Vielleicht hast du schon lange diese eine Geschichte im Kopf – einen spannenden Thriller, eine romantische Lovestory, oder ein Kinderbuch, von dem du weißt, das hättest auch du als Kind liebend gern gelesen. Worauf wartest du noch? Wenn ein Buch zu schreiben dein großer Traum ist, dann erfülle ihn dir.
Egal ob du Thriller- oder Kinderbuch-Autor*in werden möchtest oder einen Ratgeber, gefüllt mit deinem Fachwissen, schreiben willst – in diesem Artikel verraten wir dir, wie du diese Reise mit Plan und Struktur antreten kannst, wie du Geld verdienst und wie der Alltag eines Autors aussieht.
Auf einen Blick
- Ausbildung: Um Autor*in zu werden, brauchst du weder Ausbildung noch Studium. Nur Kreativität, Disziplin und Ausdauer.
- Veröffentlichung: Du kannst deine Bücher bei Verlagen veröffentlichen lassen oder per Self-Publishing herausbringen.
- Gründung: Als Schriftsteller*in bist du in der Regel Freiberufler*in – es sei denn, du verkaufst deine Bücher selbst oder bietest noch andere Produkte an.
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Autor*in werden Diese Voraussetzungen und Fähigkeiten brauchst du
Die gute Nachricht zuerst: Es gibt keine formalen Hürden, um Autor*in zu werden. Du brauchst weder ein Literaturstudium noch einen Verlag, der dich „entdeckt“. Du musst auch keine Ausbildung abschließen, um Schriftsteller*in zu werden.
Entscheidend ist, dass du etwas zu sagen hast – eine Geschichte, ein Wissen oder eine Botschaft, die anderen Mehrwert bietet. Wichtig ist außerdem ein gewisses Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen, denn ein Buchprojekt braucht Zeit, Energie und Struktur. Wenn du bereit bist, dich auf diesen Prozess einzulassen, hast du bereits die wichtigste Voraussetzung erfüllt.
Die wichtigsten Voraussetzungen sind:
- Eine klare Idee oder Botschaft, die du vermitteln möchtest
- Eine Geschichte mit einem roten Faden, die Leser*innen unterhält
- Motivation und Ausdauer, um langfristig an einem Text zu arbeiten
- Offenheit für Feedback und Weiterentwicklung
- Grundlegendes Interesse am Schreiben, an Literatur und Sprache
- Zielbewusstsein – du weißt, warum du dieses Buch schreiben willst
Neben Leidenschaft und Motivation helfen dir einige praktische Fähigkeiten dabei, dein Buchprojekt erfolgreich umzusetzen. Dazu gehören vor allem sprachliches Ausdrucksvermögen, Strukturdenken und ein Gespür für deine Zielgruppe. Als Gründer*in hast du viele dieser Fähigkeiten wahrscheinlich schon entwickelt – du kannst sie nun einfach auf das Schreiben übertragen.
Schreiben lernen – so entwickelst du deinen Stil
Manchen Menschen scheint das Schreiben in die Wiege gelegt, andere tun sich damit eher schwer. Doch für alle gilt letztlich dasselbe: Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen und trainieren kann.
Es gibt zahlreiche Wege, deine Schreibkompetenz gezielt zu stärken. Beispielsweise durch Schreibkurse oder Workshops an Hochschulen. Du kannst dich auch Schreibgruppen anschließen oder Online-Programme nutzen, die dir Techniken und Struktur vermitteln. Besonders wertvoll ist diverses Feedback – von Mentor*innen, Lektor*innen oder Testleser*innen. Diese Menschen können dir genau sagen, wie deine Texte auf andere wirken.
Wenn du dir mit Worten unsicher bist, dann warte noch, ehe du deine Geschichte final zu Papier bringst. Übe dich zunächst im Schreiben, finde deinen Stil und beachte alle oben genannten Hinweise. Ebenso wichtig ist eine feste Schreibroutine: Plane feste Zeiten ein, schaffe dir einen inspirierenden Schreibort und setze dir realistische Etappenziele. Mit jeder Seite wächst nicht nur dein Text, sondern auch dein Selbstvertrauen als Autor*in.
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Bücher schreiben mit KI: Was spricht dagegen, was dafür?
Dass heutzutage viele Texte mit KI-Unterstützung geschrieben werden, ist kein Geheimnis. Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden. Doch solltest du wirklich ein ganzes Buch mit KI schreiben?
Wenn du ernsthaft den Traum verfolgst, Autor*in zu werden, dann kennst du die Antwort bereits: wohl eher nicht. Denn letztlich willst du ja deine eigenen Geschichten erzählen und über Dinge schreiben, die dir wichtig sind. Außerdem wollen auch Leser*innen unterhaltsame und originelle Bücher lesen und nicht etwas, was eine KI aus tausenden Vorbildern zusammengesetzt hat.
Dennoch kann dir KI beim Schreiben hilfreich zur Seite stehen. Hier ein paar Beispiele:
- Sparringspartner: Solltest du mal nicht weiterwissen, kannst du ChatGPT und Co. als Diskussionspartner nutzen. Frage einfach: „Wie könnte es an dieser Stelle weitergehen?“ Oder: „Ist diese Entwicklung plausibel?“ So eröffnen sich dir neue Perspektiven und dir fallen wieder frische Ideen ein.
- Schreibhilfe: Du findest einfach nicht die passenden Worte, um deine Gedanken auf den Punkt zu bringen? Dann kannst du den entsprechenden Satz an die KI geben und dir verschiedene Varianten erstellen lassen. Vielleicht ist ja eine Version dabei, die dich inspiriert.
- Korrektor: Wenn du eine Formulierung zu umständlich findest oder dir in Sachen Grammatik unsicher bist, kann dir KI entsprechende Verbesserungsvorschläge machen. So lassen sich deine Texte am Ende flüssiger lesen.
Denk aber immer daran: Du bist der/die Autor*in! Am Ende entscheidest du, was in deinen Texten stehen soll und wie sie formuliert sind. Denn schließlich steht dein Name darunter und nicht ChatGPT, Gemini oder Claude.
Wege zum Autor: Traditionsverlag vs. Self‑Publishing
Wie veröffentlicht man eigentlich ein Buch? Wenn dein Manuskript steht, hast du grundsätzlich zwei Wege, um dein Buch zu veröffentlichen: den klassischen Weg über einen Verlag oder den Self-Publishing-Weg, bei dem du alles selbst in die Hand nimmst. Beide Optionen haben ihren Reiz, beide bringen aber auch ganz unterschiedliche Chancen und Herausforderungen mit sich.
Ein Verlag bietet dir professionelle Unterstützung, Reichweite und Prestige, verlangt aber meist längere Wartezeiten und weniger kreative Kontrolle. Self-Publishing hingegen gibt dir volle Freiheit und höhere Einnahmen pro Buch, erfordert aber auch mehr Eigeninitiative in Marketing, Lektorat und Vertrieb. Welche Variante besser zu dir passt, hängt davon ab, was du dir von deinem Leben als Autor*in erhoffst: maximale kreative Freiheit oder professionelle Begleitung und Netzwerkzugang.
Wir haben Vor- und Nachteile für dich zusammengetragen:
| Aspekt | Traditionsverlag | Self-Publishing |
| Veröffentlichung | Verlag übernimmt Lektorat, Layout, Druck und Vertrieb | Du veröffentlichst selbst über Plattformen (z. B. Amazon KDP, BoD, tolino) |
| Kosten | Verlag trägt die Kosten | Du finanzierst Lektorat, Cover & Marketing selbst |
| Einnahmen | Geringere Tantiemen (meist 5–10 % vom Verkaufspreis) | Höhere Tantiemen (bis zu 70 %), aber auch höheres Risiko |
| Reichweite | Zugang zu Buchhandel, Presse & etablierter Leserschaft | Reichweite hängt von deinem eigenen Marketing ab |
| Gestaltungsfreiheit | Verlag entscheidet mit über Titel, Cover & Inhalt | Volle Kontrolle über Gestaltung & Positionierung |
| Zeitaufwand | Langer Veröffentlichungsprozess (oft 12–24 Monate) | Veröffentlichung in wenigen Wochen möglich |
| Prestige & Glaubwürdigkeit | Höheres Ansehen durch Verlagssiegel | Selbstbestimmter, Akzeptanz nimmt zu |
| Marketing | Verlag übernimmt Teile der PR, aber nicht alles | Eigenverantwortung für Sichtbarkeit & Werbung |
Den richtigen Verlag finden
Wenn du dein Buch zusammen mit einem Verlag veröffentlichen möchtest, ist der nächste Schritt nun, den passenden Partner zu finden. Für Sachbücher, Ratgeber oder Business-Themen eignen sich besonders Fachverlage, Wirtschafts- oder Kreativverlage. Schau dir an, welche Bücher in deinem Themenbereich bereits erschienen sind – oft findest du im Impressum oder auf den Websites die Verlage, die dazu passen.
Eine gute Möglichkeit ist auch, dein Manuskript gezielt an Verlage zu schicken. Viele Verlage bieten auf ihren Websites detaillierte Hinweise, welche Themen sie veröffentlichen und wie du dein Exposé einreichen kannst. Und wenn nicht, hast du trotz „ungefragter“ Einsendung nichts zu verlieren.
Self-Publishing-Plattformen nutzen
Wenn du lieber unabhängig bleiben willst, bieten Self-Publishing-Anbieter professionelle Lösungen, um dein Buch gedruckt oder als digitales Produkt zu veröffentlichen. Bekannte Plattformen sind zum Beispiel:
- Amazon Kindle Direct Publishing (KDP): Ideal für maximale Reichweite und E-Book-Vertrieb über Amazon.
- Books on Demand (BoD): Bietet Print- und E-Book-Veröffentlichung mit ISBN und Vertrieb im Buchhandel.
- tolino media: Fokus auf den deutschsprachigen Markt, gute Integration in Buchhandlungen.
- epubli oder tredition: Unterstützen dich mit Services wie Lektorat, Coverdesign oder Marketinghilfe.
Der Vorteil dieser Plattformen: Du kannst dein Buch selbst gestalten, veröffentlichen und jederzeit überarbeiten – ganz ohne Verlag.
Was hat es mit der ISBN auf sich?
Die ISBN (International Standard Book Number) ist eine einzigartige Zahlenkombi auf deinem Buch und sozusagen dessen „Personalausweisnummer“. Sie macht dein Werk eindeutig identifizierbar und sorgt dafür, dass es in Buchhandlungen, Bibliotheken und Online-Shops gefunden und bestellt werden kann.
Wenn du über einen Verlag veröffentlichst, kümmert sich dieser um die ISBN. Wenn du im Self-Publishing veröffentlichst, kannst du bei vielen Plattformen (z. B. BoD, Amazon KDP, epubli) kostenlos eine ISBN erhalten oder selbst eine beantragen. Letzteres funktioniert z. B. über die ISBN-Agentur für Deutschland (MVB).
Was passiert, wenn dein Buch keine ISBN hat?
Ohne diese Kennnummer kannst du dein Buch zwar verkaufen, z. B. über deine eigene Website oder Social Media, aber es wird nicht im Buchhandel gelistet – das solltest du bei deiner Entscheidung berücksichtigen.
Schriftsteller werden: So klappt die Gründung
Wer Freiberufler*in werden möchte, muss sich mit dem Thema Selbstständigkeit, Gründung, Steuern und Versicherungen befassen. So auch Schriftsteller*innen. Dein Dasein als Autor*in ist ein echtes Business und lohnt sich langfristig nur, wenn du dich rechtlich und wirtschaftlich richtig aufstellst.
Freiberuflich oder gewerblich arbeiten?
Als Schriftsteller*in gehörst du in der Regel zu den freiberuflich arbeitenden Personen. Das bedeutet:
- Du musst kein Gewerbe anmelden, sondern meldest deine Tätigkeit direkt beim Finanzamt über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.
- Deine Einkünfte gelten als künstlerische oder publizistische Tätigkeit, was dir bürokratische Erleichterungen bringt.
- Du wirst erst dann gewerblich, wenn du zusätzliche, nicht-schriftstellerische Leistungen anbietest, z. B. Verkauf von Merchandise, Betrieb eines Online-Shops oder Coaching, Kurse und Seminare.
Du planst das volle Programm mit Merch und Co? Dann entsteht eine gemischte Tätigkeit und du trennst freiberufliche und gewerbliche Einnahmen sauber voneinander.
Übrigens: Dass Schriftsteller*innen angestellt sind, ist eher die Ausnahme. Sie können in Redaktionen, Verlagen, Marketingabteilungen, Agenturen oder als Texter*innen in Unternehmen angestellt sein. In diesem Fall bist du jedoch kein*e freie*r Schriftsteller*in, sondern „nur“ ein*e Angestellte*r, die/der Texte produziert. Die meisten „klassischen“ Schriftsteller*innen, die Bücher veröffentlichen, arbeiten freiberuflich, weil sie damit mehr kreative Freiheit und alle Rechte an ihren Werken behalten.
Steuern
Als Schriftsteller*in musst du folgende steuerlichen Bereiche beachten:
- Einkommensteuer: Auf deinen Gewinn zahlst du Einkommensteuer.
- Umsatzsteuer: Du kannst die Kleinunternehmerregelung nutzen, wenn dein Umsatz unter den gesetzlichen Grenzen bleibt.
- Vorsteuerabzug: Wenn du auf die Kleinunternehmerregelung verzichtest, kannst du Vorsteuer geltend machen.
- Betriebsausgaben: Dazu gehören u. a. Software, Notebooks, Fachliteratur, Lektorat, Arbeitszimmer, Reisekosten, Marketing.
Gründerplattform-Tipp
Besonders in der Anfangsphase lohnt sich ein Gespräch mit einem/einer Steuerberater*in, um die ideale steuerliche Struktur für dich zu wählen.
Künstlersozialkasse (KSK)
Wenn du Autor*in werden möchtest, wirst du relativ früh auf deiner Reise über die KSK stolpern. Sie ist für viele Schriftsteller*innen ein großer Vorteil, weil sie die Hälfte deiner Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung übernimmt und damit wie ein Arbeitgeber agiert.
Voraussetzungen für die Aufnahme sind:
- Du arbeitest hauptberuflich schriftstellerisch.
- Du erzielst jährlich mind. ca. 3.900 Euro aus deiner künstlerischen Tätigkeit (Ausnahmen gelten für Berufsanfänger).
- Du veröffentlichst regelmäßig oder planst dies.
Urheberrecht
Als Autor*in bist du automatisch Urheber*in deiner Texte – ganz ohne Anmeldung. Voraussetzung ist natürlich, dass du einen eigenen, persönlichen, kreativen Text verfasst hast und der Text deiner geistigen Schöpfung entsprang. Eine reine Faktenauflistung gehört nicht dazu. Du hältst damit alle Rechte an deinem Werk und kannst entscheiden:
- wie es veröffentlicht wird
- wo es erscheint
- wer Nutzungsrechte erhält
Andere Personen dürfen deine Texte nicht ohne deine Erlaubnis kopieren, verändern oder veröffentlichen. Wenn du Nutzungsrechte verkaufst oder Lizenzhonorare erhältst (z. B. vom Verlag), gelten diese Einnahmen steuerlich als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit.
Markenrecht für Gründer*innen - Das solltest du wissen!
Sprechstunde mit Rechtsanwalt Jan Schnedler
VG Wort
Die VG Wort (Verwertungsgesellschaft für Text) ist eine Organisation, die die Urheberrechte von schreibenden Personen vertritt. Sie sorgt dafür, dass diese eine Vergütung erhalten, wenn ihre Texte genutzt, kopiert oder öffentlich zugänglich gemacht werden, z. B. durch Bibliotheken, Schulen, Kopierer oder Online-Plattformen. Die VG Wort ist für viele Autor*innen eine wichtige jährliche Geldeinnahme. Solltest du ebenfalls Honorarabrechnungen über die VG Wort machen, zählen diese als Einnahmen und müssen versteuert werden.
Businessplan für Schriftsteller*innen
Wie bei jeder Gründung sollten auch Personen, die Autor*in werden und ein Buch schreiben möchten, mit einem durchdachten Plan ihre Selbstständigkeit beginnen. Besonders weil das Schreiben ein kreativer Beruf ist, lohnt sich eine geordnete Struktur drumherum. Diese beginnt mit deinem Businessplan. Dein Dasein als Schriftsteller*in soll schließlich kein Hobby nebenbei sein, sondern eine lukrative Tätigkeit – die du professionell und nachhaltig ausübst.
Das gehört hinein:
- Wer ist deine Zielgruppe? Was schreibst du? Für wen?
- Was ist dein Angebot? (z. B. Bücher, E-Books, Lesungen, Ghostwriting, Workshops, Onlinekurse)
- Wie gestaltest du dein Marketing? (Social Media, Autorenwebsite, Newsletter, Lesungen, Kooperationen)
- Was ist deine Veröffentlichungsstrategie, Verlag oder Self-Publishing?
- Wie sieht deine Finanzplanung aus? Was sind Schätzungen zu Einnahmen, Kosten, Steuern und Versicherungen?
- Was ist deine langfristige Vision? Wie möchtest du deinen Autorenberuf wachsen lassen?
Marketing: So wirst du als Autor*in sichtbar
Dein fertiges Buch kannst du wie ein neues Produkt auf dem Markt betrachten. Wenn andere nichts davon erfahren, wird auch niemand wissen, wie großartig es ist – und nicht kaufen. Als Schriftsteller*in musst du also dafür sorgen, dass dein Buch gesehen wird. Hier ist ein sinnvoller Marketing-Mix entscheidend. Dieser kann folgende Maßnahmen beinhalten.
1. Website – deine digitale Visitenkarte
Deine eigene Website ist dein Aushängeschild. Hier stellst du dich vor, präsentierst deine Bücher, teilst Neuigkeiten und machst für Presse und Veranstalter alle wichtigen Informationen zugänglich. Das Gute daran: Unabhängig von den sozialen Medien bestimmst du allein hier die Inhalte. Du hast die volle Kontrolle über deine Marke. Eine gute Autorenwebsite enthält:
- eine aussagekräftige „Über mich“-Seite
- Infos zu deinen Büchern
- eine Möglichkeit, dich zu kontaktieren
- optional: Blog, Newsletter, Veranstaltungen, Leseproben
2. Präsenz zeigen auf Social Media, Buchmessen & Wettbewerben
Heutzutage gibt es kaum noch Produkte, die nicht auf Social Media stattfinden können. Somit dürfen deine Werke auch auf Plattformen wie Instagram, TikTok, Facebook oder LinkedIn beworben werden. Sie bieten dir die Möglichkeit, eine Leserschaft aufzubauen und deine Veröffentlichungen zu promoten. Außerdem kannst du einiges tun, was auf einer Website eher schwierig umzusetzen ist: Du kannst Einblicke in deinen Schreibprozess und deinen Alltag als Autor*in geben. Quasi ein Blick hinter die Kulissen. Hierbei zählt Authentizität mehr als Perfektion!
Auch Buchmessen (z. B. Frankfurt, Leipzig) oder lokale Literaturfeste sind ideale Orte, um Kontakte zu knüpfen: Verlage, Agenturen, Blogger*innen, Medien – alle versammeln sich an einem Ort.
Literaturwettbewerbe helfen dir zusätzlich, deine Bekanntheit zu steigern. Selbst Platzierungen oder Longlists können dir mehr Reichweite verschaffen.
3. Feedbacknetzwerke & Autorentreffen – Community statt Einzelkampf
Wie gut deine Geschichte ist, hängt zwar größtenteils von dir ab, doch dein Erfolg als Autor*in kommt selten nur von dir allein. Schreibgruppen, Autorennetzwerke oder Online-Communities bieten dir nicht nur ehrliches Feedback zu deinen Texten, sondern auch Motivation, Austausch und Kooperationen.
Nimm an Autorentreffen teil, vernetze dich mit Gleichgesinnten und profitiere von Erfahrungen anderer. Du wirst sehen, das richtige Netzwerk mit inspirierenden und langfristigen Kontakten ist besonders wertvoll, wenn du dein Buch veröffentlichen oder dein Schreiben professionalisieren willst. Du wirst sichtbarer, bekommst Unterstützung und bleibst länger motiviert.
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Verdienstmöglichkeiten & Finanzierung als Autor
Dass du als Autor*in nicht nur kreatives, sondern auch unternehmerisches Denken haben solltest, haben wir bereits geklärt. Viele Gründer*innen starten mit der Vorstellung, ein Buch allein würde für ihre Einnahmen sorgen. Doch in der Realität sind deine Einnahmequellen viel umfangreicher.
Einnahmen aus Buchverkäufen
Die klassische Einnahmequelle sind die Verkäufe deiner Bücher, egal ob gedruckt oder digital.
- Traditionsverlag: Tantiemen liegen meist bei 5–10 % vom Nettoverkaufspreis
- Self-Publishing: Kann bis zu 70 % Tantiemen bringen, je nach Plattform und Format
- Schreibst du einen Bestseller, kann dir dieser bei großer Beliebtheit kontinuierliche Einnahmen bringen
Lizenzrechte & Nutzungsrechte
Neben den Buchverkäufen gibt es zusätzliche Einnahmequellen:
- Lizenzverkäufe, z. B. Hörbuch, Übersetzungen, Filmrechte
- Zweitverwertungen, z. B. Abdruckrechte, Anthologien
- VG Wort-Ausschüttungen für gedruckte Bücher, E-Books und Online-Texte
Dienstleistungen & Honorare
Viele Schriftsteller*innen bieten weitere kreative Dienstleistungen an und diversifizieren damit ihr Einkommen, z. B.:
- Ghostwriting
- Lektorat, Textcoaching
- Workshops, Schreibkurse
- Lesungen, Vorträge
- Content-Arbeit für Unternehmen
Diese Honorare können je nach Expertise und Positionierung sogar deutlich höher sein als Tantiemen aus einem einzelnen Buch.
Förderungen, Stipendien & Preise
Der Literaturbereich bietet zahlreiche Stipendien, Förderprogramme und Preise, die Autor*innen finanziell unterstützen – besonders bei Romanprojekten, Sachbuchideen oder Debütwerken. Einige bieten mehrere tausend Euro, Schreibresidenzen oder Projektförderungen.
Crowdfunding & Community-Finanzierung
Für Self-Publisher*innen oder Autor*innen mit starker Community kann Crowdfunding eine hervorragende Möglichkeit sein, ein Buchprojekt vorzufinanzieren. Auch Modelle wie Patreon oder Steady helfen beim Aufbau regelmäßiger Einnahmen durch Fans, die exklusive Inhalte unterstützen.
Fazit: Baue dir mehrere Einkommenssäulen auf
Wie du siehst, basiert ein professionelles Autor*innen-Business selten auf einer einzigen Einnahmequelle. Als erfolgreiche*r Schriftsteller*in kannst du mehrere miteinander kombinieren, diese sind typischerweise:
- regelmäßige Veröffentlichungen
- Dienstleistungen
- Lesungen & Workshops
- Lizenzrechte
- VG Wort & Wettbewerbe
Diese Mischung sorgt dafür, dass du flexibel bleibst und unabhängig von einzelnen Buchverkäufen wirst.
Der Alltag als Autor*in
Vielleicht denkst du, ein*e Autor*in sitzt den ganzen Tag am Schreibtisch und ist kreativ? Um kreativ zu sein, muss man auch Raum für Kreativität schaffen. Daher ist der Alltag eines Autors oder einer Autorin eher eine spannende Mischung aus allem: Inspiration holen, Strukturen folgen, schreiben und manchmal auch viel Geduld haben.
Routinen
Erfolgreiche Autor*innen wissen: Routine ist nicht langweilig, sondern die Basis, auf der gute Texte entstehen. Viele Schriftsteller*innen entwickeln feste Schreibroutinen, um den kreativen Prozess planbar zu machen. Manche schreiben früh morgens, wenn der Kopf noch frei ist, andere abends, wenn der Alltag zur Ruhe kommt. Wichtig ist nicht die Uhrzeit, sondern die Regelmäßigkeit – selbst 30 bis 60 Minuten täglich können langfristig ein ganzes Buch entstehen lassen. Setz dir also feste Schreibziele (z. B. 500 Wörter pro Tag), suche dir einen inspirierenden Schreibort und nimm dir bewusste Pausen, um neue Ideen entstehen zu lassen.
Herausforderungen
Der Schreibprozess bringt unweigerlich auch Hürden mit sich – Schreibblockaden, Selbstzweifel oder Phasen, in denen deine Motivation nachlässt und deine Energie eher weniger vorhanden ist. Hier hilft es, auch kleine Erfolge zu zelebrieren, Feedback von außen einzuholen und sich bewusst zu machen, dass jedes Buch in Etappen entsteht. Lass dich nicht zu sehr ablenken, (z. B. von Social Media, E-Mails, To-dos). Diese Dinge können deinen Flow stören. Hier lohnt es sich, das Handy weit wegzulegen und dir feste Schreibzeiten in den Kalender einzutragen.
Work-Life-Management
Gerade frisch gebackene Autor*innen stehen oft unter Zeitdruck, weil sie neben ihrem Businessalltag noch schreiben wollen oder müssen. Um beides zu vereinen, brauchst du eine realistische Planung und Selbstfürsorge. Kurze Auszeiten, Bewegung und kreative Rituale (z. B. Spaziergänge oder Journaling) können dir helfen, neue Energie zu tanken. Lass das Schreiben nicht zu einer Belastung werden, sondern schaffe dir einen gesunden Ausgleich und eine Routine, die dich stärkt.
Fazit
Nun liegt es an dir. Autor*in wirst du nicht durch Zufall – sondern indem du anfängst. Der Weg vom ersten Gedanken bis zum gedruckten Buch mag lang wirken, aber er ist absolut machbar, wenn du ihn Schritt für Schritt gehst. Du brauchst keine perfekten Voraussetzungen und keinen „magischen Moment“. Was zählt, ist deine Motivation und die Bereitschaft, dranzubleiben.
Jetzt weißt du, dass Schreiben viel mehr ist als Kreativität. Es ist Positionierung, Business, Marketing, Sichtbarkeit, Routine und manchmal auch Mut. Ein Buch kann dein Expertenstatus-Booster sein, deinem Business neue Türen öffnen und Menschen erreichen, die von deinen Erfahrungen und deinem Wissen profitieren.
Mit einem klaren Plan, ein bisschen Struktur und der richtigen Portion Selbstvertrauen kannst du dein Buchprojekt professionell umsetzen, egal ob allein oder mit einem Verlag an deiner Seite. Finde dich in dem richtigen Netzwerk wieder und sei kein einsamer Wolf. Wirtschaftlich gesehen können deine Einkommensquellen so vielfältig sein wie deine Ideen und sind nicht allein von dem Erfolg deines Buches abhängig.
Das Wichtigste ist: Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur anfangen. Jede Seite bringt dich weiter und macht dich mehr zum Autor oder zur Autorin, der/die du sein willst. Wer weiß, vielleicht ist es genau DEIN Buch, auf das die Welt da draußen noch wartet.
FAQ
Autor*innen sind alle, die etwas schreiben oder veröffentlichen. Ein*e Schriftsteller*in ist speziell jemand, der/die literarische Werke wie Romane, Erzählungen oder Gedichte schreibt.
Ja, absolut. Jeder kann ein Buch schreiben. Erfahrung hilft, ist aber keine Voraussetzung.
Ja, für Ideen, Struktur, Formulierungen oder Überarbeitungen kannst du ChatGPT zur Unterstützung nutzen. Die inhaltliche Verantwortung und die Ausgestaltung des Buchs liegt aber bei dir.
Ja. Über Self-Publishing-Plattformen wie Amazon KDP kannst du ein Buch kostenlos bzw. zu geringen Kosten veröffentlichen. Zusatzleistungen wie Lektorat oder Coverdesign kosten extra.
Das ist sehr unterschiedlich. Traditionelle Verlage zahlen meist 5–10 Prozent Tantiemen pro verkauftem Buch. Im Self-Publishing kannst du bis zu ca. 70 Prozent pro Verkauf verdienen – abhängig von Preis, Plattform und Marketing.