesem Ratgeber erfährst du, was ein Term Sheet ist und worauf du bei Investmenthöhe, Bewertung und Investorenrechten achten solltest. Er basiert auf dem Fachwissen und der Erfahrung von Jan Schnedler, der als Rechtsanwalt für Startup-Recht zahlreiche Gründer*innen in Finanzierungsrunden beraten hat.
Unser Experte für Startups
Unser Experte für Startup-Recht
Jan Schnedler, Rechtsanwalt
Unser Experte begleitet Startups und zukunftsorientierte Unternehmen bei rechtlichen Themen aller Art. Als Autor hat er mit „Startup-Recht. Praktischer Leitfaden für Gründung, Unternehmensführung und Finanzierung“ (O’Reilly, 2025) ein Standardwerk veröffentlicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Term Sheet hält die wichtigsten Vereinbarungen einer Finanzierungsrunde fest.
- Es ist in der Regel nur abschnittsweise rechtlich bindend, entfaltet aber eine starke praktische Bindungswirkung.
- Typische Inhalte sind die Bewertung des Startups, die Investmenthöhe, Cap Table, Vesting und Investorenrechte.
- Viele Klauseln wirken sich direkt auf die Anteile und die Kontrolle über dein Startup aus.
- Bevor du das Term Sheet unterschreibst, solltest du alle Auswirkungen auf deinen Cap Table verstehen. Unser Tool Equity Control unterstützt dich dabei.
Was ist ein Term Sheet?
Ein Term Sheet ist ein Dokument, das die wichtigsten Eckpunkte einer geplanten Transaktion – etwa einer Beteiligung - festhält. Es beschreibt, zu welchen Bedingungen Investor*innen in dein Startup einsteigen wollen.
Ein Term Sheet ist rechtlich nicht vorgeschrieben, in Venture-Capital-Finanzierungen aber sehr üblich. Es hilft, die zentralen wirtschaftlichen und rechtlichen Punkte früh zu klären und den Verhandlungsprozess zu fokussieren, bevor die finalen Verträge ausgearbeitet werden.
Im Finanzierungsprozess kommt das Term Sheet meist nach ersten Gesprächen, Pitch und grundsätzlichem Investitionsinteresse. Die Due Diligence, also die Prüfung deines Startups durch Investor*innen, startet meist danach oder läuft auch schon parallel zur weiteren Vertragsverhandlung und wird nach dem Term Sheet vertieft.
Ähnliche Dokumente heißen in der Praxis zum Beispiel Letter of Intent, Memorandum of Understanding oder Absichtserklärung. Je nach Ausgestaltung unterscheiden sie sich aber im Detail vom klassischen Term Sheet.
Wenn du nach einer Term-Sheet-Definition suchst, merk dir diesen Satz:
Ein Term Sheet ist eine schriftliche Absichtserklärung und legt vor einer geplanten Transaktion die zentralen Bedingungen fest.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Ein Term Sheet ist die Grundlage für den Beteiligungsvertrag. Nimm deshalb jede Klausel ernst – auch, wenn das Dokument nicht vollständig bindend ist. Später nachzuverhandeln, ist schwierig und kostet Vertrauen. Wenn du etwas nicht verstanden hast, lass es dir erklären.
Warum ist ein Term Sheet für Startups wichtig?
Ein Term Sheet ist wichtig, weil darin festgelegt wird, unter welchen Bedingungen Investor*innen später tatsächlich investieren.
Es schafft Orientierung und Sicherheit für dich und deine Investor*innen. Beide Seiten klären schon vor der Due-Diligence-Phase die Details, etwa im Hinblick auf Bewertung, Beteiligungsquote, Kontrollrechte, Exit-Regeln, Vesting und mögliche Schutzrechte.
Dadurch, dass alle diese Punkte schriftlich festgehalten werden, lassen sich spätere Grundsatzkonflikte eher vermeiden. Je klarer das Term Sheet, desto effizienter laufen Due Diligence, Vertragsverhandlung und Beteiligungsvertrag.
Ein gutes Term Sheet beantwortet unter anderem diese Fragen:
- Wie viel Geld fließt in dein Startup?
- Zu welcher Bewertung investieren die Investor*innen?
- Wie verändert sich dadurch dein Cap Table?
- Welche Rechte bekommen Investor*innen?
- Welche Regeln gelten beim Exit?
- Welche Bedingungen müssen vor dem Investment erfüllt sein?
Betrachte die Term-Sheet-Verhandlung als eine Art Beziehungstest. Du merkst hier schon, wie Investor*innen verhandeln, wie transparent sie vorgehen und ob ihr auf einer Wellenlänge seid oder eher weniger.
Ist ein Term Sheet rechtlich bindend?
Ein Term Sheet ist in der Regel nur in Teilen rechtlich bindend.
Abschnitte, die häufig verbindlich sind, beziehen sich zum Beispiel auf
- die Vertraulichkeit: Spätestens im Zusammenhang mit dem Term Sheet sollte klar geregelt sein, wie vertrauliche Informationen behandelt werden, sofern das nicht schon vorher in einer Vertraulichkeitsvereinbarung geschehen ist.
- die Exklusivität: Du verhandelst für eine bestimmte Zeit nicht mit anderen Investor*innen;
- die Kosten: Das Term Sheet regelt, wer welche Beratungs- oder Rechtskosten trägt;
- die Rechtswahl: Das Dokument legt fest, welches Recht gilt;
Für die Term-Sheet-Verbindlichkeit zählt nicht nur die juristische Gültigkeit. Entscheidend ist auch: Was du hier akzeptierst, wird zur Erwartung für die nächste Vertragsrunde. Das ist der Punkt, den viele Gründer*innen unterschätzen.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Unterschreibe nur Regelungen im Term Sheet, die du wirklich akzeptieren kannst. Auch juristisch nicht verbindliche Regelungen lassen sich später oft nur schwer wieder herausverhandeln. Wenn ihr euch über einzelne Punkte noch nicht einig seid, müsst ihr sie nicht künstlich glattziehen. Ihr könnt im Term Sheet auch festhalten, dass ein Punkt noch offen ist. Das ist oft besser, als eine Regelung aufzunehmen, die du später wieder kippen willst.
Was ist der Unterschied zwischen Term Sheet und Beteiligungsvertrag?
Das Term Sheet legt die Eckpunkte fest. Der Beteiligungsvertrag setzt diese Eckpunkte rechtlich verbindlich und detailliert um.
Die untenstehende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen beiden Dokumenten:
| Term Sheet | Beteiligungsvertrag |
|---|---|
| Hält die wichtigsten Eckpunkte der Vereinbarungen fest | Enthält die vollständige Vertragsdokumentation |
| Ist meist kurz und übersichtlich | Ist deutlich ausführlicher |
| Ist rechtlich nicht vorgeschrieben, aber üblich | Ohne geht es in der Regel nicht |
| Ist häufig nur in Teilen bindend | Ist rechtlich bindend |
| Dient als Verhandlungsgrundlage | Hält das Verhandlungsergebnis fest |
| Kommt meist vor der Due Diligence oder parallel dazu | Kommt nach Verhandlung und Due Diligence |
Du kannst das Term Sheet als Bauplan verstehen. Der Beteiligungsvertrag ist das fertige Vertragswerk.
Was steht in einem Term Sheet?
In einem Term Sheet stehen die wichtigsten wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Bedingungen der Finanzierungsrunde.
Es geht natürlich vor allem um die Höhe des Investments und um die entsprechende Gegenleistung, also darum, wie viele Anteile die Investor*innen erhalten. Aber auch, welche Rechte und Privilegien sie bekommen, etwa im Falle eines Unternehmensverkaufs oder bei folgenden Finanzierungsrunden, wird in der Regel im Term Sheet dokumentiert.
Manchmal wird auch festgelegt, wofür du das Investment verwenden darfst, zum Beispiel ausdrücklich für die Produktentwicklung oder fürs Marketing. Achte darauf, dass solche Vorgaben nicht zu eng sind und du genug Spielraum für operative Entscheidungen behältst.
Ein entscheidender Punkt ist auch, wann das Investment tatsächlich ausgezahlt wird. Manchmal fließt das Geld nicht auf einmal, sondern in Tranchen. Dann hängt jede Auszahlung an bestimmten Meilensteinen. Die vereinbarten Ziele müssen realistisch, klar messbar und überprüfbar sein, um spätere Konflikte zu vermeiden.
Typische Inhalte eines Term Sheets sind:
| Bereich | Inhalte | Was heißt das für dich? |
|---|---|---|
| Bewertung | Investment, Pre-Money-Bewertung, Post-Money-Bewertung | Hier entscheidet sich, wie viel Geld du bekommst und welchen Anteil du dafür abgibst |
| Beteiligung | Cap Table, Beteiligungsquoten, neue Anteile | Dein Cap Table zeigt, wem nach der Runde wie viel vom Unternehmen gehört |
| Investorenschutz | Liquidation Preference, Anti-Dilution | Diese Regeln schützen Investor*innen: sie können deine Auszahlung oder deine Anteile beeinflussen |
| Kontrolle | Informationsrechte, Zustimmungsrechte | Hier wird geregelt, welche Entscheidungen du künftig allein treffen kannst und wo die Investor*innen mitreden |
| Exit | Drag-along, Tag-along | Diese Klauseln regeln, was passiert, wenn Anteile verkauft werden oder dein Startup übernommen wird |
| Gründer*innen | Vesting, Good Leaver, Bad Leaver, Wettbewerbsverbot | Diese Regeln betreffen dich und dein Team direkt, vor allem wenn jemand aussteigt |
| Organisation | Beirat, mögliche Aufsichtsgremien | Hier geht es darum, wer dein Startup begleitet, kontrolliert oder bei wichtigen Fragen mitentscheidet |
| Formalien | Kosten, Vertraulichkeit, Exklusivität, Rechtswahl | Diese Punkte werden in der Regel schon rechtsverbindlich im Term Sheet geregelt. |
Die Tabelle enthält viele Fachbegriffe. Lass dich davon nicht abschrecken: Am Ende geht es immer um dieselben Fragen – wie viel Kapital bekommt euer Startup, wie viele Anteile gebt ihr ab, wer darf mitentscheiden und was passiert beim Exit?
Für eine erste Orientierung können Standardvertragswerke helfen, zum Beispiel die Term-Sheet-Vorlagen des German Standards Setting Institute. Sie ersetzen keine Rechtsberatung, zeigen dir aber, wie ein Term Sheet grundsätzlich aufgebaut sein kann.
Warum ist die Bewertung im Term Sheet so wichtig?
Die Bewertung deines Startups bestimmt, wie viele Anteile du für das Investment abgibst, oder umgekehrt: Wie viel die Investor*innen für ihr Geld bekommen.
Im Term Sheet findest du häufig zwei Begriffe:
- Pre-Money-Bewertung
Das ist der Wert deines Startups vor dem Investment. - Post-Money-Bewertung
Das ist der Wert deines Startups nach dem Investment.
Klingt erstmal einfach: Je höher dein Startup bewertet wird, desto weniger Anteile gibst du für das Investment ab.
Aber: Die Bewertung ist nur ein Teil der Rechnung. Im Term Sheet stehen oft weitere Regelungen, die deine Beteiligung verändern können. Deshalb solltest du nicht nur fragen: „Wie hoch ist die Bewertung?“, sondern auch: „Wie viel gehört mir nach am Ende wirklich noch?“
Ein Beispiel: Du gibst rechnerisch 20 Prozent an Investor*innen ab. Zusätzlich soll aber ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgebaut werden. Dafür werden weitere Anteile reserviert. Oder es gibt schon ein Wandeldarlehen, das bei der Finanzierungsrunde in Anteile umgewandelt wird. Dann sinkt dein Anteil stärker, als es die Bewertung allein vermuten lässt.
Außerdem kann das Term-Sheet zusätzliche Sonderregeln enthalten, die nicht direkt die Bewertung betreffen, aber trotzdem deinen wirtschaftlichen Anteil beeinflussen.
Ein Verwässerungsschutz (Anti-Dilution) etwa kann dafür sorgen, dass Investor*innen bei einer späteren Finanzierungsrunde weniger stark verwässern als du (das heißt, dass ihr Anteil am Unternehmen weniger stark sinkt als der der anderen Gesellschafter*innen, wenn neue Investor*innen einsteigen und neue Anteile entstehen).
Darum gilt: Eine hohe Bewertung ist gut. Aber entscheidend ist, was am Ende nach Investment, Mitarbeiterbeteiligung, Wandeldarlehen und Schutzrechten wirklich in deinem Cap Table steht. Genau das solltest du vor der Unterschrift durchrechnen.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Kläre unbedingt, ob die Bewertung als Pre-Money- oder Post-Money-Bewertung gemeint ist. Der Unterschied kann massiv sein: Bei gleichem Investment kann daraus eine deutlich andere Beteiligungsquote für Investor*innen entstehen: Investiert eine Investorin 2 Mio. Euro bei einer Pre-Money-Bewertung von 8 Mio. Euro, erhält sie 20 Prozent der Anteile. Wird dieselbe Summe hingegen als Post-Money-Bewertung verstanden, würde das Investment 25 Prozent der Anteile entsprechen.
Warum ist Exklusivität im Term Sheet so wichtig?
Exklusivität bedeutet: Du verpflichtest dich, für eine bestimmte Zeit nur mit diesem Investor oder dieser Investorin zu verhandeln und mit niemand anderem sonst.
Investor*innen verlangen Exklusivität, weil sie Zeit und Geld in die Prüfung deines Startups und in die Vertragsarbeit stecken. Deshalb möchten sie einigermaßen sichergehen, dass es später auch zu einem Vertragsschluss kommt. Aus ihrer Sicht ist das nachvollziehbar.
Für dich kann Exklusivität aber riskant werden. Während der Exklusivitätsphase kannst du nicht frei mit anderen weiterverhandeln. Wenn die Gespräche scheitern, hast du Zeit verloren und musst dein Funding neu aufstellen.
Achte deshalb besonders auf:
- konkreten Start- und Endzeitpunkt der Exklusivitätsphase
- realistische Fristen für Due Diligence und Vertragsentwurf
- keine unnötig langen Bindungen
- klare Regelung, was bei Verzögerungen passiert
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Exklusivität sollte immer klar befristet sein. Als Orientierung kannst du von bis zu zwei Monaten ausgehen. Prüfe vor der Zustimmung, ob deine Liquidität diese Bindung trägt – denn während der Exklusivitätsphase darfst du in der Regel nicht frei mit anderen Investor*innen verhandeln.
Warum ist der Cap Table im Term Sheet so wichtig?
Dein Cap Table zeigt, wem wie viel von deinem Startup gehört – vor und nach der Finanzierungsrunde.
Im Term Sheet spielt der Cap Table eine zentrale Rolle, weil er die Beteiligungsverhältnisse sichtbar macht. Investor*innen prüfen deinen Cap Table, weil sie wissen wollen, wer wie viele Anteile hält, welche Beteiligungen bereits zugesagt sind und ob spätere Konflikte drohen. Für dich ist der Cap Table wichtig, weil er dir zeigt, welche Anteile dir vor und nach einer Finanzierungsrunde noch gehören und wie viel Spielraum du in der Verhandlung wirklich hast.
Wichtig ist dabei die Fully-diluted-Sicht. Fully diluted bedeutet: Der Cap Table berücksichtigt nicht nur die bereits ausgegebenen Anteile, sondern – je nach Definition – auch Optionen, virtuelle Beteiligungen, reservierte Pools, Wandeldarlehen oder Optionen. Erst dann siehst du, wie stark du wirklich verwässerst.
Ein sauberer Cap Table zeigt dir:
- welche Anteile die Gründer*innen aktuell halten
- wie sich das Investment auf die Beteiligungen auswirkt
- ob genug Spielraum für Mitarbeiterbeteiligung bleibt
- wie spätere Finanzierungsrunden aussehen könnten
Hier kommt Equity Control ins Spiel. Das kostenlose Cap-Table-Management-Tool der Gründerplattform hilft dir, deinen Cap Table professionell zu verwalten. Du kannst damit Finanzierungsrunden simulieren und früh erkennen, wie sich bestimmte Term-Sheet-Klauseln auf deine Anteile auswirken.
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Nimm mindestens zwei Cap Tables ins Term Sheet auf: einen vor dem Investment und einen direkt danach. So sehen beide Seiten, wie sich die Beteiligungsverhältnisse durch das Investment verändern.
Wenn Wandeldarlehen, Mitarbeiterbeteiligungen oder Sonderrechte im Spiel sind, sollte der Cap Table außerdem „fully diluted“ gerechnet werden, also inklusive aller bestehenden und potenziellen Anteile wie Optionen oder Wandlungsrechte.
So hilft dir Equity Control beim Term Sheet
Equity Control hilft dir, die wirtschaftlichen Folgen deines Term Sheets sichtbar zu machen. Du verstehst besser, was die Vereinbarungen im Term Sheet für deine Anteile und für die Zukunft deines Startups bedeutet.
Cap Table professionell verwalten
Mit Equity Control baust du deinen Cap Table sauber auf. Du siehst, wer wie viele Anteile hält, welche Beteiligungen geplant sind und wie sich neue Investor*innen auf die Anteilsverteilung auswirken.
Finanzierungsrunden simulieren
Du kannst verschiedene Szenarien durchspielen: andere Bewertungen, andere Investmenthöhen oder neue Beteiligungsquoten. So erkennst du vor der Unterschrift, welcher Deal für dich funktioniert.
Verwässerung verstehen
Unser Tool zeigt dir, wie stark deine Anteile durch eine Finanzierungsrunde sinken. So merkst du früh, wann ein Investment zu viel Kontrolle kostet.
Mit Investor*innen verhandeln
Ein sauberer Cap Table macht dich verhandlungssicherer. Du kannst Zahlen erklären, Rückfragen beantworten und zeigst Investor*innen, dass du deine Finanzierungsrunde im Griff hast.
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
Warum ist das Angebot kostenlos?
Equity Control ist ein kostenloses Tool der Gründerplattform. Die Gründerplattform wird von der KfW unterstützt und hilft Gründer*innen dabei, ihr Startup besser vorzubereiten, zu planen und zu finanzieren.
Für dich heißt das: Du kannst deinen Cap Table professionell aufbauen und steuern, Finanzierungsrunden simulieren und deine Anteile besser verstehen, ohne in kostenpflichtige Software einzusteigen.
Welche Klauseln solltest du besonders genau prüfen?
Prüfe vor allem Klauseln, die deine Anteile, deine Kontrolle oder deinen Exit beeinflussen. Genau dort steckt oft der größte Hebel.
Im Folgenden schauen wir uns diese Punkte genauer an:
Liquidation Preference
Die Liquidation Preference (Liquiditätsvorrang) ist eine Regelung, die festlegt, wer bei einer Liquidation oder einem Verkauf des Unternehmens zuerst Geld bekommt. Sie schützt in der Regel die Investor*innen, indem sie sicherstellt, dass diese ihr Kapital zurückerhalten, bevor die Gründer*innen oder – bei einer Mitarbeiterbeteiligung – die Mitarbeitenden am Erlös beteiligt werden.
Das kann fair sein, wenn Investor*innen dadurch ihr Risiko absichern wollen. Es kann aber hart werden, wenn bei einem Verkauf zu einem geringen Kaufpreis zuerst deine Investor*innen ausbezahlt werden und du erst danach beteiligt wirst. Ist der Kaufpreis sehr gering, Bleibt manchmal nichts vom Kaufpreis für die Gründer*innen übrig.
Schau dir genau an, was deine Investor*innen fordern: Bei einer einfachen Liquidation Preference erhalten sie beim Verkauf des Startups zuerst ihr eingesetztes Kapital zurück. Bei einer mehrfachen Liquidation Preference bekommen sie sogar ein Vielfaches ihres Investments zurück, bevor andere Gesellschafter*innen an der Reihe sind. Das kann deine Auszahlung deutlich reduzieren.
Wichtig ist auch der Unterschied zwischen teilnehmender und nicht teilnehmender Liquidation Preference. Bei einer nicht teilnehmenden Liquidation Preference erhalten Investor*innen grundsätzlich entweder ihre vereinbarte Präferenz (z.B. das 1-fache ihres Investments) oder ihren Beteiligungsanteil am Verkaufserlös -je nachdem welche Variante für sie günstiger ist. Bei einer teilnehmenden Liquidation Preference erhalten sie zunächst ihre vereinbarte Präferenz und beteiligen sich anschließend zusätzlich entsprechend ihrer Beteiligungsquote am verbleibenden Erlös. Das ist für Gründer*innen deutlich ungünstiger.
Besonders kritisch wird diese Klausel bei einem niedrigen Exit-Wert. Wenn dein Startup nicht zu einem sehr hohen Preis verkauft wird, kann die Liquidation Preference dazu führen, dass Investor*innen einen großen Teil des Erlöses erhalten und für Gründer*innen oder Team nur wenig übrig bleibt. Deshalb musst du diese Regel vor der Unterschrift einmal konkret mit Zahlen durchspielen.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Spiele die Auswirkungen einer Liquidation Preference immer mit konkreten Exit-Werten durch. Bei niedrigen Verkaufspreisen kann sie dazu führen, dass für euch als Gründer*innen kaum oder gar nichts übrigbleibt, nachdem die Investor*innen ihr Geld bekommen haben.
Drag-along
Wenn ihr eine Drag-along-Regel vereinbart, bedeutet das: Bestimmte Gesellschafter*innen können andere zum Verkauf ihrer Anteile verpflichten.
Das kann einen Exit erleichtern, weil einzelne Beteiligte den Verkauf nicht blockieren können. Für dich heißt es aber auch: Du kannst unter bestimmten Bedingungen mitgezogen werden.
Um die Folgen einer solchen Regelung einzuschränken, sind Schutzmechanismen üblich. Ihr könnt zum Beispiel festlegen, dass die Regel erst ab einer bestimmten Mindestbewertung oder nach einer bestimmten Haltedauer greift, oder dass eine klare Mehrheit der Investor*innen oder Gesellschafter*innen zustimmen muss.
Prüfe im Term Sheet:
- Wer kann Drag-along auslösen?
- Welche Mehrheit ist dafür nötig?
- Gibt es Mindestpreise oder Schutzregeln?
Tag-along
Tag-along ist ein Mitveräußerungsrecht. Wenn bestimmte Gesellschafter*innen ihre Anteile verkaufen, dürfen andere mitverkaufen.
Das schützt vor allem Minderheitsgesellschafter*innen. Sie sollen nicht zurückbleiben, wenn wichtige Beteiligte aussteigen.
Prüfe:
- Wer bekommt Tag-along-Rechte?
- Bei welchen Verkäufen greifen sie?
- Gelten gleiche Bedingungen für alle?
Right of First Refusal
Das Right of First Refusal (ROFR) bedeutet: Wenn jemand Anteile verkaufen will, müssen diese Anteile zuerst bestimmten Beteiligten angeboten werden, zum Beispiel bestehenden Investor*innen oder Gesellschafter*innen. Erst wenn diese nicht kaufen wollen, darf an Dritte verkauft werden.
So behalten die Beteiligten mehr Kontrolle darüber, ob sich der Gesellschafterkreis erweitert oder verändert. Gleichzeitig kann diese Regel Anteilsverkäufe komplizierter machen, weil potenzielle Käufer*innen nicht sicher wissen, ob sie die Anteile am Ende wirklich erwerben können.
Vesting
Vesting bindet Gründer*innen und andere zentrale Teammitglieder für eine gewisse Zeit an ihr Startup. Bei einer entsprechenden Vereinbarung bekommen sie Anteile am Startup nicht sofort, sondern „verdienen“ sie sich über einen bestimmten Zeitraum bzw. müssen Anteile wieder abgeben.
Das soll sicherstellen, dass zentrale Teammitglieder langfristig an Bord bleiben und ihre Beteiligung an ihren Beitrag zum Startup gekoppelt ist.
Typisch für Vesting-Klauseln ist: Anteile bleiben nur vollständig erhalten, wenn die Person lange genug im Unternehmen bleibt. Bei einem frühen Ausscheiden greifen Good-Leaver- oder Bad-Leaver-Regeln, je nach Grund des Ausscheiden.
In der Praxis wird Vesting häufig über vier Jahre geregelt, oft mit einem einjährigen Cliff. Cliff bedeutet: Wer im ersten Jahr geht, behält meist keine oder nur sehr wenige Anteile. Danach werden Anteile Schritt für Schritt gesichert. Bei reiferen Startups kann es sinnvoll sein, nur einen Teil der Gründeranteile dem Vesting zu unterwerfen oder kürzere Vesting-Zeiträume zu verhandeln.
Prüfe:
- Welche Anteile unterliegen Vesting?
- Wie lange läuft die Vesting-Phase?
- Was gilt bei Krankheit, Kündigung oder Konflikt?
- Wie hart sind Bad-Leaver-Regeln?
Experten-Tipp von Jan Schnedler
Für dich von Vorteil ist Accelerated Vesting. Bei einer entsprechenden Klausel können bei einem Verkauf des Startups oder einem Kontrollwechsel noch nicht gevestete Anteile ganz oder teilweise sofort als verdient gelten. Das schützt euch als Gründer*innen, wenn das Startup zu einem frühen Zeitpunkt verkauft wird.
Anti-Dilution
Anti-Dilution schützt deine Investor*innen vor Verwässerung, wenn dein Startup später zu einer niedrigeren Bewertung finanziert wird. Daneben können Investor*innen Bezugsrechte erhalten (Pro-Rate-Rechte, Participation Rights). Damit dürfen sie bei späteren Kapitalerhöhungen anteilig mitziehen, um ihre Beteiligungsquote zu halten.
Für dich kann eine Anti-Dilution-Regelung ein Nachteil sein, denn sie verschiebt die Verwässerung stärker zu deinen Lasten.
Prüfe:
- Welche Anti-Dilution-Formel gilt?
- Wann wird sie ausgelöst?
- Wer trägt die Verwässerung?
- Wie wirkt sie in Down-Rounds?
Als grobe Orientierung nennt Jan Schnedler folgende Zahlen: Gründer*innen sollten pro Finanzierungsrunde nur etwa 15 bis 30 Prozent verwässern. 30 Prozent ist bereits viel, denn es kann spätere Finanzierungsrunden erschweren. Allerdings ist das keine harte Regel, sondern hängt stark davon ab, in welcher Phase das Startup sich befindet, wie hoch der Kapitalbedarf ist und wie die allgemeine Verhandlungssituation eingeschätzt werden kann.
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wie ESOP (Employee Stock Ownership Plan) und VSOP (Virtual Stock Option Plan) beteiligen Teammitglieder am wirtschaftlichen Erfolg deines Startups. In Deutschland werden dafür häufig virtuelle Beteiligungen genutzt. Wichtig ist: Der Cap Table sollte die Beteiligungen fully diluted zeigen, also inklusive geplanter oder virtueller Anteile aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.
Prüfe:
- Wie groß ist der Pool, also der Anteil am Unternehmen, der für Mitarbeiterbeteiligung reserviert wird?
- Wird der Pool vor oder nach dem Investment eingerichtet?
- Wer trägt die Verwässerung?
- Welche Rolle spielt der Pool in späteren Runden?
Persönliche Sicherheiten – ein Warnsignal
Wenn Investor*innen Bürgschaften, Grundschulden oder andere persönliche Sicherheiten von dir verlangen, solltest du aufmerken. Das ist bei Risikokapital sehr unüblich. Hol dir spätestens dann spezialisierte Rechtsberatung.
Welche Kontrollrechte erhalten Investor*innen?
Investor*innen lassen sich im Term Sheet oft Kontrollrechte zusichern, damit sie wichtige Entwicklungen im Startup mitbestimmen können. Für dich ist entscheidend: Diese Rechte dürfen dein Startup schützen, aber nicht deine Handlungsfähigkeit blockieren.
Typische Kontrollrechte sind Informationsrechte. Das bedeutet: Du bist verpflichtet, Investor*innen regelmäßig über wichtige Zahlen, Fortschritte und Risiken informieren. Dazu gehören zum Beispiel Umsatz, Kosten, Liquidität, größere Kundengewinne oder Probleme im Team. Am besten, ihr legt genau fest, wie das Reporting aussehen soll. Ein Muster-Reporting als Anlage zum Term Sheet schafft Klarheit und sorgt dafür, dass beide Seiten wissen, welche Zahlen, Updates und Informationen regelmäßig geliefert werden.
Etwas weitreichender sind Zustimmungsrechte. Sie sorgen dafür, dass für bestimmte Entscheidungen die Zustimmung der Investor*innen erforderlich ist. Zum Beispiel, wenn du neue Anteile ausgibst, hohe Ausgaben planst, Kredite aufnimmst, wichtige Verträge abschließt oder Geschäftsbereiche verkaufst.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Wenn mehrere Investor*innen beteiligt sind, achte darauf, dass Zustimmungsrechte nicht bei einzelnen Personen hängen. Besser sind klare Mehrheitsregeln, z.B. das es eine Investorenmehrheit gibt. So verhinderst du, dass einzelne Personen oder einzelne Investor*innen wichtige Entscheidungen blockieren.
Manche Investor*innen wollen außerdem einen Sitz im Beirat. Ein Beirat begleitet das Startup strategisch, gibt Feedback und bringt Erfahrung ein. Er ist meist näher am operativen Geschäft als ein Aufsichtsrat, entscheidet aber nicht automatisch über alles mit.
Ein Aufsichtsrat ist in der Regel deutlich stärker gesetzlich geprägt und bei der GmbH nicht unbedingt erforderlich. Er überwacht die Geschäftsführung und kann je nach Rechtsform und Vereinbarung mehr Rechte haben. Für frühe Startups ist ein Beirat oft flexibler, ein Aufsichtsrat aber stärker geregelt, obwohl die beiden Begriffe oftmals nicht einheitlich genutzt werden.
Auch Wettbewerbsverbote können im Term Sheet vereinbart werden. Sie sollen verhindern, dass Gründer*innen nebenbei an einem konkurrierenden Unternehmen arbeiten. Prüfe hier genau, wie weit das Verbot reicht und wie lange es gilt.
Ähnlich wichtig sind Regeln zu Nebentätigkeiten. Investor*innen wollen sicher sein, dass du genug Zeit und Energie in dein Startup steckst. Kläre deshalb, welche Nebenprojekte erlaubt sind und ab wann du eine Zustimmung brauchst.
Dein Ziel ist eine klare Balance: Investor*innen haben berechtigter Weise einen Anspruch auf Transparenz und Schutz. Wichtig ist, dass du genug Spielraum behältst, um schnell zu entscheiden und dein Startup weiterzubauen.
Welche Bedingungen müssen vor dem Investment erfüllt werden?
Bevor Investor*innen in ein Startup einsteigen, prüfen sie es sehr genau. Dieser Prozess nennt sich Due Diligence. Im Fokus stehen Verträge, Finanzen, Team, Produkt, Risiken, Rechteketten und offene rechtliche Fragen.
Im Term Sheet werden oft aufschiebende Bedingungen vereinbart. Das sind offene Fragen, die während der Due Diligence auftreten, die geklärt sein müssen, bevor das Investment wirksam wird. Dazu gehören zum Beispiel die Klärung von Markenschutzrechten, nötige Gesellschaftsbeschlüsse und vollständige Unterlagen. Beispielsweise achten viele professionelle Investor*innen auf saubere Rechteketten. Das heißt: Du musst zeigen können, dass Marken, Domains, Software, Designs, Patente oder andere wichtige Rechte wirklich eurem Startup gehören. Wenn externe Entwickler*innen oder freie Mitarbeitende beteiligt waren, brauchst du schriftliche Verträge mit klaren Rechteklauseln.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Garantien, die du für dein Startup übernimmst. Du kannst zum Beispiel schriftlich garantieren, dass alle wichtigen Verträge offengelegt wurden oder dass keine Rechtsstreitigkeiten bestehen.
Nimm diese Punkte ernst. Sie entscheiden oft, ob aus dem Term Sheet wirklich ein Investment wird.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Wenn im Term Sheet steht, dass du „übliche Garantien“ übernehmen sollst, hake nach. Es sollte klar geregelt sein, welche Garantien gemeint sind. Begrenze möglichst, wie lange diese Garantien gelten, ab welcher Schadenshöhe Ansprüche greifen und bis zu welchem Betrag du haftest. Sonst kann aus einer scheinbar formalen Erklärung ein echtes Risiko werden. Häufig werden solche Garantien erst in den finalen Dokumenten voll ausgestaltet.
Wer trägt die Kosten der Finanzierungsrunde?
Im Term Sheet kann vereinbart werden, wer welche Kosten trägt, die im Zuge der Finanzierungsrunde entstehen.
Fair wäre, wenn jede Partei ihre Kosten selbst trägt. In der Praxis erwarten professionelle Investor*innen aber häufig, dass das Startup auch ihre Rechts-, Beratungs- oder Due-Diligence-Kosten übernimmt.
Experten-Tipp von Rechtsanwalt Jan Schnedler
Die Kosten können fünf- oder sogar sechsstellig sein. Deshalb solltest du unbedingt einen Kostendeckel aushandeln, also einen klaren Höchstbetrag. Außerdem solltest du darauf bestehen, dass die Kosten erst fällig werden, wenn das Investment wirklich beim Startup angekommen ist.
So gehst du vor, bevor du ein Term Sheet unterschreibst
Bevor du ein Term Sheet unterschreibst, geh die wichtigsten Punkte systematisch durch. So erkennst du früh, welche Folgen der Deal für deine Anteile, deine Kontrolle und deine nächste Finanzierungsrunde hat.
- Verstehe jede Klausel
Kläre, was jede Regelung konkret für dich und die Zukunft deines Startups bedeutet. - Prüfe die Bewertung
Rechne durch, wie Pre-Money- und Post-Money-Bewertung deine Beteiligungsquote verändern. - Simuliere die Auswirkungen auf deinen Cap Table
Schau dir an, wem nach dem Investment wie viel vom Startup gehört. - Analysiere Kontrollrechte
Prüfe, bei welchen Entscheidungen Investor*innen künftig mitreden oder zustimmen müssen. - Prüfe Exit-Regelungen
Verstehe, was Liquidation Preference, Drag-along und Tag-along bei einem Verkauf auslösen können. - Hol spezialisierte Rechtsberatung ein
Lass das Term Sheet von Fachleuten prüfen, die sich mit Startup-Finanzierungen wirklich auskennen. - Rechne alle Szenarien durch
Teste verschiedene Bewertungen, Investmenthöhen und Beteiligungsquoten, bevor du dich festlegst.
Beispiel: Wie ein Term Sheet deine Anteile verändern kann
Die Gründungsteams von zwei Startups verhandeln ähnliche Term Sheets
Startup A konzentriert sich vor allem auf die Bewertung. Die Gründer*innen sehen: Das Investment klingt gut, die Unternehmensbewertung wirkt attraktiv. Weitere Klauseln prüfen sie nur oberflächlich.
Startup B schaut genauer hin und analysiert zusätzlich:
- Liquidation Preference, also wer bei einem Verkauf zuerst Erlöse bekommt
- ESOP-Pool, also den Anteil, der für Mitarbeiterbeteiligungen reserviert wird
- Anti-Dilution, also den Verwässerungsschutz für Investor*innen
- Vesting, also wie Anteile über Zeit verdient oder behalten werden
Das Ergebnis: Startup B versteht deutlich besser, wie sich das Term Sheet auf die eigenen Anteile auswirkt. Das Team erkennt früh, wo zusätzliche Verwässerung droht, welche Klauseln später Geld kosten können und welche Punkte nachverhandelt werden sollten.
Genau das stärkt die Verhandlungsposition. Wer die Auswirkungen kennt, entscheidet nicht aus dem Bauch heraus, sondern mit klaren Zahlen.
Fazit: Prüfe dein Term Sheet, bevor du dich festlegst
Das Term Sheet ist einer der wichtigsten Schritte bei einer Finanzierungsrunde und du solltest jeden Abschnitt darin verstehen und die Auswirkungen auf Bewertung, Kontrolle und Verwässerung durchrechnen. Mit Equity Control kannst du deinen Cap Table aufbauen und Finanzierungsrunden simulieren, bevor du in die Verhandlung gehst.
Besonders wichtige Punkte sind die Bewertung deines Startups, der Cap Table und Investorenrechte. Sie entscheiden, wie viele Anteile dir nach dem Investment bleiben und wie viel Kontrolle du künftig abgibst.
Es ist wichtig, dass du jede Klausel verstehst, bevor du unterschreibst. Rechne nicht nur den besten Fall durch, sondern auch schwierige Szenarien: niedrigere Bewertung, größere Finanzierungsrunde, oder ein stärkerer Verwässerungsschutz für dein Investor*innen.
Mit Equity Control machst du diese Auswirkungen sichtbar. Baue jetzt deinen Cap Table auf und simuliere deine nächste Finanzierungsrunde, bevor du in die Verhandlung gehst.
Gründerplattform Equity Control
Cap Table Management leicht gemacht. Simuliere Finanzierungsrunden und Mitarbeiterbeteiligungen für dein Startup!
FAQ: Häufige Fragen zum Term Sheet
Ein Term Sheet ist ein Dokument, das die wichtigsten Eckpunkte einer geplanten Finanzierungsrunde festhält. Dazu gehören zum Beispiel Bewertung, Investmenthöhe, Cap Table, Investor*innenrechte und Bedingungen vor dem Investment.
Häufig kommt das Term Sheet von Investor*innen. Du musst es aber nicht einfach akzeptieren. Ein Term Sheet ist eine Verhandlungsgrundlage – du kannst Punkte prüfen, Fragen stellen und Änderungen verhandeln.
Ein Term Sheet ist oft nur teilweise rechtlich bindend. Einzelne Klauseln können aber verbindlich sein, zum Beispiel Vertraulichkeit, Exklusivität, Kostenregelungen oder Rechtswahl.
In einem Term Sheet stehen meist die wichtigsten wirtschaftlichen und rechtlichen Regeln der Finanzierungsrunde. Typische Inhalte sind Bewertung, Beteiligungsquote, Liquidation Preference, Anti-Dilution, Drag-along, Tag-along, Vesting und Kontrollrechte.
Drag-along bedeutet Mitverkaufszwang: Bestimmte Beteiligte können andere verpflichten, ihre Anteile bei einem Verkauf mitzuverkaufen. Tag-along bedeutet Mitveräußerungsrecht: Minderheitsgesellschafter*innen dürfen ihre Anteile zu denselben Bedingungen mitverkaufen.
Anti-Dilution ist ein Verwässerungsschutz für Investor*innen. Anti- Dilution gibt es in verschiedenen Auswirkungen. Er kann z.B. greifen, wenn dein Startup später zu einer niedrigeren Bewertung Geld aufnimmt. Dann verwässern Investor*innen weniger stark – und dein Anteil kann stärker sinken.