Beantrage erfolgreich den Gründungszuschuss

Werde mit guter Vorbereitung erfolgreich selbstständig

Bis zu 15 Monate lang sind 300 EUR als Fördermittel möglich

2017 gab es deutschlandweit über 26.000 Gründungszuschuss-Bewilligungen

Für die Bewilligung muss nachgewiesen werden, dass die Existenzgründung tragfähig ist

Gründungszuschuss beantragen: von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit

Der Gründungszuschuss bietet arbeitslosen Menschen eine ideale Unterstützung beim Start in die eigene Selbstständigkeit. Dieses Fördermittel erlaubt es dir, erste Schritte in die Selbstständigkeit zu gehen, ohne dir Sorgen über die Sicherung deines Lebensunterhalts machen zu müssen. So bleibt dir Zeit für wichtige Dinge wie den Aufbau deines Unternehmens und die Akquise von Kunden.

Die Anspruchsberechtigung

Der Gründungszuschuss ist vor allem für jene gedacht, die bereits im Angestelltenverhältnis beschäftigt waren und darin arbeitslos wurden. Wenn der Plan besteht, sich aus dieser Arbeitslosigkeit heraus selbstständig zu machen, unterstützt der Gründungszuschuss dabei.

Für die Zuschussbeantragung der staatlichen Hilfe gilt es verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Zunächst darfst du nicht älter sein als 65 Jahre. Darüber hinaus musst du noch für mindestens den Zeitraum von 150 Tagen einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I (ALG I) haben. Weiterhin musst du bereits ALG I bezogen haben. Hierfür wird nur ein kurzer zeitlicher Rahmen benötigt, die Dauer eines einzigen Tages ist für die Berechtigung ausreichend. Außerdem musst du die angestrebte Selbstständigkeit mit mindestens 15 Wochenstunden planen - also als Haupterwerb.

Empfänger von ALG II, die sich mit dem Gedanken einer Existenzgründung tragen, werden beim Gründungszuschuss nicht berücksichtigt. Für diese Gründer gibt es gesondert das Einstiegsgeld. Dieses unterliegt allerdings anderen Regeln. Zum Einstiegsgeld findest du auf dieser Seite der Agentur für Arbeit mehr Informationen.

Gründungszuschuss: ein „Kann“ - kein „Muss“

Die Selbstständigkeit während der Arbeitslosigkeit in Verbindung mit dem Erhalt des Gründungszuschusses unterliegt einigen wesentlichen Einschränkungen.

Solltest du auf dem Arbeitsmarkt gut vermittelbar sein, wirst du die Förderung eher nicht erhalten. Solange offene Stellen existieren, für die du eine Zusage erhalten könntest, wird eine Zuschussbeantragung selten stattgegeben. Die Förderung gilt grundsätzlich nicht mehr als eine Pflichtleistung. Sie ist alleinige Ermessenssache der Agentur für Arbeit.

Interessenten, die sich sehr frühzeitig während ihrer Arbeitslosigkeit um die Förderung bemühen, haben bessere Chancen. Vor allem Existenzgründungsberatungen helfen dir hier. Du kannst dich beispielsweise an die Berufsverbände und die Industrie- und Handwerkskammern wenden. Diese bieten Möglichkeiten, an einer Fortbildung im Rahmen eines Existenzgründerseminars teilzunehmen. Diese Vorbereitungen können deine Chancen auf den Gründungszuschuss verbessern.

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Der Businessplan

Um überhaupt Aussichten auf den Gründungszuschuss zu haben, benötigst du in jedem Fall einen guten Businessplan. In diesem erklärst du plausibel und detailliert, wie du dir dein Unternehmen vorstellst. Der Plan enthält zunächst Angaben zum Sinn und Zweck deines Unternehmens. Diese schreibst du in der Zusammenfassung möglichst knackig auf. Darauf folgt eine detaillierte Beschreibung der Leistungen, die du anbieten möchtest und damit verbunden die Vorteile, die diese für deine zukünftigen Kunden bedeuten. Achte darauf, dass du deinen Kundennutzen klar formulierst. Erkläre auch, warum gerade dein Produkt erfolgreich wird, vor allem wenn du Konkurrenz hast. Erstelle am besten eine detaillierte Marktanalyse und erläutere Pläne, wie du dich am Markt behaupten wirst.

Der Beschreibung deines Unternehmens folgt ein gut ausgereifter Finanzplan. Hier berechnest du deinen Umsatz, deine Kosten und zeigst, wie du dich vor allem in der Anfangsphase finanzieren willst. Achte darauf, hier möglichst realistisch zu bleiben, da dein Plan später von Experten überprüft wird. Stellst du hier fest, dass dein Plan auf wackeligen Finanzfüßen steht, heißt es: zurück ans Zeichenbrett.

Bist du überzeugt, dass dein Plan überzeugt, geht es jetzt weiter zum Antrag.

Die Antragstellung

Um den Antrag stellen zu können, brauchst du zunächst ein Antragsformular. Dieses erhältst du von der Agentur für Arbeit. Achtung: Hier greift die ALG-I-Regel. Du musst also schon mindestens einen Tag ALG I bezogen haben, um den Antrag zu erhalten. Hierfür musst du lediglich der Agentur für Arbeit mitteilen, dass du eine Gründungsabsicht hast.

    Einen Gründungszuschuss beantragen

    Im normalen Ablauf folgt darauf ein Termin, für den du allerdings einige Unterlagen benötigst:

    • deinen Businessplan
    • deinen Lebenslauf
    • eine Tragfähigkeitsbescheinigung: Das ist die Stellungnahme einer fachkundigen Institution. Ausgestellt werden kann diese durch Handwerkskammern oder Gründungszentren. Die Bescheinigung informiert die Agentur für Arbeit über die Zukunftseignung und Machbarkeit deines Vorhabens. Grundlage ist dein Businessplan
    • Nachweise über deine fachliche Qualifikation, um zu zeigen, dass du für diese Art der Gründung überhaupt geeignet bist
    • Genehmigungen, sofern sie für deine Arbeit in deinem Unternehmen benötigt werden.

    Nach dem Einreichen deines Antrags prüft die Bundesagentur für Arbeit, ob du mit deiner Geschäftsidee in der Lage sein wirst, in ausreichendem Maße die Kosten für deinen Lebensunterhalt zu decken. Die Agentur sollte bei deinem Vorhaben vor allem auch deine Motivation erkennen und Gründe finden, gerade dein zukünftiges Unternehmen zu fördern. Zusätzliche Qualifikationen, wie Existenzgründungskurse sind hier ein großes Plus. Nachweise und Zertifikate von solchen Kursen solltest du unbedingt mit einreichen.

    Förderdauer und Zuschusshöhe

    Bei einer Zusage für den Gründungszuschuss wird dir eine Förderung gewährt, die als Überweisung in monatlichen Abständen erfolgt. Die Höhe entspricht hierbei dem Arbeitslosengeld, das zuletzt bezogen wurde. Zu diesem Betrag werden im Sinne einer pauschalen Leistung weitere 300 Euro gezahlt, die der sozialen Absicherung dienen. Der Zuschuss wird zunächst für den Zeitraum eines halben Jahres gewährt. Wenn innerhalb dieses Zeitraums eine geschäftliche, hauptberufliche Tätigkeit nachgewiesen werden kann, ist eine weitere Förderung möglich. Diese erfolgt über einen Zeitraum von neun Monaten und umfasst ausschließlich die monatliche Pauschale von 300 Euro zur eigenen versicherungsrechtlichen Absicherung. Der bisherige Betrag des Arbeitslosengeldes entfällt. Auf den Gründungszuschuss müssen während des gesamten Förderzeitraums von 15 Monaten keine Steuern entrichtet werden.

    Fazit

    Der Gründungszuschuss mag durch seine Anforderungen etwas einschüchternd wirken, ist aber nichtsdestotrotz ein valider Weg in die Selbstständigkeit. Gute Vorbereitung und ein wirklich solides und tragfähiges Geschäftskonzept erhöhen deine Erfolgschancen merklich. Engagement vor und während des Antragsprozesses zeigen der Agentur für Arbeit, dass du es ernst meinst. Wenn du also denkst, dass du für den Gründungszuschuss in Frage kommst, dann fang gleich an und schreib deinen Businessplan.

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    bhp