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Eigenkapital­finanzierung für Startups

So findest du die passende Finanzierung für dein Wachstum

Eigenkapitalfinanzierung hilft Startups, schnell zu wachsen. Investor*innen geben Kapital und erhalten dafür Unternehmensanteile. Das eingesetzte Kapital muss grundsätzlich nicht wie ein Kredit zurückgezahlt werden (daher werden Kreditfinanzierungen auch Fremdkapital genannt). Im Gegenzug werden die Investor*innen in der Regel durch Geschäftsanteile am Unternehmen beteiligt und erhalten je nach Vereinbarung Mitspracherechte sowie einen Anteil an zukünftigen Gewinnen oder einem Verkaufserlös. Damit du dabei nicht zu viele Anteile abgibst oder schlechte Verträge unterschreibst, ist es wichtig, dass du deine Finanzierungsrunde strategisch vorbereitest.

In diesem Guide erfährst du:

  • was Eigenkapitalfinanzierung genau bedeutet
  • wie Finanzierungsrunden ablaufen
  • wie du dein Startup professionell auf Finanzierungsrunden vorbereitest 

Bei einer Eigenkapitalfinanzierung geht es nicht nur um Kapital, sondern auch um Beteiligungen, Mitspracherechte und Verträge. Dieser Guide ist deshalb mit fachlicher Unterstützung von Jan Schnedler entstanden, unserem Experten für Startup-Recht.

Unser Experte für Startups

Foto von Jan Schnedler

Unser Experte für Startup-Recht

Jan Schnedler, Rechtsanwalt

Unser Experte begleitet Startups und zukunftsorientierte Unternehmen bei rechtlichen Themen aller Art. Als Autor hat er mit „Startup-Recht. Praktischer Leitfaden für Gründung, Unternehmensführung und Finanzierung“ (O’Reilly, 2025) ein Standardwerk veröffentlicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Eigenkapitalfinanzierung erhalten Investor*innen echte Geschäftsanteile an deinem Startup.
  • Typische Investor*innen sind Business Angels, Venture-Capital-Fonds und Family-Offices.
  • Investor*innen prüfen nicht nur die Geschäftsidee, sondern auch Team, Markt, Produkt, rechtliche Risiken, Struktur und Wachstumspotenzial.
  • Beteiligungsverträge haben langfristige Auswirkungen auf Kontrolle und Exit.
  • Wenn du Investor*innen überzeugen willst, solltest du deine Finanzierung professionell vorbereiten. Dabei hilft dir FundingReady, das kostenlose Funding-Tool für Startups.
Eine Illustration zeigt den Funding-Ready-Score.

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Zu FundingReady

Was ist Eigenkapital­finanzierung?

Bei der Eigenkapitalfinanzierung bekommt dein Startup Kapital von Investor*innen. Im Gegenzug gibst du Unternehmensanteile ab. Die Investor*innen profitieren, wenn dein Startup wächst oder verkauft wird. Gleichzeitig tragen sie das Risiko eines Scheiterns mit, da keine Sicherheiten für das eingesetzte Kapital gegeben werden.

Der große Unterschied zum Kredit: Du musst das Geld nicht zurückzahlen. Stattdessen holst du neue Gesellschafter*innen ins Unternehmen.

Für welche Startups eignet sich Eigenkapital­finanzierung?

Eigenkapitalfinanzierung passt besonders gut zu Startups, die:

  • schnell wachsen wollen
  • ein skalierbares Geschäftsmodell haben, also schnell wachsen können, ohne dass die Kosten im gleichen Maß steigen
  • hohe Investitionen für Personal, Hardware oder Internationalisierung benötigen
  • bereit sind, Anteile abzugeben
  • eine Exit-Perspektive haben (also den Verkauf des Unternehmens oder der Anteile an andere Investor*innen, z. B. Private Equity oder Unternehmen)

Experten-Tipp von Jan Schnedler

Wenn es um die Finanzierung von Startups geht, denken viele als Erstes an Venture-Capital-Fonds, die Risikokapital in wachstumsstarke Startups investieren. In der Realität erhält jedoch nur ein kleiner Teil aller Startups tatsächlich Venture-Capital. Viele Geschäftsmodelle werden anfangs durch eigenes Kapital der Gründer*innen, Einnahmen aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen (Bootstrapping), staatliche Fördermittel, kleinere Beteiligungen oder Finanzierungen aus dem Umfeld der Gründer*innen entwickelt.

Bevor du dich um eine bestimmte Finanzierung bemühst, solltest du prüfen, an welche Voraussetzungen sie gekoppelt ist und ob du diese erfüllst (oder in naher Zukunft erfüllen kannst).

Unterschied zwischen Eigenkapital und Fremdkapital

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierungen . Der wichtigste: Bei Eigenkapital erhalten Investor*innen Unternehmensanteile. Bei Fremdkapital erhältst du z. B. einen Kredit, den du zurückzahlen musst.

Eigenkapitalfinanzierung Fremdkapitalfinanzierung
Investor*innen erhalten Anteile Kreditgeber erhalten Zinsen
Keine Rückzahlungspflicht Muss zurückgezahlt werden
Mitspracherechte der Geldgeber*innen möglich und üblich Meist keine Mitspracherechte
Hohes Wachstumskapital möglich, auch ohne Sicherheiten Oft begrenzte Kredithöhe
Geeignet für schnelles Wachstum Geeignet für stabile Cashflows

Warum klassische Bankkredite für Startups schwierig sind: Banken finanzieren auch Gründungen. Sie vergeben Kredite aber vor allem an Unternehmen mit bewährten Geschäftsmodellen und gut planbaren Umsätzen. Außerdem erwarten sie meist, dass das Unternehmen innerhalb von zwei bis drei Jahren profitabel wird (Break-Even). Das können viele Startups in der frühen Wachstumsphase noch nicht nachweisen. Des Weiteren benötigen die Banken auch Sicherheiten, für die die Gründer*innen in der Regel persönlich haften müssen. Deshalb finanzieren sich Gründer*innen häufig über Eigenkapital von Investor*innen.

Welche Arten der Eigenkapital­finanzierung gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Eigenkapitalfinanzierung – und nicht jede passt zu jedem Startup. Prüfe die Vor- und Nachteile, die jede Finanzierungsart mit sich bringt, bevor du dich entscheidest. 

Venture Capital (VC)

Venture-Capital-Fonds investieren hohe Summen, in der Regel ab 500.000 Euro, in stark skalierbare Startups. Dafür verlangen sie häufig Mitspracherechte und erwarten eine hohe Wachstumsdynamik. 

Business-Angels

Als Business-Angels werden Personen bezeichnet, die mit ihrem eigenen Geld in Startups investieren. Sie steigen oft früher als VC-Fonds ein und bringen neben Kapital bestenfalls Erfahrung, Kontakte und strategische Unterstützung mit.

Family-Offices

Family-Offices investieren das Vermögen wohlhabender Familien. Es gibt Single-Family- Offices, die ihr eigenes Geld investieren, und Multi-Family-Offices, die das Geld von mehreren Familien oder sehr vermögenden Personen investieren. Single-Family-Offices können mit ihrem eigenen Kapital oft langfristiger als VC-Fonds planen.

Crowdinvesting

Beim Crowdinvesting investieren viele Menschen kleine Beträge über Plattformen. Bei dieser Finanzierungsform werden Kapital, Sichtbarkeit und Community-Aufbau kombiniert.  Crowdinvesting sollte nicht mit Crowdfunding verwechselt werden, bei dem häufig die Produktentwicklung vorfinanziert wird.

Öffentlich finanzierte Beteiligungsangebote

Öffentlich finanzierte oder unterstützte Beteiligungsgesellschaften stellen Startups Eigenkapital zur Verfügung. Ein Beispiel ist der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der in innovative Technologie-Startups investiert und dafür Unternehmensanteile erhält.

Der HTGF ist allerdings kein klassisches Förderprogramm, sondern ein Venture-Capital-Fonds, der von öffentlichen und privaten Investor*innen finanziert wird.

Mischformen: Wandeldarlehen und partiarische Darlehen

Als Wandeldarlehen werden Darlehen bezeichnet, die später in Unternehmensanteile umgewandelt werden können. Ein partiarisches Darlehen (Beteiligungsdarlehen) ist ein Finanzierungsinstrument, bei dem die Geldgeber*innen statt fester Zinsen eine Beteiligung am Unternehmenserfolg erhalten. 

Diese Formen kombinieren Eigenschaften von Eigen- und Fremdkapital und werden häufig in frühen Startup-Phasen genutzt. Sie sind besonders bei Business-Angels oder Crowdinvesting-Plattformen beliebt, weil sie ihnen unkomplizierte Investments ermöglichen, ohne direkt Gesellschafter*in zu werden. Auch die Beteiligungsgesellschaften der Länder vergeben Wandeldarlehen. Diese Gesellschaften sind häufig als Tochtergesellschaften der Bürgschaftsbank des jeweiligen Bundeslandes organisiert.

Experten-Tipp von Jan Schnedler

Viele professionelle Geldgeber*innen investieren nicht in Personengesellschaften wie die GbR oder OHG, sondern ausschließlich in Kapitalgesellschaften wie die Unternehmergesellschaften, GmbHs oder AGs. Bedenke dies schon bei der Wahl deiner Rechtsform oder prüfe, ob du ggf. einen Rechtsformwechsel vornehmen solltest, bevor du Investor*innen suchst. 

Wie funktioniert eine Finanzierungsrunde?

Eine Eigenkapitalfinanzierung läuft in mehreren Schritten ab:

  1. Finanzierungsbedarf bestimmen: Wie viel Kapital brauchst du und wofür genau? Erstelle einen präzisen Finanzplan.
  2. Passende Investor*innen finden: Mit unserem Tool FundingReady findest du heraus, welche Finanzierungsformen von welchen Investor*innen für dein Startup passen.
  3. Pitch-Deck und Finanzplan vorbereiten: Bereite rechtzeitig alle Unterlagen vor. Du brauchst ein Pitch-Deck mit Problem, Lösung, Markt, Geschäftsmodell, Zahlen und Team. Manche Investor*innen wünschen auch einen Businessplan und einen Finanzplan.
  4. Investorengespräche führen: Investor*innen ansprechen, Bedingungen klären, Erstkontakt herstellen. Nutze Beziehungen, wenn du sie hast. „Warme Intros“ verbessern die Chancen auf ein Investment enorm.
  5. Beteiligungsbedingungen verhandeln und in einem etwa vier- bis siebenseitigen und oftmals größtenteils unverbindlichen Term-Sheet (Absichtserklärung) schriftlich festhalten. 
  6. Due Diligence überstehen: Investor*innen prüfen dein Startup systematisch auf Chancen und Risiken – rechtlich, finanziell, technisch, steuerlich und strategisch.
  7. Beteiligungsvertrag abschließen: Rechtlich verbindliche Einigung über alle Konditionen. 
  8. Investment erhalten: Nach Abschluss aller Formalitäten fließt das Kapital häufig nach einem sogenannten Closing auf das Konto deines Startups. 

Eine Finanzierungsrunde kann sich über mehrere Monate hinziehen. Je besser du dich vorbereitest, desto schneller kommst du zu einem Abschluss und desto besser ist deine Verhandlungsposition gegenüber deinen Investor*innen. FundingReady unterstützt dich dabei.

Wichtige Begriffe

Die folgenden Begriffe solltest du kennen, bevor du für dein Startup eine Finanzierung suchst:

  • Pre-Money-Bewertung
    Unternehmenswert vor dem Investment.
  • Post-Money-Bewertung
    Unternehmenswert nach dem Investment.
  • Cap-Table
    Übersicht aller Gesellschafter*innen und Beteiligungen.
  • Verwässerung
    Wenn neue Investor*innen einsteigen, sinkt der prozentuale Anteil der bisherigen Gesellschafter*innen.

Mit welchen Summen kannst du bei einer Eigenkapitalfinanzierung rechnen?

Das hängt von der Branche, dem Potenzial, deinem Team, dem Marktumfeld und der Bewertung deines Startups ab.

In Deutschland bewegt sich die Finanzierung für Startups ungefähr in diesen Bereichen: 

Finanzierungsphase Ø Pre-Money-Bewertung Typische Investmentspanne
Pre-Seed ca. 3 Mio. EUR 0,25–0,75 Mio. EUR
Seed ca. 8,5 Mio. EUR 1,5–3,5 Mio. EUR
Series A ca. 27 Mio. EUR 5–15 Mio. EUR
Series B ca. 80 Mio. EUR 15–30 Mio. EUR

(Quelle: https://www.b-p-w.de/fileadmin/bpw/handout/260114_Make_Startups_Investment_Ready.pdf)

Vor allem KI-, SaaS- und Plattform-Startups erzielen aktuell oft höhere Bewertungen. Wichtig ist aber: Diese Zahlen sind nur grobe Richtwerte. In den USA sind die durchschnittlichen Bewertungen und die Finanzierungen von Startups erheblich höher.

Welche Rechte sichern sich Investor*innen?

Investor*innen erwerben nicht einfach Anteile, sie sichern sich mit ihrem Investment häufig auch bestimmte Sonderrechte. Welche genau, wird im Laufe der Finanzierungsrunde ausgehandelt.

Typische Investorenrechte sind:

  • Informationsrechte: Es wird vereinbart, wie (per Telefonat, Report, Zugang zu Daten) und wie oft (monatlich oder quartalsweise) die Gründer*innen über die Geschäftsentwicklung berichten müssen.
  • Vetorechte bei wichtigen Entscheidungen: höhere Geschäftsführergehälter, große Ausgaben, neue Finanzierungsrunden oder Änderungen am Gesellschaftsvertrag sind häufig nur möglich, wenn die Investor*innen zustimmen.
  • Liquidation-Preferences regeln, wer beim Verkauf des Startups zuerst ausgezahlt wird. Über entsprechende Klauseln stellen Investor*innen sicher, dass sie beim Exit zuerst ihr Geld zurückerhalten. Die Gründer*innen können bei einem geringen Verkaufspreis wenig oder gar nichts erhalten.
  • Schutz vor Verwässerung: Bei späteren Finanzierungsrunden mit niedrigerer Bewertung sichern Anti-Dilution-Klauseln Investor*innen ab. Sie erhalten dann z. B. zusätzliche Anteile, ohne weiteres Kapital zu investieren. Du solltest versuchen, solche Regelungen zeitlich zu begrenzen.
  • Vesting-Regelungen haben zur Folge, dass sich die Gründer*innen ihre Anteile über mehrere Jahre „verdienen“ müssen. Steigen sie vorzeitig aus, müssen sie einen Teil ihrer Geschäftsanteile zurückgeben. So soll verhindert werden, dass Gründer*innen aussteigen, aber mit zu vielen Geschäftsanteilen beteiligt bleiben (Dead Equity).
  • Drag-along- und Tag-along-Klauseln: Diese Regelungen betreffen den Verkauf von Unternehmensanteilen. Sie legen fest, welche Rechte und Pflichten Mehrheits- und Minderheitsgesellschafter*innen bei einem Verkauf haben. 

Viele dieser Rechte wirken sich nicht erst beim Exit aus, sondern beeinflussen schon vorher die operativen Entscheidungen im Alltag des Startups.

Experten-Tipp von Jan Schnedler

Ein hohes Investment ist nicht automatisch ein guter Deal. Entscheidend sind die langfristigen Auswirkungen – und die werden oftmals unterschätzt. Deshalb solltest du niemals etwas unterschreiben, was du nicht vollständig verstehst. Eine gute Vorbereitung und eine fundierte Rechtsberatung stärken deine Verhandlungsposition und schützen dich vor Vertragsabschlüssen, die du später bereust.

Mit den Standardverträgen aus dem Vertragsgenerator der Gründerplattform schaffst du eine gute Ausgangsbasis für deine Verhandlungen. Sie helfen dir, Fehler zu vermeiden. Zudem kannst du so den Abstimmungsaufwand mit Anwält*innen reduzieren und damit auch die Kosten für die Rechtsberatung senken.

Was bedeutet eine Eigenkapital­finanzierung für dein Startup?

Wenn Investor*innen in Unternehmen einsteigen, verändert sich die gesamte Dynamik: mehr Tempo, höhere Erwartungen und mehr Beteiligte.

Mehr Wachstumsdruck

Investor*innen erwarten in der Regel schnelles Wachstum. Das kann große Chancen bieten – erhöht aber auch das Risiko und den Erwartungsdruck.

Mehr Aufwand und neue Aufgaben

Investor*innen wollen regelmäßig informiert und in wichtige Entscheidungen eingebunden werden. Das erhöht den Aufwand für Reporting und Abstimmungen. Und: Mit wachsender Finanzierung steigen häufig auch die Anforderungen an Compliance und Geschäftsführerpflichten.

Risiko von Kontrollverlust

Mit jeder Finanzierungsrunde gibst du Anteile und damit Kontrolle über dein Startup ab.

Experten-Tipp von Jan Schnedler

Investor*innen wie Venture-Capital-Fonds sind Geschäftspartner*innen, keine Freund*innen oder Förderer *innen. Prüfe Beteiligungsangebote sorgfältig und verstehe die Interessen aller Beteiligten. Erkundige dich auch bei anderen Startups nach ihren Erfahrungen mit bestimmten Investor*innen, besonders wenn es sich um VC-Gesellschaften handelt. Je besser du die Erwartungen und Ziele deiner Investor*innen kennst, desto souveräner kannst du verhandeln und langfristig gute Entscheidungen für dein Startup treffen.

Fehler bei der Eigenkapital­finanzierung: Typische Deal-Breaker

Diese Probleme schrecken Investor*innen häufig ab:

  • unrealistische Bewertungen
  • chaotischer Cap-Table
  • fehlende Schutzrechte
  • Streit im Gründerteam
  • schlechte Vertragsvorbereitung
  • unprofessionelle Kommunikation
  • zu frühe Verwässerung der Gründer*innen

Experten-Tipp von Jan Schnedler

Komplexe Beteiligungsstrukturen können spätere Finanzierungsrunden massiv erschweren. Deshalb solltet ihr den jeweils nächsten Schritt immer schon im Blick haben. Der Cap-Table und die Beteiligungsstruktur sind sehr wichtig für das Startup und die Finanzierung. In der Regel sollten Gesellschafter*innen Geld, Zeit oder beides zur Entwicklung des Startups beitragen. 

Du suchst Investor*innen für dein Startup? Prüfe erst deine Funding-Readiness

Viele Gründer*innen starten zu früh in Fundraising-Prozesse. Sie sprechen mit Investor*innen, obwohl zentrale Grundlagen noch fehlen – zum Beispiel ein sauberer Cap-Table oder eine klare Finanzierungsstrategie. Genau das kostet Zeit, verschlechtert die Verhandlungsposition und führt häufig zu Absagen. In der Regel hat man pro Investor*in genau einen Versuch. 

Mit FundingReady findest du heraus:

  • welche Finanzierungsformen wirklich zu deinem Startup passen 
  • wie finanzierungsbereit dein Startup aktuell ist 
  • welche Schwachstellen Investor*innen sehen würden 
  • welche nächsten Schritte jetzt sinnvoll sind 

Statt planlos Investor*innen zu suchen, baust du systematisch deine Funding-Readiness auf.

Eine Illustration zeigt den Funding-Ready-Score.

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Was ist FundingReady?

FundingReady ist ein kostenloser Funding-Readiness-Check für Startups. Das Tool hilft dir dabei, deine Finanzierung strategisch vorzubereiten und typische Fehler bei Finanzierungsrunden zu vermeiden.

FundingReady analysiert unter anderem:

  • den Reifegrad deines Startups 
  • deine aktuelle Finanzierungssituation 
  • passende Finanzierungsformen für dein Geschäftsmodell 

Am Ende erhältst du:

  • einen Funding-Score 
  • konkrete Handlungsempfehlungen 
  • eine Einschätzung deiner Finanzierungsoptionen 
  • individuelle nächste Schritte 

Warum FundingReady für Startups sinnvoll ist

Viele Gründer*innen suchen zu früh und ohne Orientierung nach einer Finanzierung. Und merken erst spät, dass nicht jede Finanzierungsform zu jedem Startup passt. Ein VC-Fonds stellt andere Anforderungen als Business-Angels, Förderprogramme oder Banken. Wenn du die falschen Investor*innen bzw. die richtigen Investor*innen zum falschen Zeitpunkt ansprichst oder unvorbereitet pitchst, verlierst du viel Zeit und verspielst womöglich deine Optionen. 

Mit FundingReady passiert dir das nicht. Das Tool zeigt dir:

  • welche Finanzierungsformen realistisch sind 
  • worauf Investor*innen bei deinem Startup achten 
  • welche Lücken du vor einer Finanzierungsrunde schließen solltest 
  • wie du deine Verhandlungsposition verbesserst 

So nutzt du FundingReady

  1. Beantworte Fragen zu deinem Startup 
  2. Erhalte deinen Funding-Score 
  3. Verstehe deine größten Finanzierungsrisiken 
  4. Arbeite gezielt an deiner Funding-Readiness 
  5. Starte besser vorbereitet in Investorengespräche 

Je früher du Schwachstellen erkennst, desto besser kannst du deine Finanzierung vorbereiten.

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Warum FundingReady kostenlos ist

FundingReady ist Teil der Gründerplattform und wird von der KfW gefördert. Das Ziel: Gründer*innen sollen leichter Zugang zu Wissen, Orientierung und passenden Finanzierungsmöglichkeiten bekommen. Aufgrund der Finanzierung durch die KfW kannst du FundingReady kostenlos nutzen: 

  • ohne komplizierten Einstieg 
  • ohne versteckte Kosten 
  • mit direktem Mehrwert für deine Finanzierungsvorbereitung 

So bekommst du Zugang zu professioneller Orientierung und kannst bessere Finanzierungsentscheidungen treffen.

Beispiel: Zwei Startups, zwei unterschiedliche Lernkurven

Die folgenden Beispiele zeigen, dass bei einer Finanzierungsrunde nicht nur das Kapital zählt. Sowohl ein zu früher Einstieg von Investor*innen als auch ein zu später Fundraising-Prozess können Startups vor große Herausforderungen stellen. Entscheidend sind das richtige Timing, eine durchdachte Beteiligungsstruktur und eine gute Vorbereitung.

Startup A: Zu früh Geld aufgenommen – und zu viele Anteile abgegeben

Ein SaaS-Startup will schnell wachsen und sammelt deshalb schon kurz nach der Gründung Geld von mehreren Business-Angels und aus dem Familienkreis ein. 

Das Problem: Die Gründer*innen verhandeln kaum und geben fast 35 Prozent ihrer Anteile ab. Außerdem fehlen klare Regelungen im Beteiligungsvertrag.

Als später ein VC-Fonds einsteigen will, wird genau das zum Problem:

  • Die Gründer*innen haben nur noch begrenzte Kontrolle
  • Entscheidungen dauern länger
  • Investor*innen stellen kritische Fragen zur Beteiligungsstruktur

Die Folge: Die Finanzierungsrunde zieht sich monatelang hin.

Was das Team daraus lernt: Frühes Kapital hilft nur dann, wenn auch die Struktur sauber aufgebaut ist. Heute prüft das Startup Beteiligungsverträge deutlich genauer und plant Verwässerung strategisch mit.

Startup B: Zu lange warten – und unter Druck verhandeln

Ein ClimateTech-Startup versucht, möglichst lange ohne Investor*innen zu wachsen. Das Team finanziert alles selbst und konzentriert sich komplett auf das Produkt.  Grundsätzlich sinnvoll – bis plötzlich das Geld knapp wird.

Das Problem: Weil dringend Kapital benötigt wird, startet das Team viel zu spät und schlecht vorbereitet mit Investorengesprächen. Die Gründer*innen haben:

  • keinen belastbaren Finanzplan
  • kein vorbereitetes Pitch-Deck
  • keine klare Fundraising-Strategie

Die Folge: Dadurch geraten sie unter Zeitdruck und akzeptieren am Ende schlechtere Vertragsbedingungen.

Was das Team daraus lernt: Eigenkapitalfinanzierungen sind aufwendig und sollten nicht erst angegangen werden, wenn das Konto fast leer ist. Gute Finanzierungsrunden brauchen Vorbereitung, Zeit und eine starke Verhandlungsposition. Heute plant das Startup seinen Kapitalbedarf mindestens 12 Monate im Voraus.

Vor- und Nachteile der Eigenkapital­finanzierung

Eine Eigenkapitalfinanzierung über Business-Angels, VC-Fonds oder andere Geldgeber*innen bietet erhebliche Chancen für dein Startup, besonders wenn du schnell wachsen möchtest. Aber es gibt auch Nachteile, die du kennen solltest. 

Vorteile

  • kein Rückzahlungsdruck
  • schnelleres Wachstum möglich
  • Zugang zu Netzwerk und Know-how
  • stärkere Eigenkapitalbasis erhöht die Bonität

Nachteile

  • Verwässerung der Gründeranteile
  • mehr Mitspracherechte für Investor*innen
  • höherer Abstimmungsaufwand
  • Druck auf Wachstum und Exit

Experten-Tipp von Jan Schnedler

Eigenkapitalfinanzierung ist ein mächtiger Hebel – aber kein Selbstzweck. Prüfe genau, ob du das Kapital wirklich brauchst, um zu wachsen, oder ob alternative Finanzierungsformen (z. B. Bootstrapping, Fremdkapital, Fördermittel) besser zu deiner Situation passen. Und wenn du dich für Eigenkapital entscheidest: Wähle deine Investor*innen sorgfältig aus und denke beim Vertragsabschluss die nächsten Finanzierungsrunden schon mit. Einen Gesellschafter oder eine Gesellschafterin aufzunehmen, ist rechtlich ähnlich komplex wie eine Ehe einzugehen. 

Fazit: Das bringt eine Eigenkapital­finanzierung

Eigenkapitalfinanzierung kann dein Startup massiv beschleunigen – bringt aber auch neue Erwartungen, Beteiligte und Risiken mit sich.

Je besser du vorbereitet bist, desto leichter kannst du Investor*innen überzeugen und desto stärker wird deine Position in den Verhandlungen.

Bevor du pitchst, solltest du deshalb verstehen, welche Finanzierung wirklich zu deinem Startup passt. FundingReady hilft dir dabei.

FAQ zur Eigenkapital­finanzierung

Was ist Eigenkapital­finanzierung?

Bei der Eigenkapitalfinanzierung investieren Investor*innen Kapital in dein Startup und erhalten dafür Unternehmensanteile. Im Gegensatz zu einem Kredit musst du das Geld nicht zurückzahlen.

Wie funktioniert eine Finanzierungsrunde?

Eine Finanzierungsrunde läuft meist in mehreren Schritten ab: Finanzierungsbedarf bestimmen, Investor*innen finden, Pitch vorbereiten, verhandeln, Due-Diligence durchführen und Beteiligungsvertrag abschließen.

Welche Investor*innen investieren in Startups?

Typische Investor*innen sind Business-Angels, Venture-Capital-Fonds, Family-Offices oder öffentliche Beteiligungsprogramme.

Was wollen Investor*innen bei Startups sehen?

Investor*innen achten besonders auf:

  • ein starkes Gründerteam 
  • großes Marktpotenzial 
  • ein tolles Produkt 
  • ein skalierbares Geschäftsmodell 
  • eine saubere Beteiligungsstruktur 
  • realistische Finanzplanung 
Was bedeutet Verwässerung?

Wenn neue Investor*innen einsteigen, sinkt der prozentuale Anteil der bisherigen Gesellschafter*innen. Die Anzahl der Geschäftsanteile der einzelnen Gesellschafter*innen bleibt gleich, es werden aber für die neuen Gesellschafter*innen neue Geschäftsanteile geschaffen, so dass es insgesamt mehr Geschäftsanteile von dem Unternehmen gibt.  Das nennt man Verwässerung.

Was ist ein Cap-Table?

Der Cap-Table zeigt, wem wie viel vom Startup gehört. Er enthält alle Gesellschafter*innen und Beteiligungen.

Wie finde ich passende Investor*innen für mein Startup?

Bevor du Investor*innen suchst, solltest du verstehen, welche Finanzierungsform zu deinem Startup passt und wie viel Kapital du benötigst. Kläre, ob du die Voraussetzungen erfüllst und ob die Auswirkungen zu deinen Zielen und Vorstellungen passen. 

Wann eignet sich Venture-Capital?

Venture-Capital eignet sich vor allem für Startups mit Product-Market-Fit und hohem Wachstumspotenzial, skalierbarem Geschäftsmodell und größerem Kapitalbedarf.

Was ist der Unterschied zwischen Business-Angels und VC-Fonds?

Business-Angels investieren häufig früh und bringen neben Kapital oft Erfahrung und Kontakte mit. VC-Fonds investieren meist größere Summen und wollen das Startup innerhalb weniger Jahre nach starkem Wachstum verkaufen.

Wann ist ein Startup funding-ready?

Ein Startup ist „funding-ready“, wenn es ein tolles Geschäftsmodell und ein überzeugendes Team hat und Finanzplanung, Unternehmensstruktur und Finanzierungsstrategie professionell vorbereitet sind. Alle für Investor*innen relevanten Kennzahlen, rechtlichen Verhältnisse und Unterlagen vollständig, plausibel und in einem strukturierten Datenraum verfügbar sind. Zudem wissen die Gründer*innen, wie viel Kapital sie benötigen, wofür es eingesetzt werden soll, welche Meilensteine damit erreicht werden und zu welchen Bedingungen sie eine Beteiligung anbieten möchten.

Wie hilft FundingReady bei der Startup-Finanzierung?

FundingReady hilft dir dabei, deine Funding-Readiness einzuschätzen, passende Finanzierungsformen zu erkennen und dich gezielt auf Investorengespräche vorzubereiten.

Warum scheitern viele Finanzierungs­runden?

Häufige Gründe sind:

  • unrealistische Bewertungen 
  • chaotische Beteiligungsstrukturen 
  • schlechte Vorbereitung 
  • fehlende Finanzplanung 
  • unprofessionelle Kommunikation

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bhp